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Florian Reus 24h-Lauf in Taipeh (Taiwan) am 2.-3.12.17 – Rennbericht

Hallo zusammen,

der 24-Stundenlauf an der Soochow University in Taipeh ist Geschichte. Es war wieder eine bereichernde und inspierende Erfahrung. 

Vitargo Sportler Florian Reus

„Boah was für ein Tag, was für ein Rennen! Vor dem Abflug habe ich geschrieben, dass ich mir sicher bin ein „gutes“ Rennen laufen zu können. Ok, meine Definition für „gut“ liegt eigentlich schon im Bereich von 250 Kilometer, wofür es letztendlich ja nicht gelangt hat. Von „sehr gut“ oder gar „Topergebnis“ wollte ich im Vorfeld nicht reden. Ich habe in Taipeh die letzten Jahren oft dermaßen auf die Rübe bekommen, wie bei keinem anderen Lauf. Dementsprechend bin ich mit gedämpft…en Erwartungen, so konservativ angelaufen, wie ich das bei internationalen Rennen schon seit 4,5 Jahren nicht mehr getan habe. Nach 6 Stunden war ich mit 70 gelaufenen Kilometern noch im Plan und dann gingen die Probleme schon los. Auch wenn ich die Veranstaltung hier liebe, muss ich mir ein Stück weit eingestehen, dass ich mit den klimatischen Bedingungen nicht zurechtkomme und jedesmal mit massiven muskulären Problemen zu kämpfen habe.

Du hast hier natürlich schon eine sehr hohe Luftfeuchte und dementsprechend ist die Kleidung eigentlich 24 Stunden lang immer feucht. Keine Ahnung, ob mir das einfach nicht bekommt oder die Beanspruchung bei gleicher Belastung einfach höher ist unter den Bedingungen. Nach meinem Verletzungsjahr 2016 hat es lange gedauert bis ich wieder die Sicherheit zurückbekommen habe, was sich auch ein Stück weit in der mentalen Stärke im Wettkampf abgebildet hat. Belfast war zwar mit 259 Kilometern mein Comeback, aber so richtig zurück habe ich mich auch danach nicht gefühlt, denn das war alles noch nicht wieder so wie vorher und diese „scheißegal was kommt – Mentalität“, die im Ultra wichtig ist, hat dort noch gefehlt. Auch wenn ich mit dem Ergebnis natürlich nicht all zu viel anfangen kann, freut es mich, dass es vom Spirit wieder der alte Florian Reus heute war – was ich auch schon seit einigen Wochen gespürt habe.

Florian Reus Ultramarthon Taipeh 24 Stunden Lauf

So ist es heute gelungen zu jeder Minute die Situation so anzunehmen wie sie eben gerade ist und das beste draus zu machen, auch wenn man ganz weit von der persönlichen Bestleistung weg war. Ich wollte unbedingt finishen, nein ich musste heute finishen. Nicht nur für mich, sondern auch für die Leute hier. So einen Support wie hier von den unzähligen Volunteers und Organisatoren, bekomme ich – abgesehen vom eigenen Team natürlich – nirgends! Alle trugen sie die blauen Shirts, welche mit dem diesjährigen Motto „I complete – Never give up!“ der Veranstaltung bedruckt waren. Genau das ist es, der Spirit des Ultramarathons – und auch das was mich jahrelang ausgezeichnet hat. Heute war diese „Niemals-Aufgeben-Mentalität“ wieder da. In Belfast war ich mit dem Ergebnis zufrieden, mit der Art und Weise jedoch nicht wirklich.

Vitargo Sportler Florian Reus

Heute war es genau umgekehrt. So habe ich mich 18 Stunden lang irgendwie durchgeschleppt und nach einem kleinen Endspurt kamen wenigstens 228 Kilometer (Platz 8) am Ende raus. Jetzt freue ich mich auf die Saisonpause und kann für mich sagen, dass das Jahr 2017 in der Summe ein tolles verletzungsfreies Comeback war!“

Sportliche Grüße aus Taiwan
Florian Reus

Vitargo Sportler Florian Reus bei der Weltmeisterschaft 1.7.17 in Belfast – Ergebnis

Hallo zusammen,

die 24h-Lauf Weltmeisterschaft in Belfast ist zu Ende. Mein Ergebnis 6. Platz mit 257,010 Kilometern! Um es vorwegzunehmen, ich bin ZUFRIEDEN! Klar, als Titelverteidiger spekuliert man natürlich darauf, das Ganze noch einmal zu wiederholen. Bis kurz vor Schluss war selbst dies kein absolutes Ding der Unmöglichkeit. Mein Hauptziel war es jedoch im Vorfeld eine grundsolide Leistung abzuliefern… und das ist mir gelungen. Das Rennen war wieder mal ein absolutes „Auf und Ab“. Schon nach dem ersten Viertel musste ich von meiner Marschroute abweichen, da ich Adduktorenprobleme bekam. Dies lies sich aber zum Glück, durch einen kurzen Stopp zur Behandlung ganz gut beheben. Ich war also weiterhin im Geschäft für den Kampf um den Titel. Leider wurde es jetzt sehr, sehr unübersichtlich.

Grund dafür war die Tatsache, dass der Veranstalter riesige Probleme mit der Bereitstellung der Zwischenergebnisse hatte. Dafür, dass das hier, wie im Vorfeld kommuniziert, die professionellste WM aller Zeiten werden soll, war das was hier abgelaufen ist ein ziemlich schlechter Scherz. In den letzten Jahren hat mich bei den Einsätzen im Nationalteam vor allem ausgezeichnet, dass ich mich an jeden noch so dünnen Platzierungs-Strohhalm extrem festgebissen und mich dann volle Kanne reingehauen hab. Hier in Belfast musste man mit den wenigen Infos umgehen und das Beste daraus machen. Auch wenn es wieder eine riesige Schinderei war, bin ich als es in das entscheidende letzte Viertel ging noch voll bei der Musik gewesen, was die Chancen auf den Titel und Medaillen anging. Fünf Stunden vor Schluss hatte ich dann einen kurzen aber sehr heftigen Durchhänger mentaler Art der mich fast aus dem Rennen geworfen hatte. Ich hab in der Phase einfach nicht gewusst für was ich das alles mache. Meine Gedanken waren „Mensch Du bist doch schon Weltmeister, was willst Du dich jetzt nochmal so quälen, es reicht doch auch so schon.“ Zum Glück hab ich mich aber mit Unterstützung unserer Crew recht schnell wieder gefangen, nachdem ich mit ordentlich Frust über das Informationsdefizit zwei schnelle Runden eingebaut hatte. 3,5 Stunden vor Schluss hat sich gezeigt, dass die beiden Führenden des Rennens taumeln wie angeschlagene Boxer. Für mich war, nachdem ich kurz vorher wieder eines der vielen kleinen Tiefs hatte, dass es jetzt an der Zeit ist alles in die Waagschale zu werfen, was noch irgendwie da ist. Jetzt war ich jedenfalls richtig „on fire“ und der typische Spirit war da.

Wenigstens gab es nun ein paar wenige Infos mit denen man arbeiten konnte. Die ersten Positionen des Rennens wurden nochmal ordentlich durcheinander gewürfelt und mit der Zeit wurde klar, dass die ersten beiden sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen. Allerdings sah es danach aus noch auf Platz 3 zu rutschen. Durch die spärlichen Infos ist uns jedoch noch ein Pole durch die Lappen gegangen, was sich erst 1:50 Stunden vor Schluss herausgestellt hat. In dem Moment war klar, dass es für eine Medaille diesmal nicht reichen wird. Jetzt galt es einfach nur noch das Rennen würdevoll zu beenden. Inklusive Restmeter lautet das Ergebnis 257,010 Kilometer und Platz 6.

Viele Grüße aus Belfast

Florian Reus

Bild- und Textquelle: Florian Reus

Vitargo Sportler Florian Reus gewinnt den Spartathlon 2015

Hallo nach Deutschland,

es hat funktioniert und mein Plan ist voll und ganz aufgegangen! Mit einer Endzeit von 23:17 Stunden konnte ich das Rennen für mich entscheiden und den Traum „Weltmeister und Spartathlonsieger innerhalb eines Jahres“ realisieren.  Das Rennen war extrem dramatisch und ich musste mehrere kritische Rennphasen durchstehen. Ich freue mich riesig, dass ich dennoch meinen Traum in die Realität umsetzen konnte.

Vitargo Sportler Florian Reuss gewinnt Spartahlon

Viele Grüße
Florian Reus

Herzlichen Glückwunsch an den 24h Weltmeister 🙂 Was für ein Jahr!

Hier gibt es noch weitere Infos, Videos und Bilder zum Lauf:
https://www.facebook.com/florian.reus?fref=ts

Vitargo Sportler Florian Reus – Vorbereitung Spartathlon 2015

Florian Reuss Spartathlon 2015 Vitargo

Hallo zusammen,

die Monate ziehen nur so ins Land, so dass ich nur noch etwa 2,5 Wochen von meinem zweiten Saisonhighlight entfernt bin.

Am Freitag, den 25.9.15, findet nämlich die 33. Auflage des traditonsreichen Spartathlons statt, bei dem es 246 Kilometer nonstop von Athen nach Sparta zu bewältigen gilt. Beim Spartathlon handelt es sich um den wohl bekanntesten Ultralauf und aufgrund der Historie in gewisser Weise auch um einen Mythos. Vor gut 2500 Jahren soll nämlich der Bote Pheidippides die Strecke gelaufen sein, um bei König Leonidas Hilfe bei Verteidigung Athens gegenüber den Persern zu beantragen. Ganz davon abgesehen, dass diese Historie bei der Veranstaltung allgegenwärtig ist, markiert die von ihm benötigte Zeit von 36 Stunden auch heute noch das Zeitlimit des Rennens.

Florian Reuss Spartathlon 2015 Vitargo

Ich selbst möchte die Strecke natürlich deutlich schneller laufen, da ich mir nach den beiden zweiten Plätzen in den letzten zwei Jahren gerne auch den Traum vom Spartathlon-Sieg erfüllen würde! Die Vorbereitung auf den Lauf verlief bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt nahezu perfekt, so dass die Chancen, in diesem Jahr tätsächlich als erster den Fuß der Leonidas-Statue zu berühren – dieser markiert nämlich das Ziel des Laufs – auch ganz gut stehen. Ganz davon abgesehen kann ich in diesem Jahr auch relativ befreit ins Rennen gehen, da ich mir mit dem Gewinn der 24-h-Weltmeisterschaft ja sowieso schon einen großen Traum in dieser Saison erfüllt habe.

Einen Liveticker, bzw. einen Livestream, wird es in diesem Jahr auch wieder geben; auf den Link werde ich kurz vor der Veranstaltung hinweisen.

Florian Reuss Spartathlon 2015

Infos: www.florian-reus.de
Informationen zur Veranstaltung: www.spartathlon.gr

Bild und Textquelle: Florian Reuss per E-Mail

Weltmeister!!! – Bericht vom Vitargo Sportler Florian Reus

Der Vitargo Sportler Florian Reus ist Weltmeister im 24h Lauf geworden. In einer E-Mail hat er uns ein wenig über seinen Vitargo-Einsatz geschrieben:

„Ja, Vitargo war wie immer wieder mit dabei. Wie im Vorfeld geplant, hab ich die Dosis ein wenig erhöht, d.h. statt wie sonst üblich hab ich eine Portionspackung vom Carboloader nicht über 3, sondern über 2,5 Stunden möglichst gleichmäßig verteilt getrunken. So kamen bis zum Rennende neun oder zehn Portionstüten mit unterschiedlichen Geschmack zusammen. Zusätzlich gab es auch wieder salt&more, denke da hab ich über das Rennen verteilt bestimmt an die 20 Kapseln genommen. In den Anfangsstunden hab ich auch mal einen von diesen Protein-Riegeln gegessen; bei dem einen ist es aber dann auch geblieben, da das mit fester Nahrung irgendwann immer etwas schwierig wird.
Das Vitargo-Getränk trink ich natürlich trotzdem bis zum Schluss diszipliniert, irgendwo müssen die KH ja herkommen, wenn ich schon nichts festes zu mir nehme.“

Hier haben wir noch den ersten Teil von seinem ausführlichen Bericht:

Reichenbach (Vogtland), der 25.6.2006: Während die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Achtelfinale der WM Schweden mit 2:0 besiegt, werde ich auf der alten, schwierigen Reichenbacher Strecke völlig überraschend Deutscher Meister im 24-h-Lauf. Im Alter von nur 22 Jahren bin ich sogar der jüngste 24-h-DM Sieger aller Zeiten. Bei

Gemeinsam mit dem Topfavoriten Hara Yoshikazu bei der Eröffnungsfeier

Marathon4You heißt es später: „…und im Laufe der Nacht lief immer mehr ein weitgehend unbekannter Läufer in den Vordergrund. Florian Reus aus Würzburg, noch in der Juniorenklasse startend, hatte letztes Jahr mit 139,7 Km noch nicht überzeugen können. Mittlerweile hat er über 100 Km eine Zeit von 8.38 Stunden stehen und lief extrem stark, als es ins letzte Viertel ging“. Spätestens nach diesem Lauf war mir klar, dass der 24-h-Lauf meine Disziplin ist! Ich weiß nicht, ob es gesundes Selbstbewusstsein war oder einfach nur Abgehobenheit nach den vielen Schulterklopfern, doch schon wenige Tage nach diesem damals sensationellen Erfolg fing ich an, mir „visionäre“ Gedanken zu machen, was ich denn in dieser Disziplin so alles erreichen könnte. Und ja… irgendwie strebt man als Leistungssportler doch immer nach Perfektion, so dass schnell der völlig unrealistische Traum WELTMEISTER im 24-h-Lauf geboren wurde, denn mehr wie Weltmeister geht einfach nicht, das ist in dieser Disziplin das Ende der Fahnenstange. Die andere Alternative zu diesem Ziel wäre für mich persönlich nur die Verbesserung des Deutschen Rekords gewesen.

Turin, der 11.4.2015: Nach Wochen und Monaten der Vorbereitung ist es endlich soweit und ich stehe zusammen mit den anderen Läufern aus 41 Nationen an der Startlinie zur Welt- und Europameisterschaft. Nach dem zweiten Platz nach der WM’12 und dem dritten Platz bei der WM’13 gibt es für mich in Sachen Platzierung eigentlich nur DAS eine Ziel. Direkt vor einem Wettkampf macht es allerdings wenig Sinn, eine Platzierung als Zielvorgabe auszurufen, da man dies

In den ersten Stunden des Rennens

ja nur bedingt beeinflussen kann. Dementsprechend setze ich mir direkt vor dem Wettkampf lieber ein Zeit- bzw. Kilometerziel. So peilte ich diesmal die Verbesserung des Deutschen Rekords (276,2 km) an – in der Hoffnung, dass dieses Ergebnis dann auch zum Titelgewinn langen würde. Nichtsdestotrotz ist der Druck (den ich mir vor allem selber mache) vor dem Lauf kaum auszuhalten. Da die WM neuerdings nur noch im 2-Jahres-Rhythmus ausgetragen wird, ist es fraglich, ob und wie viele Chancen ich noch auf den Titelgewinn bekommen werde. Denn… wer weiß was in zwei, möglicherweise sogar erst in 2,5 Jahren ist; vermutlich bin ich bis dahin mit meinem Studium fertig und wer weiß, ob sich meine akribische Wettkampfvorbereitung, dann neben dem Job noch in der jetzigen Form realisieren lässt.
Entsprechend meiner hohen Ambitionen entschloss ich mich, hinsichtlich meiner Renntaktik ein kalkulierbares Risiko einzugehen. So war es mein Plan, die ersten 50 km in 4 Stunden zu bewältigen, sowie die 100-km-Marke in 8:10 Stunden zu passieren, um dann zur Halbzeit nach 12 Stunden im Idealfall 144 km auf der Habenseite verbuchen zu können.
Die ersten Stunden fühlten sich richtig locker an, auch wenn ich lange Zeit Schwierigkeiten hatte, meinen Rhythmus zu finden, d. h. manche Runden waren viel zu schnell, andere dafür deutlich zu langsam. Durch die relativ hohe Anfangspace war ich nach etwa vier Stunden schon relativ weit vorne im Feld platziert und phasenweise auch vor einem der Topfavoriten, Ivan Cudin, wodurch ein paar Zweifel aufkamen, ob das Tempo nicht doch etwas zu mutig ist. Nichtsdestotrotz verlief mein Rennen bis Kilometer 100, die ich genau nach Plan in 8:11 Stunden passieren konnte, unspektakulär und genau so, wie ich es etliche Male im Kopf durchgespielt hatte.
Allerdings war es nun an der Zeit, stockvoll in die erste heftige Krise reinzulaufen. Von Runde zu Runde merkte ich, wie sich mehr und mehr eine richtige Kraftlosigkeit in den Beinen einstellte und auch die Schrittlänge immer kürzer wurde. Ich versuchte zwar, dem Ganzen noch mit Anfersen entgegen zu steuern, doch jetzt galt es wirklich, ein paar kritische Stunden zu überstehen. Vom Allgemeinzustand fühlte ich mich zwar gar nicht mal sooo schlecht, aber muskulär war ich echt schon ziemlich platt. Ich denke, dass die steile Rampe vor allem durch das Bergablaufen ihren Tribut forderte, die warmen Temperaturen habe ich dagegen eigentlich ganz gut weggesteckt. Rückblickend glaube ich, dass ich aber genau in dieser Phase meine vielleicht mittlerweile größte Stärke ausgespielt habe. Während ich mich noch vor einigen Jahren in solchen kritischen Phasen doch ein klein wenig hängen lies, denn das ist dann extrem verlockend, gelingt es mir mittlerweile auf Grund meiner Erfahrung auch solche Tiefs mit einem möglichst geringen Zeitverlust zu überstehen. Nach 12h hatte ich dementsprechend 141,7 km erreicht, d. h. ich habe trotz der Probleme zwischen 100km und 12 Stunden lediglich 2,3 km auf meiner Marschroute verloren. Nichtsdestotrotz war mir aber spätestens jetzt klar, dass ich den Deutschen Rekord auf dieser Strecke vergessen sollte, da die Rampe uns Läufer so langsam aber sicher echt fertig machte. Mein Plan war es von nun an – ohne Uhr – einfach nur so gut zu laufen, wie es der Moment gerade erlaubt (…).

Den ganzen Bericht gibt es unter: http://www.florian-reus.de/de_DE/04/weltmeister/

Vitargosportler Florian Reus 24h-Lauf Weltmeister!

Wir gratulieren Florian zu diesem tollen sportlichen Erfolg!

Vitargo Sportler Florian Reus ist 24h-Lauf Weltmeister

„Endlich zurück in der Unterkunft und auch ein bisschen Zeit für mich allein. Leute, das war der absolute Hammer und ich kann das alles noch gar nicht richtig glauben. Genau das, was ich mir so sehr gewünscht hatte ist jetzt tatsächlich wahrgeworden. Mir fehlen echt die Worte und ich brauch erst mal ein paar Tage, um das alles zu verstehen. Das war wieder ein richtig abgefahrener Rennverlauf! Den Deutschen Rekord kannste aber auf der Strecke vergessen, die Rampe hat uns mukulär richtig zugesetzt. Trotzdem war der mutige Beginn im Nachhinein gesehen, genau die richtige Taktik. Weltmeister… Saugeeeeeeeiiiiiil!!!!!!!!!

Hier gibt es noch den ganzen Rennbericht: http://www.florian-reus.de/de_DE/04/weltmeister/

Quelle: https://www.facebook.com/florian.reus?fref=nf
Bildquelle: Florian Reus (per E-Mail)

Florian Reus bei der 24-Stunden-Lauf WM in Turin am 11.4.15

Mit Vitargo beim Sparthalon

Hallo zusammen,

hiermit möchte ich schonmal vorab auf meinen Einsatz im Nationaltrikot bei der WM im 24-Stunden-Lauf in Turin am 11.4.15 hinweisen. Wie immer, wenn die Weltmeisterschaft auf europäischem Boden ausgetragen wird, findet zeitgleich auch die Europameisterschaft statt. In Deutschland ist der Deutsche Leichtathletik-Verband für die Nominierung zu den internationalen Meisterschaften in den Ultramarathon-Disziplinen verantwortlich, wodurch indirekt auch der Stellenwert des Laufes hervorgehoben wird.

Nachdem ich bei der Weltmeisterschaft im 24-h-Lauf schon einmal den zweiten Platz sowie einmal den dritten Platz erreichen konnte und die WM auch nur noch im Zweijahresrhythmus ausgetragen wird, ist mir dieser Lauf ganz besonders wichtig, um mir vielleicht den ganz großen Traum erfüllen zu können. Das wird aber mit Sicherheit nicht einfach, da hier meistens die Konkurrenz – vor allem in der Breite – noch stärker als beim prestigeträchtigen Spartathlon ist. Insgeheim träume ich auch davon mir mein absolutes sportliches Lebensziel – die Verbesserung des Deutschen Rekords aus dem Jahr 1987 (276,2km) – schon in diesem Wettkampf erfüllen zu können.

Insgesamt werden bei der WM mehr als 350 Athleten aus etwa 40 Nationen an der Startlinie stehen. Neben der Meisterschaft bietet der Veranstalter auch einen offenen Lauf mit nur wenigen Startplätzen für Breitensportler an, so dass sich wahrscheinlich mehr als 500 Läufer auf der 2 km langen Strecke befinden. Der Rundkurs befindet sich unweit vom Turiner Stadtzentrum gelegen und verläuft um, bzw. durch das Primo-Nebiolo-Stadion.

Informationen auch auf www.florian-reus.de
Informationen zum Ausrichter: www.iau-ultramarathon.org
Informationen zum Veranstalter: www.giroitaliarun.it
Informationen zur Historie der 24-h-WM: http://en.wikipedia.org/wiki/IAU_24_Hour_World_Championship

Quelle: Florian Reus

Für die Vorbereitung und die WM wünschen wir Florian viel Erfolg!

Deutsche Bestzeit beim Spartathlon

Nachdem ich im letzten Jahr schon Zweiter bei diesem Lauf wurde war klar – ich muss in diesem Jahr nochmal zum Spartathlon. Diesmal standen die Vorzeichen für mich vor dem Lauf nahezu optimal. Das Training verlief sehr gut, was sich auch in den regelmäßigen Leistungsdiagnostiken zeigte; in fast allen Unterdistanzen konnte ich mich verbessern und ich hatte noch keinen einzigen ganz langen Lauf in 2014 in den Beinen. Der letzte Punkt war zwar so nicht geplant, da sich das nur aus der Absage der 24-h-WM durch die IAU so ergab. Nach zwölf Monaten ohne einen ganz langen Wettkampf war ich in diesem Jahr dafür extrem heiß auf den Spartathlon, da ich in den Wochen vor dem Lauf eigentlich schon spürte, dass es nur gut laufen kann. Das persönliche Ziel war mit der Verbesserung der besten jemals von einem Deutschen gelaufenen Zeit von 24:20 h auch schnell definiert. Geträumt habe ich still und heimlich aber eher davon, die 24-h-Marke zu knacken. Auf solch einer abwechslungsreichen Strecke, was Profil, Untergrund und Temperaturen betrifft, ist es ziemlich schwer, die richtige Strategie festzulegen. Deshalb habe ich als Referenzwert meine Zwischenzeiten vom letzten Jahr bei den großen Checkpoints herausgeschrieben.
Nun war es also soweit und ich stand mit 370 anderen Läufern aus etwa 40 Nationen vor der Akropolis, wo um 7:00

Laufen auf der Standspur

Auf der Küstenstraße nach Korinth

Uhr der Startschuss erfolgte. Das Ungewöhnliche in diesem Jahr war die Tatsache, dass es tatsächlich regnete, allerdings hörte es schon kurz nach dem Startschuss wieder auf. Mein Plan für den ersten Abschnitt bis Korinth bei Kilometer 80 war es, kontrolliert zu laufen und vor allem auf eine ausreichende Ernährung zu achten. Konkret war es mein Plan, Kilometer 80 in einer Zeit zwischen 7:00 h und 7:10 h zu passieren. Diesmal habe ich auch ziemlich schnell die richtige Pace getroffen und habe die Vorgaben auf meinem Spickzettel teilweise auf die Sekunde genau erfüllt. Wie immer sind die ersten 20 Kilometer beim Spartathlon ziemlich unattraktiv, da man ständig auf/neben stark befahrenen Straßen läuft und der Lärm auf Dauer ganz schön nervt. Umso mehr freue ich mich jedes Jahr, wenn es dann endlich auf die herrliche Küstenstraße geht. Etwa ab Kilometer 50 wurde dann tatsächlich das war, was ich mir vor dem Lauf gewünscht hatte – es fing richtig an zu regnen. Im Vorfeld der Veranstaltung habe ich jeden Tag in den Wetterbericht geschaut, da ich im Verhältnis zu einigen anderen internationalen Läufern kein sonderlich guter Hitzeläufer bin. Etwas unglücklich nur, dass ich nur drei Kilometer vorher, statt eine Regenjacke bei den Betreuern mitzunehmen, mich im Schnelldurchlauf mit Sonnencreme eingeschmiert hatte. Durch den Wind war es im Regen doch etwas arg ungemütlich und der nächste Checkpoint an dem man wieder Support durch die eigene Crew entgegennehmen durfte ist erst wieder Korinth, bei Kilometer 80. Das Problem hat sich jedoch schneller als mir

Kanal von Korinth

lieb war gelöst, da die Sonne bald wieder ordentlich runterballerte. Letztendlich erreichte ich Korinth nach 7:02 h und somit neun Minuten schneller als im letzten Jahr. Allerdings geht das Rennen in Korinth erst richtig los, denn auf dem folgenden Abschnitt bis Alt-Nemea bei km 124, hatte ich letztes Jahr schon ein erstes großes Tief, was ich diesmal unbedingt vermeiden wollte. Auf diesem Abschnitt hatte ich es aber auch diesmal wieder als ziemlich warm empfunden, dennoch hatte ich das Gefühl gut voranzukommen. Die Landschaft finde ich hier zwischen Weinbergen, Obstplantagen und Olivenhainen besonders schön, allerdings hatte ich dafür während des Rennens nicht

 

Auch meine Mädels sind in Alt-Nemea noch gut drauf

wirklich viel übrig gehabt. In Alt-Nemea bei km 124 angekommen, verriet mein Spickzettel, dass ich schon 26 Minuten gegenüber dem letzten Jahr rausgeholt hatte und somit sehr gut im Plan lag. Allerdings war es jetzt höchste Zeit, dass die Sonne verschwindet. Nun folgte einer meiner Lieblingsstücke vom Spartathlon, denn in der Abenddämmerung läuft es in Richtung Sangaspass bei mir hier immer recht gut und flott. Jetzt kam auch endlich der Zeitpunkt, dass ich mich im Ranking nach vorne schob. Ich hatte mich schon ein wenig gewundert, dass ich kaum mehr andere Läufer überholt hatte, obwohl ich doch eigentlich selbst gut im Zeitplan lag. Dafür ging es jetzt Schlag auf Schlag und in Lyrkia bei km 148 erfuhr ich zu meiner eigenen Überraschung, dass ich schon auf dem 3. Platz lag. Nun stand der Sangaspass auf der Agenda. Die Passstraße bin ich komplett hochgelaufen, ohne den Puls völlig in die Höhe schießen zu lassen. Ein Blick auf halber Höhe hinunter in das Dörfchen verriet, dass der Vorsprung schnell angewachsen ist, denn ich sah nur einen Stirnlampen-Lichtkegel am Ortsausgang, aber nicht innerhalb der Serpentinen. War aber auch völlig egal, da ich mir ja vorgenommen hatte, mein eigenes Ding durchzuziehen. Das härteste Stück bis zum höchsten Punkt des Laufes befindet sich aber erst oberhalb des Checkpoints „Mountain Base“. Auf diesen gut zwei Kilometern geht es über geröllige und schmale Trails weiter hinauf. An wirkliches Laufen ist hier nicht mehr wirklich zu denken, so bin ich die steilen Stücke marschiert und nur wenn es kurzzeitig etwas flacher wurde locker gelaufen. Auf dem ebenfalls recht gerölligen Abstieg hatte ich es einfach locker laufen lassen ohne zu viel im Dunkeln zu riskieren. Nach dem Sangas geht es etwa 30 Kilometer fast ausschließlich über flaches Terrain in Richtung Alea Tegea (km 195). Dies stellte für mich eines der Hauptzwischenziele dar. Nach meinen Berechnungen im Vorfeld des Laufes war ich mir sicher, dass ich dort ungefähr zwischen 45 und 60 Minuten im Vergleich zum letzten Jahr herauslaufen müsste, um eine realistische Chance auf eine Zeit von unter 24 Stunden zu haben. Dementsprechend hatte ich jetzt im Flachen versucht, etwas Gas zu geben, was schnell dazu führte, dass ich den amtierenden 24-h-Weltmeister Jon Olsen (USA) überholte. Nun lag ich an der zweiten Position, so dass ich mich am nächsten Checkpoint dann doch mal nach dem Abstand zum Führenden erkundigt hatte – Ivan Cudin war hier schon vor fast einer Stunde vorbei gekommen. Dementsprechend war es für mich bereits 75 Kilometer vor dem Ziel klar, dass es ausschließlich um die Zeit geht. In Alea Tegea hatte ich es tatsächlich geschafft, insgesamt 55 Minuten im Vergleich zum letzten Jahr rauszulaufen. Das bedeutete, dass ich auf den letzten 50 Kilometern nach Sparta insgesamt 35 Minuten schneller als im letzten Jahr sein musste, um wirklich die 24 h zu knacken. 2013 hatte ich

Stärkung für die letzten 50 Kilometer

auf den letzten 50 Kilometern extrem viel Zeit liegen lassen, dementsprechend wusste ich, dass vor allem hier einiges rauszuholen ist. Dieser Abschnitt ist wirklich der unangenehmste vom ganzen Spartathlon, da man durchgehend an der Bundesstraße entlang läuft und es ständig bergauf und bergab geht. Außerdem wird es hier auch ganz schön einsam, da ich nun keinen anderen Läufer mehr zu Gesicht bekam und man im Gegensatz zur restlichen Laufroute hier auch keine Ortschaften mehr durchquert. Die kalten Temperaturen in der zweiten Nachthälfte tun ihr übriges, dass es hier definitiv keinen Spaß mehr macht, alleine mit Stirnlampe bewaffnet durch die Nacht zu rennen. Trotzdem kam ich viel besser als im letzten Jahr voran und eigentlich war ich mir auch total sicher, dass es für unter 24 h reichen muss. Ab dem letzten Checkpoint, bei dem man persönliche Betreuung entgegennehmen darf, hatte ich endgültig überhaupt gar keinen Bock mehr und wollte einfach nur endlich ankommen. Von da aus sind es nur noch neun Kilometer bis zum Ziel, aber in jedem Jahr zieht sich dieses Stück wie Kaugummi, obwohl es größtenteils bergab geht. Beim Blick auf die Uhr fünf Kilometer vor dem Ziel, wurde mir klar, dass das doch noch mal ganz schön eng werden könnte für unter 24 h. Eigentlich hatte ich jetzt echt überhaupt keine Lust mehr, nochmal das Tempo anzuziehen, doch so blieb mir nichts anderes übrig, wieder eine ordentliche Pace zu laufen. Die letzten drei Kilometer zogen sich und zogen sich und zogen sich und mit dem Blick auf die Uhr wurde ich langsam echt nervös. Umso größer war dann aber die Freude, als es endlich auf die Zielgerade ging und dementsprechend emotional war dann auch der Zieleinlauf in einer Zeit von 23:57:14 Stunden.
Damit hat es tatsächlich geklappt, als erster Deutscher in der 32-jährigen Geschichte des Spartathlons die 24-h-Marke zu durchbrechen. Einziger Wehmutstropfen ist die Tatsache, dass es mit dieser Zeit trotzdem wieder „nur“ für Platz zwei gelangt hat. Ivan ist einfach unglaublich stark gelaufen und ich gönne ihn den Sieg zu 100 Prozent.
Auch an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an meine Betreuercrew Nicole und Dany!

Endlich auf der Zielgerade!

Emotionen im Ziel...

Wieder gut erholt bei der Siegerehrung in Athen

Bild und Textquelle: Website Florian Reus – http://www.florian-reus.de/10/deutsche-bestzeit-beim-spartathlon/

Herzlichen Glückwunsch an Florian zu dieser beeindruckenden Leistung und dem neuen Rekord!

Florian schickte uns in einer E-Mail noch sein Feedback zu seiner Ernährung beim Sparthalon:

Vitargo Sportler Florian Reus mit Rekord beim Sparthalon 2014

Über die gesamte Renndauer habe ich 8 Portionspackungen Vitargo verbraucht, was schon seit Jahren meiner Standardmenge bei solchen Rennen entspricht. Beim Spartathlon ist es immer etwas schwieriger, als im 24h-Lauf was die Annahme von Privatverpflegung betrifft. Deshalb hab ich das Vitargo auch nicht so gleichmäßig zu mir nehmen können, sondern hab etwa jede Stunde eine Menge von etwas mehr als 20g Kohlenhydrate über das Vitargo zu mir genommen. Ich schätze, dass ich mit den sonstigen Getränken auf eine stündliche Kohlenhydratmenge von mehr als 50g gekommen bin. In der zweiten Hälfte war das wahrscheinlich deutlich mehr (Cola).

Im ersten Drittel hab ich auch etwas Grainers Gold verwendet, was ich ab der Mittagshitze aber nicht mehr genommen habe.

Auf das ganze Rennen verteilt, hab ich außerdem 10-12 Kapseln „salt&more“ verbraucht.

Ansonsten hab ich in den ersten 12 Stunden des Rennens vor allem Tee mit etwas Saft getrunken. In den Nachtstunden hab ich an den Checkpoints ohne Privatverpflegung, fast ausschließlich Cola getrunken. Das lag aber vor allem daran, dass ich einfach auf kaum ein anderes Getränk mehr Lust hatte.

Feste Nahrung hab ich außer ein paar Kekse zu Beginn des Rennens und später ein paar einzelne Sultaninen überhaupt nichts zu mir genommen.

Mit Vitargo beim Sparthalon 2014

Rückblickend denke ich, dass die gute Endzeit in Sparta, auf das umfangreiche Fettstoffwechseltraining mit einigen Nüchternläufen in der Vorbereitung zurückzuführen ist. Habe ja in der Vorbereitung teilweise Trainingsläufe bis zu 60 Kilometer ohne Kohlenhydratzufuhr gemacht.

Viele Grüße
Florian

Florian Reuss knackt deutschen Rekord beim Spartathlon 2014

Von Florian Reuss bekammen wir gestern eine Mail und Bilder, die wir euch nicht vorenthalten möchten. An dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch zu dieser beeindruckenden Leistung – wir sind stolz, dass ein solcher Sportler auf Vitargo setzt!

Florian Reuss mit Vitargo beim Spartahlon 2014

Guten Morgen aus Sparta,
es hat funktioniert!!! Meine Endzeit: 23:57h

Damit der erste Deutsche, der in 32 bisherigen Auflagen jemals die magische 24h-Marke geknackt hat. Somit den alten deutschen Spartathlon-Rekord um 23 Minuten verbessert.

Mit Vitargo neim Spartahlon
War wieder sehr hart.
Florian Reuss unter 24 Stunden beim Sparthalon 2014

Ich geh schlafen – Gute Nacht 😉
Florian Reus

Bilder: Florian Reuss (privat)

Florian Reus mit Vitargo Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt

Quelle:http://www.youtube.com/watch?v=QlST_If9rjo

Den kompletten und sehr interessanter Bericht unseres Ultra-Läufers zu seinem Rennen „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ findet ihr hier

http://www.florian-reus.de/05/rund-um-den-finanzplatz-eschborn-frankfurt/

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