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Mit Vitargo beim Zugspitz-Marathon

Mit Vitargo zum Zugspitz Lauf

Am 23. Juli um 6 Uhr ging es los, über 300 Läufer wurden bei bestem Wetter auf die Strecke geschickt. Unter dem Motto „Rock the Top“ nahmen wir die 43,3 km lange Strecke in Angriff. Fast 4000 Meter rauf und 2000 Meter runter lagen vor uns.   Ganz harmlos fing es an, der 1. km war noch ganz eben, genau das Richtige um warm zu werden. Aber dann kam schon der erste Anstieg, bis auf 1852 ging es rauf.

Die Strecke war schön, es ging über Waldwege und schmale Trails zum 1. Verpflegungspunkt. Die nächsten 10 km waren sehr angenehm zu laufen,  fast nur bergab, wieder runter auf 979 m. Hier konnte man an der Versorgungsstelle Biberwier noch mal seine Trinkblase auffüllen. Schnell noch ein Gel eingeworfen und dann ging´s weiter.  Das war auch nötig, denn das schwerste Stück der Strecke stand uns jetzt bevor. Der Endurance Bar Riegel half dabei, auch das zu schaffen.  Es ging nur noch bergauf im hochalpinen Gelände. Die Wege wurden immer schmaler und wir mussten die ganze Zeit hoch konzentriert bleiben! Ein falscher Tritt und man wäre abgestürzt. Auch echte Kletterpassagen, nur mit einem Drahtseil gesichert, mussten wir bewältigen. Die Wege waren als solche kaum noch zu erkennen. Der Untergrund wurde immer gerölliger und rutschiger, so dass an ein Laufen nicht mehr zu denken war. Als wir dann auch noch durch Schnee stapfen mussten, waren wir froh, als plötzlich ein Schild auftauchte: Nur noch 4 Km.

Aber die hatten es dann noch in sich: über 900 Höhenmeter mussten wir noch bewältigen! Aber die Überraschung kam am Schluss, der letzte Kilometer wurde uns geschenkt. Es zog eine Gewitterfront heran, so dass der Veranstalter sich gezwungen sah, das Rennen kurz vor dem Zugspitzgipfel abzubrechen. Sicherheit geht vor!!

Karl und ich waren glücklich, diesen Lauf ohne Verletzungen überstanden zu haben. Wir finishten diesen  in 9:32 Stunden und belegten damit Plätze im vorderen Drittel, Karl wurde 13. in seiner AK und ich 7. Damit sind wir bestens zufrieden.

Insgesamt gesehen war dieser Lauf anstrengender als wir erwartet haben, doch wurden wir mit so manchen tollem Ausblick entschädigt.

Eins hab ich noch vergessen, es waren insgesamt 3965 Hm im Aufstieg und 1993 Hm im Abstieg.
Text und Bildquelle: Silvia Rusche per E-Mail

Trailstory – Zu Gast bei einem Niederländer in der Pfalz (KUT 85km +/- 3000 Höhenmeter) mit Oliver Binz – Teil 7

Oliver Binz auf dem Weg zur Zugspitze - Teil 7 KUT

Vitargo Sportler Oliver Binz auf dem Weg zur Zugspitze - Teil 7 KUT

Es gibt Läufe die muss man nicht erfahren. Oder sind das gerade die Läufe die man erfahren haben muss?
Ich glaube, wer in seinem Laufleben keine Strecke von dem verrückten Niederländer Eric gespürt hat, weiß nicht was für ein grässliches Potential im Pfälzer Wald zwischen 250 und knapp 600 Meter Meereshöhe liegen kann.

KUT 2011, das heißt mal wieder eine Streckenoptimierung durch Eric und einige neue Höhenmeter dazu, was zum Ergebnis von 85km und stolzen +/- 3000 Höhenmeter führt.

Und nach dem Lauf wartet im Ziel ein freudiger Veranstalter Eric Tuerling, der die schmerzverzehrten Finisher-Gesichter gerne empfängt.
Wunderbar, und 2 Punkte für den UTMB 2012 gibt’s auch noch oben drauf. Respekt, Eric.
Willi Melcher und ich sind seit 2 Uhr nachts auf den Beinen und rauschen mit dem Auto in Richtung Kaiserslautern, um gegen 4:45 im Vereinsheim den zweiten Kaffee einzuwerfen. Welch Überraschung wer hier am Start ist. Rene Strosny und Angelika, Jens Lukas, Karl Ziegelmeier und Freund Martin Feigel aus Ingolstadt, Gerhard Börner und und und; ein Stell-dich-ein der Ultramarathon-Szene mit einem Haufen UTMB-Finisher und sogar Sparthalon-Siegern. Hier geht richtig was. Respekt, Eric. Der Start erfolgt um 6Uhr nach Eric’s Zeitmessung und wir machen uns auf, um die ersten 41km im Halbkreis in Angriff zu nehmen.

Oliver Binz - der Weg zur Zugspitze Teil 7 KUT

Oliver Binz auf dem Weg zur Zugspitze

Aber Achtung: Verlaufen ist angesagt! Tolle Gruppe, tolle Landschaft und schwups, da steht man in Wald ohne Markierung. Entweder zurück und die letzte Kreuzung mit der Markierung suchen oder das Navi rauskramen und die Örtlichkeit checken. Und eins ist sicher: KUT ohne Verlaufen geht fast nicht.

Oliver binz auf dem Weg zur Zugspitze Teil 7 KUT

Das Gelände ist rau, der Untergrund ziemlich hart und uneben. Von Anfang an werden alle Beinmuskelpartien stark beansprucht. Während dem Lauf spürt man, was aus einem Gelände rauszuholen ist, wenn man den stets bekannten Weg verlässt. Zwei Eigenheiten sind beim KUT besonders zu betonen. Erstens, es gibt nur 4 Versorgungsstellen, nur mit Wasser vom Veranstalter bestückt.

Oliver Binz KUT - der weg zur Zugspitze
Aber, man kann vor dem Rennen, eigene Getränke in die Verpflegungsstellen-Boxen abgeben, aber die feste Nahrung muss persönlich mitgeführt werden. Zweitens Fuchs-Eric hat die erste Runde extra nur mit 41km abgesteckt, um nur die Ultraläufer anzusprechen und nicht die Marathon-Mengensammler-Läufer, welche sicherlich nach einer Marathon-Halbzeit im Stadion aussteigen. Clever, Eric.

Oliver Binz auf dem weg zur Zugspitze - Teil 7 KUT

So, nach knapp 5 Stunden erreichen Willi und ich nach den besagten 41km wieder das Stadion und eine kurze Mittagspause von 7min ist angesagt. 1Liter Iso, 2 gekochte Kartoffeln und ne Portion Vitargo warten im Kofferraum meines Autos verspeist zu werden.

Oliver Binz mit Vitargo Shirt im Einsatz beim KUT

Die Sonne lacht noch vom Himmel, aber glücklicherweise geht’s wieder in den Wald und die ersten Wolken kommen auch schon. Die zweite Runde im Norden von Reichweiler ist länger und anstrengender vom Geländeprofil als die erste Runde.

Oliver Binz beim KUT
KM50, eine Überraschung im Walde. Zwei Gartenstühle und zwei Kästen Pilsbier stehen zur Feier der 50km-Marke hier. Wir rangieren gerade an Platz 39 und 13 Flaschen Pils sind schon geköpft???  Sorry, 14 Flaschen, Willi zieht auch eine… Respekt ihr Läufer vor mir.

Während dem Lauf denke ich, ich befinde mich auf Teilstrecken vom K78 in Davos oder beim Canyon-Lauf in der Schlucht von Verdon. Ein über 200 langer Gewölbetunnel ist zu durchqueren, Holzbrücken und 3 kurze Steilpassagen mit einem Seil zu erklimmen. An alles wird hier gedacht.

Oliver Binz beim KUT

Es läuft zwar nicht ganz so rund, meine Fersenverletzung plagt mich schon seit der 4.ten Laufstunde (KM35), aber es wird nicht schlimmer. Wir erreichen nun die letzte Verpflegung bei KM70 nach 9 Stunden. Pause – Wasser nachfüllen. Ich entdecke meine Rosinen in meinem Rucksack wieder, und auf geht’s zu den letzten 15km. Erste Rechnungen im Kopf „wann kommen wir an…“ beginnen, aber plötzlich hat sich das Rechnen erledigt. Akku leer, sage ich nur. Urplötzlich geht’s mir hundeelend, kalter Schweiß auf der Stirn, Gummimuskeln, die Anstiege sind ein echter Kampf, die Abstiege noch schlechter. Hoffentlich geht’s da oben nur noch eben ins Ziel, denke ich. Aber wir sind ja bei Eric’s KUT und da kommen noch einige Leckerchen auf die Läufer zu. Bei KM79 muss ich das erste Mal in die Knie. Hinlegen, Beine hoch, Kreislauf stabilisieren und zu Kräften kommen. Ich will nicht jammern, aber das war gerade hart für mich. Aber der innere Schweinhund siegte und Willi spielte die Dampflok vorneweg; 2:30 Std:min für die letzten 15 Kilometer sind zwar lange, aber der 1.Plazierte hatte für diese Strecke auch 1:40 Std:min gebraucht. Finally, nach 11:22 Std:min sind wir Zwei gemeinsam ins Ziel gekommen und, wie schon erwähnt, von Eric Tuerling persönlich begrüßt worden. Danke, Eric.

Nach weiteren 3min hatte ich schon eine Cola und ein Weizenbier intus, und siehe da, das Stehaufmännchen war geboren. Noch zwei alkoholfreie Weizen und ein Abendessen und ich hatte wieder Lust zu Laufen.  Aber dafür gibt es ja sogenannte Vorbereitungsläufe um extreme Situationen zu testen und Erfahrungen zu sammeln. Auf jeden Fall werde ich hinten raus immer auf Cola oder das österreichische Koffein-Getränk achten (welches Willi mehrfach dabei hatte; Neid).
Fazit: ein fordernder, ruppiger geiler Lauf, der nicht untrainiert machbar ist.

Bei 142 Starter/innen und 126 Finishern können wir mit Platz 40+41 ganz stolz sein.

So, nun sind die Vorbereitungsläufe so weit abgeschlossen und die Saisonhighlights Zugspitzumrundung (101km und ca.+/-5600 Höhenmeter) und die Mont Blanc Umrundung UTMB (166km und ca. +/- 9500 Höhenmeter) können kommen.

Und was nimmt man vom KUT mit? Neben einer Finisher- Medaille (was bei einem Ultratraillauf eine Seltenheit ist), ein Finisher-Shirt, Brenneselblasen an den Knien und 4 Zecken.
Der eine oder andere noch einen bösen Muskelkater, aber dieser wurde mir wenigsten erspart.

Danke Eric für die tolle Strecke, Danke Willi für die Hilfe.

Finish beim KUT
Oliver Binz; Zielzeit 11:22:45 Std:min:sec; Platz 40
www.binz-online.com

Mehr Infos über den KUT unter http://www.tuerlings.de/kut/
Mai 2011

Bild und Textquelle: Oliver Binz per E-Mail

Trailstory – Glückspilze im Spessart – Teil 4

Wir schreiben Februar 2011, circa 4 Monate vor der Premiere der Zugspitzumrundung.

Oliver Binz - Trailstory Glückspilze im Spessart

So langsam wird es ernst und nun fängt bald der Plan B an.

Ein deutscher 100km Bergultra mit 6000 Höhenmeter wirft seine Schatten voraus.

Nach Plan A, 4 Monaten entspanntem Laufen ohne Trainingszwang, aber mit einem Ultralaufabenteuer im Monat, fängt ab März der Plan B, die Trainingsphase auf die zwei Bergriesen an.
Ende Juni soll der größte Berg in Deutschland, die Zugspitze, umrundet werden und Ende August das komplette Mont-Blanc-Massiv. Es gibt viel zu tun, also packen wir es an.
Nun aber noch zum Abenteuer vom letzten Wochenende. Es war eigentlich ein Glückpilz-Lauf.

Oliver Binz - Trailstory Glückspilze im Spessart

Oliver Binz - Trailstory Glückspilze im Spessart

In allen Belangen hatten wir, Willi und ich heute Glück.Es begann schon um 5:45 Uhr am Samstagmorgen: strömender Regen. Was für ein Glück, konnte ich mein neues Weihnachtsgeschenk, die ultra-teure wasserdichte lange Laufhose endlich auspacken und auf Herz und Niere beim langen Lauf testen. Und zum Glück hatte ich, trotz den 10° warmen, sonnigen Werktagen meine Wintermütze noch nicht weggepackt. Wow; Regen, 2° im Spessart, nass-kalter Samstagmorgen und 50km to go zwangen mich mit Regenhose, Regenhut, Wintermütze und Regenjacke loszulaufen.

Oliver Binz - Trailstory Glückspilze im Spessart

Willi hatte heute die Strecke Hösbach-Eichenberg-Engländer-Eselsweg-Heigenbrücken/Pollasch-Weibersbrunn-Waldaschaff-Hösbach ausgearbeitet. 50km und 1050Höhenmeter. Vollkommen autonomes Gelände; das heißt zum Glück keinen Bäcker, kein Supermarkt oder Tankstelle in der Nähe. Wir durften alles im Rucksack mitnehmen. 1 Liter Wasser, 0,7 Liter Squezze, 0,7 Liter Vitargo, 0,7 Liter frische, selbstgekochte kalte Brokkolisuppe.

Bei Eichenberg geht’s unsere selbsternannte Bergtrainingsstrecke (ab Februar soll es hier 1x wöchentlich 1000Höhenmeter oder mehr öfters hoch und runter gehen) sehr steil bergauf.
Und dann finden wir doch wahrlich auch noch einen Glückpilz auf dem Weg. Das passt doch zum heutigen Tag.

Nach 2,5 Stunden erreichen wir den sagenhaften Aussichtpunkt am Pollasch bei Heigenbrücken. 21km Arbeit sind verrichtet.

Mein heutiges 50k-Menü: fast tiefgefrorene Rosinen als Vorspeise (nach 1,5 Stunden), gab es nach 2,5 Stunden 0,5 Liter richtig leckere kalte Brokkolisuppe aus der Trinkflasche. Als Nachtisch, weil ich schon richtig Hunger hatte, schob ich ein Vitargoriegel nach. Mit der fein pürierten Brokkolisuppe hatte ich auch Neuland betreten. Man sagt ja immer solche langen Läufe sind auch zum Testen da. Also, Suppe kochen, kalt werden lassen und reinhauen. Und ich hatte Glück: sie bleib drinnen und nährte mich ausreichend. Auf jeden Fall ist sie eine Alternative zu allen anderen Pulvergetränken.
Weiter geht’s auf unserem Glücksweg.

Bei 31km gab es die restliche Suppe und es ging lange bergab mit der Laufstrecke zu den Anglerseen bei Waldaschaff. Nach ausreichender Bewunderung der neuen Autobahnbrücke, konnten wir es einfach nicht lassen.
An der Baustelle den Berg hoch und ab auf die „neue“ Autobahn. Unendliche Weiten begegneten uns. Neben dem freigesprengten Canyon gab es sehr viel Matsch, viel Schotterwege und am Ende feinster Asphalt auf einer Breite von 6 Fahrspuren. Zum Glück waren wir 5 Stunden lang alleine im Wald gewesen, um ausgeruht den Dauerlärm von der A3, ca 5 Meter neben uns, 2-3km ertragen zu können. Ständig hupten uns Autofahrer zu und winkten uns freudig zu. Wohl noch nie Läufer mit Rucksack und Regenklamotten im Februar gesehen? Aber anscheinend waren wir ein wahres Weltwunder für die Fahrer.
Kurz vor Ende, ca. 20min vor der wärmenden Dusche hat es mich doch noch erwischt.

Oliver Binz - Trailstory Glückspilze im Spessart
Ein Hungerast. Ich dachte, ich pack es noch, aber die Kräfte schwanden extrem schnell. Kurz Pause und zum Glück hatte ich noch Wasser und einen Vitargo-Gel im Rucksack. Das feuerte noch mal richtig rein und es ging zügig nach Hause. Das letzte Glück hatten wir, dass wir zur gleichen Zeit nicht am Brocken unterwegs waren, denn da erwischte es die Läufer noch richtig heftig: -6°, starker Orkan auf dem Brocken, kräftiger Schneefall und Probleme beim nächtlichen Heimtransport. Also, alles richtig gemacht. Ein schöner, glücklicher Spessartlauf über 6 Stunden, Regenhose sehr erfolgreich getestet und saftige 4200kcal verbrannt.

Ab nun geht’s dann los mit dem Wettkampftraining: Mitte März geht’s nach Frankreich zum Trail du Petit Ballon. 47km und 2100Höhenmeter sind zu Beginn mit exquisiter französischer Verpflegung sind angesagt. Wir freuen uns darauf.

Oliver Binz - Trailstory Glückspilze im Spessart

Keep on trail-running
Oliver

Qulle: Oliver Binz – http://www.binz-online.com/Weg_2011/Weg_2011.html

Trailstory– 2. Schwabacher Winterultralauf – Teil 3

2. Schwabacher Winterultralauf am 16.Januar 2011 von Oliver Binz / Organisator: Gerhard Börner

Was für ein Tag. Gerhard Börner hat gerufen, und 21 wagemutige Ultraläufer/innen wollten Ihren Weihnachtsspeck beim 2. Schwabacher Winterultralauf am 16.01.2011 verbrennen. Januar 2011, das heißt das neue Laufjahr hat begonnen und der Kalender zeigt nur noch 6 Monate bis zum großen Lauf um die Zugspitze.Mein Vorhaben, in der „Ohne-Trainingsplan-Zeit“ bis März jeden Monat einen Ultra zu Laufen und für Plan B unter www.zugspitz-ultratrail.com  einen Bericht zu verfassen geht munter weiter.

Nach 7 Wochen laufen mit Yaktrax, auf Schneebedeckten Waldwege, auf Glatteis und ständiger Dunkelheit oder trüben Tagen war heute ein wahrer Frühlingstag bei Temperaturen zwischen 5 und 10° C und 100% Sonnenschein angesagt. Alles perfekt für einen tollen Lauf, um eine schöne Landschaft und nette Leute kennenzulernen.

Wir trafen uns im Schwabacher Fitnessstudio und es war erstmal ein Schaulaufen einiger Ultragrößen mit zahlreichen UTMB-Finisher-Westen und Finisherstories vom Spartalon, Trans Gaule, Tor de Geant usw. angesagt. Ok, ich bin hier ein kleines Licht merke ich, aber alle sind super nett.

Entspannt und bei strahlendem Sonnenschein gehen 19 Männer und 2 Frauen mit Gerhard nach einem kurzen Briefing auf die Strecke. 4 Verpflegungsstationen, viele Waldwege und einige kulturelle Highlights erwarten uns über den Tag hinweg auf den 56km und +/- 750 Höhenmeter.

Der Schnee und das Hochwasser waren erst die letzten Tage gewichen, aber Pützen

und schlammige Böden sorgten für die kostenlose Wellnesseinheit für die Fusszehen. Leider hatte ich die falschen Schuhe gewählt, nur Trailschuhe ohne jegliche Goretex-Membrane. Oder ich hatte Glück, gerade die Schuhe auserwählt zu haben, da das eingedrungene Wasser gerade wieder vorne raus laufen konnte. Wohlweislich hatte ich meine Füße ausreichend eingecremt, so konnte ich die 7 Stunden ohne Blasen laufen. Es ging über Kammerstein nach Abenberg, einen kurzen Abstecher zu imposanten Burg Abenberg, ehe die zweite Verpflegungsstelle erreicht wurde. Gerhard weiß was Läufer mögen, und so war das Angebot sehr reichhaltig und super klasse. Neben dem Essen hatten Gerhard und Margot bei lieben und netten Leuten in deren Garage immer einen halben Getränkemarkt aufgebaut. 24,5 km waren absolviert.

Weiter geht’s zum Anstieg des Abenberger Klosterberges und danach über feuchte Wiesen ins liebliche Aurachtal. Singletrails entlang der Aurach zeigen uns Gerhards schönsten Streckenabschnitt. Neben weiteren unzähligen Fußbädern kämpften wir uns kurz vor Büchenberg durch den dichten Wald.

Leider hatte ich von der leckeren Schwarzwurst so viel gegessen, dass es mir in der nächsten Stunde fast den Magen zerriss. Bis dato mir unbekannte Magenprobleme zwangen mich zu zwei ungeplanten Toilettengängen. Nach der 3.VP in Büchenberg beruhigte sich zum Glück wieder alles nach Bier und Keksen.

Entlang der Rednitz zeigte Gerhard uns ein weiteres kulturelles Highlight: den Rednitzhembacher Kulturweg. Schöne und eigenartige Skulpturen versüßten den Weg in die Vororte von Schwabach.

Ein Gruppenphoto bei untergehender Sonne an der Sonnenuhr nach der Marathondistanz und die kommende Verpflegung bei Margot und Gerhard nach 6 Stunden (44,5k) läuteten die letzte Stunde ein.

Die warme Brühe im Carport bei Börners tat richtig gut. Frisch wurde es, und so wurde entweder die Jacke übergezogen oder die Mütze übergestülpt.Schwabach wurde durch den Grüngürtel erobert, ehe wir 2km vor dem Ziel den Marktplatz mit restaurierten unter Glasverpackten Marktbrunnen einnahmen. Froh gelaunt rollte es sich leicht die letzten 2km in Richtung Ziel, mit dem Wissen, dass gleich die warme Dusche und die Sauna warteten.

Bei Bier und Gemüsepasta ging ein perfekter Lauftag mit 56km mit dem Kennenlernen von Land und Leute zu Ende.

Vielen lieben Dank an Gerhard, Margot und an die anderen Teilnehmer für den tollen Tag.

Daten –alles in circa Werten –:

56km / 750 Höhenmeter
Laufzeit: 6,5 Stunden
Gesamtzeit: 7:20 Stunden:min (Pausen ca. 1 Std zusammenaddiert)
Oliver Binz
Bilder: Gerhard Börner

http://ultra-burna.de/schwabacher-winter-ultra-2011.html

Quelle: http://www.binz-online.com/Weg_2011/Eintrage/2011/1/16_3_-_2._Schwabacher_Winterultralauf.html

VITARGO-Laufwoche in der Zugspitzarena

Eine Laufwoche im Vorfeld des Zugspitz-Berglaufes führten die beiden VITARGO-Sportler Christine Jücker-Deifuß und Holger Deifuß in Kooperation mit dem Sporthotel Loisach im österreichischen Lermoos vom 07. bis zum 13. Juli durch. Neben der professionellen Vorbereitung auf den Zugspitzlauf mit gemeinsamem täglichen Training auch auf der Wettkampf-strecke informierten die erfahrenen Bergläufer die Teilnehmer über das richtige Berglauftraining, über Ausrüstung, Technik und Taktik bei Bergläufen sowie natürlich über die richtige Ernährung des Bergläufers. Hier wurden die Teilnehmer an der Zugspitzlaufwoche u.a. mit den Einsatzmöglichkeiten verschiedener VITARGO-Produkte rund um einen Berglauf vertraut gemacht.

Zugspitze Extremlauf

Nachfolgend einige Eindrücke von der Laufwoche:

Dienstag, 08.07.:

Vormittags gemeinsamer Trainingslauf über 14 km mit einigen Höhenmetern von Lermoos zur Talstation der Zugspitzbahn in Ehrwald.
Nachmittags gemeinsame Wanderung über den Panoramaweg von Lermoos nach Biberwier und zurück. Anschließend Regeneration in Pool und Sauna.

Mittwoch, 09.07.:

Vormittags gemeinsamer Trainingslauf auf der Wettkampfstrecke des Zugspitzlaufes. Nach einem motorisierten Transfer von Lermoos nach Ehrwald Start im Ortszentrum. Vorbei an der Talstation der Ehrwalder Almbahn geht es auf einem asphaltierten Ziehweg steil fünf Kilome-ter bergan bis zur Ehrwalder Alm. Das erste Teilstück hinterlässt einen schweißtreibenden Eindruck bei den Teilnehmern. Bergab geht es mit der Seilbahn, per pedes dann zurück zum Hotel.
Nachmittags Entspannung durch Ricks Massage sowie in der Sauna und im Pool.

Donnerstag, 10.07.:

Vormittags entspanntes Laufen rund um den Blind- und den Weißensee in herrlicher Tiroler Alpenlandschaft mit angesichts der verwirrenden Streckenausschilderung gemeinschaftlichem Orientierungslauf-Intermezzo.
Nachmittags Sonne-Tanken am Hotel-Pool.

Freitag, 11.07.:

Bei herrlichem Sommerwetter gemeinsame Wanderung zur Wolfratshauser Hütte (1751 m), um dort mit Apfelstrudel und Kaiserschmarrn die Glykogen-Vorräte für den Zugspitzlauf aufzufüllen.

Wolfratshäuser Hütte

Samstag, 12.07.:

Auch von echtem Sauwetter mit ergiebigem Dauerregen und Wind lassen sich VITARGO-Sportler die Teilnahme am Zugspitzarenalauf über 21 km nicht vermiesen. Start ist in Heiter-wang, über Bichlbach und Lermoos geht es, garniert mit einigen Höhenmetern,  zum Ziel in Ehrwald … und irgendwann hört es auch zu regnen auf, so dass die Finisher tolle Eindrücke von der Strecke, die eingebettet ist in ein imposantes Alpen-Panorama, auf ihrer internen Festplatte abspeichern können.

Zugspitzlauf

Sonntag, 13.07.:

Der Tag des Zugspitz-Extremberglaufes soll der eigentliche Höhepunkt der VITARGO-Laufwoche sein, doch die Teilnehmer an diesem Berglauf müssen leidvolle Erfahrungen damit machen, was es heißt, an einem Extremberglauf teilzunehmen. Start ist in Ehrwald auf rund 1000m bei Dauerregen und Temperaturen um 10 Grad Celsius.

Nach dem vierten Rang in der Mannschaftswertung im Vorjahr geht auch wieder ein Team VITARGO-SPORTHOTEL LOISACH in der Besetzung Christine Jücker-Deifuß, Hans-Jürgen Klein, Luc Steenackers und Holger Deifuß an den Start. Das Ziel befindet sich nach 16,1 km auf dem Gipfel der Zugspitze, die mit 2964 m Deutschlands höchster Berg ist, womit der Zugspitzlauf der Berg-lauf mit dem zweithöchsten Ziel in Europa ist. 2100 m Höhendifferenz gilt es zu überwinden. Bei guten Bedingungen bekommt man auf dem Hochgebirgs-Parcours das Feinste, was die Alpenregion an wildromantischen Eindrücken zu bieten hat, geboten (Berglauf Journal).

Doch an diesem Tag lassen dichter Nebel und eine z.T. völlig aufgeweichte Strecke keinen Blick auf die Natur-Schönheiten zu. Nach knapp zwei Stunden Renndauer spitzt sich dann die Lage dramatisch zu. Schnee- und Hagelstürme sowie Temperaturen unter dem Gefrierpunkt lassen die erschöpften und völlig durchnässten Ausdauersportler in ihrer kaum schützenden Sportbekleidung innerhalb kürzester Zeit auskühlen, so dass es auf der Zugspitze sowie dem unterhalb gelegenen Zugspitzplatt zu dramatischen Szenen kommt.

Zwei Sportfreunde kommen wegen Unterkühlung und Erschöpfung ums Leben, etliche Bergläufer müssen von den eilig herbeigerufenen Rettungskräften reanimiert werden. Die Station auf der Zugspitze verwandelt sich in ein Lazarett. Wohin man blickt, sieht man apathische und orientierungslose Sportler, die sich vor Zittern kaum auf den Beinen halten können. Nur mit viel Glück und dank der tatkräftigen Hilfe des Hoteliers und erfahrenen Alpinisten Karl Rieder, der kurz vor dem Ziel auf dem schwierigsten Teilstück der Strecke einigen Sportlern das Leben rettet, können die VITARGO-Sportler ohne ernsthafte Blessuren, aber sichtlich geschockt von den Ereignissen  ins Sporthotel Loisach zurückkehren.

Zugspitz Team Vitargo

[Das Team VITARGO-Sporthotel LOISACH in der Bestzung (v.l.): Christine Jücker-Deifuß, Martin und Carina Recktenwald, Luc Steenackers, Holger Deifuß, Hans-Jürgen Klein]

Bericht und Foto Holger Deifuß

Unser Mitgefühl gehört den Angehörigen, Freunden und Trainings- und Laufpartnern der beiden verstorben Sportler Uwe Moldenhauer und Hans Pöschl!