Schlagwort-Archive: Ultralaufen

Holger Deifuß vom Team Vitargo beim Thüringen Ultra 100 km

Einen Einstand nach Maß über die 100 km-Distanz erwischte der für den FC Nordkirchen startende VITARGO-Sportler Holger Deifuß. Beim Ultralauf im thüringischen Fröttstädt bewältigte der Langstreckenläufer aus dem Münsterland zum ersten Mal die 100 km am Stück – und das gleich unter 10 Stunden.

Holger Deifuß vom Team Vitargo beim Ultra Lauf in Thüringen über 100KM

Für seine 100 km-Premiere hatte sich Deifuß gleich eines der anspruchsvollsten Rennen in Deutschland über diese nicht so häufig gelaufene Distanz ausgesucht, sieht man einmal von den hochalpinen Wettbewerben ab. Denn neben den 100 km galt es noch insgesamt 2150 Höhenmeter auf einer großen Runde durch den Thüringer Wald rund um den Inselberg, unweit der berühmten Wartburg, zu bewältigen. Schwierige Anstiege sowie koordinativ anspruchsvolle und muskulär ungemein belastende Bergabpassagen auf den durch die Regenfälle der letzten Tage vielfach aufgeweichten Waldwegen verlangten den insgesamt 176 Startern alles ab.

Holger Deifuß vom Team Vitargo beim Ultra Lauf in Thüringen über 100KM

Nach dem Start in aller Herrgottsfrühe um vier Uhr morgens bei gerade einsetzender Dämmerung lief Holger Deifuß das Rennen vorsichtig an, was sich im weiteren Verlauf bezahlt machte, denn auf der zweiten anspruchsvolleren Hälfte musste der VITARGO-Sportler nur einen Zeitaufschlag von knapp 20 Minuten in Kauf nehmen. Auch eine Schwächeperiode bei km 64 nach einem acht Kilometer langen Anstieg und einer anschließenden rasanten Talfahrt konnte Deifuß überwinden. Selbst auf den letzten zehn Kilometern konnte der erfahrene Läufer, der seit 1983 an Wettkämpfen teilnimmt, sein Tempo noch einmal steigern und mit 9:52,20 Stunden die begehrte 10 Stunden-Marke gleich in seinem ersten Rennen über diese Distanz sicher unterbieten. Deshalb passierten auch nur zehn Läufer vor Deifuß das von allen Teilnehmern herbeigesehnte 99 km-Schild mit dem nicht ganz ernst gemeinten Hinweis „Umkehren lohnt nicht!“. Neben dem elften Platz im Gesamteinlauf sicherte sich Deifuß in der Altersklasse M40 den fünften Rang.

Gratulation zum ersten Hunderter in dieser tollen Zeit!

Bild und Textquelle: Holger Deifuß per E-Mail

 

Dennis Wischniewski beim kältesten und härtesten Ultrarennen der Welt -Yukon Arctic Ultra

Kurz vor seiner Abreise erhielten wir vom Cef des Trail-Magazin noch folgende E-Mail, die wir euch nicht vorenthalten wollen:

…ich melde mich heute fuer eine Woche ab. Der Kontrast kann kaum groesser sein. In 24 Stunden bin ich am Ende der Welt, irgendwo in Kanada, nahe der Grenze zu Alaska. Dort laufe ich ab Sonntag den Yukon Arctic Ultra. 100 Meilen und 3 Tage Zeit.
Die Bedingungen sind dort Anfang Februar eher schwierig. Kalt. Mit der Guete der Natur minus 20 Grad. Ich rechne lieber mit mehr Kaelte.
Infos zum kaeltesten und haertesten Lauf der Welt
www.arcticultra.de

Bis bald
Denis

Von meinem iPad gesendet

Wir hoffen, dasssein IPAD nicht einfriert und er diesen wirklich extremen Lauf gut und gesund übersteht. Ihm und allen anderen Teilnehmern wünschen wir ein einmaliges Lauferlebnis der besonderen Art. Ein Blick auf die Website lohnt sich. Unglaubliche Distanzen und Bedingungen – Respekt.

Oliver Binz erfolgreich beim 100 Meilen Chiemgauer Bergultralauf

Oliver Binz erreichte nach 100 Meilen als Siebter das Ziel des 100 Meilen Chiemgauer Bergultralauf in 29 Stunden 55 Minuten und 41 Sekunden. Hier eine kleiner Auszug zu seiner Verpflegung, die uns per E-Mail erreichte:

Gainers Gold ist Pflicht ! Immer dabei; mir soll es doch gut gehen am nächsten Tag. Im Ziel lag mein Shaker mit ner Tüte Gainers Gold parat. Den zweiten habe ich auch noch innerhalb des 30min Zeitfensters in der Badewanne reingezogen ! Resultat: einen perfekten Tag danach gehabt.

Vitargo Sportler Oliver Binz erfolgreich beim 100 Meilen Bergultralauf im Chiemgau

Und noch besser: nach dem Klamottenwechsel morgens um halb 5 habe ich 16 Stunden im Vitargo-Shirt erfolgreich absolviert. Da sagst du nichts 🙂 Unterwegs habe ich unzählige Riegel reingefuttert. Nebenbei noch: Kartoffeln, Suppe, Brötchen,  Kuchen, Rosinen, Aprikosen, Brühe, Cashew-Nüsse, Banane, Brezeln. Getränke habe ich 1ltr Vitargo, 3 ltr Eistee, 3 ltr Isostar, 4 ltr Erdinger Weizenbier alkoholfrei, 2-3 ltr Wasser, 1 ltr Tee, 2 ltr Cola 2 ltr Ultra-Isodrink zu mir genommen.

Vitargo Sportler Oliver Binz erfolgreich beim 100 Meilen Bergultralauf im Chiemgau

Da ging richtig was rein; mein Verbrauch waren 17.500 kcal!

Glückwunsch zu dieser Leistung und vielen Dank für die Fotos!

Text- und Bildquelle: Oliver Binz per E-Mail

Eis im Bart und Füße voller Blasen

160 Meilen ins neue Jahr

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 2. Januar 2010
Eis im Bart und Füße voller Blasen
Erster Lilienthaler 100-Meilen-Lauf für die Extremsportler ein Silvestertag voller Strapazen
Von Jan Wilke

Lilienthal. Es ist sechs Uhr morgens und noch ziemlich dunkel im Sankt Jürgensland. Auf Wiesen und Wegen schimmert der Schnee. Bei den meisten Menschen endet 18 Stunden später das alte Jahr gemütlich mit einem Glas Sekt im warmen Zuhause oder etwas ausgelassener auf einer Party. Für die Teilnehmer des 1. X-Bionic 100-Meilen-Laufs in Lilienthal wird der Silvestertag ganz anders aussehen. In drei Disziplinen (Halbmarathon, Marathon und 100 Meilen) treten die Teilnehmer an.

Den Anfang machen im Morgengrauen die Extremsportler. Für die Wahnsinndistanz von umgerechnet rund 161 Kilometern werden sie vermutlich mindestens 20 Stunden benötigen. Ehrensache, dass auch Veranstalter Carsten Mattejiet an den Start geht. „Die Bedingungen sind ideal“, erklärt der dreifache Familienvater. Der frische Schnee überdeckt bei minus zwei Grad den zuvor leicht vereisten Untergrund, was das Sturzrisiko zumindest etwas reduziert. Neben den sechs Teilnehmern der Königsdisziplin des Silvesterlaufs hat auch Willy Hollatz die Laufschuhe geschnürt. Der Lilienthaler Bürgermeister gibt am Kunstcafé den Startschuss und läuft die ersten Stunden mit. Rund acht Kilometer geht es für die Teilnehmer zunächst vom Startpunkt in Richtung Höftdeich und anschließend wieder zurück. Was dem Durchschnittsläufer vollauf ausreicht, wiederholen Mattejiet und Mitstreiter zehnmal.
„Man muss schon laufverrückt sein und eine ganz spezielle Einstellung haben“, sagt der Organisator. Es ist kurz nach zehn, als er seine zweite Runde auf der Pendelstrecke beendet. Am Kunstcafé heißt es nun kurz runterkommen und 40 bis 50 Sekunden durchschnaufen. Mattejiets Frau Anke reicht den Läufern warme Getränke, Bananen und Energieriegel. Noch ist die Stimmung bestens. „Es könnte schöner nicht sein“, freut sich Mattejiet. Das sieht Hauke König, der mit dem Lilienthaler vorn liegt, anders: „20 Grad mehr dürften es ruhig sein“, frotzelt der Hamburger, bevor beide wieder aufbrechen.

Sie treffen auf die Marathon- und Halbmarathonläufer, die mittlerweile gestartet sind. Gegen Kälte und Schnee haben sie sich unterschiedlich gewappnet. Der Lilienthaler Patrick van Hall setzt auf lange Unterwäsche und ein Halstuch, dass er sich zusätzlich um den Hinterkopf gewickelt hat. Andres Andreesen aus Wittmund hat seine Schuhe mit Paketband zugeklebt, das soll gegen die Nässe schützen. Am auffälligsten aber ist die Kleidung von Lars Pingel: Er ist in kurzer Hose unterwegs. „Das mache ich schon immer so. Mir frieren meist eher die Hände ein“, erläutert der Mann aus Großenwörden im Landkreis Stade. Beim Schuhwerk sind sich alle Starter einig. Spikes kommen trotz des rutschigen Geläufs nicht in Frage. Sohlen mit starkem Profil müssen es aber sein. Als es dämmert und sich das Jahr dem Ende nähert, sind nur noch die 100-Meilen-Läufer unterwegs – wenn auch etwas dezimiert. Ein Starter hat nach gut 50 Kilometern aufgegeben. Es wird wieder knackig kalt. Ein starker Wind pfeift den Extremsportlern ins Gesicht. Kleine Eisstücke kleben im Vollbart von Helmut Rosieka. Ein Grund aufzuhören ist all das nicht. Mit schnellen Schritten nähert sich der Jahreswechsel. Wenn sich das nur auch mit dem Rennende so verhielte. Um Mitternacht sitzt Carsten Mattejiet kurz im Warmen, um mit seiner Frau und einem Freund, der extra aus Aarhus angereist ist, das neue Jahr zu begrüßen. Wenig später geht es auf die letzten Kilometer. Während die meisten Menschen in Lilienthal Böller und Raketen zünden, spulen die fünf verbliebenen Läufer die restlichen Kilometer herunter. „Die Knallerei ist super anzusehen und macht einen euphorisch“, sagt Mattejiet. Bei Hauke König weicht die Euphorie jedoch schnell dem Schmerz. Nach 129 Kilometern muss er aufgeben, er hat das
Tempo zu früh angezogen. Auch Mattejiet kämpft. Es hat sich wieder eine Eisschicht auf den Wegen gebildet, der Wind macht den vier verbliebenen Gladiatoren mächtig zu schaffen. Schlimmer noch: An Mattejiets Füßen haben sich Blasen gebildet und acht Fußnägel gehen verloren. „Da muss man durch. In solchen Momenten setzt du dir kleine Ziele: die nächste Kurve oder das warme Gebäude. Kopfkino hilft unheimlich“, erklärt Mattejiet seine Durchhaltestrategie.

Es hat schon etwas Heroisches, als der Extremsportler um 2.43 Uhr als Sieger ins Ziel kommt. Seine Bestzeit über 100 Meilen hat er damit um gut eine Stunde verbessert. Hundemüde ist er und mit der Veranstaltung hochzufrieden: „Das Feedback war unheimlich positiv, allen hat es Spaß gemacht.“ Was für ein Jahreswechsel!

Bild und Textquelle: http://www.100miles.info/index.php?option=com_content&view=article&id=86:eis-im-bart-und-fuesse-voller-blasen&catid=36:presse-artikel&Itemid=65

Wussten Sie schon das Michele Barton Vitargo nutzt?

Trail Magazin 7 jetzt online!

In der aktuellen Ausgabe Nr. 7 des Trail-Magazins erzählt die erfolgreichste Ultratrailläuferin Michelle Barton warum Sie den Trailsport so liebt und worauf es beim Traillauf ankommt. Als Wettkampfgetränk nutzt Sie GENr8. GENr8 nutzt Vitargo als den Hauptbestandteil Ihrer Getränke. Mehr Informationen finden Sie hier:

Michelle Barton
Bildquelle und mehr Informationen finden Sie hier:
http://www.genr8speed.com/

Weitere Themen des Trail Magazin 7 sind:

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Themen im Überblick
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+Marco Olmo Interview
+Atacama Crossing
+Marathon des Sables Report
+Pimp my Feierabendlauf Report
+Corsica Raid Adventure Race
+Frauen-Trailschuhe
+Fotostory „Ein worldwide Ding!“
+Ultratrail Abbotsway in Italien

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Ausblick auf Magazin 8

TRAIL #8 ist ab dem 8. August online. Kostenlos mit tollen Features und Themen:
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–TRAIL WM in Frankreich
–GRIPMASTER und die wilden Trails in Kroatien
–CASUAL WEAR das tragen Trail Runner vor -und nach dem Laufen
–CHIEMGAU 100 der härteste Traillauf der Republik
–KANADA der Juan de Fuca Trail
–FOTOKUNST Finisherfotos aus der Hasselblad
–LAUFRUCKSÄCKE wir zeigen die was können
etc., etc…

Lesen Sie das beeindruckende Fanzine mit tollen Bildern und beeindruckenden Geschichten: Es lohnt sich und macht Lust auf Mehr!

Mehr Informationen und Quelle:
http://web.mac.com/trailmagazin/TRAIL_Magazin/Willkommen.html

24 Stundenlauf in Delmenhorst

20. Juni 2009: Endlich ist es soweit. Der 24-Stunden-Lauf in Delmenhorst wird Punkt 12 gestartet. Ein Schauer durchnässte uns noch wenige Sekunden vor dem Start, aber das stört mich jetzt überhaupt nicht mehr. Ich will jetzt endlich laufen!! Lange hab ich diesem Tag entgegen gefiebert, hart trainiert, bei Wind und Wetter lange Läufe gemacht. Und jetzt  will ich es endlich wissen: Haltet ich durch oder wird´s ein Trauerspiel?

Gott sei Dank habe ich mit Karl Berndstrotmann und Tomas Greshake vom SuS Olfen zwei ganz erfahrene Ultramarathonläufer an meiner Seite. Da kann ja eigentlich nichts schief gehen.

Die ersten 50 Kilometer sind noch recht locker, obwohl etwas langweilig. Der Rundkurs ist nur ein Kilometer lang mit wechselnden Bodenbelägen, nicht sehr toll aber auch nicht besonders schlimm. So hatte man auch mal Zeit mit anderen Läufern ins Gespräch zu kommen. War ja sowieso sehr familiär das Ganze mit insgesamt 34 Startern.

 Ab Kilometer 75 wurde es dann doch beschwerlich, es regnete zwischendurch immer wieder, böiger Wind kam auf und langsam dämmerte es auch schon. Doch mein erstes Teilziel  hatte ich nach 11 Stunden erreicht: ich lief eine Ehrenrunde mit der 100km-Fahne.

100KM Fahne - 24 Stundenlauf in Delmenhorst125 KM Fahne - Karl Berndtstrotmann 24 Stunden Lauf Delmenhorst

Zeit für eine kleine Pause: Es wurde warmes Essen gereicht, wahlweise Nudeln oder  Milchreis. A Propos: die Versorgung in Delmenhorst war wirklich super. Es wurde einem praktisch jeder Wunsch von den Augen abgelesen. Es fehlte an nichts.

Uns hat Vitargo klasse geholfen.  Karl und ich haben die 24 – Std fast nur von Vitargo " gelebt" , wobei wir nachts habe dann wohl eine Portion Milchreis  und zwischendurch einige Salzplätzchen gefuttert wurden.

Nach 13 Stunden und 23 Minuten hatte ich endlich die 125 Kilometermarke erreicht. Jetzt kam ich in die offizielle Wertung und das war das, was ich mindestens erreichen wollte.

Da ich doch jetzt schon ziemlich erschöpft war, beschloss ich eine längere Pause zu machen. Ich wollte ein wenig schlafen, aber irgendwie klappte es nicht so richtig. Ich lag auf meinem Feldbett zitterte vor Kälte und Erschöpfung und merkte jetzt erst, was mir alles weh tat. Außer meinem Kopf konnte ich gar nichts mehr so richtig bewegen.

Nach einer Stunde gab ich auf und machte mich wieder auf die Socken. Aber ich kam jetzt nicht mehr so richtig in die Gänge. Alles schmerzte, selbst eine Massage konnte nicht mehr helfen. So schleppte ich mich weiter und schaffte sogar noch die 15o Kilometer nach 23 Stunden. Bei der Ehrenrunde mit der Fahne waren alle Strapazen wieder vergessen.

Nach 24 Stunden ertönte dann ein Hupsignal und für mich endete mein erster 24-Stunden-Lauf mit 152 Kilometer und 336 Meter. Mit diesem Ergebnis wurde ich 5. Im Gesamteinlauf und 2 in meiner Altersklasse W45.

Silvia Rusche - 24 Stunden Lauf in Delmenhorst

Meine Freunde Karl und Tomas schafften noch mehr Kilometer:

Karl wurde mit 189 Kilometer und 492 Meter 2. In seiner Altersklasse M50

Tomas lief 163 Kilometer und 506 Meter und wurde 6. In seiner Altersklasse M45.

 Alles in allem war es zwar ein anstrengender Lauf, aber nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich würde es jederzeit wiederholen.

Glückwunsch an die Sportler unseres Partnervereins vom SuS Olfen!

Bilder und Bericht: Silvia Rusche, Karl Berndstrotmann

24h Rennen – Festplatte löschen!

24h Rennen - Dennis vom Trailmagazin
Das war schon komisch. Da liege ich in diesem dichten Tannenwald zwischen Wolfratshausen und Bad Tölz in meinem Ein-Mann-Zelt und drücke die Play-Taste um die letzten zehn Stunden dieses Tages im Kopf abzuspielen, als mein Abenteuertrip durch schlechten Großraum-Diskotheken-Electrosound gestört wird. Die Ruhe des oberbayrischen  Isarumlandes lässt den Konservenbass über viele Kilometer bis in mein Nachtlager vordringen. Na klasse, um sich so richtig von der Menschheit zu verabschieden bleibt wohl nur noch Kanada oder die Mongolei.

Meine Absicht an diesem Freitag war etwas anders und die Rechnung ging am Ende voll auf.

Der Plan: Eine ganze Arbeitswoche liegt hinter mir, der Kopf ist voll und ich will raus. Frische Luft, ein langer Lauf, Natur. Am besten ein kleines Abenteuer ohne dabei das komplette Wochenende dadurch zu ruinieren. Freitag Mittag um genau 14 Uhr verabschiedet sich der letzte Pixel meines Computers ins Rechnergehäuse zurück und ich stehe in gut durchdachter Laufausrüstung auf dem Parkplatz unseres grundhässlichen Bürokomplexes.

24h Rennen - Dennis vom Trailmagazin

30 Liter Rucksack, ein Schlafsack, mein nagelneues Marmot-Zelt, ein Kocher, zwei Trinkflaschen, warme Unterwäsche und eine halbe Isomatte. Etwas Hygiene und ein paar Riegel und Bargeld. Sieben  Kilogramm insgesamt. Ein kleines bisschen will ich unter dem Motto „was kann man in 24 Stunden erleben“ laufen. Oder treffender „Ich pimp up mein Traillauf zu einem kleinen Abenteuer“. Ich will loslaufen, die Isar entlang in Richtung Alpen, wenn ich Lust auf ein Stück Kuchen habe mal anhalten, wenn ich müde bin einfach schlafen und spätestens am nächsten Tag zur gleichen Uhrzeit bei der Familie zu Hause sein. Genau so will ich das machen. Das Wetter hat ähnlich konkrete Vorstellung von sich und will Ende Mai nicht mehr als 14 Grad rausrücken.

24h Rennen - Dennis vom Trailmagazin

Ich renne los. München Süd, Sendling am Tierpark Hellabrunn. Zum ersten mal treffe ich meine charmante Begleiterin. Die Isar fließt dort stadteinwärts, ganz knapp, am Wildgehege vorbei. Ihrem Strom entgegen soll es für mich bis nach Lenggries gehen. Von dort kann ich dann mit der BOB, der bayrischen Oberlandbahn, für 10,60 Euro an meinen Startpunkt zurückfahren.

Nach Grünwald unter der Großhesseloher-Selbstmörderbrücke durch, lauf ich noch immer mit dem Eindruck eine Großstadt zu verlassen. Mit jedem Meter mehr, verlieren sich Nordic Walker, Jogger und Biker. Der Lärm der Stadt wird stückweise in Vogelzwitschern eingetauscht, und die Isar gibt jetzt den Ton an.

24h Rennen - Dennis vom Trailmagazin

Bei Kloster Schäftlarn tausche ich den grünen Naturfluss in den Isarkanal um – weniger schön, aber der direktere Weg nach Wolfratshausen, nach Edmund-City. Jetzt greift die Ideologie meines 24 Stunden-Abenteuer-Trailruns. Es beginnt zu regnen und die Temperatur sinkt empfindlich. Wirtshaus. Wie gelegen. Kommt gerade recht. Nach rund 25 Kilometern betrete ich das in Eichenholz geschalte Lokal, gönne mir eine Cola, heisse Schokolade und Apfelstrudel mit Sauce.

24h Rennen - Dennis vom Trailmagazin

Solls doch regnen. Ich habe Zeit.

Es geht weiter und mit diesem „Stop and Go-Konzept“ kann man auf die übliche Energieriegel Zeremonie während des Laufens verzichten €“ die Speicher sind randvoll. Die Laune auch.
Nach Wolfratshausen wirds öde, denn anstatt epischer Isartrails muss ich mich mit breiten Forstwegen des Via Bavarica, dem Isarwanderweg, abgeben.

24h Rennen - Dennis vom Trailmagazin24h Rennen - Dennis vom Trailmagazin

Sicherheit statt Risikobereitschaft. Ein Fehler. Ãœber Geretsried bis zum Ort Königsdorf zieht sich die Strecke. 50 Kilometer stecken in meinen Beinen. Nicht schlecht für einen Feierabendlauf.

Es wird dunkel und es wird hunger!

Option 1: Zelt aufbauen, Fertigpasta kochen.
Option 2: Bayrische Küche in Wirtshaus Nummer 2 im Dorfzentrum von Königsdorf.

Ich entscheide mich wiederum für die Stammtisch Variante und geniesse zwischen Forellenaquarium und Hirschgeweih den Seniorenteller mit einem kalten Spezi. Ganz offensichtlich begreifen die anderen Gäste nicht so recht was ich hier mache €“ ein Läufer mit Rucksack und Stirnlampe. Hier, Freitag Nachts. Sie glotzen, aber fragen tut keiner. Das Weissbier ist Unterhaltung genug.

24h Rennen - Dennis vom Trailmagazin

Die Wampe ist voll und ich such jetzt mein Nachtlager, ein schickes Plätzchen für mich und mein schmuckes Zelt. Am besten direkt am Isarufer. Doch ich finds nicht. Nach zwei Stunden der Suche €“ es ist nach zwölf Uhr und stockendunkel €“ fängt es wieder an zu schütten. Der Idee, das Zelt im Wald aufzuschlagen, weil es dort trockener sein könnte, gebe ich nach und boxe mich in einen dichten Tannenwald der direkt neben der Strasse liegt. Eine Gute Nacht auf einem weichen Boden, der Pilzfreunde in Entzücken versetzen würde. Eine Flasche helles Bier zum einschlafen. Ich bin weg um sechs Stunden später wieder da zu sein. Der nächste Tag grüßt mit Sonnenschein. Ich trage das Leichtgewichtzelt am Zeigefinger aus dem Schattenwald in eine Blumenwiese. Aufwärmen, Tee trinken und das Trikot trocknen.

24h Rennen - Dennis vom Trailmagazin

Die ersten Schritte fallen schwer, dann wird es runder und Bad Tölz, die Stadt der Flößer und Siebmacher  liegt vor mir €“ da gäbe es viel zu sehen, aber die grösste Sehenswürdigkeit ist gegenwärtig eine einfache Bäckerei. Boxenstopp in dieser extrem schönen Kreisstadt. Kaffee, Semmel, Eistee, Mohnschnittchen.

24h Rennen - Dennis vom Trailmagazin

Die letzten 10 Kilometer nach Lenggries machen die Morchelnacht unter Tannen schnell vergessen. Meine Trails führen direkt am Ufer ,der hier wilden Isar,entlang. Das Wasser leuchtet türkis, im Hintergrund grüßen die Alpen. Es ist 12 Uhr als ich am Bahnhof in Lenggries ankomme und in die Bayrische-Oberlandbahn in Richtung München einsteige.

24h Rennen - Dennis vom Trailmagazin

Mehr als 70 Kilometer war ich unterwegs. Nicht am Stück und nicht in Renntempo, aber durchgehend mit Genuß und Blick für die Umgebung.

Genau 24 Stunden nach dem ich vom Firmenparkplatz trabte, stehe ich vor der Haustüre und meine Frau empfängt mich mit Gulasch, Sauerkraut und Kartoffeln. „Eigentlich hab ich gar kein Hunger!“.
„Wie kann das sein? Du bist doch fast zwei Tage durch die Gegend gerannt.“
€“ „Ja und zwei Tage gut gegessen!“

Es hat geklappt. Das war wie eine Antivirus Software. Meine Festplatte ist gereinigt, wie sonst nach 14 Tagen Urlaub.
Ich bin mir sicher. Das könnte mein Sommer der 24 Stunden Trail-Abenteuer werden. Bayern ist gross, Bayern ist schön.

24h Rennen - Dennis vom Trailmagazin

Text: Denis Wischniewski   Fotos: Daniel Simon

Vielen Dank an Dennis vom Trail Magazin für die Möglichkeit diesen Artikel auch bei uns zu veröffentlichen!

Den ganzen Artikel lesen Sie auch in der aktuellen Ausgabe des Trail-Magazins: http://web.mac.com/trailmagazin/TRAIL_Magazin/Willkommen.html

Mehr Informationen und Lust auf Trail findet Ihr hier: http://www.trail-magazin.de/

Ultramarathon-Anmeldungen in neuen Dimensionen – Vitargo Rabatt nutzen!

RLT Rodgau - Ultramarathon am 31. Januar 2009!
Ãœber 570 Voranmelder zum Ultramarathon€œ, so lautete die Ãœberschrift im vergangenen Jahr und die Organisatoren, des vom Rodgau Lauftreff ausgerichteten Laufereignisses, freuten sich über diesen regen Zuspruch.

Die Freude ist in diesem Jahr nicht minder, haben doch jetzt bereits knapp 800 Läuferinnen und Läufer aus dem In- und Ausland, aber auch viele aus der Region, für den 10. Ultramarathon über 50 km, am 31. Januar 2009, in Rodgau-Dudenhofen gemeldet.

Erfahrungsgemäß sind dann einige doch nicht am Start. Das Orga-Team des RLT hat sich zu diesem kleinen€œ Jubiläum jedoch wie immer akribisch vorbereitet und kalkuliert auch mit vielleicht widrigen Wetterverhältnissen.
Wer von den Aktiven noch zaudert und eine günstige Großwetterlage abwarten möchte, hat die Gelegenheit, sich noch am Veranstaltungstag, dem 31. Januar 2009, bis 9.15 Uhr, im Clubheim des Tennisclubs Blau-Weiß Dudenhofen, am Sportzentrum anzumelden.

Logo, Bild und Quelle:http://www.rlt-rodgau.de/

Nachdem wir letztes Jahr die Sportler mit einer Flasche Vitargo RTD aus der ersten Generation bei diesem Lauf unterstützt haben, erhalten dieses Jahr alle Starter des Ultramarathon 25% Rabatt auf jede Bestellung inkl. Porto und Versand innerhalb Deutschlands! Bitte geben Sie bei der Bestellung Ihre Startnummer unter dem Punkt Anmerkungen an.

Allen Läufern wünschen wir für diesen Tag viel Erfolg auf dem ersten langen Lauf in 2009!

Thomas Wenning und Claudia Weber laufen von Berlin nach München

Am 23.08.2008 brechen wir zum *starLauf auf, bei dem wir Spenden für die Hilfsinitiative Stars of Tomorrow e. V. sammeln werden. Wir bekommen am 2. Bundesligaspieltag im Berliner Olympiastadion zum Bundesligaspiel Hertha BSC Arminia Bielefeld einen Fußball von DFB Nationalspieler und Hertha-Kapitän Arne Friedrich überreicht. Arne Friedrich engagiert sich seit 2007 als Sportbotschafter für die Hilfsinitiative Stars of Tomorrow e. V., die mit Hilfe des Fußballs HIV/AIDS Präventionsarbeit in Südafrika leistet. Weitere Informationen unter >> Webseite Stars of Tomorrow
Thomas Wenning und Claudia Weber von Berlin nach München
Diesen Ball bringen wir am 31.08.2008 zum Spiel Hertha BSC Bayern München in die Allianz Arena in München. In 9 Tagesetappen von 42 – 90 Kilometer werden wir die Strecke von Berlin nach München joggend zurücklegen. An den einzelnen Etappenorten entsenden uns die Bürgermeister der Städte auf die nächsten Etappenziele. Nach über 744 Kilometern quer durch Deutschland übergeben wir ihn vor dem Bundesligaspiel im Stadion.

Der *starLauf ist der Vorbereitungslauf für den im Sommer 2009 geplanten Weltmeisterschaftslauf von Berlin nach Südafrika über 14000 Kilometer zum Eröffnungsspiel der Fußball Weltmeisterschaft. Weitere Informationen zu diesem Lauf finden Sie auf unserer Homepage unter diesem Link: Lauf zur WM 2010

Übersicht der Gesamtstrecke: 744 Kilometer in 9 Tagen

1.Etappe Berlin Potsdam
42 Kilometer
2.Etappe Potsdam Wittenberg, Lutherstadt
71 Kilometer
3.Etappe Wittenberg, Lutherstadt Leipzig 72 Kilometer
4.Etappe Leipzig Gera 67 Kilometer
5.Etappe Gera Hof 83 Kilometer
6.Etappe Hof Bayreuth – Pegnitz
90 Kilometer
7.Etappe Pegnitz Nürnberg – Roth 86 Kilometer
8.Etappe Roth Ingolstadt 80 Kilometer
9.Etappe Ingolstadt München
71 Kilometer

Quelle und mehr Informationen zu diesem Projekt: http://www.thomaswenning.de/