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Hitzeschlacht beim Hamburg-Marathon

Christine vom Vitargo Team beim Hamburg Marathon 2011

Meine Mama ist am Ende im Ziel“ – diesen Slogan, in dem die Wörter „am Ende“ nachträglich durchgestrichen worden sind, hat ein bekannter deutscher Sportbe-kleidungshersteller auf Tausende von T-Shirts drucken lassen, die  in Kindergröße beim Hamburg-Marathon verkauft wurden. Die T-Shirts waren der absolute Renner, nur hofften die Marathon laufenden Eltern, dass die textile Wortspielerei sich nicht bewahr-heiten würde. Tat sie aber in ganz vielen Fällen – und das beileibe nicht nur für die laufenden Mamas, nein, auch für die Papas und natürlich auch für die Frauen und Männer ohne Kinder. Die rund 16.000 Teilnehmer des Hamburg-Marathons kamen bei schönstem Freibadwetter mächtig ins Schwitzen. Selbst die Spitzenläuferinnen und –läufer aus Afrika mussten Abstriche machen. Die recht schwachen Siegerzeiten sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen sind ein deutliches Indiz dafür.

Christine vom Vitargo Team beim Hamburg Marathon 2011

Die VITARGO-Sportlerin Christine Jücker-Deifuß hatte die für Ausdauersport im Freien ungünstigen äußeren Bedingungen bereits unheilvoll geahnt, aber dass es so schlimm kommen würde, damit hatte selbst sie nicht gerechnet. So war es nicht weiter verwunderlich, dass die erfahrene Marathonläuferin auf der zweiten Streckenhälfte einen mehr oder minder heftigen Einbruch hatte. Ungeachtet dessen hatte Christine Jücker-Deifuß mit diesem Rennen „noch eine Rechnung offen“, hatte sie doch vor 22 Jahren in Hamburg bei ähnlichen Bedingungen ihren bislang einzigen Lauf über die klassische Distanz von 42,195 km aufgeben müssen. Dass es so schwierig werden würde, diese Rechnung zu begleichen, damit hatte die Marathonfrau allerdings nicht gerechnet. Auf der zweiten Streckenhälfte musste sie einen beträchtlichen Zeitverlust in Kauf nehmen und am Ende sogar noch das Tempo forcieren, um unter vier Stunden zu bleiben. Mit 3:59,03 Stunden unterbot sie diese Marke letztlich dann doch noch sicher. Bei den im Rahmen dieses Stadt-Marathons ausgetragenen deutschen Meisterschaften kam die Altersklassenläuferin auf den 122. Platz insgesamt. In der W40 sah das Ergebnis mit Rang 22 dann wesentlich freundlicher aus. Trotz der Strapazen zeigte sich die VITARGO Sportlerin im Dress des FC Nordkirchen beeindruckt von der abwechslungsreichen Strecke und besonders von dem enthusiastischen Publikum, das die Sportler unermüdlich anfeuerte und eine Aufgabe quasi unmöglich machte.

Glückwunsch zu der tollen Leistung!

Bild und Textquelle: Holger Deifuß