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Hollenlauf – Sauerland – Auf dem beschwerlichen Weg zum Rennsteig, Teil 4

Nach dem Weiltalweg-Marathon Mitte April sollte nun die Teilnahme am Hollenlauf End- und Höhepunkt der Vorbereitung auf den Rennsteiglauf am 25. Mai sein – so war es zumindest geplant. Doch bei aller trainingsmethodisch sinnvollen Planung zeigt sich immer wieder, dass der menschliche Körper eben keine Maschine ist, die man nach Belieben tunen und programmieren kann.
Die Kunst der Vorbereitung auf einen Ultralauf besteht neben dem „Kilometerfressen“ eben auch darin, ganz genau in seinen Körper hineinzuhorchen und die Signale, die der Körper sendet, aufzunehmen, zu deuten und vor allem zu respektieren. Wenn man das beherzigt, dann muss man auch mal von seinem ursprüng-lichen Plan abrücken – so schwer das auch fallen mag. Das haben wir ja bereits im Zusammenhang mit dem Halbmarathon in Vreden Ende Februar getan, als arktische Witterungsbedingungen eine Teilnahme wenig sinnvoll erscheinen ließen.

Nun rebelliert also Christines Wadenmuskulatur gegen die seit Wochen hohen Umfänge und teilweise ungewohnten Belastungen (Laufen auf unebenem Untergrund), zwar keine eigentliche Verletzung wie eine Zerrung, aber unser Physio des Vertrauens ertastet eine Verhärtung und wertet diese als eindeutigen Hinweis darauf, dass der Muskel geschont werden und nicht – wie beim Hollenlauf im sauerländischen Bödefeld über die Marathondistanz erforderlich – knapp 1300 Höhenmeter auf holprigem Untergrund bewältigen will, wenn die Teilnahme am Rennsteiglauf nicht gefährdet werden soll. Bislang sind wir immer gut damit „gelaufen“, wenn wir auf „den Ulli“ gehört haben, also entscheidet sich Christine gegen einen Start im Sauerland.

Mit Vitargo beim Hollenlauf

Ich bin hin und hergerissen. Auf der einen Seite passt beim Hollenlauf wirklich alles: Strecke, Organisation, Atmosphäre … auch das ist einer der immer selteneren Läufe, die von Läufern organisiert werden. Auf der anderen Seite könnte der Wettkampf, der einen zu einem zu schnellen Tempo verleiten könnte, genau zwei Wochen vor dem Rennsteig zu hart sein, man könnte „sich einen reinlaufen“. Also gehe ich am Samstagmorgen ins heimische Gelände und lege bei optimalen äußeren Bedingungen rund 40 Kilometer in fast genau vier Stunden zurück. Dabei teste ich vor allem noch einmal Wettkampf-bekleidung sowie die Wettkampfverpflegung, die ich beim Rennsteig mit auf die Strecke nehmen möchte.

Wie bei allen längeren Läufen und vor allem auf den Ultra-Strecken bewähren sich bei mir drei VITARGO-Produkte: Ab Kilometer 15 nehme ich ca. alle 45 Minuten eine Salt & More- Tablette zu mir – von muskulären Problemen ist nichts zu spüren. Bei Kilometer 30 verleibe ich mir ein VITARGO-Gel mit Cola-Geschmack ein – keine Magenprobleme, obwohl ich das Gel ohne zusätzliche Flüssigkeit zu mir nehme. Zu guter Letzt trinke ich in regelmäßigen Abständen VITARGO-Elektrolyte, allerdings nicht in dem Mischungsverhältnis, das angegeben wird, sondern ein wenig dünner angemischt, da ich sonst leicht ein Völlegefühl entwickele.

Alles in allem kann also von einer gelungenen Generalprobe gesprochen werden – der Rennsteig kann nun kommen!

Für den Endspurt und den Rennsteiglauf drücken wir die Daumen!

Bild und Textquelle: Holger Deifuß per E-Mail

Vitargo Sportler Holger Deifuß beim Hollenlauf über 67 km – ein Erfahrungsbericht

Ich bin VITARGO-Sportler der ersten Stunde, nehme seit 1983 an Lauf-Wettkämpfen teil und habe in den 28 Jahren danach bei insgesamt 55 Marathonläufen gefinisht, einige Male unter drei Stunden, deutlich häufiger über drei Stunden. Mit den Jahren kommt eine gewisse Monotonie auf. Man weiß: Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, dann habe ich die Marathon-Distanz „drin“, die packe ich. Gesucht wird also eine neue Herausforderung. Was liegt also näher, als es einmal mit einer Ultra-Distanz zu versuchen?

Holger Deifuß vom Vitargo Team

Der erste Start über eine Ultra-Distanz verlief erfolgreich, obwohl ich vor dem Start doch einigen Respekt vor der Distanz hatte – immerhin 25 km mehr als ein Marathon. So weit war ich am Stück bislang noch nicht gelaufen. Beim Hollenlauf (nicht Höllenlauf, nein!) rund um das idyllische Bödefeld mussten nämlich 67 km mit 1533 Höhenmetern bezwungen werden. Obwohl die Höhenmeter das Rennen natürlich schwieriger machen, ist es für mich mental einfacher, weil abwechslungsreicher, wenn die Strecke mit einigen Höhenmetern garniert ist. Die besondere Schwierigkeit dieses Rennens bestand darin, dass die mit rund 850 Metern höchste Erhebung des Sauerlandes, der Kahle Asten, gleich zweimal überquert werden musste – und das auf koordinativ anspruchsvollen Naturwegen, neudeutsch auch Trails genannt.

Trotz der kräftezehrenden An- und Abstiege sowie der schwierig zu laufenden Trails konnte ich ein gleichmäßiges Tempo laufen und auf den abschließenden Kilometern hinunter nach Bödefeld meine Geschwindigkeit sogar noch einmal forcieren, trotz muskulär total überforderter Oberschenkel. Am Ende legte ich die Strecke in genau 6:22,29 Stunden zurück. Insgesamt waren nur fünf Läufer schneller unterwegs. In der M40 schaffte ich als Zweiter sogar den Sprung auf das Siegerpodest meiner Altersklasse. Ihren Anteil an der problemlosen Bewältigung der Distanz hatte sicherlich auch die auf die Strecke mitgenommene VITARGO-Verpflegung. Neben dem vom Veranstalter angebotenen Elektrolyt-Getränk und Cola griff ich auf hoch konzentriertes VITARGO-Elektrolyte zurück. Das ebenfalls als Reiseproviant eingepackte VITARGO-Gel kam gar nicht zum Einsatz. So schaffte ich die Distanz ohne Einbruch und vor allem Magenprobleme. Nach diesem verheißungsvollen Auftakt blicke ich nun voller Zuversicht auf die 100 km im thüringischen Fröttstädt am 2. Juli. Den ersten Stern beim ThüringenUltra möchte ich unbedingt auf meinem Finisher-Shirt haben!

Text- und Bildquelle: Holger Deifuß