Kategorie-Archiv: Ultramarathon

Sportgeschichten, News und Events aus dem Radsport

Auf dem beschwerlichen Weg zum Rennsteig, Teil 2 – der Syltlauf

Wie bereits im ersten Teil angekündigt, ist der Syltlauf über 33,333 km nach dem Halbmarathon in Vreden, zu dem wir wegen der winterlichen Witterungsbedingungen nicht angetreten sind, nicht nur der erste Wettkampf in dieser Saison, sondern auch sofort ein echtes Highlight. Denn der Syltlauf sorgt seit mittlerweile 30 Jahren dafür, dass Deutschlands nördlichste Insel nicht nur bei Urlaubern beliebt ist, sondern sich auch unter Ausdauersportlern wachsender Beliebtheit erfreut. Schon wenige Wochen nach Öffnung der Anmeldelisten sind die rund 1500 Startplätze vergeben, wofür unter anderem auch ein hoher Anteil an “Wiederholungstätern” verantwortlich ist, die es Jahr für Jahr Mitte März zu Deutschlands nördlichstem Lauf-Event zieht.

So stehe ich in diesem Jahr bereits zum 17. Mal an der Startlinie, Christine reiht sich bereits zum elften Mal in die in diesem Jahr winterlich vermummte Läuferschar. Viele Läufer sehen aus, als wollten sie an einem arktischen Marathon teilnehmen, dabei hat an diesem Sonntag der Wettergott wieder einmal ein Einsehen mit uns Läufern, was auch daran liegen mag, dass in diesem Jahr die Sylter Sagengestalt Ekke Nekkepenn die Läufer auf ihre Reise über die Insel schickt und so vielleicht den Kollegen vom Wetter ein wenig gnädig stimmt.

Christine und Holger mit Vitargo beim Syltlauf
Noch einen Tag zuvor sieht es allerdings so aus, als ob der Lauf gar nicht oder nur verkürzt stattfinden könnte (wie bereits zwei Mal in der 32 jährigen Geschichte des Syltlaufs geschehen). Bei unserem traditionellen Auslaufen am Samstagmorgen trauen wir unseren Augen nicht: Die Insel ist verschneit und ein orkanartiger Ostwind lässt einem selbst als erfahrenem Syltläufer mit Blick auf den Wettkampf am Sonntag mehr als mulmig zumute werden. Dabei ist  die 33,333 km lange Strecke von Hörnum im Süden nach List im Norden der Insel auch ohne diese extremen Witterungsbedingungen eine echte Heraus-forderung. Die für viele ungewohnten klimatischen Bedingungen mit Reizklima und zum Teil heftigen Gegenwind sowie die durch die Dünen im letzten Streckendrittel bedingten Höhenmeter machen aus dem Syltlauf für viele Teilnehmer trotz der fehlenden neun Kilometer zumindest einen “gefühlten” Marathon.

Bei der nunmehr 32. Auflage des Klassikers im hohen Norden, der zu den beliebtesten Landschaftsläufen in Deutschland zählt, bekommen wir gemeinsam mit den rund 1500 Teilnehmer im Vergleich zum Samstag eine „Light-Version“ geboten. Seitlicher Schiebewind und Sonnenstrahlen zumindest auf der ersten Streckenhälfte lassen den rund 960 gemeldeten Einzelstartern den Zieleinlauf an der Grundschule in List als machbar erscheinen. (Allerdings erreichen nur gut 600 Läufer das Ziel, ob das fehlende Drittel aufgegeben hat oder erst gar nicht angetreten ist, lässt sich nicht verlässlich sagen.) Erst auf den letzten vier Kilometern gibt es dann für alle das echte Syltlauf-Feeling: „Wind von vorn“ – und das nicht zu knapp. Da sind aber die meisten durch die empfindliche Kälte und die zurücklegten knapp 30 Kilometer schon so ausgezehrt, dass sie den stürmischen Böen nicht mehr viel entgegen zu setzen haben.

Angesichts dieser Bedingungen ergeht es uns nicht anders als den beiden Seriensiegern bei den Herren und Damen, denn beide verlieren gegenüber dem Vorjahr rund drei Minuten. Bei uns beiden sind es vier Minuten gegenüber unserem letzten gemeinsamen Syltlauf 2011. Im letzten Jahr musste Christine wegen eines Infekts passen, da war ich eine Woche vor meinem folgenschweren Unfall alleine und mit 2:41 Stunden bei allerdings traumhaften Bedingungen deutlich schneller unterwegs. Apropos Unfall: Der liegt nun fast genau ein Jahr zurück und nach dem ersten Schock hatte ich mir damals im Krankenhausbett vorgenommen, alles dafür zu geben, um 2013 am Syltlauf teilnehmen und meine Serie fortsetzen zu können.

Mit Vitargo beim Syltlauf

Nachdem Christine, die mit bereits 10 Starts auf der Insel auch eine erfahrene Syltläuferin ist, in den letzten Jahren immer wieder knapp an einem Podestplatz in der Altersklasse W40 vorbeigeschrammt ist, macht sie sich in diesem Jahr berechtigte Hoffnungen auf einen Platz unter den ersten drei Damen in der W45, zumal ich ihr, so weit dies bei meiner eingeschränkten Leibesfülle möglich ist, Windschatten bieten will. Trotz guter Teamwork auf den letzten vier Kilometern wird es auch beim 11. Start nichts mit einem Platz auf dem Siegerpodest. Woran es genau liegt, weiß die im Ziel an der Lister Grundschule erschöpfte und ein klein wenig enttäuschte  angehende Ultraläuferin auch nicht.  Genau 2:54,11 Stunden brauchen wir für den Lauf über die Insel im Dress des Sylter Vereins Tinnum 66, in dem wir aus Verbundenheit zur Insel und natürlich zum Syltlauf seit geraumer Zeit Mitglied sind. Für Christine reicht es immer noch zu einem starken, allerdings undankbaren vierten Platz in der W45. Ich schaffe es zum 17. Mal auf Sylt zu finishen und tatsächlich ein wenig Windschatten zu bieten. Einfach glücklich bin ich darüber, dass ich bei meinem Lieblingslauf überhaupt laufen kann – und das ohne Schmerzen. Was für eine Bedeutung hat da die Zeit?

Wir bleiben nun noch knapp zwei Wochen auf Sylt und werden versuchen zumindest noch zwei längere Läufe in Vorbereitung auf den Rennsteig hinzubekommen. Das nächste Etappenziel auf dem Weg zum Rennsteig heißt dann „Weiltalweg-Marathon“ am 21. April.

Bild und Textquelle: Holger Deifuß

Auf dem beschwerlichen Weg zum Rennsteig, Teil 1

Auf dem beschwerlichen Weg zum Rennsteig, Teil 1

Nach einem „Seuchenjahr“ 2012 (u.a. Bruch der rechten Kniescheibe infolge eines Radunfalls) bin ich mittlerweile wieder so weit, dass ich mir für die Saison 2013 bescheidene Ziele setzen kann, wobei die Tatsache, dass ich überhaupt wieder längere Strecken laufen kann angesichts der Schwere der Verletzung mehr als bemerkenswert ist – das erst einmal vorweg. Nach einem motivierenden Debut 2011 über die 100 km-Distanz lassen mich die Ultradistanzen nicht mehr los. Eigentlich war die Planung, Mitte August dieses Jahres die 100 Meilen beim Mauerlauf in Berlin zu laufen (mit Zieleinlauf an meinem Geburtstag), aber da muss ich wegen der komplett fehlenden letzten Saison später noch mal ran. So also der Rennsteiglauf Ende Mai, ein Klassiker, den man als Läufer ja auch mal gelaufen sein muss. Und der Supermarathon hat mit seinen knapp 73 km und nicht zu wenig Höhenmetern auch ausreichend Ultra-Charakter. Teile des Rennsteigs bin ich schon bei meinem Hunderter, „Thüringen Ultra“, gelaufen, der in Fröttstädt gestartet wurde und immer wieder Streckenabschnitte des Rennsteigwegs aufwies.

Mit von der Partie beim Rennsteiglauf wird dann auch meine Frau Christine sein, die hier ihren ersten Ultra laufen will und mit über 25 Laufjahren und 40 Marathonläufen ausreichend Erfahrung für dieses Unternehmen besitzt.

Eine erste Standortbestimmung soll der Halbmarathon in Vreden sein. Traditionell beginnen wir die Laufsaison auf den schnellen Wendepunktstrecken unweit der Grenze zu den niederländischen Nachbarn im Westmünsterland. Eine ganz familiäre Veranstaltung, von Läufern für Läufer. Allerdings entscheiden wir uns am Vorabend schweren Herzens dagegen in Vreden an den Start zu gehen. Die vorausgesagten deutlichen Minustemperaturen sowie der eisige Nordostwind lassen die Teilnahme an einem Wettkampf nicht als sinnvoll, vielleicht sogar als gesundheitsschädigend erscheinen. Also disponieren wir schnell um und buchen für den frühen Samstagmorgen 25 km auf unserer Hausrunde. Die sind angesichts der Bedingungen aber auch nicht das reine Vergnügen (wie das Bild von Christine zeigt), wir ziehen das aber durch und schaffen es sogar, jeden 5 km-Abschnitt insgesamt eine Minute schneller zurück zu legen. Am nächsten Wochenende steht dann der erste 30er an, bevor Mitte März mit dem Syltlauf über 33,333 km das erste Saison-Highlight folgt.

Vitargo Christine Winterlauf

(Fortsetzung folgt)

Vielen Dank für diesen Bericht und vor allem ein wieder guten Einstieg in die langen Distanten für die Laufsaison 2013 wünscht das MyVitargo-Team!

Bild- und Textquelle: Holger Deifuß per E-Mail

Berliner Mauerweg Tour 2012 – Laufbericht von Karl Berndstrotmann

In drei Tagen über 170 km

Sportler gedenken der Maueropfer in Berlin

“Dieser Lauf ist und bleibt eine Besonderheit, da man an die Opfer des Grenzstreifens gedenken möchte und die Zusammenführung einer Stadt, welche durch widere Umstände über Jahrezehnte lang geteilt war. Entlang der Strecke erinnern zahlreiche Gedenk- und Info-Tafeln sowie vereinzelt auch noch Mauer- und Zaunreste an diese menschenunwürdige Grenze. Der diesjährige Mauerweglauf ist ein Etappenlauf, der sich über drei Tage erstreckt und die Teilnehmer bei einer Gesamtlänge von insgesamt 174 km (1. Tag 63 km, 2. Tag 66 km und am 3. Tag nur noch 45 km) vor eine große Herausforderung stellt”, heißt es bei den Veranstaltern.

Vitargo Sportler Karl Bernd Strotmann und Silvia Rusche

Am 09.11.2012 starteten neben Silvia Rusche und Karl Berndstrotmann rund 70 weitere UltraläuferInnen um 8: 00 Uhr zur 2. MauerwegTour.

1. Etappe

Die 1. Etappe über 63 km startete in Kreuzberg und verlief südlich durch Berlin bis zum Wannsee. “Die Strecke war nicht einfach zu laufen, denn es ging oft über lange, einsame und schnurgerade Wege. Highlights waren die großzügig ausgestatteten Verpflegungsstellen,” berichtet Karl Berndstrotmann, der diese Strecke zum zweiten Mal absolvierte (Sieger in 2010).

2. Etappe

“Die Beine sind noch schwer und die Körper müde… und doch geht es, für nun mehr noch 60 Teilnehmer auf die “Königsetappe” über 66 km. Heute spielte das Wetter auch mit, und so wurde die Etappe ein wahrer Genußlauf. Die Strecke velief durch Potsdam, über die Glienicker Brücke, am Schloß Cecilienhof vorbei, durch Staaken bis in den Norden von Berlin. Etappenziel war Hennigsdorf”, so Karl in seiner Berichterstattung.

3. Etappe

Die 3. Etappe versprach, bei tollem Wetter und großartigen Ausblicken auf Berlin- Mitte der schönste Abschnitt des Laufes zu werden. Mit 45 km war es natürlich auch die kürzeste Etappe. Mit jedem Schritt kamen Silvia und Karl der hektischen Metropole näher. Vorbei am neuen Hauptbahnhof, dem Reichstag, dem Brandenburger Tor, dem Potsdamer Platz und dem Check Point Charly zum Ziel in Kreuzberg. Berlin geizt nicht mit seinen Sehenswürdigkeiten.

Von den gestarteten 70 Ultras kamen nur 51 am Ziel an. Silvia belegte in der Gesamtwertung der Frauen den 2. Platz. Sie benötigte für die 174 km insgesamt 18:58 Stunden. Karl wurde in der Gesamtwertung 4. Seine Gesamtzeit betrug 15:58 Stunden. Für alle, die schon einmal die Sprintstrecke über 42,2 km gelaufen sind: Rechnerisch hatte Karl einen Km-Schnitt von 5:30 Minuten. Das entspricht einer Marathonzielzeit von 3 Std. 52 Min.! Silvia hatte es nicht ganz so eilig, sie war im Schnitt mit 6:32 pro Km unterwegs. Da hat man etwas mehr zu sehen!

Silvia´s Zeiten:

1. Etappe 63 km: 6:49 3. Platz
2. Etappe 66 km: 7:20 2. Platz
3. Etappe 45 km: 4:29 1. Platz

Karl´s Zeiten

1. Etappe 63 km: 5:38 3. Platz
2. Etappe 66 km: 6:20 4. Platz
3. Etappe 45 km: 3:57 4. Platz

Bei all den hervorragenden Ergebnissen und Erlebnissen sollte nicht vergessen werden, dass mit jedem gelaufenen Kilometer auf dem Mauerweg, der in einem großen Bogen um das westliche Berlin führt, auch an die zahlreichen Opfer der früheren Grenze erinnert wurde.

Texttquelle: http://www.lauftreff-luedinghausen.de/ (Karl Berndstrotmann per Mail)

Glückwunsch zu dieser tollen Laufleistung!

100 Kilometer von Kienbaum – Karl Berndstrotmann und Silva Rusche

Silvia Rusche und Karl Berndstrotmann beim  100 km Lauf in Kienbaum

7 Vitargo- Gels , und fast 3 Liter Vitargo – Carboloader und  natürlich Wasser. Das war die Verpflegung während des 100 km Lauf in Kienbaum am 24.03.  Start war am frühen Morgen um6:30 Uhr bei recht kühlen 3 Grad .  Im Verlauf des Tages stiegen die Temperaturen auf 18 Grad. Somit eigentlich ideale Laufbedingungen.

Vitargo Sportler Karl Bern Strotmann und Silvia Rusch bei den 100KM von Kienbaum

20 mal musste die 5 km Runde im Sportleistungszentrum bei Berlin durchlaufen werden. Das erste Zwischenziel war, die 50km Marke unter 4 Stunden zu durchlaufen.  Nach dem  Motto „gestorben wird später„ durchlief Karl die 50 km nach 3:53 Std. Auch in den nächsten Runden konnte er den Rundenschnitt von 25 – 27 Minuten laufen und das Tempo halten.
Der befürchtete Hammer kam nicht und so lief er in tollen 8:17 Std. durchs Ziel. Das war der 4. Platz in der Gesamtwertung und der 1. Platz in der AK.

Nach guten Durchgangszeiten bis zur 50 Km Marke, musste Silvia mit gesundheitlichen Problemen aus dem Rennen aussteigen. Bis dahin lag sie mit Rundenzeiten von 29 – 32 Minuten sehr gut in der Frauenwertung.  Im Ziel gab  es dann u.a. „ Gainers Gold“  und einen Stuhl  -  endlich sitzen!

Glückwunsch zu dieser Leistung!

Bild und Textquelle: Karl Berndstrotmann und Silva Rusche

Gut versorgt durch die Sahara – Martin Jansen mit Vitargo in der Wüste

Mit Vitargo in der Wüste - Martin Jansen

Vom 04.-10.März 2012 war ich beim Wüstenrennen “100km del Sahara” aktiv. Grob gesagt: einmal Tunesien von Ost nach West. 70 Prozent durch Sand und 30 Prozent auf Trails. Neben guten Schuhen (Inov8) und Wüstengamaschen (Raidlight), die Sand von den Füssen fernhalten, sind eine gute Strategie und die richtige Energiezuführung von entscheidender Bedeutung für den Erfolg. Alles ging bei mir ausgezeichnet auf! Trotz widriger Wetterbedingungen mit Sandsturm, einstürzender Berberzelte und Minusgraden in der Nacht war die Woche ein toller Erfolg. Es galt fünf Etappen in vier Tagen mit insgesamt 108 km zurückzulegen.

Martin Jansen mit Vitargo in der Wüste

Lag ich am ersten Tag auf einem erfreulichen 79.Platz, konnte ich mich mit jeder Etappe noch weiter nach vorne arbeiten, um schliesslich als sechstbester Deutscher auf dem fantastischen 58.Platz in 11:44h anzukommen. Um täglich mit voller Energie starten zu können, habe ich Vitargo Carboloader vor den Läufen getrunken. Salt&more Salztabletten haben mich während des Rennens versorgt (10 Stück alleine beim Marathon) und ein Recovery-Drink Gainers Gold im Ziel zur schnelleren Regeneration um beim nächsten Lauf wieder angreifen zu können.

Rückblickend bleibt eine Woche in toller Natur, mit den Naturgewalten der Wüste und vielen unvergesslichen Eindrücken in Erinnerung. Mein Dank gilt Vitargo für die Unterstützung!

Mal sehen, was ich mit meinen beiden UTMB-Punkten mache.

Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!

Text- undBildquelle sowie weitere tolle Fotos und Videos: http://www.weitgereister.de/sponsoren-medien/vitargo/100-km-del-sahara/

Martin Jansen läuft die 100km del Sahara

Duisburg.   Sonne, Sand und Stille: Der Neudorfer Martin Jansen will im März mehr als 100 Kilometer durch die Sahara laufen.

Er ist 900 Kilometer über den Jakobsweg gepilgert, eine Woche mit dem Rad von Mailand nach Düsseldorf gefahren, ist in Island auf einem Gletscher und in Nepal über den Thorong-La gewandert und stand schon auf dem 5895 Meter hohen Gipfel des Uhuru Peak in Kenia. Jetzt sucht der Duisburger Martin Jansen eine neue Herausforderung: Im März will er mehr als 100 Kilometer durch die Sahara laufen.

Was den 34 Jahre alten Neudorfer daran reizt, ist das Gefühl „ausgesetzt zu sein“, erzählt er der NRZ. „Man konzentriert sich auf das Wesentliche und ist auf das beschränkt, was man dabei hat. Und das reicht eigentlich.“ Wer lange Distanzen läuft, bekomme eine andere Sicht auf die Dinge. Ein Rennen durch die Wüste, das bedeutet Sand, Sonne, Stille und auch Einsamkeit. „Ich hoffe aber, dass ein oder zwei Läufer das gleiche Tempo haben und in Sichtweite bleiben“.
Maximal 200 Teilnehmer

Auf die Idee kam der IT-Spezialist bei einem Zweitagesrennen im Saarland. Beim nächtlichen Zwischenstopp in einer Blockhütte hatte ihm ein Ehepaar von dem Wüstenlauf erzählt. Maximal 200 Teilnehmer werden dabei zugelassen, 140 haben sich bisher angemeldet, darunter auch etwa 30 Deutsche.

Den ganzen Artikel  sowie Bild und Textquelle: Ingo Blazejewski,http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/der-wuestenlaeufer-id6195985.html

Interview mit Oliver Binz und Willi Melcher zum UTMB

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Hallo Oliver & Willi,

es sind jetzt einige Tage seit eurer Umrundung des Mont-Blanc-Massives mit 166 km und ca. 9500 Höhenmeter vergangen. Da wir ja immer wieder Sportler dabei haben, die extreme sportliche Herausforderungen bewältigen (Paris-Brest-Paris, Marathon de Sables, Comrades Marathon, Race Across Amercia, Ironman, 24 Stunden Schwimmen etc.) oder noch bewältigen wollen, möchten wir die Gelegenheit nutzen euch einige Fragen zum Thema Ernährung und Vitargo zu stellen?

Wie geht es euch aktuell? Konntet ihr die Erlebnisse/eure sportliche Leistung schon ansatzweise realisieren?

Oliver und Willi: Uns geht es sehr gut, fast schon blendend. Körperlich fühlten wir uns schon nach 1-2 Tage sehr gut. Es spielen hier mehrere Faktoren zusammen dass wir dieses Ultra-Erlebnis so gut weggesteckt haben, obwohl es der schwerste Lauf in der Geschichte des UTMB war. Wir hatten eine gute und konzentrierte Vorbereitung, unser Durchschnittspuls war über dem Wettkampf bei unter 130 Schlägen/min, unsere Ernährung im Wettkampf war abwechslungsreich und ausreichend mit Vitargo-Elektrolyten versehen.
Und natürlich mit Gainers Gold direkt nach dem Finish (und dieses Mal zwei eiskalte Biere :- )

Mental kann man das Erlebnis am Mont Blanc Laufen zu dürfen nicht so schnell verarbeiten. Die visuellen Eindrücke sind gewaltig, die mentalen Anforderungen extrem.
In diesem Jahr hatten wir geboten bekommen bzw waren wir Läufer gezwungen zu verarbeiten. Der Regen in den ersten Stunden, die Kälte und Feuchte in der ersten Nacht, der Schnee am nächsten Morgen, die Nachmittags-Sonne und Wärme in Italien, der Nebel in der zweiten Nacht in der Schweiz und die Sonne am strahlend blauen Himmel bei den letzten Anstiegen in Frankreich waren hinzunehmen. Streckenverkürzung vor dem Start, Startverschiebung um 5 Stunden, Streckenverlängerung und Höhenzuschläge im Wettkampf, Änderung des Höhenprofil waren Bonuszuschläge. Ganz zu schweige von den persönlichen Höhen und Tiefen in dem Lauf.

Das dauert bis man alles verarbeitet hat, realisieren kann, was für ein Lebensziel man da erreicht hat.

Wie hoch schätzt ihr den Faktor Ernährung für den UTMB-Lauf ein? Welche Rolle hat Vitargo dabei für euch gespielt? Benutzen viele Ultraläufer überhaupt Sporternährung?

Oliver: Mir persönlich war es wichtig über den Wettkampf von über 40 Stunden einen konstanten Elektrolythaushalt zu haben und ausgewogen zu Essen Die Elektrolyte habe ich aufgeteilt in flüssige Zufuhr und Salztabletten (Salt&more). Bedingt durch die teilweise „Automonie“  konnte ich nur an zwei Stellen konzentrierte flüssige Vitargo-Elektolytansätze (2:1 vom Mischungsvorschlag) deponieren bzw aufnehmen.

Meine Salztabletten versuchte ich im Rhythmus von 2 Tabletten pro Stunde aufzunehmen.  Geschafft hatte ich eine Aufnahme von ca. 60 Tabletten in den 41,5 Stunden. Ansonsten gab es bei mir die gewohnte Mischung aus  Trinken: Brühe, Cola, Wasser, Tee, Isogetränke Essen: Nudelsuppen, Brötchen, Kekse, Nüssen, Käse, Salami, Orangen, Schokolade und Vitargo-Riegel in allen Geschmacksrichtungen.

Schließlich galt es verbrannte ca. 30.000 kcal in den 41,5 Stunden nachzulegen!

Willi:  Da ich für 2 Tage nicht die komplette Ernährung mitnehmen konnte habe ich versucht an der Steckenverpflegung das jeweils richtige für mich zu finden. Zur Sicherheit hatte ich Vitargo-Gels dabei, bzw. in Courmayeur deponiert. Salztabletten Salt&more hatte ich immer griffbereit.(alle 2 Std – 2 Stück) Vor den Verpflegungspunken übelege ich was brauche ich unbedingt.
Das steuere ich zuerst an. Habe ich das beisammen, so schaue ich mich um (was gibt es sonst noch) und greife dann nach Lust und Laune zu. Das kann dann auch mal Wurst und Käse sein. Eine Ernährungsstrategie halte ich für sehr wichtig. Hier probiere ich im Training und in den Vorbereitungswettkämpfen aus um das für mich Richtige zu finden. Allerdings: Ultra ist sehr individuell. Jeder sollte seine eigene Strategie finden. Bei mir ist ganz wichtig: Cola muss immer dabeisein. Wenn es Brühe gibt greife ich da auch gerne zu. Milch und Eiweißprodukte gehen gar nicht. Mit Ausnahme von Käse. Nudeln mag ich. Doch plötzlich brachte ich beim UTMB keine mehr runter. In den Drog-bags unterwegs deponiere ich gerne “Belohnungen” auf die ich mich freue: alkoholfreies Bier, Red Bull, Vitargo Gel…

Welche Vitargo Produkte habt ihr wie eingesetzt? Habt ihr Tipps, Tricks an Sportler die sich ebenfalls einer solchen Herausforderung stellen wollen?

Oliver und Willi: Wie schon gesagt, die ausgewogene Mischung macht es. Über die verschiedenen Wettkämpfe entdeckt man, was für einen in welcher Phase gut ist, wo es vielleicht drücken könnte, was man besser im Magen verarbeitet, was einem genügend Energie zu Verfügung stellt. Wir beide bevorzugen das Elektrolyt-Getränk im Mischungsverhältnis 2 Tüten – 700ml Wasser, der kontinuierlichen Salztablettenzufuhr (2 Salt-Tabs pro Stunde) und dem Gainers Gold nach dem Wettkampf (nach großen Wettkämpfen auch gleich 2 Tüten auf 1,5 Liter angesetzt in den ersten 30-45min nach dem Wettkampf trinken)

Welche Bedeutung haben aus eurer Sicht Mineralstoffe und habt ihr eine Trink-Strategie für euch entwickelt?
…hatte ich oben schon ausgeführt…

Habt ihr von dieser extrem körperlichen Belastung Blessuren davon getragen, wie verlief die Regeneration?

Oliver und Willi: Wir hatten beide keinerlei Blessuren, welch ein Glück. 1-2 Stunden vor dem Zieleinlauf hatte ich (Oliver) gedacht ich bekommen ein Achillissehnenreizung, aber die nach dem Finishen sofort wieder weg. Anscheinend nur ein kurzer Hinweis des Körpers, dass ich die letzten Kilometer langsamer laufen und geniessen soll. Aber Scherz beiseite: Nach den 41,5 Std, 170km und 9700 Höhenmeter keine einzige Blase, keine Reizung, kein Muskelkater, das war schon fast ein Wunder, nur ziemlich Müde wurde ich am Abend, bin über der Pizza eingeschlafen…

Glückwunsch zu dieser tollen Leistung und vielen Dank für das Interview!

Karl Berndstrotmann und Silvia Rusche erfolgreich beim 100 KM von Kienbaum

-mib- Lüdinghausen. Die Ultramarathonelite traf sich am Wochenende im Bundesleistungszentrum Kienbaum, wo die 31. Auflage der „100 km von Kienbaum“ auf dem Programm stand. Mit Karl Berndstrotmann und Silvia Rusche gingen auch zwei Athleten des Lauftreffs Lüdinghausen auf dem Gelände der Sportschule südöstlich von Berlin an den Start.

Vom Frühling im Münsterland war in Brandenburg nicht viel zu merken, denn beim Start am frühen Samstagmorgen herrschten kalte Temperaturen und Regen, der aber nach gut zwei Stunden aufhörte. Für Karl Berndstrotmann lief es trotz der äußeren Bedingungen bis 75 km auf  dem 5-km-Rundkurs recht gut. Dann hatte er eine kleine Schwächephase, in der er auch ein Stück der Strecke gehen musste. Das gab ihm Kraft für das letzte Viertel, so dass er das Ziel nach 9:08:22 Stunden erreichte. Damit belegte er in der Gesamtwertung den 11. Platz und Rang zwei in der AK 50. Nach einer längeren Verletzungspause hatte Silvia Rusche die 50 km in Angriff genommen. Am Ende blieb die Uhr bei 4:44:00 Minuten stehen. Sie belegte Rang zwei bei den Frauen und wurde Erste in der AK 45. „Auch mit mehr Training hätte ich die Siegerin nie geschlagen, denn deren Siegerzeit von 3:46 Stunden erreichen viele nicht einmal auf der Marathonstrecke“, sagte Rusche.

Die Lüdinghauser hatten noch Zeit, der deutschen Nationalmannschaft der Turner bei ihrem Training für die Europameisterschaft zuzuschauen. Mit dem Boxer Arthur Abraham  der sich in Kienbaum auf seinen nächsten Kampf vorbereitet, führten sie Gespräche über die richtige Ernährung bei einem Ultramarathon.

Quelle: http://www.lauftreff-luedinghausen.de/

miles – Institut für Leistungsdiagnostik in Schwerte

Miles - Leistungsdiagnostik neuer Partner von MyVitargo

Wir freuen uns zukünftig mit der Firma miles – Institut für Leistungsdiagnostik in Schwerte, Geschäftsführer Sven Schrul zusammen zu arbeiten. Seine Schwerpunkte sind: Leistungsdiagnostik mittels Ergospirometrie, Leistungssteigerung, schnelleres Abnehmen, Trainingsplanung, Gesundheitsoptimierung uvm.

miles germany Leistungsdiagnostik aus Schwerte Sven Schrul - neuer Vitargo Partner miles

Das Besondere der Miles: Mobile Ergospirometrie, Messung direkt vor Ort, im Verein etc. Sven Schrul ist Sportwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Trainingswissenschaft und Sportmedizin.

In unserem Blog haben wir extra eine Kategrie – Leistungsdiagnostik eingeführt wo Ihr interessante Beiträge von miles zur Leistungsdiagnostik mittels Ergospirometrie, Leistungssteigerung, schnelleres Abnehmen, Trainingsplanung, Gesundheitsoptimierung uvm. nachlesen könnt.

>> Hier geht zur Kategorie: Leistungsdiagnostik

Trailstory– 2. Schwabacher Winterultralauf – Teil 3

2. Schwabacher Winterultralauf am 16.Januar 2011 von Oliver Binz / Organisator: Gerhard Börner

Was für ein Tag. Gerhard Börner hat gerufen, und 21 wagemutige Ultraläufer/innen wollten Ihren Weihnachtsspeck beim 2. Schwabacher Winterultralauf am 16.01.2011 verbrennen. Januar 2011, das heißt das neue Laufjahr hat begonnen und der Kalender zeigt nur noch 6 Monate bis zum großen Lauf um die Zugspitze.Mein Vorhaben, in der „Ohne-Trainingsplan-Zeit“ bis März jeden Monat einen Ultra zu Laufen und für Plan B unter www.zugspitz-ultratrail.com  einen Bericht zu verfassen geht munter weiter.

Nach 7 Wochen laufen mit Yaktrax, auf Schneebedeckten Waldwege, auf Glatteis und ständiger Dunkelheit oder trüben Tagen war heute ein wahrer Frühlingstag bei Temperaturen zwischen 5 und 10° C und 100% Sonnenschein angesagt. Alles perfekt für einen tollen Lauf, um eine schöne Landschaft und nette Leute kennenzulernen.

Wir trafen uns im Schwabacher Fitnessstudio und es war erstmal ein Schaulaufen einiger Ultragrößen mit zahlreichen UTMB-Finisher-Westen und Finisherstories vom Spartalon, Trans Gaule, Tor de Geant usw. angesagt. Ok, ich bin hier ein kleines Licht merke ich, aber alle sind super nett.

Entspannt und bei strahlendem Sonnenschein gehen 19 Männer und 2 Frauen mit Gerhard nach einem kurzen Briefing auf die Strecke. 4 Verpflegungsstationen, viele Waldwege und einige kulturelle Highlights erwarten uns über den Tag hinweg auf den 56km und +/- 750 Höhenmeter.

Der Schnee und das Hochwasser waren erst die letzten Tage gewichen, aber Pützen

und schlammige Böden sorgten für die kostenlose Wellnesseinheit für die Fusszehen. Leider hatte ich die falschen Schuhe gewählt, nur Trailschuhe ohne jegliche Goretex-Membrane. Oder ich hatte Glück, gerade die Schuhe auserwählt zu haben, da das eingedrungene Wasser gerade wieder vorne raus laufen konnte. Wohlweislich hatte ich meine Füße ausreichend eingecremt, so konnte ich die 7 Stunden ohne Blasen laufen. Es ging über Kammerstein nach Abenberg, einen kurzen Abstecher zu imposanten Burg Abenberg, ehe die zweite Verpflegungsstelle erreicht wurde. Gerhard weiß was Läufer mögen, und so war das Angebot sehr reichhaltig und super klasse. Neben dem Essen hatten Gerhard und Margot bei lieben und netten Leuten in deren Garage immer einen halben Getränkemarkt aufgebaut. 24,5 km waren absolviert.

Weiter geht’s zum Anstieg des Abenberger Klosterberges und danach über feuchte Wiesen ins liebliche Aurachtal. Singletrails entlang der Aurach zeigen uns Gerhards schönsten Streckenabschnitt. Neben weiteren unzähligen Fußbädern kämpften wir uns kurz vor Büchenberg durch den dichten Wald.

Leider hatte ich von der leckeren Schwarzwurst so viel gegessen, dass es mir in der nächsten Stunde fast den Magen zerriss. Bis dato mir unbekannte Magenprobleme zwangen mich zu zwei ungeplanten Toilettengängen. Nach der 3.VP in Büchenberg beruhigte sich zum Glück wieder alles nach Bier und Keksen.

Entlang der Rednitz zeigte Gerhard uns ein weiteres kulturelles Highlight: den Rednitzhembacher Kulturweg. Schöne und eigenartige Skulpturen versüßten den Weg in die Vororte von Schwabach.

Ein Gruppenphoto bei untergehender Sonne an der Sonnenuhr nach der Marathondistanz und die kommende Verpflegung bei Margot und Gerhard nach 6 Stunden (44,5k) läuteten die letzte Stunde ein.

Die warme Brühe im Carport bei Börners tat richtig gut. Frisch wurde es, und so wurde entweder die Jacke übergezogen oder die Mütze übergestülpt.Schwabach wurde durch den Grüngürtel erobert, ehe wir 2km vor dem Ziel den Marktplatz mit restaurierten unter Glasverpackten Marktbrunnen einnahmen. Froh gelaunt rollte es sich leicht die letzten 2km in Richtung Ziel, mit dem Wissen, dass gleich die warme Dusche und die Sauna warteten.

Bei Bier und Gemüsepasta ging ein perfekter Lauftag mit 56km mit dem Kennenlernen von Land und Leute zu Ende.

Vielen lieben Dank an Gerhard, Margot und an die anderen Teilnehmer für den tollen Tag.

Daten –alles in circa Werten –:

56km / 750 Höhenmeter
Laufzeit: 6,5 Stunden
Gesamtzeit: 7:20 Stunden:min (Pausen ca. 1 Std zusammenaddiert)
Oliver Binz
Bilder: Gerhard Börner

http://ultra-burna.de/schwabacher-winter-ultra-2011.html

Quelle: http://www.binz-online.com/Weg_2011/Eintrage/2011/1/16_3_-_2._Schwabacher_Winterultralauf.html

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