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Team Heinemann XP stellt neuen Streckenrekord beim RAAM 2014 auf

RAAM 2014 - Team Heinemann XP

Bildquelle: https://www.facebook.com/HeinemannXP

Axel und Aders vom Team Heinemann XP stellen einenen neuen beeindruckenden Streckenrekord für 2er Teams beim Race Across America auf. Sehr tolle Berichte zum Rennen findet ihr vom Teammitglied Björn Geesmann unter:

http://bjoerngeesmann.wordpress.com/2014/06/21/was-fur-ein-verrucktes-radrennen/

Wir haben wären der gesamten Zeit die Facebookseite https://www.facebook.com/HeinemannXP bzw. raam2014.de verfolgt.

Wir Vitargos sind einfach nur stolz und sehr beeindruckt, was für eine Super Leistung das gesamte Team  rund um Axel und Aders abgerufen hat. Es war wirklich auch sehr spannnend, da es bis zum Schluss mit dem Team Flying Beasts um den Sieg bzw. Rekord gekämpft wurde.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser sehr sehr beeindruckenden Leistung!

Axel Fehlau mit Vitargo beim RAAM 2014

Unseren langjährigen Partner und Organisator des Vitargo-Team Germany bei Styrkeproven Axel Fehlau werden wir beim legendären RAAM 2014 mit Vitargo unterstützen. Zusammen mit seinem Partner Asberg Andres und dem Heinemann XP Team geht es im Juni durch quer durch die USA!

Hier ein Auszug aus einer E-Mail zu seiner Vorbereitung

RAAM 2014 - Axel Fehlau

Bildquelle:https://www.facebook.com/HeinemannXP

Es geht so schnell, 5Jahre Vorbereitungen, Planungen, Details ausarbeiten und dann geht es fast schon los.

Wir haben uns schon angemeldet:
http://www.raceacrossamerica.org/raam/entrydtl.php?s_N_Year_ID=38&s_N_Race_ID=&s_N_Category_ID=&s_N_Country_ID=&s_T_Last_Name=&s_T_First_Name=&s_tblentry_T_Entry_Name=&N_Entry_ID=3067

Unsere Flüge haben wir auch schon gebucht und die Hotels reserviert.
Autos und Wohnmobil sind ebenfalls geordert.

Wir haben uns auch schon mehrfach getroffen und Leistungstest bei STAPS durchgeführt oder gar Positioning auf der Radbahn:
http://www.sportsklubbenrye.no/node/19453

Demnächst (8-10 Februar 2014) steht unser 48h Indoortest an, wobei wir im Labor bleiben, aber die Crew einige Tests durchläuft.

Ende März (28-31) trainieren wir auf der Straße im Rahmen unserer Generalprobe, um Crew, Material, „Futter“ und Schlafbegebenheiten zu testen.
Wie Du siehst und liest, ist das alles schon sehr ausgefeilt , denn wir wollen die 4800km in weniger als einer Woche bewältigen und werden ca 60000kj pro Person verbrauchen.

Mehr Infos zu den Vorberitungen gibt es unter www.raam2014.de

Team Vitargo Organisator Axel Fehlau siegreich beim Trondheim – Oslo Rennen 2012!

Guten Morgen zusammen,

vielen Dank für die vielen Rückmeldungen, Glückwünsche und teilweise stundenlangem online verfolgen. Es ist geschafft, gewonnen!  Jedes Jahr kann es nur einen geben, der gewinnt und in diesem Jahr bin ich ein Teil der Mannschaft, die als schnellster über die Ziellinie gefahren ist. Aber mal von vorne.

Trondheim Sonnenschein, Training am Freitag zum Aklimatisieren und Einrollen war herrlich. Die Wetteraussichten genauso für Samstag gemeldet. Vorfreude bei allen großartig. Wie in den Vorjahren auch, findet eine Teamsitzung statt, es wird auf viele Gefahrenquellen hingewiesen und das Motto wiederholt. Sieg vor Rekord. Also gilt es die Disziplin zu wahren und viele Kilometer hinter dem Vordermann im Kreisel zu verbringen. Alles was wir im Training geübt haben und schon sehr erfolgreich in der Saison umsetzen konnten.

Jeder wurde eingeteilt in farbliche Teilgruppen, die unterschiedliche Aufgaben hatten. Meine Aufgabe bestand darin, erst ab Lillehammer dauerhaft die Gruppe im Kreisel voranzutreiben. Über diese Ehre habe ich mich sehr gefreut. Natürlich bin ich auch schon die 350km vorher vorne gefahren, habe mir aber regelmässig 8-14min pro Stunde Erholung gegönnt. Dies war es dann auch hinter 20 Mann zu „rollen“. Wobei das bei Tempo 40 nicht jedermanns Sache ist. Frühstück ab 4 Uhr. Klar ist es dann schon total hell in Trondheim, Gepäckabgabe um 5.30 und anschliessendem Warmfahren und was da so zu gehört. Ab 6 Uhr kamen uns schon die Vorjahressieger entgegen, wir werden sie wiedersehen, nur wann das war die Frage. Aber damit wollte ich mich  nicht beschäftigen, eher mit dem Wind und den Aussichten und Erwartungen an den Tag.

Startlinie 6.20 Uhr endlich geht es los, das Team nimmt mit mir in der Spitze die 2mal 90Grad links Kurve und treten 2–3mal rein und Tempo 41-42 geht es aus Trondheim raus. Da spüren wir schon deutlich den Gegenwind, der nicht alleine durch die Geschwindigkeit begründet ist. Dieser sollte uns den ganzen Tag begleiten bzw. entgegenblasen bis zu 12m/s – das ist echt viel. Nichts destotrotz hatten wir eine Mission. Den Sieg und dazu gehörte es auch den Zweitplatzierten mit Startzeit 6.10 Uhr aus dem Vorjahr aufzufahren. Dies gelang uns bereits nach einer Stunde, sehr überraschend für mich, aber man weiß ja nie welche Taktik die so haben, es kam aber nichts von denen.

Der Anstieg zum Dovrefjell war durch den FönWind schon beschwerlicher als im letzten Jahr, aber es war trocken und die Stimmung im Team super. Erst recht als die Nachricht kam, dass wir schon 3,5Minuten Vorsrpung hatten. Das ist viel, aber lange noch nicht genug. Der Tag ist noch 8-9 Stunden lang, es kann noch viel passieren. Das Essen und trinken nicht vergessen. Natürlich heißt es, Essen auf Rädern und so wird es auch serviert- auf Rädern. Gute Transporträder beliefern uns in regelmässigen Abständen mit Wasser, Kakao, Kaffe und Cola, Riegel, Bananen, Gels und Salztabletten. Ein fahrendes Büffet mit Tempo 30-40km/h fährt durch Reihen. Klar haben wir das geübt, um möglichst schnell 30 Mann zu versorgen und wieder Tempo aufzunehmen.

Das zahlt sich aus, der Vorsprung steigt, die Abfahrt von Dombas zeigte über Tempo 74 km/h  auf dem Tacho, wir fuhren eng und kompakt zusammen runter. Normalerweise ist dann Rückenwind, aber dieser Traum zerplatzte, auch wenn dunkle Wolken zu sehen waren und es mit 11-12 Grad schon frisch war, der Südwind blieb und das vor allem hartnäckig. Wir fuhren nun in Begleitung von 2-3 Polizei Motorrädern fast 150km lang. Das ist vor allem für den restlichen Verkehr eine Hilfe und schützt uns vor gefährlichen Überholmanover. Mein Wasserversorgung und Energiebilanz war ausgeglichen, fühlte mich wohl und hatte und bekam auch keinerlei Beschwerden. Weder Hände, Nacken, Beine noch Arme, sogar Magen und Verdauung spielten mit. Bei der Vorbereitung hatte ich nichts anderes erwartet, aber manchmal kommt es doch anders als gedacht.

So kam nach fast 360km meine Lieblingsstrecke über die Brücke und leicht ansteigend Richtung Minnesund. Leider fing es nun an auch zu regnen und mein Kreislauf war schon ausgelaugt bei 10 Grad dicke Regentropfen sind bei dem dünnen Aero Einteiler schon „verletztend“. Das Wasser lief nicht nur auf der Strasse auch die Gischt des Vordermannes, alles war nass und lief nur so die Beine runter. Trotz Anstrengung und kraftvollem Treten wollte mein Puls nicht wirklich steigen und den Kreislauf in Gang bringen. Dies ist nicht mein Lieblingswetter, aber die Geschwindigkeit kühlt auch noch aus.

Einziger Vorteil wir sind schneller im Ziel und so hatten wir auch schon über Funk einen Vorsprung von fast 16 Minuten und wußten, dass wir „sie kriegen“. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl den Gegner auf der Strecke zu schlagen und nicht rechnerisch im Ziel und so fuhren wir, wie schon den ganzen Tag, konzentriert, motiviert und siegessicher an denen vorbei. Mit diesem Vorsprung war es Gewissheit, nur noch nach Oslo fahren und wir haben gewonnen. Die Zeit war nicht egal aber Streckenrekord konnte es nicht werden, aber unter 14 Stunden hatten wir im Blick.

So fuhren wir durch die Vororte von Oslo als Triumpffahrt und freuten uns mit den Zuschauern, die uns wohl auch schon online verfolgt hatten am Straßenrand. Noch drei steile Auffahrten und die 2,5km lange Autobahnauffahrt und es ging 15km bergab ins Ziel. Dass ich auch noch als erster über die Ziellinie rolle verdanke ich wohl meiner Kurventechnik und war dann auf einmal vorne. An dieser Stelle bedanke ich mich gerne an allen Beteiligten, die es mir ermöglichten eine solche Mannschaftsleistung teilzunehmen, insbesondere meiner Familie als auch allen in der Betreuung, Crew und denjenigen, die „nur“ die Daumen gedrückt haben. Wir haben es gespürt. 🙂

Textquelle: Axel Fehlau per E-Mail
Bildquelle: https://plus.google.com/photos/110426712806739176822/albums/5757266091357514449

Zu den Ergebnissen: http://results.ultimate.dk/events/2012/cycling/styrkeproven/live/front/index.php?e=1019&l=no&t=www

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH AN AXEL UND NATÜRLICH AUCH AN DIE RADSPORTLER VOM VITARGO TEAM GERMANY!

Vitaro Team Germany Origanisator Axel Fehlau im Endspurt auf Trondheim-Oslo 2012

Guten Morgen miteinander,

Mal eben nach Oslo zum Rennen und ausgeschlafen nach Köln zurück. Manchmal läuft es anders als geplant und noch besser als gedacht. Warum denn gleich in die Luft gehen, doch lieber auf dem Boden der Tatsache bleiben. Training und Arbeit haben sich voll gelohnt. Die kleinen Strapatzen in 12min K3 Training sind vergessen, wenn wir endlich am Start stehen und Gleichgesinnte sich ins Gesicht schauen, um dann die nächsten 6 Stunden, koordiniert, konzentriert und kollegial „das Ding durchziehen“. Geplant – gemacht, könnte das Motto heißen, wenn ich Rolf so richtig verstehe.

Vor 2 Wochen…“Ja warum denn eigentlich nicht, die Generalprobe mitfahren“, dachte ich mir. Spontan die optimale Flugroute ermittelt, gebucht und gepackt. Manche Warum-Fragen bleiben im Raum stehen und werden einfach dort bleiben. Nur das was ich mache kann ich auch erleben. Also lange Einleitung, lange Strecke. Im Gegensatz zu den zig Vorjahren sind es jetzt noch mal 35km mehr somit 265km – fast die Hälfte von Trondheim – Oslo mit seinen 540km. Aber Rennkilometer zählen doppelt dachte ich mir, so war es auch. Schnell losfahren und Tempo halten, könnte man meinen. Technisch war es nicht anspruchsvoll, die Wettervorhersage wurde von Tag zu Tag besser und regenfrei war es auch, dank meines „Regenopfers“ vom Donnerstag, Danke nochmal Guido für die 4h Begleitung

Ich habe mich riesig gefreut die schnellen norwegischen Jungs wieder zu treffen und gemeinsam mit hohem Tempo entlang des Mjosa Sees zu fahren.Wie auch schon Anfang Mai haben wir es am Anfang etwas locker angehen lassen, aber dann richtig schnell Fahrt aufgenommen. Naja locker war nur die Wartephase am Start.  Die paar Minuten vergingen ja im Flug, danach direkt auf Tempo 50 leicht bergab. Die ersten beiden 2h04m und 100km waren weg, ok leichter Rückwind hilft, heißt aber auch ab Lillehammer 100km Gegenwind. Aber so schnell mit Rückenwind hätte ich nicht gedacht.Das war auch so, dazu noch Sonnenschein und Beine schön gebräunt  Der neue Aeroanzug hat lange Arme und verhindert auch noch den Sonnenbrand und durch den Aerohelm,kommt ja eh nichts durch.

Axel Fehlau - Trondheim Oslo 2012

Rund um optimale Bedingungen, was ja sich in Norwegen minütlich ändern kann. Mal wieder Glück gehabt. Ein knackiger Berg nach 220km hat uns noch mal die letzten Reservern gekostet, aber dann waren wir schon fast „zu Hause“. Die Abfahrten in der Gruppe mit 60,70 und sogar 82 darf man sich nicht vorstellen, was da nicht alles passieren könnte. Aber diszipliniertes Fahren und wechseln und aufpassen erfordert natürlich Konzentration, aber genau das üben wir ja hier immer wieder.

Versorgt wurden wir zweimal vom modernisierten „Bäckerrad“, dass am Heck Platz für ca 60 Flaschen hat und Riegel und Bananen serviert, die wir natürlich während der Fahrt meistens bergauf ergreifen.

Es macht unheimlich viel Laune sich im Belgischen Kreisel entlang schöner Landschaft und optimalem Wetter die Generalprobe zu bestreiten. Einmalig ist ja eigentlich immer alles, aber so was schon sehr speziell und mir selten schön widerfahren.
Leider haben wir nur 30 Startplätze und von unseren ursprünglichen 53 Bewerbungen sind 2 Wochen vor Trondheim-Oslo immerhin noch 38 übriggeblieben. Dies ist nun die Qual der Wahl für den Kapitän, aber ich bin mir sicher, also ziemlich sicher, dass ich gesetzt bin. Somit freue ich mich auf ein erneute Wiedersehen mit den meisten noch vor der Startlinie in Trondheim. Wir treffen uns bereits am Freitag zur Teambesprechung und gemeinsamen Abendessen. Ich weiß nicht, ob die Ergebnisse schon online sind, aber 6h13m bedeuten 1. Platz mit knappen 43er Schnitt.

Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert, zum Glück gibt es ja auch einen Plan B und C sofern erforderlich! In diesem Sinne erhole ich mich diese Woche und werde mich am kommenden WE noch mal im Training anstrengen, um das Niveau zu halten. Samstag und Sonntag von 7bis 9 Uhr wer will, einfach melden. Über die Große Kraftprobe werde ich dann mal separat berichten, nach dem 23.06.2012.

Alles Gute Bis dahin
Gruß Axel

Wir drücken dem Vitargo Team Germany Organisator die Dauem für einen gutes Rennen 2012!

Bild und Textquelle: Axel Fehlau per E-Mail

Trondheim-Oslo – 2012 Streckenrekord Axel Fehlau mit seinem RYE XP Team in Norwegen

Zum Kennenlernen und gemeinsamen Fahren war das Trainingslager in Tondsberg/Norwegen geplant. Erst Regen dann Sonnenschein, so schnell ändert sich das Wetter in Norwegen. Insgesamt sind wir über 600km gemeinsam in unterschiedlichen Formationen in 3 Tagen gefahren. Wir haben sehr intensiv das „Belgische Kreiseln“ Rulla auf norwegisch trainiert. Der montägliche Ruhetag diente dann noch mal zum Ausrollen und Beine für die gemeinsame schnelle Ausfahrt zur Enebakk Rundt vorzubereiten.

Axel Fehlau Organisator vom Vitargo Team Germany 2012

Bei klarem Himmel, 12 Grad am Start und Tendenz steigende um 9.10Uhr ging es gleich ziemlich zügig los. Die Vorgabe war zunächst die ersten 20km ruhig durch die vielen Kreisverkehre loszufahren. Mit 20 Mann von vorne im Kreisel dahinter 8Mann und 20 weiteren Mitfahrern. Die Gefahrenstellen durchfuhren wir sicher und konnten uns auf die Geschwindigkeit einstellen. Tempo 50 war teilweise schon die untere Marke, da werden Kurven schon ziemlich eng mit 2 Mann nebeneinander. Es verlief super die Abfahrten mit über 70km/h kann man dann nur noch mit enormer Trittfrequenz mittreten. Zum Glück hatten wir alles vorher trainiert und die Formation ritt durch die Landschaft. Mehr als das Hinterrad des Vordermannes sieht man nicht. Ständiger Wechsel in der Führung führt zur Höchstkonzentration, denn die Wattzahl im Wind ist selten unter 450Watt, somit schon anspruchsvoll.

Da vergehen 10km schon mal in weniger als 12 Minuten, einfach irre, wenn man nach 90 Minuten schon weiß, gleich sind wir im Ziel und die Beine machen das noch „locker“ mit , auch wenn der Schlußanstieg mit fast 10% über 150m den letzten Rest abverlangt. Insgesamt ein guter norwegischer Saisonauftakt. Die weiteren Qualifikationsrennen zur eigentlichen Jahreshöhepunkt finden in den nächsten Wochen statt. Das Ziel ist Trondheim – Oslo von 540km in weniger als 12h50m mit einerm 42er Schnitt zu bestreiten. Die RYE XP Mannschaft hat jahrelange Erfahrung in Logistik, Taktik und Materialeinsatz. Es wird nichts dem Zufall überlassen, nur das Wetter kann sich minütlich ändern und damit müssen alle leben bzw fahren. Aber soweit ist es noch nicht die große schnelle Sause startet am 23.06.2012 um 6.20 Uhr. Wir werden berichten -online und in time.

Bewegte Bilder:

http://www.youtube.com/watch?v=KHWGFHdknCY

http://www.youtube.com/watch?v=vzfGypD76Ws
http://www.youtube.com/watch?v=3-PLUrI_Xh8

Wir drücken dem Organisator des Vitargo-Team Germany 2012 für seinen Rekordversuch alles Gute und vor allem die besten Beine für diesen Tag!

Text- und Bildquelle: Axel Fehlau per E-Mail

Axel Fehlau schnellster Deutscher beim Styrkeproven 2011

Da kann man noch so viel planen und überlegen, sich auf alle Eventualitäten vorbereiten und dann kommt es anders als gedacht. Aber mal von vorne, wo fängt man das ganze Projekt denn an? Bei den 99 Einschlafversuchen am Abend zuvor oder dem 4 Uhr aufstehen? Also kurz und knapp mal wieder nur 3,5h geschlafen, gemeinsames Frühstück, Gepäck abgeben und warmfahren. Bei trockenem aber kühlem Wetter in Trondheim eine wahre Wonne um 5.15 Uhr 🙂

Kaum fahren wir aus der City, wird es nass. Mental schon mal eine Vorbereitung auf die ersten Kilometer. Nasskalt, so kenne ich Trondheim am Morgen des Rennsamstages.

In der Teambesprechung vom Freitagnachmittag war davon nicht die Rede, mir wurde die Aufgabe zugeteilt, neben dem Käpt’n zu fahren. Die Position ist direkt hinter dem 14 – 18 Fahrern, die vorne Kreiseln. Man hat zwar nicht die Belastungsspitzen wie im Kreisel, aber immer eine kleine Lücke und somit mehr Widerstand als würde man ganz hinten mitrollen. Bei Tempo 42 – 44 ist mitrollen ja nur bedingt möglich, da schon getreten werden muss.

Die Wolken hängen in den Bergen, aber die Wetteraussichten sehen ab Oppdal gut aus. Mit Tempo 45 geht es in den ersten Anstieg mit einer schnellen Abfahrt. Nach dem Kreisverkehr dann 60 Kilometer fast flach zur Auffahrt zum Dovrefjell. Was Wetter bessert sich, die Temperaturen sind aber immer noch mit 8 – 11° C Grad frisch. Die ersten beiden Stunden an dieser Position verbringe ich im Regen und bekomme so manche Gischt ab. Ich entschließe mich, nach der ersten Verpflegung meine Einweggummihandschuhe unter die Radhandschuhe anzuziehen. Kein leichtes Unterfangen in der Gruppe mit kalten nassen Händen, aber nach einigen Kilometern werden meine Finger wieder wärmer.

Mittlerweile fahre ich auch regelmäßig vorne im Kreisel und gewöhne mich an die Belastungsspitzen und finde immer mehr Spaß an der gemeinsamen Ausfahrt. Kurz vor dem höchsten Punkt zeigt sich die Sonne, es wird schon spürbar wärmer. Ich habe mir Sonne gewünscht, aber bitte nicht zu viel, denn unter dem Aerohelm wird es sonst ganz schön heiß.

Das Hochplateau hat dieses Jahr kaum Wind, so dass wir zügig drüberfliegen, um im Anschluss die 7 km lange Abfahrt nach Dombas zu genießen. Wir schaffen die ersten 200 km in weniger als 5 Stunden, also alles nach Plan. Der Wind steht gut, leicht von Norden, es ist sonnig mit leichter Bewölkung, die Sause nach Lillehammer kann losgehen. Nach 270 km ist es ein tolles Gefühl, die Hälfte in 6h39m gefahren zu haben. Aber es ist noch ein langes Stück. Arm- und Beinlinge habe ich längst der Crew am Straßenrand zugeworfen und auch einen neuen 2 Liter CamelBak entgegen genommen. Es kann also weitergehen. Das Tempo bleibt und wird in den flach abfallenden Passagen noch mal forciert auf bis zu 46 – 48 km/h. Direkt in Lillehammer geht es bergauf, die ersten Ermüdungserscheinen zeigen sich. Auch wenn wir nur 8h30m bisher unterwegs sind, ist es spürbar, den Rhythmus auf bergauf/-ab umzustellen.

Nach ca. 390 – 400km gibt mein rechter Bremsschaltgriff den Geist auf. Weiterfahren mit nur 3 Gängen hinten ist bergauf möglich, aber die Schussfahrten bergab mit über 50 – 60 km/h sind nicht mal mit hoher Trittfrequenz dauerhaft drin. Ich lasse mich zurückfallen, aber leider kann mir das Folgefahrzeug nicht helfen. Die nach uns gestartete und spätere Siegermannschaft sammelt mich auf. Ich versuche, durch geschicktes Bergabrollen dranzubleiben, aber das gelingt mir nicht immer und schon sind auch die weg.

Zum Glück habe ich mein Telefon und die Nummer von unserer Crew dabei und frage nach einem neuen Rad, was zufällig parat und unbenutzt und vom Sponsor für solche Fälle vorbereitet ist. Das Begleitauto fährt zurück, wir bauen die Pedale um und fixieren den Transponder. Essen & Trinken fassen und schon kann ich das letzte Stück in Angriff nehmen.

Frei nach dem Motto „100 km gehen immer“ trete ich besonnen und beherzt die letzten 90 Kilometer bei schönen Wetter Oslo entgegen. Ohne Puls, Watt oder Geschwindigkeit fehlt mir auch das Zeitgefühl. Die letzten 3 – 4 langen Anstiege kann ich gut bewältigen und genieße die Abfahrt zum Ziel. Erst nach Einfahrt erkenne ich meine tatsächliche Fahrzeit von 13h50m46s.

Überglücklich aber nicht völlig erschöpft empfangen mich meine Teammitglieder.

Die offizelle Ergebnisliste findet sich hier, ebenso kann eine Excel-Liste mit den Ergebnissen der Jahre 2000 – 2011 im Ergebnislisten-Downloadbereich heruntergeladen werden.

Meine SRM-Aufzeichnung stelle ich ebenfalls zur Verfügung, diese ist über den SRM-Downloadbereich zu erreichen

Quelle: Axel Fehlau – http://www.styrkeproven.net/index.php?option=com_content&task=view&id=192&Itemid=191

Weltrekord im Liegenrad fahren von Axel Fehlau

Axel Fehlau, allen Trondheim-Oslo-Fahrern als Team Kaptain des Vitrago Team Germany bestens bekannt, hat am vergangenen Sonntag auf der OPEL-Teststrecke in Dudenhofen den 6-Stunden-Weltrekord mit dem Liegerad deutlich verbessern. Axel, der auch Strategieberater unseres RAAM-Teams ist, konnte die in 6 Stunden zurückgelegte Strecke auf 426 Kilometer schrauben und somit den Schnitt von 65 km/h auf 71 km/h verbessern.

Mit seinem vollverkleideten Liegerad und einer nur für die Geradeausfahrt geeigneten Roloff-Nabe konnte er bei diesem Versuch auf dem 5 Kilometer langen Rundkurs ohne Pause durchfahren, wobei er in den ersten zwei Stunden eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 74 km/h erreichte.

In Kurzfassung:
9.10.2010 von 17:35 Uhr bis 23:35 Uhr
6hr mit Speedhawk (Liegeradvollverkleidung) bei Opel in Frankfurt auf der Rundbahn.
71,13 5 km/h im Schnitt sind 426,8km
bisheriger Rekord: 374km aus 2008

Glückwunsch Axel an dich und dein Team!

Textquelle: http://raam-buchholz.de/
Bildquelle: Axel Fehlau per E-Mail

Quelle: http://www.youtube.com/v/ri-2VBqtVLw

Axel Fehlau erfolgreich beim Bochum Giro – Vizemeister der Sparkassen

Unter 2000 Startern belegte Axel Fehlau den 14. Platz in der Gesamtwertung und wurde in der Sparkassenwertung Vize Meister. Nach dem er vor kurzem erst die schnellste deutsche Radzeit beim Radmarathonklassiker hingelegt hat, bestätigt Axel seine gute Form.

Axel Fehlau erfolgreich beim Sparkssen Giro in Bochum
https://service.acceptus.de/rennen/results/1/2009/Maenner_gesamt_75km_Rennrad.html
http://www.sparkassenmeisterschaft.de/ergebnisse.html

Außerdem erzielte Christian Mey einen hervorragenden 5. Platz bei der Ärzte WM!

Christian Mey erfolgreich bei der Ärzte WM

Wir gratulieren Christian und Axel zu diesen tollen Ergebnissen!

Bildquelle: Axel Fehlau (privat)

Bildquelle: Axel Fehlau (privat)