Schlagwort-Archive: Team Runningpower

Bits, Bytes und Belastung von Marc Schulze

Nach meinem letzten Eintag ist wieder einmal viel Zeit vergangen, aber wie ihr sicher schon im Facebook-Feed gesehen habt, war ich doch das ein oder andere Mal laufen.

Team Runningpower

Was ist passiert? Wie viele sicherlich wissen, wollte ich auf der Marathonstrecke letztes Jahr nochmal alles versuchen … oder sollte ich lieber erzwingen sagen?! Trotz überragend gutem Training lief ich meinem hohen Erwartungen hinterher. Wieso ich diese habe? Weil ich jedes Jahr besser werden und zu den Besten gehören möchte. Deswegen! Ich habe zu viel gewollt, hatte einen Tunnelblick, wollte nicht auf die Ratschläge meines Trainers hören. Aber vielleicht sind das die Erfahrungen, die man machen muss. Die, die man erst für voll nimmt, wenn man sie selbst erlebt hat.

Ich habe mich erholt, mir ein paar Gedanken über das Laufen gemacht. Hatte zwischendurch auch komplett die Lust verloren. Wollte nicht mehr. Das ewige monotone laufen. Jeden Tag laufen, manchmal auch zwei Mal. Wozu, wenn es keine Garantie auf Erfolg gibt?!
Mit etwas Abstand kann ich sagen, dass für mich nicht nur noch der Wettkampf alleine zählt. Der, für den man so viel geopfert, investiert und gekämpft hat. Es sind die kleinen Dinge, über die ich mich jetzt freue: wenn ich bekannte Gesichter beim Laufen treffe; wenn der DL einfach gut, schnell und locker läuft; ja selbst wenn einfach beim Laufen die Sonne scheint. Kurz: ich sehe jetzt alles etwas gelassener, will nicht mehr mit dem Kopf durch die Wand, wodurch auch eine gewisse Lockerheit beim Laufen zurück gekehrt ist.

In den nächsten Wochen wird sich dann auch entscheiden, wo es beruflich hin geht. Dresden oder Nicht-Dresden. Bis dahin bleibe ich fleißig, programmiere etwas, erledige ein paar Aufgaben und gehe doch wieder fast jeden Tag laufen, um mich zu belasten, damit ich auch bald wieder ganz vorne mitlaufen kann.

Hier eine kleine Chronologie der letzten Wochen:

  • Citylauf Dresden: 32:56min
  • Oberelbe-Marathon 10km: 32:09min
  • Campuslauf Dresden: 32:46min

Bild und Textquelle: http://www.runningpower.de/new/?p=972

Laufnews vom Vitargo Sportler Paul Schmidt

Hier wieder mal ein Lauf-Ausblick und Update von Paul Schmidt, der mittlerweile seit über 5 Jahren erfolgreich auf Vitargo setzt.

Paul Schmidt Vitargo Sportler

Die Lauferrei im Juni: Einblick, Bestzeit, Streckenrekord, Ausblick!

In der bisher heißesten Woche des Jahres vor dem Hamburg Halbmarathon bestand die Vorbereitung dann nur noch aus dem Arbeitsweg und einer „Taperingeinheit“ sowie etwas Krafttraining. Mehr war aufgrund der vielen Arbeitsstunden in der Klinik auch nicht möglich bzw. von mir gewollt, da seit 2013 die ärztliche Tätigkeit eindeutig Vorrang hat. So war ich auch am Vortag zum Halbmarathon 12h zum Samstags-Notaufnahmedienst in der Klinik und habe diesen Dienst aus Prinzip mit der Idee der Halbmarathonteilnahme nicht verschoben.

Gegen Ende der Woche entspannten sich die Temperaturen und ich blickte mittlerweile etwas aufgeregt dem Halbmarathon entgegen. Seit langem ging es nicht mehr nur um Sieg oder Platz, wo die äußeren Bedingungen für alle gleich sind. Diesmal sollte eine persönliche Bestleistung möglichst weit unterboten werden. Die unmittelbare Vorbereitung bezüglich Ernährung und Belastung in den Stunden vor dem Rennen wurde von mir deshalb relativ genau geplant. Für eine Belastung von knapp 70 min ging ich in meinem Fall davon aus, dass diese mit gut gefüllten Kohlehydratspeichern, voll hydriert und nur wenig Zuckeraufnahme während des Rennes optimal zu laufen seien.

Paul schmidt erfolgreich mit Vitargo beim Halbmarathon

Bei der Erwärmung halte ich mich mit langem Einlaufen sehr zurück, damit vom Energietank vor dem Rennen möglichst wenig verbraucht wird. Solange sich die Muskeln warm anfühlen und für den langen Schritt gut gedehnt sind, ist das ausreichend. Auch die Erfahrung des Muskelrisses im letzten Jahr ändert nichts an dieser Taktik. Damals hatte ich mich fast 45 min für die 10km beim Paderborner Osterlauf erwärmt. Am 23.06. 9:00 war es dann soweit. Mit dem Shuttlebus wurde ich vom Zielbereich an den Start auf der Reeperbahn gefahren. Dort traf ich einige bekannte Gesichter. Neben Lisabeth Wagner aus Dresden, deren letzten Tempodauerlauf vor dem HM ich am Samstag zuvor im Dresdner Großen Garten begleitete ( Platz 8, beste Deutsche in 79:29 min) auch Volker Goineau ( 68:18min , 10.) und Markus-Weiß-Latzko (DNF). Zur Einstimmung auf eventuelle gegenseitige Tempoarbeit fragte ich nach den Zielzeiten. Ich selbst hatte mir 66:50 min als bestmögliche Zeit und entsprechendes Tempo von 3:10 min/km vorgenommen. Peter wollte, ebenso wie Markus, eine tiefe 66 laufen. Volker peilte 67-67:30 an. In diesem Bereich kann ein Unterschied von 30 oder 60 s schon Welten ausmachen, oder einfach nur wenig oder viel Laktat !!!! Ein direkter Laufpartner war also noch nicht auszumachen. Mit dem Startschuss kam erstmal eine andere bewährte Taktik zum tragen. Kurzer Sprint über 30 m, um aus dem Gröbsten Geränge herauszukommen und dann locker ins Tempo finden. Gemeinsam mit Markus tat ich das auch. Nach ein paar hundert Metern holten uns dann immer mehr Afrikaner ein, welche wir jedoch ziehen ließen (um hinten raus möglichst viele „einzusammeln“). Trotz des nun relativ hohen Tempo von 3:05-3:06 min/km fühlte ich mich wohl und wollte es probieren, mit Markus mitzulaufen. Angetrieben von den vielen Zuschaueren an den Landungsbrücken konnten wir das Tempo halten.

Aber irgendwie bemerkte ich, dass es nicht wirklich Markus Tag war. Bei der Tempoarbeit wurden meine Anteile immer größer, bis er das Tempo nicht mehr halten konnte. So orientierte ich mich nach vorn, mit dem Ziel das Tempo möglichst lange zu halten. 31:23 min über 10km bedeuteten Saisonbestleistung. Die Beine fühlten sich gut, aber nicht mehr total frisch an. Auf der 2. Hälfte wurden die Straßen deutlich leerer. Der Kurs blieb durch Tunnel und Brücken weiter wellig und windig. Die Motivation war hoch, ich konnte Peter etwas mehr als 100 m vor mir sehen. Der Abstand blieb konstant, und konstant konnten ließen wir andere afrikanische Profiläufer hinter uns. An einer Wendemarke zwischen Binnen-und Außenalster liefen aneinander vorbei und klatschten die Hände ab. Eine sehr motivierende Geste unter Trainingskameraden. Das war ca. bei Kilometer 14 und die letzten 4 km waren im Bereich von 3:10-3:12 min/km. Langsam begannen die Beine schwer zu werden. Entgegen meiner Vermutungen gab es auf der Strecke nur Wasser und keine isotonischen Getränke. Wo mein Körper sonst langsam nach C6H12O6 in variabler Form bittet, gab es nur H2O. Leider wurde Stefan durch die spontane Anmeldung die Möglichkeit der Radbegleitung zum Filmen, bzw. zum Reichen von eigenen Getränken im Verpflegungsbereich verwährt. In diesem Momenten wünschte ich mir mein Energiegel für den Kick, der mich bei den langen Dauerläufen die letzten 5km gern mal unter 16 min laufen lässt. Aber aus diesem Fehler werde ich lernen. Bis ins Ziel war der Zeitverlust zwar nicht extrem, aber eine schöne Wannenform der Laufgeschwindigkeit konnte nicht mehr erzeugt werden. Die Oberschenkel fühlten sich leer, nicht mal voller Laktat, geschweige denn anderer schnell wirksamer Energiespender. Also blieb mir nur übrig gefühlt „auf dem Zahnfleich zu kriechen“ und durchzukommen. Diese Empfindungen entstanden alle bei Tempounterschieden zwischen 3:12 und 3: 18 min/km machen aber, wie oben schon beschrieben, Welten aus ( am Ende fast 10 Plätze in der Deutschen Bestenliste). Getrieben von der Motivation bester Europäer zu werden und meine Bestzeit zu knacken, war der Tempoabfall am Ende zum Glück nicht so extrem und mit 67:14 min konnte ich glücklich als 7. ins Ziel laufen.

Halbmarathon Hamburg - Paul Schmidt Ehrung

Quelle und ganzer Artikel:https://www.facebook.com/notes/paul-schmidt/die-lauferrei-im-juni-einblick-bestzeit-streckenrekord-ausblick/619420814749918
Bilder Paul Schmidt per E-Mail

Paul Schmid und Marc Schulze erfolgreich beim Dresdner Citylauf

Paul Schmid und Marc Schulze überzeugten beim 10 KM Citylauf in Dresden. Marc Schulze (SCC Berlin/31:42 min). wurde vor Paul Schmidt dritter (TSV Dresden/31:58 min und kam somit aufs Podest. Insgesamt waren fast 1.700 Läufer bei ziemlich kalten Temperaturen am Start. Die Laufgruppe Dresden, die wir mit Vitargo unterstützen, waren ebenfalls zahleich vertreten.

Quelle und Ergebnisse: http://citylauf.laufszene-events.com/index.php?id=370

Quelle: Fanblock: https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Usze6qnyhRY

Paul Schmidt – Zweiter beim Citylauf Dresden – Rennbericht

Auf der Facebook-Seite von Paul Schmidt (Team Runningpower mit Marc Schulze) findet man wirklich interessante Berichte zu seinem Höhetrainingslager in Kenia. Direkt aus diesem Trainingslager ging es dann zum Citylauf Dresden, bei dem Paul eine persönliche Bestzeit aufstellte 🙂 Hier ein Auszug aus einem Bericht:

Nach gut überstandener Reise waren es bei Ankunft in Berlin noch 21h bis zum Start beim Citylauf in Dresden. Also hoffentlich noch im sagenumwobenen 48h-Fenster der guten Leistung nach der Höhe, bevor ein Tief kommen soll.

Paul Schmidt mit Vitargo erfolgreich beim Dresden Marathon

Im Kreise der engsten Freunde konnte die unmittelbare Wettkampfvorbereitung beginnen neue Wettkampfhose beim Sponsor Runnerspoint Dresden Altmarktgalerie abholen, Startnummer abholen und ausruhen. Am Sonntag dann die bewährte Vorbereitung für meine Dresdner Innenstadtläufe. Vor 10km-Läufen gibt’s es nur ein kleines Frühstück (halbes Brötchen) um nicht total hungrig zu sein. Mehr wäre aber nur unnötiges Gewicht und evtl. zu schwer im Magen. Bis zum Wettkampf wird der Blutzuckerspiegel dann mit meinem Vitargo-Getränk-Mix oben gehalten und 15min vor Start ein Gel für den Leistungsboost ausgezutscht.

Rennverlauf

Vom Start weg wurde ein zügiges Tempo angegangen. Da ich nach Gefühl und Konkurrenz laufen wollte, ließ ich die evtl. ablenkenden Gadgets Pulsgurt und GPS-Uhr im Rucksack. Nach 300m war ich dann hinter Dennis und Sven aufgereiht und wir versuchten die Ideallinie zwischen Kopfsteinpflaster, Bahnschienen und Bordsteinkanten zu finden. Mit 2:52 beim ersten Kilometerschild waren wir gut unterwegs (Die Zeiten sah ich auf dem Führungsfahrzeug) . Und auch 5:42 nach dem 2. Abschnitt hinunter zur Elbe liefen gut. Ich spürte die Geschwindigkeit und merkte aber noch nicht viel Laktat. Hinauf zur Synagoge ließ ich mich dann zurückfallen, da mir das Tempo einfach zu hoch war und ich nicht in der 3. Runde platzen wollte. Die Neue Streckenführung ging dann durch ziemliche Nadelöhre und ließ den Schritt etwas unrund werden. In der zweiten Runde versuchte ich den Abstand nicht zu groß werden zu lassen und, für mich allein gestellt, nun wirklich Ideallinie, auch mal übers Grün. zu laufen.  Ich versuchte das Tempo zu halten und merkte eingangs der 3. Runde, dass Sven vom Holländer abreißen lassen musste und sich sein Abstand nicht vergrößerte. Ich war nun ca. 50m von Sven und ca. 100m von der Spitze entfernt. Die Zeiten an den Kilometerschildern prophezeiten mir hier schon, dass es mit der 29er wohl eher nichts werden sollte. Bis zur Semperoper bei ca. 25min hatte ich dann auf Sven wieder aufgelaufen. Beim Überholen motivierte er mich, trotz 80m Abstand, dem schwächelnden Holländer den Sieg streitig zu machen. Zunächst war aber mein Bedenken eigentlich, von Sven wegzukommen und nicht 500m vor dem Ziel wieder zu platzen. Am Terrassenufer erhöhte ich langsam das Tempo. Durch die Überrundungen war es schwierig, richtig Fahrt aufzunehmen, und „wie im Tunnel“ zu laufen. Dennis Licht war am Polizeipräsidium nun wieder in unmittelbarer Sichtweite. Getragen von den Anfeuerungsrufen setzte ich kurz vor der Willsdruffer Strasse zum langsamen Spurt an. Getrieben vom Adrenalin kam ich gefühlte Riesenschritte an den austrudelnden Licht heran. Doch durch die Welle von Anfeuerungen bemerkte auch er schreckhaft ,150m vor dem Ziel, dass ich gerade förmlich angeflogen kam. Ich hatte nur noch 10m Abtstand. Wie ein Hase aus dem Gras setzte auch er zum finalen Spurt an und konnte dann doch noch 1m ins Ziel retten und sich seinen lange zu sicher geglaubten Favoritensieg abholen.

Vitargo Sportler Paul Schmidt erfolgreich beim Citylauf Dresden 2012

Über den 2. Platz konnte ich mich trotz der 30er Zeit eigentlich sehr freuen, da es eine neue Bestzeit war und ich einen guten Spurt gezeigt hatte. Die Preisgelder wurden ja schon vorher verteilt, sodass es beim Sieg eher um die Ehre ging und ich mich nicht ärgern musste vom auf dem Papier deutlich besseren Läufer knapp geschlagen zu werden. Im Ziel zeigte mir das Interesse der Journalisten für mich jedoch, dass nicht nur mit Antrittsgeldern einkaufbare Profis einen solchen Stadtlauf interessant machen. Nach dem Dresden-Marathon war es ein weiterer Überraschungsmoment in die Phalanx der Profis einzubrechen.

Video Zieleinlauf: http://www.baer-service.de/Video-CDD.php?SN=418839&BG=1

Die vielen Handschläge und Glückwünsche direkt nach dem Lauf….live als auch digital bescherten eine aufgeheiterte Stimmung and das angenehme Gefühl wieder richtig in der Heimat angekommen zu sein. Für die nächsten Wochen gilt es jetzt mit der Motivation der guten Form und vor allem mit der in Kenia konditionieren Disziplin für direkte Vor-und Nachbereitung der Trainingsläufe die Doppelbelastung Beruf und Training wieder zu einer Symbiose werden zu lassen.

Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!

Bild und Textquelle: http://www.facebook.com/notes/paul-schmidt/letzte-tage-in-kenia-und-dresdner-citylauf/383106421714693

Alles richtig gemacht… – Paul Schmidt mit 2. Platz beim Dresden Marathon erfolgreich

Mein heutiger 2. Marathonlauf macht mich trotz der „schlechteren“ Plazierung als bei meinem Sie vor 2 Jahren, viel glücklicher. Ich habe mir insgeheim hohe Erwartungen gesetzt und diese dann auch noch übertroffen.

Vitargo Sportler Paul Schmidt 2. Platz beim Dresden Marathon

Am Samstagabend haben wir in der „runningpower“- Trainingsgruppe und mit engen Freunden eine gemütliche Nudelparty gemacht und über die geplanten Zeiten und Taktiken gesprochen. Die Marschtabelle, welche ich mir schon am Freitag ausgedacht hatte, war natürlich weit unter dem, was ich in der Presse als Zielzeit angegeben hatte. So hatte ich mir die Sicherheit aufgehoben, auch bei einem Einbruch die Erwartungen der Dresdner zu erfüllen. Auf der Tabelle stand als erster Kilometer 3:23-3:26min. Auf 10km 33:53-34:20. Auf Halbmarathon 71:30 bis 72:30 bei Marathon 2:21:59-2:24:59. Also entweder am Ende eingehen oder richtig was draufpacken. Erik Hass (PB 2:21:39 Berlin 2009 marathonscene.com) gab mir gestern abend den entscheidenden Tipp auf jeden Fall langsamer anzugehen. Alle großen Marathonläufe werden mit einem leichten Negativ-Split gewonnen. Also setzte ich mich im Kopf auf die 72:30 fest.

Für die Ernährung war ich der Experte. Von letztem Sonntag bis Dienstag wendete ich die Saltin-Diät an und leidete mental unter dem Kohlehdratmangel. Wie ein Süchtiger stürzte ich mich dann am Mittwoch auf den All-you-can Nudel-Teller in der Alten Mensa. Die Wettkampfernährung für Sonntag war wetterabhängig geplant. Durch die kühlen Temperaturen würde ich nicht so viel Schweiß verlieren wie sonst, weshalb ich meine Vitargo-Getränke etwas konzentrierter anmischte. Angewärmt natürlich…Kaltes auf kühlen Magen ist nur suboptimal. Insgesamt hatte ich 2,5 Liter für Christians Halbmarathon und meinen Marathon angemischt. Dazu hatte ich Marc in seinen Radrucksack noch 5 Gels gesteckt. Die sollte es ab Kilometer 25 geben und mit Wasserbechern runtergespült werden. Letztendlich haben mich die Getränke und Gels neben den Zuschauern über die Strecke gebracht. Zirka 1-2 Minuten nach jeder „Mahlzeit“ spürte ich den deutlichen Temposchub in den Beinen. Das war auch der Grundstein, mein Tempo bis zum Ende zu halten und noch zu beschleunigen.

Der Wettkampftag: Gegen 24 Uhr konnte ich langsam aber relativ konstant durchschlafen, die große Aufregung, wie vor der 2009er Premiere kam erst am Morgen. 7:15 weckte mich meine innere Uhr. 2,5h Stunden vorm Start gab es dann 2 leckere Nudossi-Brötchen (schon oft getestet und als wettkampftauglich eingeschätzt) und Tee. Mit Ankleiden, Dehnung, Rumpfkrafttraining, Getränkemischen und letzten Infos im Internet sowie mit Marc checken, verging die Zeit bis 9:15 wie im Flug. Nur in Wettkampfkleidung und Wärmeüberzieher ging es mit der Strassenbahn bis kurz vor Start. Ich wollte bewußt knapp losfahren, um nicht unnötig herumzustehen. 9:45 war dann Treff mit den Begleiträdern. Vielen Dank hier an Marc und Gunter….ihr habt einen super Job gemacht!!! Nach gefühlten 100 Handschlägen mit Laufkollegen hieß es schon „zehn…neun….“

Ich wollte von Anfang an Ideallinie laufen. Also schön rechts halten und einordnen. Jeden Kilometer dünnte sich unsere Startgruppe immer mehr aus. Beim 10km Abzweig war es dann endlich übersichtlich. Die Kilometer waren konstant bei 3:23…und durch den doch schnelleren Anfang immer 10-15sek unter Marschtabelle. Die beiden angekündigten Kenianer schwankten mit ihren Kilometerzeiten so 5-7 Sekunden, sodass ich mal dran war und dann wieder abreißen ließ. Vor Kilometer 30 war rein rechnerisch jeder Kilometer unter 3:20 Gift für mich. Ich fühlte mich zwar nicht so, aber metabolisch liegt man da immer „Oberkante Unterlippe“ wenn man im Marathon die aerobe Schwelle überschreitet. Christian machte einen super Job im Windschatten geben, Tempo machen und Abbremsen. Das Rennen sollte erst bei Kilometer 30 losgehen. Wir teilten uns die Trinkflaschen und genossen den Lauf und die Anfeuerungen. Ab Kilometer 15 musste Christian dann schon mehr beissen und gab mir trotzdem einen guten Schritt vor. Wir waren mit den beiden Kenianern eine gutes Führungsquartett. Bei Kilometer 18 war ich durch meine gute Streckenkenntnis und Kurvenschneiderei sogar kurz 5m in Führung, stoppte mich aber sofort wieder. Als Christian abbog war ich auf dem längsten Gegenwindstück bis zur Goetheallee auf mich alleine gestellt.

Nachdem der Halbmarathon in 71:37 absolut auf der Marschtabelle lag, zogen die Kenianer an, wie es Jens Borrmann 2009 getan hatte. Ich wollte und konnte mich davon nicht beeindrucken lassen, musste meinen eigenen Stiefel rennen. Auf der Hausdauerlaufstrecke galt es nun die Waage zwischen Tempo und Lockerheit zu bewahren. Ab Kilometer 24 spürte ich jedoch schon feste Muskeln. Eher als 2009. Das Rennen sollte hier richtig beginnen. Ich sagte mir…“Ruhe bewahren“ zutschte ein Gel aus…und versuchte den Schritt zu halten. Die Kenianer in Sichtweite. Taktisch gesehen durfte ich aber nicht heranrennen, sonst würden die beiden noch mehr beschleunigen und mich kaputtlaufen. Am Fetscherplatz…Kilometer 29 war die Stimmung super….ich war wieder locker. Aber gleich bei Kilometer 30 war ich wieder fester…..weil ich 3:16 pro Kilometer lief…die Jagdsaison war eröffnet. Im Kopf spulte ich nun meine Tempodauerläufe im Großen Garten ab, welchen ich nun überrundete. Die motivierende Getränkestelle der befreundeten Triathleten vom TV Dresden war das nächste Highlight….erste Tränen flossen über mein Gesicht. Hier hatte ich 2009 die ersten Krämpfe bekommen. Diesmal war ich genauso fest…aber 15 sek schneller pro Kilometer und ZUM GLÜCK KEINE KRÄMPFE.

Die Hauptallee rollte es wieder und ich musste mich sogar bremsen. 7 Kilometer konnten sehr lang werden. Das 4. und letzte Mal am Fetscherplatz war die Stimmung am Überkochen. So kurz vorm Ziel hatte mich niemand so nah (ca 60-80 Meter ) hinter den Kenianern vermutet. Mir ronnen beim Abbiegen aus dem Platz die Tränen übers Gesicht. Solche Freudentränen hat man ganz selten (und sie beschreiben den Grund meiner Laufferei). Noch 5 Kilometer…ich rannte schnelle, aber auf dem Zahnfleisch. Die Kenianer drehten sich nun doch schonmal um. Ich wußte, einer rennt vieleicht am Limit, sonst wären sie schneller oder einer enteilt.

Dass ich auch am Limit war, merkte ich in den Kurven: Koordination ist etwas anderes. Und der technisch anspruchsvollste Teil der Strecke stand jetzt zum 2. Mal bevor: 2 Bücken mit Zu- und Abbringern sowie zu überholenden Halbmarathonies. Nun sah ich bei Kilometer 40, wie sich ein Kenianer absetzte. Der 2. war mein Ziel, wie der Löwe die schwächste Gazelle zum Jagen auswählt (das ist jetzt wirklich nur metamophorisch gemeint). Am Scheitelpunkt der Augustusbrücke hatte ich ihn mir zurechtgelegt und griff mit letzter Kraft an, um möglichst schnell sowie einschüchtern zu überholen. Ich war vorbei. Aber das Rennen war noch nicht zu Ende.

Der letzte Kilometer war wie im Tunnel Anfeuerungsrufe, Lautsprecherdurchsagen,Gekreisch.. überall PAUL. Und über uns die glänzend blendende Sonne. Eine theatralische Stimmung…und der 2. Rang zum greifen nah. Der Sieg war nie das Ziel…der 2. Platz um so überraschender. Bei 2:22:06 blieb die Uhr stehen.

Die letzten 10 Kilometer war ich unter 33 Minuten gelaufen und hatte mich selbst und alle im Ziel überrascht. Alle überglücklich ….Asante sana …..Kiswahili für „Danke“ an die Kenianer und alle an und auf Strecke, die mich zu der Bestzeit, über 10 Minuten unter meiner alten, getrieben haben. Die Stimmung im Anschluss bei Interviews und Siegeehrung war der Wahnsinn. So viele Freunde und Bekannte…alle haben gefeiert…..Wir haben Dresden gerockt ?.

Hier der Link der GPS-Aufzeichnung von Marc als Radbegleiter: http://connect.garmin.com/activity/123679251

Ich leg jetzt die Beine hoch. (Endschuldigt etweilige Rechtschreibe- oder Grammatikfehler, das geht jetzt ohne Prüfung raus, direkt von der Seele geschrieben.

Vitargosportler Paul Schmidt erfolgreich beim Dresden Marathon

Pressemeldungen:

http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2895458

http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2894944

http://www.dnn-online.de/dresden/web/regional/sport/detail/-/specific/Der-Kenianer-Cheruiyot-gewinnt-den-13-Dresden-Marathon-2538625361

http://www.bild.de/regional/dresden/dresden-regional/kenianer-cheruiyot-gewinnt-dresdenmarathon-20603488.bild.html

Bild und Textquelle: http://www.runningpower.de/new/?p=580

GLÜCKWUNSCH UND DANKE FÜR DEN VITARGO EINSATZ!

Paul Schmid – Deutsche Meisterschaft im Straßenlauf über 10 KM

Der Weg Richtung 30 Minuten auf 10km ist hart. Die Chance, eine gute Zeit zu Laufen ist für einen deutschen 10km-Läufer bei den nationalen Meisterschaften eigentlich am höchsten. Viele Läufer auf ähnlichen Niveau sorgen für ein hohes Tempo in der Gruppe und man muss am Anfang „einfach“ nur mitschwimmen. Manchmal wird der Segen aber auch zum Fluch. Wenn die Strassen eng und die Kurven scharf sind, wird aus dem Mitschwimmen ein Kampf um die Ideallinie. So dieses Jahr auch in Oelde: Bei 28°C und fast 100% Luftfeuchte waren eher subtropische als goldene Spätsommerbedingungen. Schon nur vom Einlaufen waren wir komplett durchgeschwitzt und man hatte Mühe, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Bis die motivierte Masse von über 350 ambitionierten Athleten, von denen jeder in seine Altersklasse lokal den einen oder anderen Lauf gewinnen kann, an die Startlinie gepresst wurde vergingen fast 10 min. Anhand der Zielzeit stand selbst ich diesmal in der 2. Reihe. Marc hatte sein Glück im linken Startbereich gesucht und war aber auch in der Masse zusammengepresst.

Der Startschuss ließ das Läuferfeld wie eine Packung Popcorn aufplatzen. Mit über 20km/h fegten wir entlang der ca. 5-8m breiten Strecke. Ich selbst hatte mich ca. an Position 30 eingeordnet. Marc sah ich ca. 10 Plätze vor mir. Vom Start weg mussten 4 Runden à 2,5 km absolviert werden. Zunächst ging es leicht bergauf, und dann wellig weiter über 2 Schleifen zum Zielbereich. Insgesamt sollen sich die Höhenmeter auf 40 aufsummiert haben. Bei Kilometer 2 hörte ich nur 5:53 rufen und mir war klar, dass es wieder einmal sehr schnell voranging. Ab der 2. Runde war die Hitze dann deutlich zu spüren und das Verlangen nach Flüssigkeit und Kühle ließ die meisten Läufer die Wasserbecher nur so greifen.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Gerangel um die Ideallinie etwas gelegt und die Läufer waren als inkonstante Perlenkette aufgereiht. Bei Kilometer 4 war ich dann sogar auf Marc aufgelaufen. Aber schon bei Kilometer 5, welchen wir in ca. 15:00 passierten, wurde die Beine richtig schwer. Aber da es die so motivierende Meisterschaft war, war der Geschwindigkeitsverlust nicht so hoch, die Anstrengung dafür umso größer. Eingangs der letzten Runde war der Tiefpunkt des Rennens erreicht, den es möglichst schnell zu überwinden galt. Die Zwischenzeit von knapp unter 23 Minuten ließ auf eine einigermaßen akzeptable Zeit hoffen. Das letzte Mal auf die glühende Runde. Der Körper pumpte und hechelte wie schon lange nicht mehr. Nun galt es aber, sich mehr zu quälen als die Läufer vor einem. Bei Kilometer 9 schnappte ich mir noch einen Becher Wasser, welcher direkt im Gesicht landete um der laufenden Dampflok nochmal richtig Schub zu geben. Auf den letzten 500m gab es für mich nochmal einen heiß umkämpften Endspurt, bei dem ich ich den engen Gassen Oeldes fast noch eine Streckenmarkierung umgerissen hätte. Auf diesen 500m konnte ich mich noch von Platz 26 auf 23 in einer Endzeit von 30:59 min verbessern.

Im Ziel angekommen, bemerkte man die Schwüle erst richtig. Das Wort „Nachschwitzen“ fand hier absolut seine Berechtigung. Bei diesem Wasserverlust musste ich mich richtig anstrengen, nicht einen Kollaps zu erleiden. Kühlung und dosierte Teezufuhr bewarten mich vor Schlimmeren. Einige Läufer benötigten im Ziel medizinische Betreuung und Infusionen. Das beweist die eingangs beschriebene besondere Leistungsförderung durch erhöhte Leidensbreitschaft bei einer Deutschen Meisterschaft. Zusammenfassend war dieser Lauf für mich ein zufriedenstellendes Ergebnis. Leider hat es nicht zu einer Bestzeit gereicht. Unter den beschriebenen Bedingungen zeigt sie mir aber meine gute Form….und dass ich noch „beißen“ kann. Die gesamte Veranstaltung war insgesamt ein ersehntes Treffen und Messen von und mit alten Bekannten der nationalen Laufszene und hat mich motiviert, weiter hart zu trainieren.

Zunächst steht nun ein 2-3 wöchiger Belastungsblock an. Diesmal kann ich auf ein gutes Tempolaufniveau bauen und dieses weiter ausbauen. Die Gesamtkilometer werden mit ein paar Long-Jogs etwas hochgeschraubt. Das gesamte Training wird bei ähnlichem Umfang, mehr an Qualität gewinnen. 10 Tage vor dem 9. Oktober wird die Belastung wieder heruntergeschraubt. Da steht der letzte Angriff auf die 10km Bestzeit in 2011 an. Die Asics-Grand 10 in Berlin soll wie auch für Marc die schnellste 10km-Zeit des Jahres erbringen. Die danach folgende Saisonplanung wir in den nächsten 2 Wochen entschieden.

Viele Grüße
Paul

Weitere Zeitenvon Vitargo Sportlern:

Marc Schulze mit 30:38 Platz 17
Paul Schmid mit 30:59 Platz 23
Jen Ziganke mit 32:19 Platz 58

Bild und Textquelle: http://www.runningpower.de/new/

Marc Schulze erfolgreich beim 25. Jever-Fun-Lauf in Schortens

25. Jever-Fun-Lauf

Marc Schulze beim 25. Jever Fun Lauf

Wie schon im vergangenen Jahr ging es auch diesmal wieder in den hohen Norden nach Schortens zum 10 Meilen Lauf. Ein Lauf mit internationaler Beteiligung und vielen Zuschauern, der alle Athleten zu Bestleistungen treibt.

Das Ziel war klar: bester Europäer werden und die Zeit aus dem letzten Jahr nochmal verbessern. Das würde heißen, schneller als 3:08min/km (19.2 km/h). Am Start natürlich auch wieder ein Trio aus Kenia, welches versuchen würde den Streckenrekord aus dem Vorjahr zu verbessern. Es war klar, dass sie den Sieg unter sich ausmachen würden. So ließen wir sie gleich vom Start an weglaufen und machten unser eigenes Rennen. Ich fühlte mich gut und die ersten 5Km liefen locker in 15:29min. In einer großen Verfolgergruppe wechselten wir ständig die Führung und hielten das Tempo hoch. Nach 10km zählte die große Verfolgergruppe nur noch 3 Läufer. Ich war dabei … und das Tempo immer noch ordentlich. 30:58min als 10km Durchgangszeit. Eine Tempoverschärfung zu Beginn der vierten und letzten Runde brachte mir nicht den gewünschten Erfolg und die Gruppe blieb weiter beisammen.  Kurz vor Ende, 2km vor dem Ziel, fehlte mir heute noch die Kraft einen weiteren Tempoverschärfung zu folgen. Ein kleines Loch zu meinen Mitläufern riss auf. Eine kleine kurze Schwäche. Danach sammelte ich mich wieder, aber den kleinen Rückstand konnte ich nicht mehr aufholen.

Am Ende steht ein erfolgreicher 6. Platz in einem internationalen Feld. Mit einer Endzeit von 49:59min steigerte ich mich um 24s im Vergleich zum letzten Jahr. In Hinblick auf die DM in 3 Wochen, war das nochmal ein guter Test und ich fühle mich gut vorbereitet.

Bild und Textquelle: Website Marc Schulze – http://marc-schulze.de.vu/

News von Marc Schulze Team Running Power

30. Berliner Halbmarathon

Wieder Berlin, wieder Halbmarathon. So wie letztes Jahr doch diesmal wollte ich schneller. Gemeinsam mit Jens Borrman ging ich geladen von Mark Milde an den Start. Ziel war es nahe an 68min zu laufen. Das Training und die letzten Wettkämpfe machten mich auch sehr zuversichtlich. Am Start auch wieder etliche Afrikaner, die für mich diesmal noch nicht schlagbar waren. Der Start verlief ohne Probleme und glücklicherweise fand ich auch eine kleine Gruppe, mit der ich mein Wettkampftempo gestalten konnte. Die ersten Kilometer waren schnell einige zu schnell, sodass ich ab und zu abreißen lassen musste, aber später immer wieder das Loch zulief. 10km Zwischenzeit 31:48min. WOW. Die Bestzeit locker im Plan. Die Kilometer schwankten immer wieder zwischen 3:05 bis 3:20. Grund dafür waren aber keine Leistungsschwankungen meinerseits, sondern eher kleine Hügel und stark auffrischender Gegenwind. 15km Durchgang bei 47:48min … jetzt nochmal alles geben und dann feiern lassen. Die Gruppe war längst gesprengt. Jetzt irgendwie schnell ins Ziel und nichts mehr verschenken. Dann im Ziel 67:26min. Unglaublich 2min schneller als im letzten Jahr (69:31). Die Saison kann beginnen. Top motiviert, top Form, top Training. Danke jkrunning. Jetzt gehst zur DM 10.000m.

20. Citylauf Dresden

Das Wetter wird besser und das heißt die Straßenlaufsaison ist eröffnet. 2010 startet bei mir mit dem Citylauf in Dresden. Wie auch schon letztes Jahr 10km mit guter Konkurrenz. Dieses Jahr mit am Start WM Teilnehmer Tobias Sauter und der erfahrene Bahnläufer Dennis Pyka.
Die ersten Kilometer gingen richtig locker, was nach meinem guten Training die letzten Wochen auch zu erwarten war. Leider habe ich mir durch die heftigen Temperaturwechsel der letzten Tage einen Schnupfen eingefangen, der das Atmen ein wenig einschränkte. Aber ich war dennoch gut motiviert heute als Lokalmatador vielleicht sogar zu gewinnen. Tobias, Dennis und ich setzten uns als Trio nach wenigen Kilometern vom Rest des Feldes ab und liefen lange Zeit unser eigenes Rennen. Dennis sorgte mit kurzen Tempoverschärfungen immer wieder für ein hohes Tempo. Allerdings ließ sich keiner von uns davon beeindrucken und so liefen wir gemeinsam bis Kilometer 9 zusammen. Dann begannen heftige Tempoverschärfungen, denen ich heute nicht folgen konnte. Es entstand ein kleines Loch, dass ich leider bis zum Ziel nicht mehr schließen konnte. mit 10s Rückstand auf Tobias erreichte ich mit 31:26min das Ziel als 3. Erfreut über den guten Saisoneinstand, aber auch ein bisschen deprimiert, da ich als Dresdner heute meine Chance auf den Sieg nicht nutzen konnte.

Bild- und Textquelle. http://www.runningpower.de/news.php

Marc Schulze bei der Cross-DM auf Platz 27

Nach einer durchwachsenden Hallensaison mit Potenzial stand dieses Wochenende die dt. Meisterschaft im Crosslauf an. Obwohl meine Stärken jenseits

der Crossstrecke liegen, ist dieser Wettkampf eine guter Einstieg in die Saison. Mit meinem 13. Platz aus dem letzten Jahr war ich natürlich auch dieses Jahr topmotiviert. Doch der Wettkampf stand für mich unter keinem guten Stern, da ich gezwungener Maßen erst am Wettkampftag die Reise ins 660km entfernte Stockach antreten konnte. Mit der Fahrt in den Beinen würde es für mich heute kein Topergebnis geben, dennoch ging ich optimistisch ins Rennen.
Wie beim Cross üblich ging es am Start gleich wieder ordentlich zur Sache, sodass es auch wieder einige Verletze durch Spikes, Ellenbogen und Stürze gab. Um den Kontakt zum Vorderfeld nicht zu verlieren war eine hohes Tempo notwendig, welchem ich nach 2 der 6 Runden Tribut zollen musste. Die letzten 4 Runden lief das Rennen dann komplett an mir vorbei. Am Ende landete ich auf einem doch sehr ernüchternden Platz 27.

Cross DM

Quelle: Marc Schulze – http://marc.runningpower.de/

Paul Schmidt gewinnt Dresden Marathon bei seinem Marathondebüt

Heute konnte ich den Morgenpost Dresden-Marathon in meiner Heimatstadt gewinnen. In 2:32:45h konnte ich zwar die angepeilten 2:30h nicht unterbieten, was bei 3°C und Nieselregen jedoch auch nicht zur erwarten war.

Paul Schmidt Sieger des Dresden Marathon 2009 - MIt Vitargo unterwegs!

Auf den 2. Rang lief der Ex-Dresdner Karsten Kühne. Den 3. Platz konnte Kay Weber vom LAC Erdgas Chemnitz erlaufen. Rennverlauf und Gefühle: Im Pulk der Halbmarathonis liefen wir bis Kilometer 12 ein sehr ruhiges Tempo an und hatten schon über 2min Rückstand zur 2:30h Durchgangszeit. Bis zum Halbmarathon war dann eine Gruppe von ca. 6 Läufern übrig und wir hatten auch einen Ausreißer wieder eingesammelt. Ab dem Halbmarathon machte Jens Borrmann richtig Tempo, dem nur Kay Weber und ich folgen konnten. Sven ließ bei Kilometerzeiten von 3:25min dann auch bald abreißen. Bei Kilometer 25 beschleunigte Jens nochmal auf ein Tempo von ca. 3:18-3:20min/km. Da konnte und wollte ich nicht mitgehen und ließ eine Lücke von bis zu 50m.

Jedoch fühlte ich mich bei 3:30min/km wohl und der Schritt war rund. Die Oberschenkel waren zwar schon richtig fest, funktionierten aber noch gut. Ab Km 28 kam Jens mir wieder näher und meine Endorphine brodelten im Körper. Bei Km 30 hatte ich Jens wieder eingeholt. Nach 2 Kilometern Synchronlaufen ließ Jens dann abreißen. Mit der größer werdenden Lücke zu Jens begann jedoch meine Wade leicht zu zucken. Krämpfe kündigten sich an. Die Lücke zu Jens wurde immer größer und nun begann der Kampf gegen den eigenen Körper. Um den, den Krämpfen ursächlichen Protonenmangel im Muskel entgegen zu wirken, versuchte ich es nach einer kurzen Dehn-Standpause mit simplen Luftanhalten.

Es kostete zwar Ãœberwindung 10-15 Schritte nicht zu atmen, aber es funktionierte. Die Angst vorm Krampfbedingten Ausstieg zwang mich zu ständigen Atempausen. Die letzten 5 Kilometer, weit in Führung liegend, waren ein totales Gefühlchaos. Beängstigend eigenständig zuckende Muskeln, wahnsinnige Oberschenkelschmerzen bei jedem Auftritt auf der einen Seite und ein mit Tränen kombiniertes Grinsen im Gesicht, das mit jedem Namensruf breiter und auch fast krampfartig wurde. Den letzten Kilometer überwog dann das zweitgenannte und im Endspurt mußte ich meine Freude über den Sieg einfach nur herausschreien. Im Ziel dann Blitzlichtgewitter, Interviews sowie Handschläge,Umarmungen und Küsschen.

Paul Schmidt Sieger des Dresden Marathon 2009 - MIt Vitargo unterwegs!

Es war vollbracht. Jeder, der schon einmal Marathon gelaufen ist, wird dieses Gefühl kennen. Es ist einfach nur intensiv. Kleidung und Ernährung: Eine gute Kombination für 3°C und Regen zu finden war nicht einfach. Ich entschied mich für eine kurze Tight, Funktionshirt unter dem Vereinssinglet, sowie meine Sport-Kompressionstrümpfe vom Sponsor Bauerfeind und Ärmlinge. Alle anliegenden Kleidungsteile sowie freie Hautstellen wurden vor dem Lauf zum Nässeschutz dick mit Melkfett eingeschmiert. Dazu kamen Mütze und Handschuhe. Die Besohlung waren Nike Lunaracer mit Fritzschis Ferseneinlagen (Hier vielen Dank für das Testpaar). Ernährungstechnisch kann ich mich hier besonders bei meinem Sponsor Vitargo bedanken. Neben des Carboloadings an den Vortagen gab es im Wettkampf alle fünf Kilometer genügend Schlucke von Vitargo Elektrolyte. Dadurch habe ich zu keinem Zeitpunkt einen Zuckermangel verspürt. Die Wadenkrämpfe wären sonst vielleicht noch schlimmer gewesen. Als Ursache dafür sehe ich hauptsächlich die feuchte Kälte, die mich fast gestoppt hätte. Am Ende noch vielen Dank an alle, die mich auf der Strecke angefeuert und unterstützt haben.

Glückwunsch zu dieser tollen Leistung in Dresden!

>> Lesen Sie auch seinen Artikel: „Immer noch Magenprobleme?  Osmo -was? Die Vorteile einer geringen Osmolarität

Marc Schulze belegt den 2. Platz beim Halbmarathon im Rahmen des Dresden Marathons. Nach einer kleinen Erkältung letzte Woche war er froh beim Halbmarathon überhaupt starten zu können. Das dann ein 2. Platz mit einer Zeit unter 70min herausspringt war natürlich super. Eine tolle Leistung am Ende der Saison in meiner Wahlheimat Dresden. Nun heißt es für ihn nach einer langen glücklichen Saison in die Jahrepause zu gehen.

Paul Schmidt Sieger des Dresden Marathon 2009 - MIt Vitargo unterwegs!

Bildquelle: Paul Schmidt und www.laufszene-sachsen.de
Textquelle (Paul Schmidt): http://www.runningpower.de/news.php

Wer sich den Zieleinlauf von Paul und weitere Eindrücke vom Dresden Marathon ansehen möchte, sollte sich das Laufszene Sachsen Video ansehen:
http://laufszene-sachsen.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1525&Itemid=84

Vielen Dank auch nochmal an Silvio Maluschke von RunAndTri für seinen sehr kurzfristigen Vitargoeinsatz auf der Dresden Marathon Messe und Glückwunsch zum 16. Platz seines Sportlers Sebastian Guhr, der ebenfalls wie Paul Schmidt sein Debüt auf der Marathonstrecke gab.

Stand Foto Dresden Marathon

Pages: 1 2 3 Next