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Erfahrungsbericht Salt- and more, Sommer 2012 von Paul Schmidt

Erfahrungsbericht Salt- and more, Sommer 2012 von Paul Schmidt

Salt and More

Im Sommer 2012 waren viele meiner Tage als berufstätiger Leistungssportler sehr eng geplant. Ein typischer Donnerstag im Juli, welcher jeweils der härteste Trainingstag der Woche war, sah in der Marathonvorbereitung für das Ziel sub 2:20h wie folgt aus:

Morgeneinheit zur Arbeit 6:00 Uhr  10 km 3:45-3:30min/km
7:00-16:30 Uhr Dienst in der Klinik
17:00 -19:00  25-30km Tempodauerlauf sub 3:30min/km

Die Logistik und Durchführung dieser Einheiten, insbesondere der Getränke- und Nahrungsversorgung bei Temperaturen von 25-30°C war neben der allgemeinen Belastung durch das hohe Tempo (trotzdem angepasst an die Marathonzielzeit und meine Vorleistungen) am schwierigsten.

Aus meiner Erfahrung sowie meinen eigenen Recherchen (Maughan et al., 2004; Maughan, 2010; Jeukendrup, 2011; Lott and Galloway, 2011; Shirreffs and Sawka, 2011; Armstrong et al., 2012) war mir bewusst, dass der Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt der entscheidende Faktor bei solchen Hitzeeinheiten sein würde. Die persönlichen Schweißverlustraten von Wasser und Salzen variieren individuell je sehr stark und sind insbesondere wetterabhängig (Maughan, 2010). Ob eine Elektrolytzufuhr definitiv zu einer Leistungssteigerung führt, ist in der Wissenschaft umstritten und wahrscheinlich von vielen weiteren Faktoren abhängig. Negative Effekte des Elektrolytausgleiches bzw. der Zufuhr von bis zu 1-2g Natriumchlorid während oder vor sportlicher Belastung waren mir nicht bekannt, bzw. konnte ich bei einer Suche der einschlägigen (sport-) medizinschen Datenbanken (Pubmed, Sponet, Web of Science, Google Scholar) nicht finden.

Eher fanden sich einige Artikel mit der Gefahr der Flüssigkeits- und Salz- bzw. Natriumverarmung im Blut und deren Folgen bzw. gleichzeitig auftretenden Gefahren, wie Kollaps und Leistungsminderung und Krampfanfall (Noakes, 2002; Asplund et al., 2011; Reynolds et al., 2012). Bis zum Niveau dieser Risikosituation, welche Fälle von Ultramarathons beschreiben, wollte ich mich nicht treiben. Mein Ziel bestand in der Leistungssteigerung und Befindlichkeitsverbesserung bei langen Trainingseinheiten in der Hitze durch eine logistisch einfache Versorgung mit Flüssigkeit, Elektrolyten und Kohlehydraten.

Für Wochenendeinheiten stellte ich mir meistens meine  Kohlehydrat-Elektrolyte-Wasser-Mischung mit Vitargo-Elektrolyte zusammen, welche ich während der Einheit an der Strecke platzieren konnte. (Da mich Vitargo seit über 4 Jahren unterstützt, bzw. ich mir damals nach ähnlicher Suche über die wissenschafliche Empfehlung von Energiezufuhr beim Sport,  Vitargo speziell als Produktsponsor ausgewählte, habe ich mich an dieses Produkt auch aufgrund der positiven Wettkampferfahrungen damit (Triathlon Bundesliga 2008, 1. und 2. Platz Dresden Marathon 2009 und 2011) extrem gewöhnt und für die wichtigen Einheiten fast in ausschließlicher Nutzung).

Bei den Donnerstags- oder jeglichen anderen Einheiten, wo keine Getränkemitnahme oder –Platzierung möglich war, musste ich mir etwas anderes einfallen lassen. Da ich aus geschmacklichen und logistischen Gründen vor dem Laufen am liebsten Leitungswasser trinke und die Kohlenhydrate in fester Form zuführe, war Salt and more für mich eine gute Möglichkeit, die bevorstehenden Elektrolytverluste auszugleichen ohne großartig Messerspitzen Kochsalz zu wiegen oder Salzhaltiges in der Klinik vor dem Training zu suchen. Die definierte Menge in den Kapseln gab mir die Sicherheit, keine Überdosierung einzugehen. Von der Verträglichkeit war es für mich deutlich angenehmer als eine Tasse salzhaltigen Wassers zu trinken. Ich kam mit den Kapseln sehr gut zurecht und nutzte sie folgend oft als Ersatz salzhaltiger Lösungen und Mischungen. Zu den anderen Inhaltsstoffen in Salt and more konnte ich aus ärztlicher Sicht keine negativen oder Überdosierungsinformationen finden, wenn die Einnahme von max 2-4 Kapseln am Tag in Kombination mit 2-3h schweißtreibenden Sport stattfindet.

Das beste Ergebnis dieser 30km nach Arbeit mit Salt and more im Juli 2012 war 1:40:32h bei 27°C, Sonnenschein und Windstille , was einem Schnitt von 3:21/km entsprach. Dabei gab es Getränke während des Laufes erst ab km 23 von einem entgegenkommenden Trainingskollegen. Dabei hatte ich keinerlei Magenproblem oder Krämpfe sondern nur die gleichmäßige zufriedenstellende Erschöpfung nach dem Trainingslauf. Seitdem nutzte ich Salt and more in Sommer bei allen längeren Rad- oder Laufeinheiten, wo ich sonst nur Leitungswasser und kein Vitargo Elektrolyte trank. Damit war ein direkter Vergleich von Puls- und Leistungswerten sowie Erholungseffekten nicht möglich, da man für sich selbst als Leistungssportler ja intuitiv die optimale Variante nutzen möchte.

Es handelt sich dabei hier nicht um eine wissenschaftlich validierte Untersuchung mit kontrollierten Vergleichen, sondern um die einfache Darstellung eines positiven Erfahrungsberichtes über dieses Produkt in Kombination mit einer neutralen privaten Literaturrecherche über die Einnahmeempfehlungen und Risiken der Inhaltsstoffe, insbesondere bei Sport in der Hitze.  Da die Elektrolytverluste und Leistungsminderungen, wie oben genannt sehr stark variieren, sollte man in Vorbereitung auf ein Ausdauerevent mit großen Schweißverlusten, diese Art der einfachen und mengendefinierten Salzsubstitution im Training auf Verträglichkeit und Nutzen testen und definitiv bei dem Ziel einer eventuellen Leistungssteigerung in Betracht ziehen. Im nächsten Sommer (oder Trainingslager bzw. „Urlaub“ in den (Sub-)Tropen) stehen die Kapseln (auch bei Durchfallbehandlung) jedenfalls bereit.

Viele Grüße aus Dresden
Paul Schmidt

Vitargo Sportler Paul Schmidt 2. Platz beim Dresden Marathon

Literatur:
Armstrong, L.E., Casa, D.J., Emmanuel, H., Ganio, M.S., Klau, J.F., Lee, E.C., Maresh, C.M., McDermott, B.P., Stearns, R.L., Vingren, J.L., Wingo, J.E., Williamson, K.H., Yamamoto, L.M., 2012. Nutritional, physiological, and perceptual responses during a summer ultraendurance cycling event. J Strength Cond Res 26, 307–318.
Asplund, C.A., O’Connor, F.G., Noakes, T.D., 2011. Exercise-associated collapse: an evidence-based review and primer for clinicians. Br J Sports Med 45, 1157–1162.
Jeukendrup, A.E., 2011. Nutrition for endurance sports: marathon, triathlon, and road cycling. J Sports Sci 29 Suppl 1, S91–99.
Lott, M.J.E., Galloway, S.D.R., 2011. Fluid balance and sodium losses during indoor tennis match play. Int J Sport Nutr Exerc Metab 21, 492–500.
Maughan, R.J., 2010. Distance running in hot environments: a thermal challenge to the elite runner. Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports 20, 95–102.
Maughan, R.J., Merson, S.J., Broad, N.P., Shirreffs, S.M., 2004. Fluid and electrolyte intake and loss in elite soccer players during training. Int J Sport Nutr Exerc Metab 14, 333–346.
Noakes, T., 2002. Hyponatremia in distance runners: fluid and sodium balance during exercise. Curr Sports Med Rep 1, 197–207.
Reynolds, C.J., Cleaver, B.J., Finlay, S.E., 2012. Exercise associated hyponatraemia leading to tonic-clonic seizure. BMJ Case Rep 2012.
Shirreffs, S.M., Sawka, M.N., 2011. Fluid and electrolyte needs for training, competition, and recovery. J Sports Sci 29 Suppl 1, S39–46.

Team Vitargo erfolgreich beim Luxemburg Marathon unterwegs

Matthias Feik und Joachim Krause waren am 11.06 beim Luxemburg Marathon am Start. Dabei testete Joachim Krause Salt & More auf Herz und Nieren. Hier sein kurzes Feedback, was wir euch nicht vorenthalten wollen:

Beim Luxemburg Marathon habe ich nochmals die „salt&more“ auf Herz und Nieren getestet. Die Einnahme gestaltete sich etwas schwierig, wenn man die Einnahme von Tabletten nicht gewohnt ist. Man muss konzentriert sein, da man sich sonst verschlucken könnte. Wer grundsätzlich Schluckprobleme bei der Einnahme von Tabletten hat, sollte sich den Inhalt der leicht zu öffnenden Kapseln direkt ins Sportgetränk mischen. Bei 500ml Wasser oder Vitargo Carboloader können es schon zwei Kapseln sein. Je heissser das Wetter, umso mehr höher sollte man Salt&more dosieren.

Ich habe bei jeder Getränkestation (alle 2,5km) ab km10 eine Salt&more Kapsel eingeworfen. Die Verträglichkeit ist sehr gut. Trotz schwieriger Strecke konnte ich ohne irgendwelche muskuläre Beschwerden gut durchlaufen.

Vielen Dank an dieser Stelle an Joachim und Matthias für ihren läuferischen Einsatz!

Textquelle: Joachim Krause per Mail