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Vitargosportler Jörg Panter erfolgreich beim Ironman Hawaii 2011 – Rennbericht

It´s done. Der Wettkampf gestern war wohl der härtste, den ich je hinter mich gebracht habe. Beim Schwimmen gings mir richtig besch… Das Meer war tierisch unruhig und man wurde extren durchgeschaukelt. Das Ergebnis war, dass ich mich nach ca. 1000m erst einmal übergeben musste. Dass das Ganze nicht zu einem super Schwimmergebnis führen würde, war mir schon klar, aber als ich dann die unterirdische Zeit beim Schwimmausstieg sah, war ich schon mittelmäßig entsetzt!

Also hab ich versucht auf dem Rad etwas mehr Druck zu machen. Allerdings habe ich mich nach ca. 30 km in einer Gruppe wiedergfunden, in der sehr unfair gefahren wurde. Wer mich kennt weiß, dass ich das hasse. Also hab ich noch etwas mehr Druck gemacht und habe versucht von der Gruppe weg zu kommen. Danach habe ich recht gut meinen Rythmus gefunden, wobei der Wind auf dem Rückweg auch verhältnismäßig gnädig zu uns war. Mit einem Schnitt von über 34 km/h war ich sehr zufrieden, denn es war das Optimum war ich mir gegetraut hatte.

Der Lauf war einfach phänomenal. Ich hatte gleich meinen Rhytmus gefunden und konnte meinen Schnitt halten bis es ins Energy Lab ging. Dort hat es gestern vielen den Steckern gezogen, denn es war brutal heiß. Ich kannte das ja schon vom letzten Mal. Allerdings waren die Verhältnisse in diesem Jahr absolut unmenschlich, so dass ich mir an den beiden Verpflegungsstationen im Lab die Zeit genommen habe, meinen Körper mit Wasser und Eis herunter zu kühlen. Ich glaube, dass mir das „das Leben gerettet hat“, denn danach ging es relativ schnell wieder und ich konnte stabil weiterlaufen -mit einer Marathonzeit von 3:13h! Das hätte ich mir selbst allerdings nicht zugetraut. Vor allem nicht bei dieser Hitze.
Leider gab es auf der Strecke nur die übliche Verpflegung, die relativ wenig Energie liefert. Da lernt man die Electrolyte von Vitargo schon doppelt zu schätzen. Sicher würden die mir auf der Laufstrecke die notwendige Energie leifern. So aber galt es sich mit Cola, Wasser, Zuckergel und -getränken vom großen P über Wasser zu halten.

Jörg Panter Vitargo Sportler erfolgreich beim Ironamn Hawaii 2011 in Kona

Euch allen zuhause einen Riesendank für den Support, Vitargo für den besten Energielieferanten auf dem Markt und an meinen Trainer – Wolfgang Paulus – für die besten Trainingspläne der Welt. Mit alledem konnte ich sogar schneller laufen als mnein großes Vorbild Petr Vabrousek!!! Aloha und Mahalo, Jörg

Bild und Textquelle: http://www.facebook.com/vitargo

Monika Wille erfolgreich beim Ironman auf Hawaii!

Mein 13. Ironman bisher war ich nicht abergläubisch. Das könnte sich jetzt ändern!!!

Monika Wille beim Check-In auf Hawaii

Nach sehr guter Vorbereitung -ca. 15-22 Trainingsstunden in den letzten Wochen und vielversprechendem Leistungstest bin ich am 3.Oktober nach Kona gereist. Diesmal mit Vitargo +
Elektrolyte im Gepäck sowie einigen Packungen Vitargo Gainers Gold für eine schnelle Regeneration.

Die Athleten -Pros und Altersklassen treffen sich ab ca. 7.00 am Pier für das tägliche Schwimmtraining. Den ganzen Tag über radeln und laufen sie an Konas Strassen, als wenn schon Raceday wäre. Am Dienstag mache ich noch einen 10km-Lauf ins Energielab, das ist der Wendepunkt der Ironman-Laufstrecke und zugleich der heisseste, nur sengende Sonne, der Wind ist nicht zu spüren. Der Körper überhitzt, man muss sein Tempo ganz schön drosseln. Die Besichtigung der Radstrecke spare ich mir, da ich jetzt das 4. Mal dabei bin und weiss, was für Strapazen auf mich zukommen, der extreme Wind und die Hitze. Die Lava reflektiert die Sonne Radfahren im Heissluftofen.

Für dieses Mal hatte ich mir eine Zeit unter 13 Stunden vorgenommen. Im vergangenen Jahr in 13:20 Stunden 4. der Altersklasse 55-59 geworden, hoffte ich dadurch auf dem Treppchen vielleicht noch etwas höher zu kommen. In Hawaii werden immer die ersten 5 der Altersklasse geehrt. Allerdings zeigte sich beim Studium der Teilnehmerliste schon, dass es nicht einfach sein würde. In diesem Jahr war alle AK-Prominenz vertreten, so auch die Streckenrekordlerin der AK 55-59 Sandi Wiebe.

Es ist Raceday, 7.00 Uhr. Die Sonne ist gerade aufgegangen. Ein wolkenloser Himmel verspricht einen superheissen Tag. Das Schwimmen zieht sich für mich in die Länge. Bin gefangen in einer
Gruppe und merke, dass wir einen unnötigen Bogen schwimmen. Bei einem Ausbruchsversuch schlucke ich ordentlich Salzwasser.

Nach dem Wechsel auf das Rad habe ich grossen Durst, fühle mich schlecht. In meinen Radflaschen habe ich doppelt konzentriertes Vitargo + Elekrolyte, dass ich mit dem an der Strecke gereichten Wasser verdünne. Aber zunächst trinke ich schnell viel Wasser pur. Zweimal muss ich vom Rad absteigen, da im Ständer in der Wechselzone der Magnet vom Radcomputer verrutscht ist. Danach geht es etwas besser. Leider kann ich überhaupt nichts festes zu mir nehmen. Mit Vitargo schaffe ich die halbe Radstrecke, dann nutze ich das Getränk der Streckenverpflegung. Der Wind und die Hitze setzen mir heftig zu. Die immer wiederkehrende Übelkeit lässt mich an Aufgabe denken.

Monika Wille im Energy Lab - Ironman Hawaii 2009

Irgendwann bin ich zurück aus Hawi in der Wechselzone angekommen. Die netten Helfer kühlen mich mit einem eiskalten Handtuch. Ich ziehe erst einmal die Laufschuhe an. Im Wechselbeutel habe ich auch meinen Laufgurt mit 4 Flaschen konzentriertem Vitargo + Elektrolyte. Das ermutigt mich, doch noch auf die Laufstrecke zu gehen. Durch meine in den Radschuhen wundgescheuerten Füsse kam dann noch ein paar mal der Gedanke an Aufgeben auf, aber dem Magen ging es langsam besser. So lief ich überglücklich ins Ziel, die Gesamtzeit war nur 1 Minute langsamer als im vergangenen Jahr, damit war ich 8. in meiner Altersklasse und unter den gegebenen Umständen mehr als zufrieden!

Rückblickend denke ich, dass ich mir durch das Salzwasserschlucken einiges verdorben habe. Aber wenn ich an letztes Jahr denke, wo die Übelkeit mich beim Laufen zwang zu gehen das hatte ich dieses Mal mit dem Vitargo + Elektrolyte gut im Griff. Das einzige, was ich anders machen würde, wäre die Nutzung des Spezial Need Beutels, den man in Hawi empfangen kann nach der halben Radstrecke mit einer zweiten Ladung Vitargo, die dann in Verbindung mit dem Wasser an den Verpflegungsstellen für die zweite Hälfte der Radstrecke reichen könnte.

Monika Wille glücklich im Ziel - Ironman Hawaii!

Am 13.(!) Oktober sollte es dann weitergehen nach Maui für ein paar Tage Urlaub. Aber ein Buchungsfehler liess uns 5 Stunden am Flughafen ausharren wir cancelten alles, machten noch schöne Urlaubstage auf Hawaii Big Island. Jetzt ist weiterhin Regeneration angesagt, liegengebliebenes zu Hause und am Arbeitsplatz wird erledigt. Aber nicht zu lange, denn im nächsten Jahr im Mai gehts zum Ironman Lanzarote!

Glückwunsch an Monika für diese fantastische Leistung!

Rainer Lilischkis berichtet in seinem Blog aus Hawaii – Teil 7

Sein Rennbericht – racing the sunset! Glückwunsch an Rainer und vielen vielen Dank für die tollen Berichte vom Rennen! You are an Ironman!!!

racing the sunset
Sonntag, 12. Oktober 2008

It was windy.

It was hot.

It was humid.

Yo, dude [as this year’s youngest competitor might have put it]. It’s freakin‘ Kona. It’s the world’s toughest endurance event. It’s supposed to be, like, windy, hot and humid!

You think bragging rights come from coasting downhill on a Barcalounger for seventeen hours?

Chrissie Wellington’s gigawatt smile didn’t come from winning a pinochle game.

You want calm, cool and dry, go race in Brooklyn.

Auf den Punkt gebracht: windig, heiß, feucht und noch eine Minute bis zum Sonnenuntergang.  Ob es sehr war? Sehr windig? Es war so windig, dass es mich auf der Abfahrt von Hawi nach Kawaihae bei sechzig Sachen beinahe geschmissen hätte. (hat nicht viel gefehlt).

Es war so heiss, dass das Thermometer im Energylab 108F anzeigte. (42°C!)

Es war so feucht, dass ich beim Laufen nicht mehr abtrocknen konnte.

OK, aber mal von Anfang an.

An so einem Ironmantag kann man sich wirklich nicht viel anderes vornehmen. Vier Uhr, der Wecker klingelt. Völlig unnötig, denn seit mindestens zwei Stunden drehe ich mich wie eine Spanplatteschraube in meinem Kingsize Bett. An Schlafen ist nicht zu denken. Ein schmales Frühstück und um fünf finde ich mich beim bodymarking wieder. Immerhin halten die gestempelten Ziffern noch heute, so dass ich große Hoffnung habe durch den Sonnenbrand drumherum auch zu Weihnachten als Nummer 881 durchzugehen.

T1

Auf dem Pier die 10.000.000 Dollar Show. Die Helfer sind mit Standpumpe und Taschenlampe zum Ablesen der Druckanzeigen ausgestattet. Vorne verhandelt einer der Profis mit den Schiedsrichtern, ob seine Kohlefaser Cockpitverkleidung regelkonform ist. Sieht aus wie die Rennverkleidung an einem Motorrad. Passt nicht durch den offiziellen Bilderrahmen und muss daher teilweise wieder abgebaut werden.

Ich verstaue meine Verpflegung am Rad, richte meine Nummer und den Helm und werfe wie alle anderen so gegen zwanzig vor sieben meinen Beutel mit meinen Schuhe und den Ausgehhosen für nach dem Rennen elegant über einen Zaun auf den großen Haufen.

dig me beach

Beim Betreten der kleinen Treppe runter zum Strand, heule ich meine Brille voll. Nationalhymne und der Segen des Hawaiianischen Priesters verfehlen ihre Wirkung nicht. Ich halte mich links. Das soll günstig sein, weil ich dann beim Atmen nach rechts immer die Bojen sehen kann. Ich halte mich auch ziemlich weit hinter der Startlinie auf. Schlägereien im Wasser sind nicht so mein Ding.

Dann knallt es plötzlich laut und schon sind wir unterwegs. Das erste Stück kommt mir von den Tagen der Vorbereitung schon ziemlich bekannt vor. Auf dem zweiten Teil des Hinweges zum Wendepunkt wird die Sache mit der Strömung schon ein bischen spannender. Zweimal kommt der nette Mann auf dem Surfboard zu mir und erklärt ich dürfe ruhig näher ran an die Bojen. Recht hat er ja. Zwar sind die Markierungen schön rechts von mir, aber so weit weg, dass ich sie doch nicht so richtig sehe.

Naja irgendwie hab ich die Kurve um den Katamaran dann doch gekriegt und mache mich auf den Heimweg. Das dauert noch ein Weilchen aber dann finde ich sogar eine Gruppe, mit denen ich mitschwimmen kann. Knapp eine Schwimmbadlänge vor dem Ausstieg flitzt noch eine Schildkröte unter mir durch. Dann geht es auch schon die Stufen wieder hoch und in die Wechselzone.

Da ruft schon von weitem einer welcome to the worlds longest transition area. Die in Hamburg ist zwar immer noch ungeschlagen lang, aber hier auf dem Pier in Kona ist man auch schon eine ganze Weile unterwegs.

Zwischendurch den Schwimmanzug runter, während mir ein Helfer auch schon die Arme und den Nacken mit Sonnencreme einreibt.

Und raus aufs Rad und los! Palani Road hoch und links Richtung altem Flughafen. Ich ziehe meine Schuhe an und versuche schon mal ein bisschen was zu essen. Hatte die beiden Hügel hier in der Stadt gar nicht auf der Rechnung. Dafür rollt es dann schon bald flott in Richtung Flughafen.

Dr. H, noch im Rennen

Das Radrennen entwickelt sich erst einmal so wie das in Zürich. ich überhole für die ersten Zwanzig Kilometer fast ohne Unterbrechung. Verpflegungsstelle: Wasser über die Beine und Füsse. Flasche abwerfen. Neue Flasche. Noch eine Flasche Gatorade, schnell ein paar Schluck, das Gatorade wieder abwerfen, noch mal Wasser über den Kopf und weiter. Nach einer Weile hab ich den Bogen da ganz gut raus und denke schon, so könnte es weiter gehen. Aber dann kommt die Kreuzung in Waikoloa und der kleinen Hügel dahinter und innerhalb von hundert Metern Strecke haben wir statt keinen Wind einen Mörderwind schräg von rechts vorn.

Alles kriecht den Hügel rauf. Der ist zum Glück nicht sehr lang. Also weiter Richtung Kawaihae. Da über die Kreuzung und auf dem ersten Anstieg hat uns der Wind wieder. Und er wird uns nicht mehr loslassen. Bergauf nach Hawi geht es noch. Ab und an zerrt es ordentlich an den Aerobars aber ist fahrtechnisch noch alles im Grünen Bereich.

Die uns entgegenkommen, also die Profis, sehen da schon ein bisschen unglücklicher aus.

In Hawi gewendet wird mir auch schnell klar, dass das schwierige Stück der Strecke jetzt erst kommen wird. Die Abfahrt nach Kawaihae zurück ist schnell und extrem böig. Meistens kann ich an den vor mir und mit mir fahrenden den Wind noch ein bischen vorausahnen aber plötzlich hätte es mich wirklich um ein Haar geschmissen. Bei maximal möglichem Tempo. (Das muss so um die 60 km/h gewesen sein.) Nicht viel weiter hat es einen gekostet. Er liegt auf der Straße, der Notarzt über ihm.

Waikoloa

Und während ich mich noch auf das Flachstück rund um Waikoloa freue, wird mir plötzlich klar, dass ich bei dem ganzen Wind und der Aufregung und dem Kampf auf der Strasse zu bleiben für viel zu lange Zeit nicht ordentlich getrunken und gegessen habe. Mein Puls sinkt, obwohl ich ordentlich arbeiten will und ich habe dass Gefühl ich komme nicht von der Stelle. (Ehrlich gesagt war ich auf sauer dass mich diese Belinda aus Kanada dreimal überholt hat.) Bei mir gehen die Alarmglocken! Ich bin total salzverkrustet. Gel Wasser Vitargo ich versuche alles mögliche in mich herein zu stopfen. Mein Puls steigt wieder ein bisschen. Doch der Weg zurück in die Stadt ist wirklich hart. Der Wind blässt konstant von vorn und selbst auf flachen Gefällestücken muss ich vorn auf dem kleinen Blatt fahren um rund treten zu können.

Irgendwie kommen wir in einer losen Gruppe dann plötzlich die Palani Road herunter und springen auch schon von den Rädern.

Die Gretchenfrage beantworte ich mit keine Socken auch wenn die langen Dinger in meinem Wechselbeutel lauern und nach einer weiteren Runde über das Pier bin ich auch schon auf dem Alii Drive unterwegs. Das ist so ein bisschen wie sightseeing. Hier bei Hannes vor dem Headquater werden also die Bilder gemacht. Und ein Stückchen weiter White Sands, der berühmte Strand. In den Verpflegungsstellen gibt es jetzt Einswürfel. Ich habe meine Kappe auf. Da kommen die Einwürfel drunter und dürfen langsam Schmelzen. Ansonsten nippe ich alle 500 Meter an einem Gel und versuche herauszubekommen wie schnell ich eigentlich laufe. Gar nicht einfach, weil ich auf Kilometer geeicht bin hier aber nur Meilen angezeigt sind. Dann Palani hoch. Mitten auf diesem fiesen steilen Berg kommt mir Chrissi Wellington entgegen geflogen. Ich versuche noch schnell ein bisschen Fernsehzeit zu bekommen, kann aber kaum noch ein Lächeln zustande bringen.

Bei Hannes am Anfeuerungsstand spielen sie AC/DC Higway to Hell. Wie passend!


megasmile Chrissie

Ich habe noch Nicole Leders Worte von unserem race briefing in den Ohren. Auf dem Highway fängt das Rennen erst an. Vor gut zwei Stunden, als ich hier mit Rad entlang kam, war ich wahrscheinlich Zeuge der Entscheidung um die Krone. Norman bleibt stehen und fasst sich an den Oberschenkel. Craig Alexander stürmt davon.

Hier bei uns stürmt keiner mehr davon. Die Bewegungen zwischen uns Läufern sind eher wie in zähem Honig eingefangen. Es dauert zwei Verpflegungsstationen lang bis ich den Typen mit dem No Limits Aufdruck auf dem Triathlonanzug endlich überholt habe. Die 52 jährige Frau, die daraufhin an mir vorbeizieht ist bei bestem Willen für mich nicht mehr zu halten. Überhaupt, wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, uns unser Alter auf die Waden schreiben zu lassen. Als wenn es nicht schmerzhaft genug wäre sich überholen zu lassen. Vorhin beim Radfahren hab ich einen Stunde lang mit einem 62jährigen gefightet bis ich entnervt aufgeben musste.

Im Energylab lesen sie meine Nummer ab und warten auf dem Rückweg schon mit meinem persöhnlichen Verpflegungsbeutel. Ich werfe schnell zwei Magnesiumtabletten ein und halte mich an meinem Trinkfläschchen fest als wenn Miracoulix da seinen Zaubertrank drinn gehabt hätte. Sekunden später kotzt einer sein Gatorade vor mich auf die Straße.

racing the sunset

Oben am Highway wieder angekommen leuchten mir von dem riesigen Truck, den Ford dort aufgestellt hat die Worte 881 Rainer Lilischkis, keep it up! entgegen. Mein Kopf geht nach rechts. Die Sonne tritt unter den Wolken vor und steht nur noch eine Hand breit über dem Meer. Plötzlich fällt mir auf, dass es da doch noch die Geschichte mit dem Sonnenuntergang gibt. Auf der anderen Starßenseite fährt ein Schiedsrichter auf dem Fahrrad und sieht uns  beim Laufen zu. Ich rufe: Hey marshall what is sunset time today. I believe it´s at six. You may make it, it is 5:17.ist seine Antwort. Racing the sunset. Das Buch von Scott Tinley, das seit letzten Weihnachten bei mir am Nachttisch liet. Plötzlich macht der Titel Sinn.

Palani Road

Irgendwie schaffe ich es bis zur Palani Road zurück. Zwischen Gels und Gatorade ruft einer You can make it if you keep moving like this. Dann das ewig lange Stück entlang Kuakini und endlich rechts um Alii Drive.

Zuschauer applaudieren. Ich erkenne die kleine Mauer wieder, die den Ozean begrenzt und dann fängt auch schon der Teppich vor dem Ziel an. Noch hundert Meter. Die Uhr zeigt 10:58: irgendetwas. Ich bleibe stehe und strecke die Arme zum Sprecherturm, dann sagt er es: Rainer you are an Ironman.

finish!

PS. Awards Ceremony
Nur ein paar Worte, die Highlights Georg Anstett aus Leimen hat seine Altersklasse gewonnen. Die Awardsparty ist einem tropischen Regen zum Opfer gefallen. Wir sind nass bis auf die Haut geflüchtet.

Awards Party

Glückwunsch an Rainer und vielen vielen Dank für die tollen Berichte vom Rennen! You are an Ironman!!!

Quelle und Bilder: http://www.100-kilometer.de/

Rainer Lilischkis berichtet in seinem Blog aus Hawaii – Teil 6

Das Rennergebnis – Kona der Traum jedes Triathleten – Lesen Sie hier die Eindrücke von Rainer Lilischkis, der in Deutschland für den WSF Zweibrücken am Start ist.

Hawaii 2008

Bei 42 Grad ins Ziel – Glückwunsch Rainer!t
Sonntag, 12. Oktober 2008

Wer gestern das super spannende Rennen in dem Live-Stream das Rennen bei IRONMANLIVE und der Tritahlon-Szene verfolgen konnte, muss zwangsläufig zum Triathlonfan konvertieren. Chris McCormack  mit technischem Defekt auf der Radstrecke raus, Norman Stadler, Faris al Sultan und Timo Bracht lange unter den TOP10. Ein beeindruckend schneller Craig Alexander bei 42 Grad als Gewinner und eine Chrissie Wellington, die trotz der Radpanne eine absolute Ausnahme in der Damenkonkurrenz ist, waren sensationell. Die deutsche Sandra Wallenhorst erreichte mit einer beeindruckenden Leistung das Podium in Hawaii.

Rainer beim Underwear run

Rainer Lilischkis vom WSF Zweibrücken war ebenfalls wie viele Triathleten ein wahrer Held. Bei ziemlich harten Bedingungen finishete er erfolgreich in 10:59:09. Sein Ergebnis im Detail:

SWIM BIKE RUN OVERALL RANK DIV.POS.
1:32:19 5:42:39 3:38:12 10:59:09 777 of 1736 126 of 230

Glückwunsch Rainer!

Mehr Bilder aus Hawaii finden Sie im Blog von Rainer:
http://web.me.com/rainer.lilischkis/Brag_for_Life_-_Kona%C2%B408/Galerie_1.html
http://web.me.com/rainer.lilischkis/Brag_for_Life_-_Kona%C2%B408/Galerie_2.html

Zur Veranstalter-Website
http://ironman.com/

Ergebnisse
Ironman World Championchip
11. Oktober 2008, Kailua-Kona, Hawaii (USA)
3,86 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen

1. Craig Alexander (AUS) (00:51:43 04:37:19 02:45:00) 08:17:45
2. Eneko Llanos Burguera (ESP) (00:51:39 04:33:26 02:51:48) 08:20:50
3. Rutger Beke (BEL) (00:54:44 04:34:44 02:47:49) 08:21:23
4. Ronnie Schildknecht (SUI) (00:54:56 04:34:25 02:48:19) 08:21:46
5. Timo Bracht (GER) (00:52:25 04:35:25 02:51:09) 08:23:04
6. Cameron Brown (NZL) (00:51:50 04:36:46 02:53:39) 08:26:17
7. Patrick Vernay (FRA) (00:51:58 04:42:49 02:51:40) 08:30:23
8. Andy Potts (USA) (00:48:38 04:46:00 02:54:31) 08:33:50
9. Mathias Hecht (SUI) (00:51:42 04:36:55 03:01:12) 08:34:02
10. Michael Lovato (USA) (00:52:58 04:45:20 02:52:11) 08:34:47

12. Faris Al-Sultan (GER) (00:51:43 04:33:24 03:10:01) 08:39:32
13. Normann Stadler (GER) (00:54:15 04:29:56 03:15:32) 08:44:04
15. Maik Twelsiek (GER) (00:54:40 04:35:00 03:13:48) 08:48:37
18. Maximilian Longree (GER) (01:00:39 04:55:48 02:48:13) 08:49:01
20. Christian Brader (GER) (00:59:14 04:44:06 03:02:13) 08:50:08
22. Marino Vanhoenacker (BEL) (00:54:41 04:46:19 03:08:22) 08:53:14
28. Steffen Liebetrau (GER) (00:54:39 04:44:55 03:14:40) 08:59:05
31. Markus Strini (AUT) (01:03:28 04:53:32 03:02:15) 09:04:31
33. Benjamin Rossmann (GER) (01:08:47 05:01:09 02:50:48) 09:05:15
35. Frank Vytrisal (GER) (00:56:18 04:50:08 03:12:51) 09:05:47

Quelle und mehr Infos: http://www.tri-mag.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1870&Itemid=297

Ergebnisse
30. Ironman World Championship
11. Oktober 2008, Kailua-Kona (Hawaii)
3,8 km Schwimmen – 180 km Radfahren – 42,195 km Laufen

1. Chrissie Wellington (GBR) (56:20 5:08:16 2:57:44) 9:06:23
2. Yvonne van Vlerken (NED) (1:06:49 5:05:34 3:04:27) 9:21:20
3. Sandra Wallenhorst (GER) (1:03:21 5:14:57 2:58:36) 9:22:52
4. Erika Csomor (HUN) (59:09 5:18:12 3:03:05) 9:24:49
5. Linsey Corbin (USA) (1:00:35 5:14:33 3:09:16) 9:28:51
6. Virginia Berasategui (ESP) (58:50 5:22:17 3:03:48) 9:29:15
7. Bella Comerford (GBR) (59:02 5:21:46 3:08:31) 9:34:08
8. Gina Ferguson (NZL) (54:45 5:26:29 3:11:19) 9:34:08
9. Gina Kehr (USA) (54:45 5:21:46 3:14:36) 9:37:06
10. Dede Griesbauer (USA) (54:52 5:20:52 3:19:17) 9:39:53

11. Charlotte Paul (AUS) (1:03:14 5:26:31 3:06:13) 9:41:15
12. Caitlin Snow (USA) (59:01 5:36:57 3:01:59) 9:43:27
13. Sibylle Matter (SUI) (56:15 5:20:13 3:23:15) 9:44:54
14. Joanna Lawn (NZL) (59:00 5:16:44 3:25:10) 9:45:33
15. Martina Dogana (ITA) (1:03:31 5:27:26 3:14:32) 9:50:47
19. Belinda Granger (AUS) (56:09 5:15:24 3:39:47) 9:56:01
20. Rebekah Keat (AUS) (56:19 5:26:39 3:28:27) 9:56:01
28. Meike Krebs (GER) (59:07 5:35:19 3:31:16) 10:11:53

Quelle und mehr Infos: http://www.tri-mag.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1871&Itemid=297

Rainer Lilischkis berichtet in seinem Blog aus Hawaii – Teil 5

Kona der Traum jedes Triathleten – Lesen Sie hier die Eindrücke von Rainer Lilischkis, der in Deutschland für den WSF Zweibrücken am Start ist.

Rainer Lilischkes mit Vitargo nach Hawaii zum Ironman 2008 - ein tag vor dem race day

Aufregung macht sich breit
Freitag, 10. Oktober 2008

Kona gleicht in diesen Tagen einem großen Jahrmarkt mit vielen Attraktionen. Morgens treffen am Pier durchtrainierte Athleten mit makellosen Körpern auf Kreuzfahrtschiff-Zombies und 200-Kilo Damen im Blümchenkleid auf Shopping Tour. Das Shopping-Virus erfasst natürlich auch die Athleten. Im Angebot: Techno-Spielereien, Fahrräder, Aero-Helme. Breathe-right-Schnorchel, durch die der Athlet, führt er sie in die Nase ein, schneller Luft bekommt. Kompressions-Hemdchen, die wohl im Bauchraum für eine bessere Durchblutung sorgen sollen. Mysteriöse Vitamin-Präparate und Energy-Drinks mit HubbaBubba Geschmack. Triathleten zuhause, ihr verpasst was!

Die Aufregung, einen Tag vor dem Rennen, steigt spürbar. Gestern abend besuchten wir die perfekt inszenierte Pasta-Party. Auf Video-Großleinwand wurden hawaiianische Segenssprüche und die Hula-Show übertragen, eine verspielte Mischung aus Naturreligion und Eurovision-Song Contest, die nur die Amerikaner so selbstverständlich auf die Bühne bringen können. Mike Reily, der für meinen (Susannes) persönlichen Geschmack die Aura eines Fernsehpredigers verbreitet, stimmte die Athleten auf das Rennen ein.

Rainer Lilischkes mit Vitargo nach Hawaii zum Ironman 2008 - ein tag vor dem race day

amerikanisches race briefing

Und nachdem die Kräfte des Feuergottes die Mächte der Finsternis und des Schlafes besiegt hatten, und alle am reichhaltigen und kalorienlastigen Büffet satt geworden waren, ging es zurück in die Quartiere.

Rainer Lilischkes mit Vitargo nach Hawaii zum Ironman 2008 - ein tag vor dem race day

deutsches race briefing

Heute ist nun der große Vorbereitungs-Tag. Rainer arbeitet gerade die Checkliste ab und ich versuche, ihm einen Bericht vom Underwear-Run zu entlocken, doch er ist zu beschäftigt. Deshalb lassen wir wieder die Bilder sprechen.

Aloha!
Susanne

PS: Ich muss doch noch ein paar Zeilen loswerden, bevor ich mich ins Bett stelle und auf den neuen Morgen warte. (Werde sicher kein Augen zu tuen könne.) Danke an alle, die mich bis hierhin auf meinem Weg zur Startlinie begleitet haben. Die Linie hab ich heute schon gesehen. Mein Rad steht ganz in der Nähe und träumt heute Nacht sicher vom Queen K Highway. Euch nehme ich morgen mit auf die Strecke!

Mahalo!
Rainer

Rainer Lilischkes mit Vitargo nach Hawaii zum Ironman 2008 - ein tag vor dem race day

Vielen Dank an Rainer und an Jörg Panter für die Möglichkeit so nah in Hawaii wieder dabei zu sein. Neben Rainer startet ebenfalls Monika Wille mit Vitargo im Tank. Allen unseren Sportlern und Supportern drücken wir die Daumen!

Quelle und Bilder: http://www.100-kilometer.de/

Rainer Lilischkis berichtet in seinem Blog aus Hawaii – Teil 4

Kona der Traum jedes Triathleten – Lesen Sie hier die Eindrücke von Rainer Lilischkis, der in Deutschland für den WSF Zweibrücken am Start ist.

dig me beach?
Mittwoch, 8. Oktober 2008

Sport?
In den letzten beiden Tagen überschlagen wir uns hier, aber richtig.

Zum Schwimmen am Pier geht´s jetzt morgens schon um sieben Uhr los. Auch wenn wir aus dem deutschen Lager hier sicher eine große Gruppe stellen fällt es kaum noch auf wenn der Bus uns ausspuckt. Wie an der Perlenkette aufgereiht zieht ein Schwimmer nach dem anderen seine Bahn entlang der Bojenmarkierung in der Bucht.

dig me beach by Vitago 😉

Nachrichten machen schnell die Runde. Noch bevor ich die kleine Treppe zum  heiligen Sand am dig-me-beach heruntersteige heißt es: Heute Delfine!  Und tatsächlich, draußen an der Boje die die Hälfte der halben Schwimmstrecke markiert höre ich plötzlich ein hohes Zwitschern um mich herum und schon sind sie da unsere hellgrauen Begleiter.

Auch wenn ich mich inzwischen farblich an die netten Schnellschwimmer angepasst habe, denn seitdem gestern die Expo eröffnet hat stecke ich in einem dieser hyperschnittigen Schwimmanzüge, also auch wenn mit ein bisschen Wohlwollen eigentlich optisch fast nicht mehr so viel Unterschied besteht zeigen sich die kleinen Flitzer unter mir nicht besonders interessiert.

Um mich herum aber vergessen die meisten endlich mal die Stoppuhr und den Herzfrequenzmesser und dümpeln auf dem Bauch liegend mit staunenden Augen und weit aufgerissenen Mündern vor sich hin.

Nationenparade

Apropos Expo:

Traditionell beginnt die Ironmanwoche mit der Nationenparade. Vom King Kamehameha Hotel bis zur Town Hall ziehen die Athleten nach Nationen geordnet durch den Ort. Zwischendrinn die Starlets und Sternchen vergangener Tage. Aktuelle Stars haben sich in diesem Jahr nicht blicken lassen.

Seitdem unser Mannheimer Exweltmeister mit seinen Finanzberatern einen eigenen VIP-Bereich vor dem Lava Java aufgemacht hat ist uns irdischen Triathleten klar, daß wir eigentlich nur Staffage für das Rennen sein sollen.

Von wegen!

Bei den meisten Triathleten ernten Stadler und Konsorten für so viel offensichtliche Überheblichkeit nur noch Kopfschütteln.

Nur zusehen, nicht anfassen: Stadlers VIP Cafe

ber zurück zur Expo: Der übliche Handel mit den Devotionalien der Triahthlonwelt hat begonnen. Von der Christbaumkugel mit handgemaltem Ironmandekor bis zum Salztablettenspender ist wirklich alles zu haben, was sich der technoide Ausdauerathlet ans Fahrrad oder um die Hüfte schnüren kann.

Mitten im Gewühl wird die Weltpremiere des wirklich windschnittigsten Fahrrades der Welt gefeiert. Nein, eigentlich wird der Edelrenner wie eine Statue enthüllt. Nach P1, P2, P3 jetzt also, man glaubt es nicht P4! Bitteschön.

Auf dem Weg ins Energy-Lab

Gestern haben wir mal die Laufstrecke angetestet. Vom Highway runter ins Energy-Lab. Die vermeintlich heisseste Ecke der Insel.

Ich hab ja schon ein paar Zeilen zum Thema interner Wettbewerb in der Vorbereitung verloren. Klar war es gestern nicht anders. Der Zehner den wir gelaufen sind, ging mit flotten 36 Minuten an einen der österreichischen Nachwuchsprofis. Geschwitzt hat der aber auch ganz ordentlich. Gut zu sehen!

Und sonst? Es gäbe noch jede Menge zu erzählen, von Bob Babbit im Drachenkostüm auf der Parade, von Mike Reily und von Mark Allen auf der Expo, von der Wettkampfvorbesprechung und vom Radtraining. Vom Pfannkuchen zum Frühstück und von Nina Kraft am Pier. Mir fallen aber die Augen zu. Daher eröffne ich lieber mal die Galerie.

Lasst die Bilder sprechen.
Aloha!
Rainer

Vielen Dank an Rainer und an Jörg Panter für die Möglichkeit so nah in Hawaii wieder dabei zu sein. Neben Rainer startet ebenfalls Monika Wille mit Vitargo im Tank. Allen unseren Sportlern und Supportern drücken wir die Daumen!

Quelle und Bilder: http://www.100-kilometer.de/

Rainer Likischkis berichtet in seinem Blog aus Hawaii – Teil 3

Kona der Traum jedes Triathleten – Lesen Sie hier die Eindrücke von Rainer Lilischkis, der in Deutschland für den WSF ZWeibrücken am Start ist.

Rainer Lilischkes mit Vitargo nach Hawaii zum Ironman 2008 - Wo ist meine Badehose?

Wo ist meine Badehose?
Dienstag, 7. Oktober 2008

Hawaii, von Natur aus nicht arm an landschaftlicher Schönheit, ist dem Amerikaner zu wenig. Hier muss es mindestens das Paradies sein, und weil es Gott an der nötigen Perfektion hat fehlen lassen, als er diese Insel schuf, hilft der Amerikaner gerne nach. Das Hilton in Waikoloa ist dafür ein so gutes Beispiel, dass es in jedem Reiseführer auftaucht. Hannes schreibt dazu in seinem Infoblatt: Ein Hotel der Superlative mit jeder Menge US-Kitsch. Wie wahr.

Hier vereint sich schlechter Geschmack ungeniert mit Größenwahn. In der Eingangshalle versetzen dicke Perserteppiche und dunkle Ölgemälde die Besucher in Luxushotel-Stimmung. Zu den Zimmern gelangt man entweder mit einer kleinen Bimmelbahn oder gleitet mit einer Gondel auf Kanälen, die das ganze Resort durchziehen, sanft ins Hotelbett. Überall stehen Skulpturen, die die gesamte Mythologie der Menschheit abdecken, von babylonischen Stiergöttern bis zum gestiefelten Kater.

Im Zentrum der Anlage befindet sich ein künstlicher See mit Wasserfall und Tretboot. Eine Buddhafigur steht am Ufer und hebt warnend die Hand. Daneben befindet sich eine Marmortafel: No lifeguard on duty. Weiterhin wird der Badende belehrt, dass sich Fische in dem See befinden könnten. Trotzdem trauen sich einige Gäste ins Wasser. Mozart weht über den Teich, in einem der kleinen Holzpavillons wird geheiratet. Vor allem Japaner scheinen sich hier wohlzufühlen. Deutsche hingegen trifft man vor allem an den abgelegensten Orten.

So war ich vor ein paar Tagen am Strand der Hai-Götter, der in eine abgelegene Bucht übergeht. Eine hawaiianische Großfamilie saß dort am Strand beim Barbeque. Auf dem Parkplatz ein zitronengelbes Auto, aus dem offenen Kofferraum ragte eine Shorts, die in haarige Beine überging und in Sandalen und Socken endete. Schätzele, wo isch mei Badehos? dröhnte es dumpf aus den Tiefen des Fahrzeuges.

Rainer Lilischkes mit Vitargo nach Hawaii zum Ironman 2008 - Laufen

Neben der ganzen Pracht der Hotels gibt es auch die andere Seite von Amerika, das Gesicht der Armut. Ich war mit Rainer unterwegs, um Fotos zu machen. Eine Palmenallee an einem kleinen Bootshafen schien uns der geeignete Ort für ein echt amerikanisches Bild. Ein echt amerikanisches Bild war dann auch die junge Frau mit Beinprothese, die mit ihrer Krücke Pfandflaschen aus einem Müllcontainer fischte und in einen riesigen Pick-up verlud. Für eine Flasche bekommt man gerade mal 5 amerikanische Cent.

Susanne

Vielen Dank an Rainer und an Jörg Panter für die Möglichkeit so nah in Hawaii wieder dabei zu sein. Neben Rainer startet ebenfalls Monika Wille mit Vitargo im Tank. Allen unseren Sportlern und Supportern drücken wir die Daumen!

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Rainer Lilischkis berichtet in seinem Blog aus Hawaii – Teil 2

Kona der Traum jedes Triathleten – Lesen Sie hier die Eindrücke von Rainer Lilischkis, der in Deutschland für den WSF ZWeibrücken am Start ist.

Rainer Lilischkes mit Vitargo nach Hawaii zum Ironman 2008 - Die erste Radfahrt

low flying aircraft
Sonntag, 5. Oktober 2008

Übrigens sind wir hier unter anderem auch ab und an zum Sport unterwegs. So ab 6:15 Uhr (!) gibt´s eine flotte Sohle auf den Alii Drive und wer die Augen schon richtig weit auf bekommt, erkennt auf der Uhr eine 4:xx für den Kilometer. Pä, cruisen, was´n das?

Heute musste der Frühsport aber drann glauben. Radstrecke inspizieren war angesagt.
Also um 7:15 vier Trucks voll Fahrräder laden und ab in den Bus nach Hawi.

Rainer Lilischkes mit Vitargo nach Hawaii zum Ironman 2008 - Die erste Radfahrt

Radstrecke: Blick nach vorn

Nicht ganz so schnell, denn meinem Nebenmann bei der Radabgabe schlackert ganz schön der Steuersatz. Ich mache noch einen Witz, von wegen hang loose doch der Arme meint mit trauriger Stimme im gebrochenen französich-englisch: Dis is a german bike, can you speak to it?

Frank und ich (übrigens: Frank is back) werfen einen kurzen Blick auf den Stapel Spacer am Gabelschaft, dann kramt er sein Radwerkzeug raus und gut dreissig Sekunden vor der offiziellen Abfahrt suchen zwei Nachwuchsmechaniker mit ölverschmierten Händen nach einer Waschmöglichkeit. Immerhin, unser Franzose grinst zufrieden und kommt mit auf die Strecke.

Rainer Lilischkes mit Vitargo nach Hawaii zum Ironman 2008 - Die erste Radfahrt

Dr.H. neue Schuhe!

Da hin geht es im Luxusliner-Reisebus. Fehlt nur noch das Bordprogramm. Ne DVD vom Vorjahr hätte sich sicher gut gemacht.

In Hawi wieder die üblichen Verdächtigen. Wahrscheinlich die selben Pappenheimer, die vorgestern am Captain-Cook Monument mit ´ner Rollwende ohne Zögern den Weg zurück durch die Bucht antraten. Wahrscheinlich waren es die selben, die 3 Minuten nach Ankunft in Hawi schon mit den Rädern Richtung Kawaihae bretterten.

Zur Erleichterung aller Anderen (die Vorne haben wir den Rest des Tages nicht mehr gesehen) gab es (fast) keinen Wind auf dem ersten Stück der Strecke. Obwohl Frank meinte, das mit dem Wind wäre nicht so seine Sache.

Runter nach Kawaihae, Waikoloa, das Stück durch das breite Lavafeld und mir zum ersten Mal klar, dass es irgendwie doch schon ganz schön warm ist auf Hawaii. Ein Blick aufs Thermometer, 36°C, kein Schatten. Macht aber nix, die neuen Radschuhe an meinen Füssen haben ja heat reflecting features so ne Art Hitzeschild. Würde mich nicht wundern wenn das ein entfernter Verwandter der NASA eigenen Teflonpfanne ist. Egal wie, es funktioniert.

Rainer Lilischkes mit Vitargo nach Hawaii zum Ironman 2008 - Die erste Radfahrt

Radstrecke: Blick nach unten

Kurzer Halt am Scenic Point und ich werde das Gefühl nicht los, dass meine Konkurrenten selbst hier noch versuchen ein paar Plätze gut zu machen. Drumm lass ich die anderen weiter Richtung Kailua aufbrechen und radle selbst noch mal in die Senke runter und bis zur Kreuzung bei Waikoloa zurück.

Ein Saarländer beim Ironman auf Hawaii - Rainer Lilischkes
Isch hann gedacht mich trefft de Schlaach. Enn Saarlänner uf Hawaii

Beim zweiten Mal am Scenic Point  bin ich dann allein. Himmlische Ruhe! Und weil die Hardcore-Fetischisten vorn jetzt wahrscheinlich gerade um die besten Plätze beim Lava Java kämpfen sind auf dem Highway jetzt nur noch die unterwegs, die ihre Räder nicht als Dekor vor das Cafe am Meer stellen mögen. Aber die Grüßen zumindest wenn sie mir entgegenkommen. Die Normalos sozusagen.

Vielen Dank an Rainer und an Jörg Panter für die Möglichkeit so nah in Hawaii wieder dabei zu sein. Neben Rainer startet ebenfalls Monika Wille mit Vitargo im Tank. Allen unseren Sportlern und Supportern drücken wir die Daumen!

Quelle und Bilder: http://www.100-kilometer.de/

Rainer Lilischkis berichtet in seinem Blog aus Hawaii – Teil 1

Kona der Traum jedes Triathleten – Lesen Sie hier die Eindrücke von Rainer Lilischkis, der in Deutschland für den WSF ZWeibrücken am Start ist.

02.10. Oktober Boarding please

Rainer Lilischkes mit Vitargo nach Hawaii zum Ironman 2008 - Die Anreise

Gute 20 Stunden Flugzeit. Bennie meinte gestern abend auf der Toilette am Flughafen hier in Kona: Da kommen eh nur die Eisenmänner durch. Naja, zum Glück haben alle anderen es auch geschafft. Auch Susanne, die zwischen schmerzverzerrtem Gesicht, wenn ihr gerade mal wieder einer mit dem Messer im Rücken rumstocherte und seligem Schlummern, voller Drogen (die wirken ganz prima! Danke Patric!) hin und her wankte.

Die eigentliche Herausforderung aber bestand darin, die Übergänge zwischen den Fliegern nicht zu versauen. Triathleten sind ja schnelle Wechsel gewohnt. Die alles beherrschende Immigration-Line leider nicht. Schon dort, in der ersten Schlange auf heiligem Boden in Chicago, hätten wir das Rennen fast verloren. Die üppige Beschilderung in den großen Hallen des Airport tat zur allgemeinen Verwirrung das ihre dazu. (Tatsächlich entschuldigte sich eine freundliche Dame alle paar Minuten bei einem verirrten Gast für das unverständliche Schild über den Köpfen. Vollbeschäftigung.)

Rainer Lilischkes mit Vitargo nach Hawaii zum Ironman 2008 - Die Anreise

Kulinarisches im Boardprogramm

Im nächsten Flieger erreicht uns dann schon der hawaiian spirit. Jedenfalls was das Tempo beim Einladen der gut 50 Edelbikes anging. Nach schriftlicher Voranmeldung bei der Airline kamen die Räder dann offensichtlich doch ziemlich überraschend. So wurden wir durch die kleinen Fenster der Maschine Zeugen einer sich für die nächste Stunde hinziehenden Ladezeremonie, bei der erst einmal die schon verstauten Frachtstücke wieder ausgeladen wurden. Dann kamen die Räder, jedenfalls ein Teil davon. Und dann war die Maschine voll. So das zwei Hänger mit Gepäck und das übrige Cargo noch immer auf dem Rollfeld stand als uns unsere Flugassistentin versprach, der Captain hätte es eh voll drauf und würde die Verspätung schon wieder reinholen.

Der kannte tatsächlich eine Abkürzung nach San Franzisko und so mussten wir eigentlich beim zweiten Wechsel gar nicht mal so hetzen. Hätten wir nicht gemusst, wenn uns einer gesagt hätte, dass es vom Aussteigen aus der ersten Maschine bis zum Gate der nächsten nur 200 Meter waren.

Wir Triathleten und der Begleittross hatten aber wegen der Erfahrung in Chicago noch ein bischen Panik in den Augen. Angeheizt von unserer Kabinennanni, die die normalen Fluggäste mehrfach um Nachsicht bat, ergoss sich also eine Lawine übermüdeter Frauen und Männer Richtung Ausgang.

Kaum in der nächsten Maschine angekommen, die uns nun endlich zum Ziel bringen sollte, verflog das Gefühl des hart erkämpften Triumphs aber schnell. Die Räder! Jetzt endlich wurde klar, die Räder sind der entscheidende Faktor. Natürlich, die Räder mussten noch in den Flieger. Also, Frachtstücke ausladen, Räder rein, der Rest bleibt stehen.

Darwinismus der Reiseindustrie.

Der Rest ist schnell erzählt. Noch fünf Stunden unglaublich dumme amerikanische Fernsehserien. (die werden ja so unglaublich viel gescheiter wenn sie für unsere Abendunterhaltung synchronisiert werden! Wusste ich gar nicht!)

Ein bisschen Mensch ärgere Dich nicht spielen. (Die beste aller hatte doch tatsächlich das kleinste Mensch Ärgere Dich Nicht der Welt im Handgepäck.) Und die Auswertung des Selbstversuchs Trombosestümpfe auf Interkontinetalflügen. Wirken! Unglaublich! Wirken derart entwässernt, dass ich gestern in 20 Flugstunden gefühlte 15 Mal auf der Toilette war.
Rainer Lilischkes mit Vitargo nach Hawaii zum Ironman 2008 - Die Anreise

Aloha! wir sind da
Rainer, Susanne, Gisela und Erich
Donnerstag, 2. Oktober 2008

Banana Virus Highway
Freitag, 3. Oktober 2008

Rainer Lilischkes mit Vitargo nach Hawaii zum Ironman 2008 - Banana Highway

Die Strasse scheint endlos.  Auf dem Weg zu einer Hawaiianischen Kultstätte in der Nähe von Hawi fahre ich den Highway 19 mit meinem großen weinroten Pontiac. DER Highway, berühmt berüchtigt, die Triathlon-Strecke. Das Fenster ist heruntergekurbelt, der Fahrtwind lässt mein Haar wirbeln und im Radio spielen sie Rock der 70er. Urlaubsgefühl. Life is a Highway belehrt mich das Lied. Wenn das stimmen sollte, so ist dieses Leben ein ziemlich einsames. Eine Reise durch schwarze Lavafelder, immer geradeaus, auf dem Standstreifen ein paar Fahrradfahrer. Und eine tote Ziege, aufgebläht in der Hitze. Das Thermometer zeigt 35 Grad, die Sonne flirrt auf dem Asphalt. Immer geradeaus, verdorrte Grasbüschel, die Lava mal schwarz, mal ockerbraun, in der Ferne, Golfplätze. Meile um Meile nichts als Lava. Weiße Steine formen die Namen von Generationen von Triathleten. Zach, Mike, Rudi – sogar Jesus hat mitgemacht, sein Name steht an prominenter Stelle kurz vor Kona, wenn der Rückweg quälend zu werden beginnt.

Rainer Lilischkes mit Vitargo nach Hawaii zum Ironman 2008 - Banana Highway

Trotzdem wird die Strecke mit der Zeit arg langweilig. Einschlafen kann der geneigte Autofahrer hier aber nicht, denn es gibt das Hinweisschild. Ungefähr alle 500 Meter steht eins. Müll abladen verboten Strafe: 550 Dollar. Geschwindigkeitsbegrenzung beachten: Strafe 250 Dollar (Bei uns wäre das umgekehrt). Vorsicht wilde Esel. Hier räumt Starbucks den Dreck weg. Hier sorgt Anwalt Erming für Sauberkeit. Vorsicht Trockenheit: kein Feuer entzünden. Überholen verboten. Überholen jetzt möglich. Jetzt wieder verboten. Und mein Favorit: Überholen auf dem Standstreifen verboten wozu, bei einem völlig leeren Highway? Den ersten Preis bekommt aber: Hier beginnt die Bananenvirus-Quarantänezone. Ich bin froh, dass der Liebste nicht das Bananenvirus nach Hause bringt.

Susanne

Vielen Dank an Rainer und an Jörg Panter für die Möglichkeit so nah in Hawaii wieder dabei zu sein. Neben Rainer startet ebenfalls Monika Wille mit Vitargo im Tank. Allen unseren Sportlern und Supportern drücken wir die Daumen!

Quelle und Bilder: http://www.100-kilometer.de/