Nahrungsergänzung im Trainingslager

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Zum Thema Nahrungsergänzung gibt es mittlerweile unzählige Ansätze und Methoden. Jede hat ihre Daseinsberechtigung und ist durch viele Studien belegt und durch mindestens genauso viele widerlegt. Am Ende muss man sich also für einen Weg entscheiden und durch einfaches Versuchen schauen, womit man sich am besten fühlt bzw. womit man die besten Ergebnisse erzielt.

Meiner Meinung nach ist es grundsätzlich sehr wichtig auf den eigenen Körper zu hören und ihm zu geben wonach er verlangt. Trotzdem gibt es Phasen, in denen man die Inhalte der Ernährung und damit auch der Nahrungsergänzung anpassen sollte.

Das entscheidende hierbei ist der Anteil von Eiweißen und Kohlenhydraten. Für mich ist die einfache Regel: Je weiter weg man sich vom Wettkampfhöhepunkt befindet, umso höher sollte der Eiweißanteil sein. In solchen Phasen trinke ich täglich einen Pro 80 Shake und nur in Entlastungsphasen fülle ich die Kohlenhydratspeicher mit dem Carboloader+Electrolyte auf.
Kurz vor der Wettkampfphase kippt das ganze dann in die andere Richtung. Ich trinke dann nach allen harten Belastungen einen Carboloader und nur sporadisch (2-3x/Woche) Eiweißshakes. Nach langen Läufen hat sich für mich auch eine Mischung aus beidem bewährt. Dazu gibt es natürlich noch viele weitere Dinge, deren Supplementierung je nach Phase sinnvoll ist – das würde hier im Detail aber den Rahmen sprengen. Einen Auszug will ich trotzdem kurz geben:

 

Im Trainingslager in Portugal hatte ich gerade die letzten Hallenwettkämpfe hinter mir und habe den Aufbau für den Sommer begonnen. Ich war also zeitlich noch weit weg von den nächsten Wettkämpfen. Entsprechend ist die Qualität der einzelnen Einheit weniger entscheidend als die Summe vieler moderater Belastungen. Ich habe dort in 2 Belastungsblöcken mit einer kurzen Entlastungsphase dazwischen trainiert. Das Thema Eiweiße und Kohlenhydrate ist also schnell erklärt: Jeden Tag Eiweißshakes und in der Entlastungsphase jeden Tag Kohlenhydrate. Außerdem kann man je nach Gefühl auch an den einzelnen ruhigeren Tagen im Belastungsblock zu Kohlenhydraten greifen, wenn man an solchen Tagen das Bedürfnis danach hat.

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Zudem verwende ich täglich L-Carnitin, da es mein subjektives Gefühl verbessert und zum „Abnehmen“ bzw. Fettverbrennen beiträgt (sehr vereinfacht ausgedrückt). Auch hierzu gibt es viele Studien, die sich inhaltlich widersprechen – also eine völlig persönliche Meinung.
Zur Unterstützung des Muskelaufbau (nicht gleichzusetzen mit Hypertrophie!) bzw. zur Verhinderung von Muskelabbau in umfangreichen Phasen greife ich außerdem nahezu täglich zu BCAA´s (Aminosäuren) – die empfohlene Dosierung halbiere ich, da sie eher für Bodybuilder zutrifft.
Außerdem sollte man auf einen ausgeglichen Mineralien- und Vitaminhaushalt achten, was aber unter normalen Umständen auch durch eine ausgewogene Ernährung abzusichern ist und nur bei extrem hohen Belastungen oder Mangelerscheinungen (wie bspw. Krämpfen) supplementiert werden muss.

Textquelle: Toni Riediger
Fotos und mehr zum Laufteam unter: https://www.facebook.com/laufteam.dus

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