Archiv der Kategorie: Ultramarathon

Sportgeschichten, News und Events aus dem Radsport

TTDR – 230km entlang der Ruhr

Markus, du hast Mitte Mai an der TorTour de Ruhr (TTDR) teilgenommen und bist 230km von der Ruhrquelle bis zur Mündung in unter 29h gelaufen. Wie kommt man auf so eine Idee?

Mein längster Lauf waren bis dato 160km, also 100 Meilen à einer meiner Lifetime Goals ist es den Spartathlon in Griechenland zu laufen.

Der Spartathlon ist ein Ultramarathon über eine Strecke von 246 km, der in Griechenland seit 1983 veranstaltet wird.

Die historische Strecke von Athen nach Sparta muss dabei in einem Zeitlimit von 36 Stunden zurückgelegt werden.

Da dachte ich mir da wäre der TTDR mit seinen 230km mal eine gute Möglichkeit meinen Körper und Geist zu prüfen, das Problem ist nur man kann sich für solchen Rennen nicht anmelden à man muss vom Veranstalter eingeladen werden.

Zum Glück kam letztes Jahr vom Jens Vieler (Autor von: Der Wüstenläufer) die Einladung zu seinem Rennen und so war ich im Mai am Ursprung der Ruhr an der Startlinie gestanden.

Woher kommt die Faszination Ultramarathon?

Recht einfach à ich liebe es an der Luft zu sein, meine Umgebung zu entdecken, brauche ich kein Equipment, kann überall starten und das geht das ganze Jahr.

Diese Komponenten haben mich zum Laufen gebracht und irgendwann bin ich dann mal einen Marathon gelaufen. Vor zwei Jahren habe ich dann mit Dominik (mein imaginärer Bruder in unserer Lauf-Combo „SonsofRunning“) versucht von der Bavaria in München (dort wo das Oktoberfest stattfindet) bis auf die Zugspitze zu laufen à das sind 125km und über 2800hm. Leider sind wir im ersten Jahr gescheitert, aber seitdem ist das Feuer für die langen Strecken entfacht und wir haben den neben dem Taubertal100, Karwendelmarsch,… auch unseren Zugspitzlauf letztes Jahr erfolgreich gefinshed à https://blog.sportscheck.com/mission-from-the-middle-of-bavaria-to-the-top-of-bavaria/

Wie hast du dich auf die TTDR vorbereitet?

Ich bin großer Fan von Trainingsplänen, ich laufe wann ich Lust habe und wie es einfach bei mir in den Tag passt.

Hatte dieses Jahr knapp 1500km in den Beinen und war 14 Tage zum Skitouren gehen in Island.

Ich war mir sicher, das ich vom Körper die Distanz packe – wo ich mir unsicher war, war ob mein Kopf mitspielt. Deswegen habe ich mich im Vorfeld mehr mit meiner Rennstrategie befasst.

Wie sicherst du deine Energiebereitstellung während des Rennens?

Wie gerade schon erwähnt war das für mich ein wichtiger Punkt.

Das wichtigste für mich war das mein Körper immer genug Energie und Flüssigkeit hat.

Ich kann Dir relativ genau sagen was ich zu mir genommen habe:

Gegessen habe ich 7kg Wassermelone und eine halbe Tafel Schokolade, 8 My Vitargo Gels ohne Koffein, 8 My Vitargo Gels mit Koffein und um Mitternacht hat ich einmal etwas Warmes: Kartoffelbrei mit Meersalz.

Getrunken habe ich 8Liter Red Bull Schorle, 6Liter My Vitargo +Elektrolyte, 2Liter My Vitargo Pro-Kick und 4Liter alkoholfreies Weißbier.

Außerdem habe ich 8 My Vitargo Salt & More Kapseln und ein paar Traubenzucker zu mir genommen.

Welche Tipps hast du für (Ultra-)Läufer, die einen Marathon oder länger angehen wollen?

Ich muss ja ehrlich sagen, das ich einer der jüngsten in den Starterfeld von Ultras immer bin. Das wichtigste ist, das man sich zu allererst den Druck rausnimmt. Gute Ultraläufer haben Erfahrung und diese kommt NUR durch viele KM in den Beinen. Das kann ich zwanzig Jähriger gar nicht haben. Dann ist es wichtig, das ein Läufer nicht nur seine Beine trainieren muss à der ganze Körper ist sehr wichtig bei solchen langen Belastungen. Ich bin selbst kein gutes Beispiel wenn es um dehnen und Core-Muskulatur geht, aber zumindest weiß ich das ich dort noch Potential habe.

Zu guter Letzt braucht man beim Ultralaufen folgende Eigenschaften: Professionalität, Fokus, Verantwortungsbewusstsein sich und seinen Liebsten gegenüber, die Leidenschaft zu Leiden und vielleicht das wichtigste SPASS à am Ende läuft man nicht mehr mit den Beinen, sondern nur noch mit dem Kopf!

Was steht als nächstes an?

 Domi und ich machen ja die meisten Abenteuer zusammen à dieses Halbjahr haben wir uns getrennt: Domi wird am 01.07.2018 die Challenge Roth absolvieren und ich hatte den TTDR jetzt im Mai.

Zusammen werden wir im September gemeinsam am Gore Tex Trans Alpin teilnehmen und ich werde

Ob ich mich 2019 schon an den Spartathlon wage, weiß ich noch nicht. Vielleicht laufe ich auch einfach mal von Sylt auf die Zugspitze à einmal quer durch Deutschland 😉

Florian Reus 24h-Lauf in Taipeh (Taiwan) am 2.-3.12.17 – Rennbericht

Hallo zusammen,

der 24-Stundenlauf an der Soochow University in Taipeh ist Geschichte. Es war wieder eine bereichernde und inspierende Erfahrung. 

Vitargo Sportler Florian Reus

„Boah was für ein Tag, was für ein Rennen! Vor dem Abflug habe ich geschrieben, dass ich mir sicher bin ein „gutes“ Rennen laufen zu können. Ok, meine Definition für „gut“ liegt eigentlich schon im Bereich von 250 Kilometer, wofür es letztendlich ja nicht gelangt hat. Von „sehr gut“ oder gar „Topergebnis“ wollte ich im Vorfeld nicht reden. Ich habe in Taipeh die letzten Jahren oft dermaßen auf die Rübe bekommen, wie bei keinem anderen Lauf. Dementsprechend bin ich mit gedämpft…en Erwartungen, so konservativ angelaufen, wie ich das bei internationalen Rennen schon seit 4,5 Jahren nicht mehr getan habe. Nach 6 Stunden war ich mit 70 gelaufenen Kilometern noch im Plan und dann gingen die Probleme schon los. Auch wenn ich die Veranstaltung hier liebe, muss ich mir ein Stück weit eingestehen, dass ich mit den klimatischen Bedingungen nicht zurechtkomme und jedesmal mit massiven muskulären Problemen zu kämpfen habe.

Du hast hier natürlich schon eine sehr hohe Luftfeuchte und dementsprechend ist die Kleidung eigentlich 24 Stunden lang immer feucht. Keine Ahnung, ob mir das einfach nicht bekommt oder die Beanspruchung bei gleicher Belastung einfach höher ist unter den Bedingungen. Nach meinem Verletzungsjahr 2016 hat es lange gedauert bis ich wieder die Sicherheit zurückbekommen habe, was sich auch ein Stück weit in der mentalen Stärke im Wettkampf abgebildet hat. Belfast war zwar mit 259 Kilometern mein Comeback, aber so richtig zurück habe ich mich auch danach nicht gefühlt, denn das war alles noch nicht wieder so wie vorher und diese „scheißegal was kommt – Mentalität“, die im Ultra wichtig ist, hat dort noch gefehlt. Auch wenn ich mit dem Ergebnis natürlich nicht all zu viel anfangen kann, freut es mich, dass es vom Spirit wieder der alte Florian Reus heute war – was ich auch schon seit einigen Wochen gespürt habe.

Florian Reus Ultramarthon Taipeh 24 Stunden Lauf

So ist es heute gelungen zu jeder Minute die Situation so anzunehmen wie sie eben gerade ist und das beste draus zu machen, auch wenn man ganz weit von der persönlichen Bestleistung weg war. Ich wollte unbedingt finishen, nein ich musste heute finishen. Nicht nur für mich, sondern auch für die Leute hier. So einen Support wie hier von den unzähligen Volunteers und Organisatoren, bekomme ich – abgesehen vom eigenen Team natürlich – nirgends! Alle trugen sie die blauen Shirts, welche mit dem diesjährigen Motto „I complete – Never give up!“ der Veranstaltung bedruckt waren. Genau das ist es, der Spirit des Ultramarathons – und auch das was mich jahrelang ausgezeichnet hat. Heute war diese „Niemals-Aufgeben-Mentalität“ wieder da. In Belfast war ich mit dem Ergebnis zufrieden, mit der Art und Weise jedoch nicht wirklich.

Vitargo Sportler Florian Reus

Heute war es genau umgekehrt. So habe ich mich 18 Stunden lang irgendwie durchgeschleppt und nach einem kleinen Endspurt kamen wenigstens 228 Kilometer (Platz 8) am Ende raus. Jetzt freue ich mich auf die Saisonpause und kann für mich sagen, dass das Jahr 2017 in der Summe ein tolles verletzungsfreies Comeback war!“

Sportliche Grüße aus Taiwan
Florian Reus

Vitargo Sportler Florian Reus bei der Weltmeisterschaft 1.7.17 in Belfast – Ergebnis

Hallo zusammen,

die 24h-Lauf Weltmeisterschaft in Belfast ist zu Ende. Mein Ergebnis 6. Platz mit 257,010 Kilometern! Um es vorwegzunehmen, ich bin ZUFRIEDEN! Klar, als Titelverteidiger spekuliert man natürlich darauf, das Ganze noch einmal zu wiederholen. Bis kurz vor Schluss war selbst dies kein absolutes Ding der Unmöglichkeit. Mein Hauptziel war es jedoch im Vorfeld eine grundsolide Leistung abzuliefern… und das ist mir gelungen. Das Rennen war wieder mal ein absolutes „Auf und Ab“. Schon nach dem ersten Viertel musste ich von meiner Marschroute abweichen, da ich Adduktorenprobleme bekam. Dies lies sich aber zum Glück, durch einen kurzen Stopp zur Behandlung ganz gut beheben. Ich war also weiterhin im Geschäft für den Kampf um den Titel. Leider wurde es jetzt sehr, sehr unübersichtlich.

Grund dafür war die Tatsache, dass der Veranstalter riesige Probleme mit der Bereitstellung der Zwischenergebnisse hatte. Dafür, dass das hier, wie im Vorfeld kommuniziert, die professionellste WM aller Zeiten werden soll, war das was hier abgelaufen ist ein ziemlich schlechter Scherz. In den letzten Jahren hat mich bei den Einsätzen im Nationalteam vor allem ausgezeichnet, dass ich mich an jeden noch so dünnen Platzierungs-Strohhalm extrem festgebissen und mich dann volle Kanne reingehauen hab. Hier in Belfast musste man mit den wenigen Infos umgehen und das Beste daraus machen. Auch wenn es wieder eine riesige Schinderei war, bin ich als es in das entscheidende letzte Viertel ging noch voll bei der Musik gewesen, was die Chancen auf den Titel und Medaillen anging. Fünf Stunden vor Schluss hatte ich dann einen kurzen aber sehr heftigen Durchhänger mentaler Art der mich fast aus dem Rennen geworfen hatte. Ich hab in der Phase einfach nicht gewusst für was ich das alles mache. Meine Gedanken waren „Mensch Du bist doch schon Weltmeister, was willst Du dich jetzt nochmal so quälen, es reicht doch auch so schon.“ Zum Glück hab ich mich aber mit Unterstützung unserer Crew recht schnell wieder gefangen, nachdem ich mit ordentlich Frust über das Informationsdefizit zwei schnelle Runden eingebaut hatte. 3,5 Stunden vor Schluss hat sich gezeigt, dass die beiden Führenden des Rennens taumeln wie angeschlagene Boxer. Für mich war, nachdem ich kurz vorher wieder eines der vielen kleinen Tiefs hatte, dass es jetzt an der Zeit ist alles in die Waagschale zu werfen, was noch irgendwie da ist. Jetzt war ich jedenfalls richtig „on fire“ und der typische Spirit war da.

Wenigstens gab es nun ein paar wenige Infos mit denen man arbeiten konnte. Die ersten Positionen des Rennens wurden nochmal ordentlich durcheinander gewürfelt und mit der Zeit wurde klar, dass die ersten beiden sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen. Allerdings sah es danach aus noch auf Platz 3 zu rutschen. Durch die spärlichen Infos ist uns jedoch noch ein Pole durch die Lappen gegangen, was sich erst 1:50 Stunden vor Schluss herausgestellt hat. In dem Moment war klar, dass es für eine Medaille diesmal nicht reichen wird. Jetzt galt es einfach nur noch das Rennen würdevoll zu beenden. Inklusive Restmeter lautet das Ergebnis 257,010 Kilometer und Platz 6.

Viele Grüße aus Belfast

Florian Reus

Bild- und Textquelle: Florian Reus

Mit Vitargo beim Trans-Alpine-Run

Die Vitargo Sportler Silvia Rusche und Karl Bernd Strotmann waren beim diesjährigen Trans-Alpine-Run 2016 am Start.  Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung und vielen dank für die Bilder und Texte.

1.Etappe: Garmisch-Partenkirchen – Lermoos

Trans Alpine Run 2016 - Vitargo Sportler

Entfernung 36.5, Höhenmeter im Aufstieg 2088, im Abstieg 1791

Die Warm-up-Etappe: Dabei führen die schönsten Trails unter der Zugspitze in stetem Auf und Ab über die Landesgrenze nach Ehrwald und weiter bis ins Ziel nach Leermoos.

Bereits kurz nach dem Start in Garmisch führt der Lauf ins Herzen des Wettersteingebirges, bleibt aber mit einer Maximalhöhe von 1619 m noch im „Akklimatisations-Bereich.

Für Karl und für mich war die 1. Etappe noch ziemlich entspannt. Bergauf mussten wir bei den steilen Abschnitten wohl „wandern“, aber mit unserer Zielzeit von 5:35 Stunden sind wir gut zufrieden.

Das Wetter spielte auch mit, zwar bewölkt, aber nicht zu warm.

Wir freuen uns auf die morgige Etappe.

LG Silvia und Karl

Hallo zusammen,

die zweite Etappe ist Geschichte, hier ein Bericht:

Lermoos-Imst
Entfernung: 33,8
Höhenmeter im Aufstieg: 2023
Höhenmeter im Abstieg: 2237

Trans Alpine Run 2016 - Vitargo Sportler Start 2. Etappe

Aufgrund des nächtlichen Dauerregens musste die Strecke kurzfristig geändert werden. Das Tegestal ist bei Starkregen aus Sicherheitsgründen allgemein gesperrt, so dass die Rennleitung kurzfristig auf eine Alternativ-Route ausweichen musste. Trotzdem waren einige Streckenabschnitte durch die Nässe sehr aufgeweicht und matschig. Volle Konzentration war da gefordert. Ein Sturz von Silvia blieb dank des an dieser Stelle weichen Bodens ohne Folgen. Trotzdem hatten wir noch Gelegenheit das tolle Panorama der österreichischen Bergwelt  zu genießen und zu bewundern.

Vor dem Start hatten wir Dauerregen, mit dem Startschuss um 8:00 Uhr hörte es schlagartig auf zu regnen. Das Wetter wurde im Laufe des Tages immer besser, so dass wir die letzten Kilometer bei angenehmen Temperaturen ablaufen konnten. Der Zieleinlauf in Imst bei strahlendem Sonnenschein krönte dann diese Etappe.

Mit einer Zeit von 5:08 Stunden beendeten wir diese zweite Etappe und belegten damit einen Platz im vorderen Drittel.

Trans Alpine Run 2016 - Vitargo Sportler 2. Etappe

Hallo zusammen,

die dritte sogenannte Königsetappe wäre auch geschafft.

Trans Alpine Run 2016 - Vitargo Sportler 3. Etappe

Imst – Mandarfen im Pitztal
Entfernung: 47,9
Höhenmeter im Aufstieg: 3037
Höhenmeter im Abstieg: 2144

Diese Etappe heißt Königsetappe, weil sie nicht nur die Längste des TAR ist, sondern auch die mit den meisten Höhenmetern und somit wohl die härteste. Der häufigste Spruch des Tages war wohl „die absolute Hölle“. Es war wieder einmal höchste Konzentration angesagt, sodass kaum Gelegenheit blieb, die herrliche Landschaft auf dem Weg vom Inn zu den Gletschern der Ötztaler Gipfel zu genießen.

Start war bereits um 7:00 Uhr bei erfrischenden 7° C und leichtem Nieselregen. Bis 8:00 Uhr hatte es sich ausgeregnet, später kam spärlich die Sonne raus. Der starke kalte Nordwind machte den Lauftag nicht angenehmer. Während die ersten 10 Kilometer an Laufen erinnerten, wurde es dann immer alpiner. Jetzt konnte hochalpine Erfahrung helfen, die unsere Flachlandtiroler Silvia und Karl jetzt garantiert haben. Schmale, nur durch Seile gesicherte und alles andere als einfach zu laufende Pfade, Geröllfelder, wasserführende Gebirgsbäche, aber auch im Weg stehende (gefährliche) Kühe ließen den Adrenalin-Spiegel steigen. Ja, auch für Silvia und Karl war es die Hölle, die sie aber unverletzt, abgesehen von einer kleinen Schnittwunde an Silvas Hand, gemeistert haben.

Trans Alpine Run 2016 - Vitargo Sportler 3. Etappe

Nach etwas über 10 Stunden war es für Silvia und Karl geschafft, was einen Platz im guten Mittelfeld und in der Mastermixed Kategorie den 28. Platz brachte.

Als krönenden Abschluss des Renntages fand die tägliche Pastaparty und das Briefing für morgen im Gletscherrestaurant statt, zu dem der Gletscherexpress den Transport übernahm.

Mensch und Ausrüstung sind für die nächste Etappe nach Sölden gerüstet.

Trans Alpine Run 2016 - Vitargo Sportler

Hallo zusammen,

heute stand die 4. Etappe des Transalpine Run 2016 auf dem Programm:

Mandarfen im Pitztal – Sölden
Entfernung: 26,9 km
Höhenmeter im Aufstieg: 2218 m
Höhenmeter im Abstieg: 1717 m

Trans Alpine Run 2016 - Vitargo Sportler Ausrüstungskontrolle

Die erste Gletscher Etappe überhaupt in der 12 Jährigen Geschichte des TAR führte vom Pitztal ins Ötztal. Zwar war sie „nur“ 26,9 km Lang, dafür lag die Gipfelhöhe auf über 3000 Meter Höhe und die Trails berührten das ewige Eis des Rettenbachferners.

Nach der obligatorischen Kontrolle der Ausrüstung erfolgte der Start in drei Blöcken um 9:00, 9:10 und 9:20 Uhr noch bei knappen 4°C. Danach ging es unmittelbar über schmale Trails zum Rifflesee auf 1798 m. Nach dem anschließenden Abstieg ging es hoch auf den Gletscher. Der Weg dorthin war sehr anstrengend, zum Teil abenteuerlich, wieder mit gefährlichen Kletterpassagen. Belohnt wurde das Ganze dann mit einem fantastischen Blick über das Ötztal. Der Abstieg gestaltete sich schwierig, da alles schneebedeckt, sehr steil und rutschig war. Anschließend ging es sehr entspannt über wunderbare Trails runter ins Tal zum Ziel in Sölden. Inzwischen hatte die Sonne auch die Tiefen der Täler erreicht, sodass die Tagestemperatur zum Zieleinlauf im Zentrum von Sölden auf angenehme 24°C bei nur leichtem Wind kletterte.  Nach 5:45 Stunden kamen wir als 130. ins Ziel und wurden damit 24. in unserer Master-Mix Kategorie.

Im Ziel gab es noch als Überraschung, ein wohltuendes Fußbad, das von vielen Läufern, auch von uns, gerne in Anspruch genommen wurde.

Trans Alpine Run 2016 - Vitargo Sportler Fussbad

Gleich geht’s zur täglichen Pastaparty mit Ehrungen und anschließendem Briefing für den Folgetag. Wir verlassen morgen Österreich und machen uns auf nach St. Leonard in Passier in Italien.

Gruß Silvia und Karl

Hallo zusammen,

auch die 5. Etappe des Transalpine Run 2016 ist geschafft!

Sölden – St. Leonard in Passeier (Südtirol, Italien)
Entfernung: 33,3 km
Höhenmeter im Aufstieg: 1453 Hm
Höhenmeter im Abstieg: 2111 Hm

Trans Alpine Run 2016 - Vitargo Sportler 5. Etappe

Start war um 8:00 Uhr bei 10°C und wolkenlosem Himmel in Sölden. Es ging über Trails hinauf aufs 2474 m hohe Timmelsjoch, der einzige ohne Alpinausrüstung zu begehende Übergang vom Ötztal nach Südtirol. Der Aufstieg war für uns nach den Strapazen der letzten Tage doch sehr anstrengend. Es folgte eine wahre Freude für Downhiller auf den Trails ins herrliche Passeiertal. Es ging durch eine wunderschöne Schlucht Richtung St. Leonard.  Da es immer wärmer wurde, waren wir froh  nach 5:10 Stunden endlich das Ziel St. Leonard in Passeier (Südtirol, Italien) bei immerhin 30°C erreicht zu haben. Wir beendeten dieses Rennen als 125. was für diese Etappe einen 18. Rang in unserer „Master Mixed“ Kategorie brachte.

Trans Alpine Run 2016 - Vitargo Sportler

Auch wenn es noch so anstrengend ist, wir machen weiter! Die vorletzte Etappe morgen geht nach Sarntheim.

Viele Grüße
Silvia und Karl

Hallo zusammen,

nach der 6. Etappe des Transalpine Run 2016 ein weiterer Bericht…

St. Leonard in Passeier (Südtirol, Italien) – Sarnthein (Sarentino)
Entfernung: 33,6 km
Höhenmeter im Aufstieg: 2440 Hm
Höhenmeter im Abstieg: 2153 Hm

Auf der 6. Etappe ist der TAR nun richtig auf der Alpensüdseite angekommen. Südtiroler Bilderbuchlandschaften säumen die Trails mit Almen, Gipfeln und Bergseen vor einem kompletten Dolomiten-Panorama.

Trans Alpine Run 2016 - Vitargo Sportler 6. Etappe

Start war um 8:00 Uhr bei 13 °C und wolkenlosem Himmel in St. Leonard in Passeier (Südtirol, Italien). Auch diese vorletzte Etappe verlangte von uns erneut alles ab. 2 Berggipfel mit einer Höhe von 2100 m und 2683m mussten von uns bewältigt werden. Die Anstiege waren wieder mal sehr steil und halsbrecherisch. Die An-und Abstiege waren  gespickt mit extrem gefährlichen Kletterpassagen, bei denen sich so  mancher Bergsteiger gesichert hätte. Wir empfanden diese Etappe sehr strapaziös, da wir kurz vor dem Ende des Trans-Alpine-Runs mit einer solchen hochalpinen Strecke nicht gerechnet haben und das auch irgendwie nicht aus dem Streckenprofil und der Beschreibung hervorging.

Wir freuen uns jetzt auf die morgige letzte Etappe, in der Hoffnung, dass sie nicht ganz so schwierig wird und wir sie heil überstehen.

Wir beendeten dieses Rennen als 125. was für diese Etappe einen 18. Rang in unserer „Master Mixed“ Kategorie brachte.

Trans Alpine Run 2016 - Vitargo Sportler

Viele Grüße von den erschöpften
Silvia und Karl

Hallo zusammen,

ES IST VOLLBRACHT … auch die 7. Etappe des Transalpine Run 2016 haben wir geschafft. Hier der Bericht.

Trans Alpine Run 2016 - Vitargo Sportler Letzte Etappe

Sarnthein (Sarentino) – Brixen
Entfernung: 36,4 km
Höhenmeter im Aufstieg: 1934 Hm
Höhenmeter im Abstieg: 2348 Hm

Die letzte Etappe des TAR 2016 präsentierte nochmals Trails und Höhenwege der Extraklasse. Nach einem 15 km langen Anstieg von Sarnthein wurden 2000 Hm erreicht und für die folgenden km nicht mehr unterschritten.  Vis a vis zu den Dolomiten-Gipfeln der Langkofel und Sellagruppe folgte der letzte Downhill ins Ziel nach Brixen.

Trans Alpine Run 2016 - Vitargo Sportler

Diese Etappe war im Vergleich zu den anderen etwas einfacher. Gefährliche Kletterpassagen blieben uns erspart. Den wunderbaren Blick ins Tal nach Brixen konnten wir auf dem 6 km ca. langen Abstieg nur bedingt genießen. Es ging brutal abwärts, so dass jeder Schritt gut platziert werden musste.

Damit ist es endlich geschafft – In 7 Tagen 251,3 km mit 15.135 Höhenmeter.

Wir beendeten dieses Rennen als 117. was für diese Etappe einen 20. Rang in unserer „Master Mixed“ Kategorie brachte.

Trans Alpine Run 2016 - Vitargo Sportler Finale

Viele Grüße von den überglücklichen
Silvia und Karl

Florian Reuss Weltbester Ultraläufer 2015

Vor wenigen Tagen wurde mir eine riesengroße Ehre zuteil, denn ich wurde vom Weltverband der Ultraläufer(International Association of Ultramarathon, IAU) zum „Athlete of the Year“ gewählt. Für mich stellt diese Auszeichnung nicht nur das „I-Tüpfelchen“ auf einem, für mich persönlich unglaublichen Jahr 2015 dar, sondern in erster Linie auch den Höhepunkt meiner Karriere!

Ein paar Mal war ich für diesen Award schon nominiert gewesen, nun hat es für 2015 also zum erstem Mal überhaupt geklappt. Allerdings muss man an der Stelle sagen, dass Jonas Buud, der nach vier(!) zweiten Plätzen letztes Jahr überlegen die 100km Weltmeisterschaft gewann, den Titel genauso verdient gehabt hätte. Das Wahlergebnis war dementsprechend auch extrem knapp gewesen (nur 0,5%). Meines Wissens müsste ich auch der erste Deutsche sein, dem diese Auszeichnung bislang zuteil wurde.

Hier geht es zur Meldung der International Association of Ultramarathon

Hier geht es zur Meldung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes

Neben der internationalen Auszeichnung wurde ich auf nationaler Ebene ebenfalls zum „Ultraläufer des Jahres“, durch die Deutsche Ultramarathon-Vereinigung ausgezeichnet. In der Kategorie „Männer“ waren neben mir noch Florian Neuschwander und Martin Schedler nominiert, die ebenfalls ein tolles Jahr 2015 hatten.

Quelle: Florian Reuss, Blog http://www.florian-reus.de/de_DE/

Vitargo Sportler Florian Reus gewinnt den Spartathlon 2015

Hallo nach Deutschland,

es hat funktioniert und mein Plan ist voll und ganz aufgegangen! Mit einer Endzeit von 23:17 Stunden konnte ich das Rennen für mich entscheiden und den Traum „Weltmeister und Spartathlonsieger innerhalb eines Jahres“ realisieren.  Das Rennen war extrem dramatisch und ich musste mehrere kritische Rennphasen durchstehen. Ich freue mich riesig, dass ich dennoch meinen Traum in die Realität umsetzen konnte.

Vitargo Sportler Florian Reuss gewinnt Spartahlon

Viele Grüße
Florian Reus

Herzlichen Glückwunsch an den 24h Weltmeister 🙂 Was für ein Jahr!

Hier gibt es noch weitere Infos, Videos und Bilder zum Lauf:
https://www.facebook.com/florian.reus?fref=ts

Vitargo Sportler Florian Reus – Vorbereitung Spartathlon 2015

Florian Reuss Spartathlon 2015 Vitargo

Hallo zusammen,

die Monate ziehen nur so ins Land, so dass ich nur noch etwa 2,5 Wochen von meinem zweiten Saisonhighlight entfernt bin.

Am Freitag, den 25.9.15, findet nämlich die 33. Auflage des traditonsreichen Spartathlons statt, bei dem es 246 Kilometer nonstop von Athen nach Sparta zu bewältigen gilt. Beim Spartathlon handelt es sich um den wohl bekanntesten Ultralauf und aufgrund der Historie in gewisser Weise auch um einen Mythos. Vor gut 2500 Jahren soll nämlich der Bote Pheidippides die Strecke gelaufen sein, um bei König Leonidas Hilfe bei Verteidigung Athens gegenüber den Persern zu beantragen. Ganz davon abgesehen, dass diese Historie bei der Veranstaltung allgegenwärtig ist, markiert die von ihm benötigte Zeit von 36 Stunden auch heute noch das Zeitlimit des Rennens.

Florian Reuss Spartathlon 2015 Vitargo

Ich selbst möchte die Strecke natürlich deutlich schneller laufen, da ich mir nach den beiden zweiten Plätzen in den letzten zwei Jahren gerne auch den Traum vom Spartathlon-Sieg erfüllen würde! Die Vorbereitung auf den Lauf verlief bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt nahezu perfekt, so dass die Chancen, in diesem Jahr tätsächlich als erster den Fuß der Leonidas-Statue zu berühren – dieser markiert nämlich das Ziel des Laufs – auch ganz gut stehen. Ganz davon abgesehen kann ich in diesem Jahr auch relativ befreit ins Rennen gehen, da ich mir mit dem Gewinn der 24-h-Weltmeisterschaft ja sowieso schon einen großen Traum in dieser Saison erfüllt habe.

Einen Liveticker, bzw. einen Livestream, wird es in diesem Jahr auch wieder geben; auf den Link werde ich kurz vor der Veranstaltung hinweisen.

Florian Reuss Spartathlon 2015

Infos: www.florian-reus.de
Informationen zur Veranstaltung: www.spartathlon.gr

Bild und Textquelle: Florian Reuss per E-Mail

Vitargosportler Florian Reus 24h-Lauf Weltmeister!

Wir gratulieren Florian zu diesem tollen sportlichen Erfolg!

Vitargo Sportler Florian Reus ist 24h-Lauf Weltmeister

„Endlich zurück in der Unterkunft und auch ein bisschen Zeit für mich allein. Leute, das war der absolute Hammer und ich kann das alles noch gar nicht richtig glauben. Genau das, was ich mir so sehr gewünscht hatte ist jetzt tatsächlich wahrgeworden. Mir fehlen echt die Worte und ich brauch erst mal ein paar Tage, um das alles zu verstehen. Das war wieder ein richtig abgefahrener Rennverlauf! Den Deutschen Rekord kannste aber auf der Strecke vergessen, die Rampe hat uns mukulär richtig zugesetzt. Trotzdem war der mutige Beginn im Nachhinein gesehen, genau die richtige Taktik. Weltmeister… Saugeeeeeeeiiiiiil!!!!!!!!!

Hier gibt es noch den ganzen Rennbericht: http://www.florian-reus.de/de_DE/04/weltmeister/

Quelle: https://www.facebook.com/florian.reus?fref=nf
Bildquelle: Florian Reus (per E-Mail)

Florian Reus bei der 24-Stunden-Lauf WM in Turin am 11.4.15

Mit Vitargo beim Sparthalon

Hallo zusammen,

hiermit möchte ich schonmal vorab auf meinen Einsatz im Nationaltrikot bei der WM im 24-Stunden-Lauf in Turin am 11.4.15 hinweisen. Wie immer, wenn die Weltmeisterschaft auf europäischem Boden ausgetragen wird, findet zeitgleich auch die Europameisterschaft statt. In Deutschland ist der Deutsche Leichtathletik-Verband für die Nominierung zu den internationalen Meisterschaften in den Ultramarathon-Disziplinen verantwortlich, wodurch indirekt auch der Stellenwert des Laufes hervorgehoben wird.

Nachdem ich bei der Weltmeisterschaft im 24-h-Lauf schon einmal den zweiten Platz sowie einmal den dritten Platz erreichen konnte und die WM auch nur noch im Zweijahresrhythmus ausgetragen wird, ist mir dieser Lauf ganz besonders wichtig, um mir vielleicht den ganz großen Traum erfüllen zu können. Das wird aber mit Sicherheit nicht einfach, da hier meistens die Konkurrenz – vor allem in der Breite – noch stärker als beim prestigeträchtigen Spartathlon ist. Insgeheim träume ich auch davon mir mein absolutes sportliches Lebensziel – die Verbesserung des Deutschen Rekords aus dem Jahr 1987 (276,2km) – schon in diesem Wettkampf erfüllen zu können.

Insgesamt werden bei der WM mehr als 350 Athleten aus etwa 40 Nationen an der Startlinie stehen. Neben der Meisterschaft bietet der Veranstalter auch einen offenen Lauf mit nur wenigen Startplätzen für Breitensportler an, so dass sich wahrscheinlich mehr als 500 Läufer auf der 2 km langen Strecke befinden. Der Rundkurs befindet sich unweit vom Turiner Stadtzentrum gelegen und verläuft um, bzw. durch das Primo-Nebiolo-Stadion.

Informationen auch auf www.florian-reus.de
Informationen zum Ausrichter: www.iau-ultramarathon.org
Informationen zum Veranstalter: www.giroitaliarun.it
Informationen zur Historie der 24-h-WM: http://en.wikipedia.org/wiki/IAU_24_Hour_World_Championship

Quelle: Florian Reus

Für die Vorbereitung und die WM wünschen wir Florian viel Erfolg!

Florian Reuss mit Rekord beim 24-Stunden-Lauf in Taipeh (Tawain)

Wir erhielten heute eine E-Mail von dem von uns unterstützen Vitargo-Sportler Florian Reuss:

„Hallo nach Deutschland,

hier ein kleines Feedback zum angekündigten Lauf:

Vitargosportler Florian Reuss erfolgreich in Tawain

Lange Zeit des Rennens hat es tatsächlich so ausgesehen, dass das der Lauf meines Lebens werden kann.
Da es für mich diesmal nicht allzuviel zu verlieren gab, habe ich ein deutlich riskanteres Anfangstempo gewählt. Nach einem kurzen Durchhänger nach etwa sechs Stunden konnte ich insbesondere in den Nachtstunden ein ordentliches Tempo laufen.
Zu dem Zeitpunkt hat es verdammt gut ausgesehen, dass ich den Deutschen Gesamtrekord, der vor 27,5 Jahren mit 276,2 Kilometern aufgestellt wurde, brechen kann. Leider ging mir dann aber nach großem Kampf etwa drei Stunden vor Schluss ziemlich die Luft aus und ich war gezwungen, anzuhalten. Nachdem ich so nah am großen Traum dran war, ist danach ein Stück weit die Luft für mich raus gewesen. Dementsprechend beschloss ich nur noch die Kilometer voll zu machen, die zu Verbesserung des Deutschen 24-h-Bahnrekordes (aus dem Jahr 1988) noch nötig waren, voll zu machen. Letztendlich kam ich so auf 253,9 Kilometer, was gleichzeitig den dritten Gesamtrang im Rennen bedeutete.

Vor dem Lauf hätte ich das, unter Berücksichtigung des geringen Abstandes zum Spartathlon, sofort unterschrieben. Nach dem Rennverlauf ist es ein klein wenig schade, dass ich mir nicht schon jetzt meinen sportlichen Lebenstraum – die Verbesserung des Deutschen Rekordes – erfüllen konnte. Es wird mit Sicherheit nicht die letzte Chance gewesen sein…

SAM_3629 SAM_3628

Jetzt freue ich mich erstmal auf einige Wochen der Regeneration, bevor dann die Vorbereitung auf die 24-h-WM in Turin (11.4.15) losgeht.

Viele Grüße aus Taipeh
Florian Reus

p.s.
Erläuterung zu den Fotos nach dem Lauf: Unglaublich was hier für eine Begeisterung für den Lauf herrscht. So haben wir direkt nach dem Lauf eine halbe Stunde lang T-Shirts, Zettel und Handyhüllen unterschrieben (vor bzw. nach der Siegerehrung ging es noch weiter) und uns mit den Einheimischen fotografieren lassen. Irgendwann hat natürlich wieder mal mein Kreislauf verrückt gespielt, so dass ich mich auf den Boden legen musste. Die Taiwanesen sind aber hartnäckig und haben sich dann halt einfach reihenweise neben mir im Liegen fotografieren lassen ;).“

Vitargo Sportler Florian Reuss

Absolute Weltklasse und eine mehr als beeindrucknde Leistung – Glückwunsch!

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