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Florian Reus 24h-Lauf in Taipeh (Taiwan) am 2.-3.12.17 – Rennbericht

Hallo zusammen,

der 24-Stundenlauf an der Soochow University in Taipeh ist Geschichte. Es war wieder eine bereichernde und inspierende Erfahrung. 

Vitargo Sportler Florian Reus

„Boah was für ein Tag, was für ein Rennen! Vor dem Abflug habe ich geschrieben, dass ich mir sicher bin ein „gutes“ Rennen laufen zu können. Ok, meine Definition für „gut“ liegt eigentlich schon im Bereich von 250 Kilometer, wofür es letztendlich ja nicht gelangt hat. Von „sehr gut“ oder gar „Topergebnis“ wollte ich im Vorfeld nicht reden. Ich habe in Taipeh die letzten Jahren oft dermaßen auf die Rübe bekommen, wie bei keinem anderen Lauf. Dementsprechend bin ich mit gedämpft…en Erwartungen, so konservativ angelaufen, wie ich das bei internationalen Rennen schon seit 4,5 Jahren nicht mehr getan habe. Nach 6 Stunden war ich mit 70 gelaufenen Kilometern noch im Plan und dann gingen die Probleme schon los. Auch wenn ich die Veranstaltung hier liebe, muss ich mir ein Stück weit eingestehen, dass ich mit den klimatischen Bedingungen nicht zurechtkomme und jedesmal mit massiven muskulären Problemen zu kämpfen habe.

Du hast hier natürlich schon eine sehr hohe Luftfeuchte und dementsprechend ist die Kleidung eigentlich 24 Stunden lang immer feucht. Keine Ahnung, ob mir das einfach nicht bekommt oder die Beanspruchung bei gleicher Belastung einfach höher ist unter den Bedingungen. Nach meinem Verletzungsjahr 2016 hat es lange gedauert bis ich wieder die Sicherheit zurückbekommen habe, was sich auch ein Stück weit in der mentalen Stärke im Wettkampf abgebildet hat. Belfast war zwar mit 259 Kilometern mein Comeback, aber so richtig zurück habe ich mich auch danach nicht gefühlt, denn das war alles noch nicht wieder so wie vorher und diese „scheißegal was kommt – Mentalität“, die im Ultra wichtig ist, hat dort noch gefehlt. Auch wenn ich mit dem Ergebnis natürlich nicht all zu viel anfangen kann, freut es mich, dass es vom Spirit wieder der alte Florian Reus heute war – was ich auch schon seit einigen Wochen gespürt habe.

Florian Reus Ultramarthon Taipeh 24 Stunden Lauf

So ist es heute gelungen zu jeder Minute die Situation so anzunehmen wie sie eben gerade ist und das beste draus zu machen, auch wenn man ganz weit von der persönlichen Bestleistung weg war. Ich wollte unbedingt finishen, nein ich musste heute finishen. Nicht nur für mich, sondern auch für die Leute hier. So einen Support wie hier von den unzähligen Volunteers und Organisatoren, bekomme ich – abgesehen vom eigenen Team natürlich – nirgends! Alle trugen sie die blauen Shirts, welche mit dem diesjährigen Motto „I complete – Never give up!“ der Veranstaltung bedruckt waren. Genau das ist es, der Spirit des Ultramarathons – und auch das was mich jahrelang ausgezeichnet hat. Heute war diese „Niemals-Aufgeben-Mentalität“ wieder da. In Belfast war ich mit dem Ergebnis zufrieden, mit der Art und Weise jedoch nicht wirklich.

Vitargo Sportler Florian Reus

Heute war es genau umgekehrt. So habe ich mich 18 Stunden lang irgendwie durchgeschleppt und nach einem kleinen Endspurt kamen wenigstens 228 Kilometer (Platz 8) am Ende raus. Jetzt freue ich mich auf die Saisonpause und kann für mich sagen, dass das Jahr 2017 in der Summe ein tolles verletzungsfreies Comeback war!“

Sportliche Grüße aus Taiwan
Florian Reus

Vitargo Sportler Florian Reus gewinnt den Spartathlon 2015

Hallo nach Deutschland,

es hat funktioniert und mein Plan ist voll und ganz aufgegangen! Mit einer Endzeit von 23:17 Stunden konnte ich das Rennen für mich entscheiden und den Traum „Weltmeister und Spartathlonsieger innerhalb eines Jahres“ realisieren.  Das Rennen war extrem dramatisch und ich musste mehrere kritische Rennphasen durchstehen. Ich freue mich riesig, dass ich dennoch meinen Traum in die Realität umsetzen konnte.

Vitargo Sportler Florian Reuss gewinnt Spartahlon

Viele Grüße
Florian Reus

Herzlichen Glückwunsch an den 24h Weltmeister 🙂 Was für ein Jahr!

Hier gibt es noch weitere Infos, Videos und Bilder zum Lauf:
https://www.facebook.com/florian.reus?fref=ts

Florian Reuss knackt deutschen Rekord beim Spartathlon 2014

Von Florian Reuss bekammen wir gestern eine Mail und Bilder, die wir euch nicht vorenthalten möchten. An dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch zu dieser beeindruckenden Leistung – wir sind stolz, dass ein solcher Sportler auf Vitargo setzt!

Florian Reuss mit Vitargo beim Spartahlon 2014

Guten Morgen aus Sparta,
es hat funktioniert!!! Meine Endzeit: 23:57h

Damit der erste Deutsche, der in 32 bisherigen Auflagen jemals die magische 24h-Marke geknackt hat. Somit den alten deutschen Spartathlon-Rekord um 23 Minuten verbessert.

Mit Vitargo neim Spartahlon
War wieder sehr hart.
Florian Reuss unter 24 Stunden beim Sparthalon 2014

Ich geh schlafen – Gute Nacht 😉
Florian Reus

Bilder: Florian Reuss (privat)

Florian Reus mit Vitargo Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt

Quelle:http://www.youtube.com/watch?v=QlST_If9rjo

Den kompletten und sehr interessanter Bericht unseres Ultra-Läufers zu seinem Rennen „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ findet ihr hier

http://www.florian-reus.de/05/rund-um-den-finanzplatz-eschborn-frankfurt/

Florian Reus 2. Platz beim Spartathlon 2013

Wir gratulieren Florian Reus zu seinem 2. Platz beim Spartathlon 2013. Kurz vor seinem Abflug zum Spartathlon sind die Vitargo Produkte rechtzeitig bei Ihm eingetroffen! 246 km von Athen nach Sparta in einer beeindruckenden Zeit von 25:29:54

Mit Vitargo beim Sparthalon

Hier geht es zur offiziellen Webseite: http://www.spartathlon.gr/en/results/finishers.html

Und hier das YouTube Video vom Zieleinlauf

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=WiKioTx5Nbk&hd=1

Irgendwann muss jeder mal nach Biel

Mit Vitargo beim 100 Km von Biel!

„Irgendwann muss jeder mal nach Biel„

Was der New York- Marathon für die Marathonläufer, ist Biel für die Ultraläufer. Der 100 km Lauf von Biel zählt  zu den ältesten und größten Ultraläufen der Welt. Zu dem 55. Start des Schweizer Laufevents waren wir mit 4 Läufers des SuS Olfen angereist. Gestartet wurde der Lauf um 22:00 Uhr . Die Wetterbedingungen waren ideal. Tagsüber herrschten Temperaturen bis 27 Grad. In der Nacht waren es dann angenehme 18 Grad. Sicher gibt es schönere und sinnvollere Beschäftigungen für eine solch schöne Sommernacht als 100 km zu laufen. Das bewiesen die zahlreichen Partys und Grillfeste entlang der Strecke.

Nach einer Runde durch Biel ging es dann raus auf die Strecke. Auf der gesamten Strecke  mussten 3 „ Berge „  mit ca. 500 Hm überwunden werden. Eine echte Herausforderung war dann aber bei km 56-67 der Emmendamm.  Unter den Läufern als der gefürchtete Hoh-Chi-Minh-Pfad bekannt. Ein schmaler Trampelpfad gespickt mit Steinen und Wurzeln. Und das bei totaler Dunkelheit und müden Beinen. – ohne Stirn- bzw. Taschenlampe ging da gar nichts –

Endlos waren dann die letzten 15 km entlang des Flusses  Are. Doch zum Ende hatten sich die intensiven Vorbereitungen ausgezahlt. Als Trainingsläufe absolvierten wir in der ersten Jahreshälfte, zwei Marathonläufe, einen 100km Lauf in  Berlin, einen 6 Stundenlauf und den Hermannslauf.  Mit den erreichten Zeiten lagen alle 4 SuS ler im ersten Viertel des Gesamteinlaufes. Und alle vier waren mit den Ergebnissen zufrieden und  begeistert
von der Orga und der tollen Stimmung die ganze Nacht hindurch.

Ergebnisse:
Karl 9. M 55 in 9:44:01 Stunden, dabei die ersten 20 km in 1:21 Std. angegangen !!!, die letzten 40 km waren aber wohl sehr hart
Wigbert    14. M 55 in 10:24:05 Std., bei seinem ersten 100er überhaupt !!
Hubertus   57. M 45 in 10:44:40 Std.
Silvia         5. W 50 in 11:11:40 Stunden

Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!

Bild- und Textquelle: Karl Berndstrotmann

Auf dem beschwerlichen Weg … nicht zum Rennsteig, sondern auf dem Rennsteig, von Eisenach nach Schmiedefeld, Teil 5

Hart, aber schön!

So lautet das einfache und einprägsame Motto des Rennsteiglaufs. Dem ist aus unserer Sicht nichts hinzuzufügen, allenfalls ist dieses Motto um einige Fakten und Details zu ergänzen, damit der Leser dieses Eintrags vielleicht eine etwas konkretere Vorstellung von diesem Crosslauf (neudeutsch Trailrun) der Superlative bekommt.

Vitargo Weg zum Rennsteig  - Holger und Christine

Zunächst die Fakten:

– Streckenlänge: 72,7 km,
– Starthöhe: 210 m NN, Zielhöhe: 711 m NN,
– Anstiege gesamt: 1.470 m, Abstiege gesamt: 969m, Höhendifferenz: 2.479 m,
– höchster Punkt: 973 m NN (Plänckers Aussicht – km 61,7).

Unsere Eindrücke:

Wir haben in den rund 30 Jahren, in denen wir an Wettkämpfen teilnehmen, schon einiges an Bergläufen, auch über die Marathondistanz, mitgemacht, ich bin 2011 ganz in der Nähe des Rennsteigs Thüringen Ultra über 100 km gelaufen, aber der GutsMuths-Rennsteiglauf ist subjektiv der härteste und anstrengendste Lauf, bei dem wir bislang gestartet sind. Das liegt natürlich zum einen an der Streckenlänge von 72,7 km (Christines Garmin misst sogar 74 km), immerhin muss man auf einen Bergmarathon noch einen Dreißiger oben drauf packen, zum anderen natürlich an der Höhendifferenz. Ich spreche ganz bewusst nicht von Höhenmetern, sondern denke ganz besonders auch an die vielen schmerzhaften Abstiege, etwa den vom Inselberg hinunter, nach dem eigentlich das Rennen schon zu Ende sein könnte, obwohl man da erst knapp 28 km auf dem Tacho hat. Hinzu kommt eine Beschaffenheit der Wege, die viel Kraft und Konzentration kostet: Schlamm, Geröll, Wurzeln, matschige Wiesenpassagen. Und nicht zu vergessen die klimatischen Bedingungen: Am Renntag haben wir allerdings großes Glück. Entgegen der Wettervorhersage bleibt es trocken, manchmal kommt sogar die Sonne durch, trotzdem bewegen sich die Temperaturen deutlich im unteren einstelligen Bereich. Wer hier nicht angemessen gekleidet ist, hat eine gute Chance auszukühlen, was so gut wie sicher die Rennaufgabe bedeutet. Gar nicht auszudenken, wie man die Strecke bei Dauerregen bewältigen soll.

Vor dem Hintergrund dieser Bedingungen ist die Bezeichnung der längsten Distanz beim Rennsteiglauf als „Supermarathon“ mehr als gerechtfertigt. Super ist dieser Marathon vor allem aber auch im Hinblick auf die Organisation. Hier sind absolute Profis am Werk, die alles bis in letzte Detail für uns Läufer durchgeplant haben. Das fängt mit der Startnummernausgabe und der damit verbundenen Kloßparty an, geht mit der Organisation des Massenquartiers weiter, erstreckt sich natürlich auf den Wettkampf selbst, hier etwa die Ausschilderung der Strecke oder die vorzügliche Versorgung auf der Strecke, und endet nicht mit dem Bustransport vom Zielort zurück zum Startort. Hier stimmt einfach alles und begleitet wird diese effiziente und professionelle Organisation von einer herzlichen Freundlichkeit, wie man sie sonst nur noch von einigen kleinen, immer mehr aussterbenden  Volksläufen kennt.
Zum Rennverlauf:

Um es auf den Punkt zu bringen: Christine läuft in ihrem ersten Ultra ein super Rennen, ich erwische einen denkbar schlechten Tag. Schon an den ersten Anstiegen merke ich, dass ich keine guten Beine habe, und das hat nichts mit mangelnder Vorbereitung oder gar mit meinem Unfall im letzten Jahr zu tun. Einfach einer der Tage, an denen man weiß: heute geht nichts! Schlecht nur, wenn man an solch einem Tag 72,7 km und ein paar Höhenmeter zurückzulegen hat. Aber wofür habe ich eine Frau … . Die ist im Gegensatz zu mir super drauf und läuft am Verpflegungspunkt bei km 51,5 zu mir auf und kann mich motivieren weiter zu machen. Ich hänge mich einfach bei ihr rein und kann so meinen Tiefpunkt überwinden und nach einigen Kilometern läuft es dann auch wieder besser. So beschließen wir die restlichen 20 Kilometer gemeinsam zurückzulegen. Zwar bleibe ich so rund eine Stunde hinter meinem ursprünglichen Zeitziel zurück, werde dafür aber mit einem tollen gemeinsamen Zieleinlauf entschädigt. Nach genau 8 Stunden und 20 Minuten fallen wir uns glücklich in Schmiedefeld in die Arme. Christine ist stolz darauf, ihren ersten Ultra, vor dem sie zugegebenermaßen doch recht viel Bammel hatte, so bravourös gefinisht zu haben (und bei den Frauen ganz weit vorne gelandet zu sein), ich bin glücklich überhaupt durchgelaufen zu sein und trotz der im letzten Jahr gebrochenen Kniescheibe wieder einen Ultra gelaufen zu sein.

Die Verpflegung, dürfte die Leser des VITARGO-Blogs auch interessieren: Am Vortag haben wir Carbolading mit Vitargo + Elektrolyte gemacht. Während des Rennen bzw. auf der Strecke konnten wir auf die Streckenverpflegung mit warmem Tee und Schleim zurückgreifen. Damit ist mit Wasser aufgekochter Haferschleim gemeint, der in Bechern zum Trinken angereicht wird. Das Vitargo Gel haben wir zum Ende des Laufs eingesetzt. Absolut bewährt haben sich wieder bei uns die Salt&More-Tabletten, von denen wir auf der Strecke jeder sechs zu uns nehmen, und in der Folge keinerlei muskuläre Probleme haben.

Fazit:
Siehe oben (Hart, aber schön!) oder mit anderen Worten: Wer ein richtiger Läufer sein will, muss den Rennsteig unbedingt einmal gelaufen sein (und dann natürlich den Supermarathon, nicht den Schülerlauf über 43,5 km oder gar die Bambinidistanz von 21 km!).

100 Kilometer von Kienbaum – Karl Berndstrotmann und Silva Rusche

Silvia Rusche und Karl Berndstrotmann beim  100 km Lauf in Kienbaum

7 Vitargo- Gels , und fast 3 Liter Vitargo – Carboloader und  natürlich Wasser. Das war die Verpflegung während des 100 km Lauf in Kienbaum am 24.03.  Start war am frühen Morgen um6:30 Uhr bei recht kühlen 3 Grad .  Im Verlauf des Tages stiegen die Temperaturen auf 18 Grad. Somit eigentlich ideale Laufbedingungen.

Vitargo Sportler Karl Bern Strotmann und Silvia Rusch bei den 100KM von Kienbaum

20 mal musste die 5 km Runde im Sportleistungszentrum bei Berlin durchlaufen werden. Das erste Zwischenziel war, die 50km Marke unter 4 Stunden zu durchlaufen.  Nach dem  Motto „gestorben wird später„ durchlief Karl die 50 km nach 3:53 Std. Auch in den nächsten Runden konnte er den Rundenschnitt von 25 – 27 Minuten laufen und das Tempo halten.
Der befürchtete Hammer kam nicht und so lief er in tollen 8:17 Std. durchs Ziel. Das war der 4. Platz in der Gesamtwertung und der 1. Platz in der AK.

Nach guten Durchgangszeiten bis zur 50 Km Marke, musste Silvia mit gesundheitlichen Problemen aus dem Rennen aussteigen. Bis dahin lag sie mit Rundenzeiten von 29 – 32 Minuten sehr gut in der Frauenwertung.  Im Ziel gab  es dann u.a. „ Gainers Gold“  und einen Stuhl  –  endlich sitzen!

Glückwunsch zu dieser Leistung!

Bild und Textquelle: Karl Berndstrotmann und Silva Rusche

Silvia Rusche und Karl Berndstrotmann erfolgreich Mauerweg Lauf 2010 in Berlin

Am vergangenen Wochenende nahmen Silvia Rusche und Karl Bernstrotmann an einem Mehrtages-Ultralauf der besonderen Art Teil: am 1. Berliner Mauerweglauf!

Die insgesamt 174km teilten sich in 3 Etappen, die erste ging über Kreuzberg bis zum Wannsee. Dabei waren 62km zu bewältigen. Start war Freitag am Axel-Springer-Haus. Bei schlechtem Wetter ging es durchs Zentrum von Berlin,  an der East-Side-Galery vorbei Richtung Berlin Schönefeld, dann durch Wald und Wiesen zum Wannsee. Hier belegten Silvia Rusche in der Zeit von 6:56 den 3. Platz bei den Frauen, Karl Berndstrotmann mit 5:34 den 2. Platz bei den Männern.

Am 2. Tag ging es bei strömenden Regen über 67 km in den Norden von Berlin nach Henningsdorf. Auf dieser Königs-Etappe ging es über Potsdam, Glienicker Brücke zur wunderschön gelegenen Sacrower Heilandskirche. Weiter an der ehemaligen Grenze entlang, durch viele Wälder und reizvolle Landschaften zum Etappenziel Henningsdorf.

Nach 7:39 erreichte Silvia Rusche wiederum als 3. Der Frauenwertung das 2. Etappenziel. Karl Berndstrotmann gewann in 6:21 diese Etappe bei den Männern.

Bei der 3. Etappe spielte endlich das Wetter mit. Dabei ging es durch heideähnliche Landschaften in Richtung Berlin-Mitte. Vorbei an der Museumsinsel, Reichstag und Brandenburger Tor über den Potsdamer Platz zum Ziel am Axel-Springer-Haus. Diese Etappe war zwar mit 44 km die Kürzeste, forderte aber die letzten Reserven der  Teilnehmer.

Silvia Rusche wurde wiederum Dritte in der Zeit von 4:46, Karl Berndstrotmann benötigte 3:50 und belegte damit den 2. Platz.

In der Gesamtwertung belegte Silvia Rusche den 3. Platz bei den Frauen, Karl Berndstrotmann wurde Gesamtsieger bei den Männern.

MauerwegTour 2010 - Silvia Rusche undn Karl Berndtstrotmann erfolgrecihGottseidank hatten wir die Möglichkeit an den Verpflegungspunkten auch eigene Getränke zu hinterlegen, so dass wir die ganze Zeit ausreichend mit Vitargo versorgt waren. Wir haben auch die neuen Gels ausprobiert, und die waren phantastisch. Etwas flüssiger als andere und dadurch viel leichter zu trinken als vergleichbare Produkte. Das hat bestimmt dazu beigetragen, dass wir so gut abgeschnitten haben.

Liebe Grüße
Silvia und Karl

Gratulation zu dieser tollen Leistung!

Bild und Textquelle: Silvia Rusche

Eis im Bart und Füße voller Blasen – 160 Meilen ins neue Jahr

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 2. Januar 2010
Eis im Bart und Füße voller Blasen
Erster Lilienthaler 100-Meilen-Lauf für die Extremsportler ein Silvestertag voller Strapazen

Von Jan Wilke

Lilienthal. Es ist sechs Uhr morgens und noch ziemlich dunkel im Sankt Jürgensland. Auf Wiesen und Wegen schimmert der Schnee. Bei den meisten Menschen endet 18 Stunden später das alte Jahr gemütlich mit einem Glas Sekt im warmen Zuhause oder etwas ausgelassener auf einer Party. Für die Teilnehmer des 1. X-Bionic 100-Meilen-Laufs in Lilienthal wird der Silvestertag ganz anders aussehen. In drei Disziplinen (Halbmarathon, Marathon und 100 Meilen) treten die Teilnehmer an.

Den Anfang machen im Morgengrauen die Extremsportler. Für die Wahnsinndistanz von umgerechnet rund 161 Kilometern werden sie vermutlich mindestens 20 Stunden benötigen. Ehrensache, dass auch Veranstalter Carsten Mattejiet an den Start geht. „Die Bedingungen sind ideal“, erklärt der dreifache Familienvater. Der frische Schnee überdeckt bei minus zwei Grad den zuvor leicht vereisten Untergrund, was das Sturzrisiko zumindest etwas reduziert. Neben den sechs Teilnehmern der Königsdisziplin des Silvesterlaufs hat auch Willy Hollatz die Laufschuhe geschnürt. Der Lilienthaler Bürgermeister gibt am Kunstcafé den Startschuss und läuft die ersten Stunden mit. Rund acht Kilometer geht es für die Teilnehmer zunächst vom Startpunkt in Richtung Höftdeich und anschließend wieder zurück. Was dem Durchschnittsläufer vollauf ausreicht, wiederholen Mattejiet und Mitstreiter zehnmal.
„Man muss schon laufverrückt sein und eine ganz spezielle Einstellung haben“, sagt der Organisator. Es ist kurz nach zehn, als er seine zweite Runde auf der Pendelstrecke beendet. Am Kunstcafé heißt es nun kurz runterkommen und 40 bis 50 Sekunden durchschnaufen. Mattejiets Frau Anke reicht den Läufern warme Getränke, Bananen und Energieriegel. Noch ist die Stimmung bestens. „Es könnte schöner nicht sein“, freut sich Mattejiet. Das sieht Hauke König, der mit dem Lilienthaler vorn liegt, anders: „20 Grad mehr dürften es ruhig sein“, frotzelt der Hamburger, bevor beide wieder aufbrechen.

Sie treffen auf die Marathon- und Halbmarathonläufer, die mittlerweile gestartet sind. Gegen Kälte und Schnee haben sie sich  unterschiedlich gewappnet. Der Lilienthaler Patrick van Hall setzt auf lange Unterwäsche und ein Halstuch, dass er sich zusätzlich um den Hinterkopf gewickelt hat. Andres Andreesen aus Wittmund hat seine Schuhe mit Paketband zugeklebt, das soll gegen die Nässe schützen. Am auffälligsten aber ist die Kleidung von Lars Pingel: Er ist in kurzer Hose unterwegs. „Das mache ich schon immer so. Mir frieren meist eher die Hände ein“, erläutert der Mann aus Großenwörden im Landkreis Stade. Beim Schuhwerk sind sich alle Starter einig. Spikes kommen trotz des rutschigen Geläufs nicht in Frage. Sohlen mit starkem Profil müssen es aber  sein.  Als es dämmert und sich das Jahr dem Ende nähert, sind nur noch die 100-Meilen-Läufer unterwegs – wenn auch etwas dezimiert. Ein Starter hat nach gut 50 Kilometern aufgegeben. Es wird wieder knackig kalt. Ein starker Wind pfeift den Extremsportlern ins Gesicht. Kleine Eisstücke kleben im Vollbart von Helmut Rosieka. Ein Grund aufzuhören ist all das nicht. Mit schnellen Schritten nähert sich der Jahreswechsel. Wenn sich das nur auch mit dem Rennende so verhielte. Um Mitternacht sitzt Carsten Mattejiet kurz im Warmen, um mit seiner Frau und einem Freund, der extra aus Aarhus angereist ist, das neue Jahr zu begrüßen. Wenig später geht es auf die letzten Kilometer. Während die meisten Menschen in Lilienthal Böller und Raketen zünden, spulen die fünf verbliebenen Läufer die restlichen Kilometer herunter. „Die Knallerei ist super anzusehen und macht einen euphorisch“, sagt Mattejiet. Bei Hauke König weicht die Euphorie jedoch schnell dem Schmerz. Nach 129 Kilometern muss er aufgeben, er hat das
Tempo zu früh angezogen. Auch Mattejiet kämpft. Es hat sich wieder eine Eisschicht auf den Wegen gebildet, der Wind macht den vier verbliebenen Gladiatoren mächtig zu schaffen. Schlimmer noch: An Mattejiets Füßen haben sich Blasen gebildet und acht Fußnägel gehen verloren. „Da muss man durch. In solchen Momenten setzt du dir kleine Ziele: die nächste Kurve oder das warme Gebäude. Kopfkino hilft unheimlich“, erklärt Mattejiet seine Durchhaltestrategie.

Es hat schon etwas Heroisches, als der Extremsportler um 2.43 Uhr als Sieger ins Ziel kommt. Seine Bestzeit über 100 Meilen hat er damit um gut eine Stunde verbessert. Hundemüde ist er und mit der Veranstaltung hochzufrieden: „Das Feedback war unheimlich positiv, allen hat es Spaß gemacht.“ Was für ein Jahreswechsel!


Bild und Textquelle: http://www.100miles.info/index.php?option=com_content&view=article&id=86:eis-im-bart-und-fuesse-voller-blasen&catid=36:presse-artikel&Itemid=65

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