London-Marathon: Irina Mikitenko läuft beim Olympia-Test in die Weltelite

Beim 2. Marathon ihrer späten Langstreckenkarriere siegte Irina Mikitenko (35) vom TV Wattenscheid sensationell und lief der versammelten Weltklasse davon. Mutig bestimmte sie beim Marathon-Klassiker in London das Rennen und sorgte immer wieder für Tempoverschärfungen. Nach und nach schüttelte sie alle Favoritinnen ab und lief die letzten Kilometer allein an der Themse bis zum Ziel am Buckingham Palast. Ab km 30 war mir klar, dass ich eine echte Siegchance habe, sagte sie anschließend. Ich war erstaunt über das langsame Anfangstempo und wusste nicht damit umzugehen. Ich bin zu unruhig gelaufen und muss noch lernen, das Tempo gleichmäßiger zu halten. Dann kann ich auch noch schneller werden. Ihre Zeit von 2:24:14 ist neuer deutscher Rekord und man darf gespannt sein, was noch folgt.

Irina Mikitenko Siegerin in London

Gegenüber der Ãœberraschungssiegerin verblasste selbst der neue Streckenrekord von Martin Lel. Nach einem unwiderstehlichen Endspurt siegte er sicher in 2:05:15. Lange hatte die Spitzengruppe mit Lel, Wanjiru und Goumri auf Weltrekordkurs gelegen, wurde dann aber von heftigem Regen und Gegenwind behindert. Bei besseren Bedingungen wäre heute der Weltrekord möglich gewesen. Ich glaube, dass ich unter 2:04 laufen kann, sagte Lel. Mit 3 Siegen und einem 2. Platz ist er erfolgreichste Läufer aller 28 London-Marathons und führt auch die aktuelle Rangliste der World Marathon Majors an.

Unter den über 34.000 Teilnehmern des London-Marathons sind traditionell viele kostümierte Läufer, die Spenden für gemeinnützige Zwecke sammeln. Die größte Aufmerksamkeit zogen 6 Massai-Krieger aus Tansania auf sich. Sie liefen in voller Kriegsmontur, mit Speer und Schild, singend und tanzend über die 42km und warben damit für Spenden für die Wasserversorgung in ihrem Dorf.

Masai-Krieger London Marathon

Berichterstatter und Vitargo-Läufer Uli Sauer war zum 9. Male in Folge beim London-Marathon dabei: Die Suchtgefahr beim London-Marathon ist riesengroß. Wer einmal dabei war, vergisst diese Stimmung nie und kommt immer wieder.

Uli Sauer in London

Auf seiner Website www.london-marathon.de wirbt Sauer für seinen Lieblingslauf.

Vielen Dank für Bilder und Text sagt das MyVitargo-Team!

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