Archiv der Kategorie: Radmarathons

Einmal vom Atlantik zum Mittelmeer Trans Pyrenäen 2014 – David Jocham, Aleks T. und Bernd Z.

We did it! Trans Pyrenäen 2014. Mission accomplished! 11 Tage, ca. 17.500 Höhenmeter und 800 Kilometer.  Als ich im Frühjahr 2013 das Ziel fasste die Pyrenäen zu überqueren und zwar nicht von Nord nach Süd sondern von West nach Ost wusste ich noch nicht was mich erwartet. Schon die Vorbereitung hatte es  in sich. Aufgrund der Schneelage im Januar wurde fleißig auf dem Ergometer trainiert, um sich für die Tour fit zu machen. Doch dann erkrankte ich im März 2013 aufgrund des Epstein–Barr Virus am pfeifferschen Drüsenfieber und wer die Schicksale von Olaf Boden oder den Leidensweg von Rafael Nadal zurück zur Weltspitze kennt, weis, dass diese Erkrankung für viele Athleten zur Vermeidung von Folgeschäden vor allem eins bedeutet – absolute Sportpause. Somit rückte das Ziel einmal vom Atlantik zum Mittelmeer mit dem Mountainbike zu radeln in weite Ferne – zumindest vorerst. 2014 nach überstandener Erkrankung und Bescheinigung der Ärzte zur vollen Sporttauglichkeit verfolgte ich das Ziel mit noch mehr Ehrgeiz und Elan. In meinem Freundeskreis konnte ich zwei Mitstreiter gewinnen, so dass wir ab jetzt zu dritt für das Ziel schwitzten für die Trans Pyrenäen 2014 fit zu werden.

Mit Vitargo in den Pyrenäen

Unsere Anreise erfolgte mit einem 9-Sitzer über Frankreich entlang der Atlantikküste bis nach Saint-Jean-de Luz. 11 Tage später sollte uns das Mittelmeer erwarten. Der 1. Tag von Saint-Jean-de Luz nach St. Etiennne Byerro war geprägt von Tragepassagen (>28% Steigung) entlang des Jakobswegs GR11, bei denen sich die Frage stellte, ob der Jakobsweg aufgrund der Strapazen eher den Pilgerweg in die Hölle statt in den Himmel darstellt. Die lange Abfahrt auf die französische Seite entschädigte aber das „gemächliche Einrollen“ von 96 km und 1950 hm.

Um wieder auf den geplanten Track zu kommen mussten wir den Pyrenäen Hauptkamm kreuzen. Statt von Meer zu Meer überqueren wir die Pyrenäen nun auch von Nord nach Süd. Ein wahrer Pyrenäen Cross! 3,5 Stunden und 1500 Höhenmeter später erreichten auf der französischen Seite den Ort  Iraty. Die Möglichkeiten für die Weiterfahrt um 17:00 waren entweder den Pass heute noch anzugehen und um 21:00 ohne Hotelreservierung im nächsten Ort anzukommen oder in Larrau zu übernachten. Wir entschieden uns für das 4-Gänge Menü in Larrau. (1800 hm, 85 km)

Regeneriert und gut geschlafen wollten wir um 7:00 los. Doch Bernds Hinterteil verliert Luft, beim Reifenwechsel zieht Aleks die Bremse – sehr unvorteilhaft bei Scheibenbremsen. Doch Bernd – den Bike Doktor – hält auch eine verbogene Stellfeder nicht auf. Am Hauptkamm hat lediglich Schnee gefehlt um das perfekte Wetter bestehend aus 5 °C, Nebel, Wind und Regen zu komplettieren (1800 hm, 85km). Macht nichts. Am nächsten Tag geht es zum Highlight der Tour – den spanischen Grand Canyon.

Der 4. Tag von Torla entlang des spanischen Grand Canyons nach Plan war die geilste Etappe meines Lebens (2000 hm, 81 km). Unfassbare Landschaften (Mirador de la Brecha de Arazas), knackige Anstiege und herrliche Abfahrten entlang des Canyons. Und das bei perfekter körperlicher Verfassung und Wetter! Die nächsten Tage können kommen.

Von Plan aus geht es nach Bonansa (2145 hm, 68 km). Wir waren uns einig, der Jakobsweg ist eher was für Wanderer als für Mountainbiker. 30% Steigung über mehrere Kilometer strapaziert die Oberschenkel- und Wadenmuskulatur. Abends um 19:00  im Hotel und endlich ein mehr Gänge Menü auf dem Teller. Morgen gibt es einen Regenerationstag von Bonansa nach Espui (1100 hm, 59 km). Von Espui aus geht es über Espot nach Trivia (1662 hm, 70 km), das Wetter war naja. Am Gipfel erwarteten uns die Sonne, freilaufende Pferde, Ziegen, Schafe und Kühe. Auf dem Weg verspeisten Geier ein totes Lamm. Sehr krass.

Den Zwergstaat Andorra erreichten wir am 8. Tag (Tirvia – Sant Julià de Lòria, 1500 hm, 45 km). Wir hatten wieder ein herrliches Wetter bestehend aus Wind, Regen und Hagel. Genießen durften wir dieses Naturschauspiel während einem Platten auf offenem Feld.
Am 9. Tag von Sant Julià de Lòria nach Planoles mussten wir Distanz machen, um im Zeitplan zu bleiben (1524 hm, 90 km). Belgischer Kreisel par excellence. Aleks war um 11:00 nach den ersten 30 km und 300 hm konditionell am Boden, hat sich aber bis zum Schluss durchgebissen. Es ging durch diverse menschenleere Skigebiete in Molina.

Nach einem schlechten Frühstück geht es von Planoles nach einem kurzen Stück auf der Bundesstraße auf einen Waldweg. Bergauf nicht fahrbar, heißt 1 stunde schieben – ein schönes Abschiedsgeschenk der Pyrenäen. Wir erreichen Olot, das Ziel unserer heutigen Etappe in den frühen Abendstunden (1390 hm, 76 km). Letztes Schaulaufen. Der 11. Tag der Tour ist angebrochen, voller Euphorie geht es von Olot nach Fuegeres und Sant Pere Pescador (440 hm, 66 km). Und nun heißt es – ab ins Mittelmeer an der Costa Brava!!!

Ein herzliches Dankeschön gebührt der Bürsten Baumgartner OHG für die finanzielle Unterstützung der Tour, sowie myVitargo für das Sponsoring in Form von Fitnessprodukten.

Bild und Textquelle: David Jocham

Team Heinemann XP stellt neuen Streckenrekord beim RAAM 2014 auf

RAAM 2014 - Team Heinemann XP

Bildquelle: https://www.facebook.com/HeinemannXP

Axel und Aders vom Team Heinemann XP stellen einenen neuen beeindruckenden Streckenrekord für 2er Teams beim Race Across America auf. Sehr tolle Berichte zum Rennen findet ihr vom Teammitglied Björn Geesmann unter:

http://bjoerngeesmann.wordpress.com/2014/06/21/was-fur-ein-verrucktes-radrennen/

Wir haben wären der gesamten Zeit die Facebookseite https://www.facebook.com/HeinemannXP bzw. raam2014.de verfolgt.

Wir Vitargos sind einfach nur stolz und sehr beeindruckt, was für eine Super Leistung das gesamte Team  rund um Axel und Aders abgerufen hat. Es war wirklich auch sehr spannnend, da es bis zum Schluss mit dem Team Flying Beasts um den Sieg bzw. Rekord gekämpft wurde.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser sehr sehr beeindruckenden Leistung!

Vitargo Team Germany erfolgreich beim Styrkeproven 2013

Glückwunsch zur tollen Leistung des Vitargo Team Germany – Hier ein Rennebricht vom Ogranisator Axel Fehlau zum Radmarathon Trondheim-Oslo:

Axel Fehlau - Organisator des Vitargo Tem Germany

Guten Morgen zusammen,

vielen Dank für die zahlreichen guten Wünsche und Rückmeldungen zum Bestreiten meiner 20. Großen Kraftprobe.

In der Tat war es eine solche, das Warmfahren im Regen, gehört nicht zu meinen Spezialtiäten, denn dann ist auch der Start im Regen.
Wobei ich am mein Abschlußtraining am Freitag bei fast 20 Grad im Trockenen ganz locker abspulen konnte. Der Wetterbericht sagte Sturmböen, Überschwemmungen und Niederschlag wie aus der Dusche voraus. Dies lies mich erst recht nicht gut einschlafen und um 4 Uhr klingelte bereits der Wecker. Aufstehen, Anziehen, Frühstück, Sachen packen und Gepäck wegbringen habe ich ja alles schon mal gemacht, dachte ich mir zwischendurch. Routine und Gelassenheit konnte ich zwar nicht verspüren, aber der Startschuß um 6 Uhr war gesetzt.

Und so ging es auch los. Kette rechts, zwei mal 90Grad links über das -klar nasse – Kopfsteinpflaster und Tempo 42-45 Stand auf dem Tacho, die Wattzahl war ja egal. Es ging ums Tempo. Das schöne in der Gruppe ist, alle profitieren von einander, so auch von der Gischt und Wasserstrahl des Vordermannes. Dadurch konnte man kaum durch den Mund ausathmen, denn eine Wasser-/Sandstrahlspühlung wollte ich auch nicht samt Dreck schlucken.

Ich freute mich regelmässig vorne ohne diese Gischt fahren zu dürfen, das ging fast 7 Stunden so und keine Aussicht auf Besserung. Bei 11-14 Grad eine Wonne, lediglich die Gewißheit die Dusche im Hotel in Oslo ist warm, konnte mich motivieren. Je schneller wir fuhren, desto eher sind wir da, war mein Kalkül. Bei 270km hatten wir 6h35m, das gab mir zu denken, ganz schön schnell unterwegs, allerdings hatten wir auch schon ein paar 5-7 Fahrer „verloren“, die unterkühlt und erschöpft bereits aus den Begleitwagen winkten.

Das kam für mich überhaupt nicht in Frage, ich hatte Plan B,C bis Z, aber finishen würde ich in jedem Fall. Auch als kurz vor mir meine Zimmernachbar stürzte, dachte ich nur ans Ausweichen bishin zum Überspringen, was nicht nötig war. Nils blieb unverletzt und ich konnte die zerrissene Hose bis zum Schluß sehen. Aber so schnell kann es gehen und Regenfahrten sind Konzentrationsübungen am Hinterrad des Vordermannes!

Während der gesamte Fahrt hatte ich trotz aller Einflüsse gute Leine, beste Beine und Zuversicht. Die Zwischenzeiten der Konkurrenz wollte ich zwar wissen doch eigentlich doch nicht. Wir konnten eh nichts mehr ausrichten und fuhren unseren Stiefel. Diese Wassermassen in Flüssen und Wasserfällen habe ich registriert und mich gewundert. Soviel war das noch nie. Selbt 12-15m Strasse waren weggespült und notdürftig repariert worden, ganz schön krass die Natur. Eigentlich habe ich die Fahrt genossen, genügend getrunken und ständig getreten. Als Titelverteidiger war es schwer, Rekord zu fahren unmöglich, dazu muß einfach das Wetter stimmen. Aber Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Wer weiß, wer weiß, ab 2015 kann ich ja wieder mitfahren….

Zum Glück sind wir nicht auf der Strecke überholt worden, so dass wir als erste im Ziel waren und noch etwas Zeit für uns hatten, das Ergebnis zu feiern. Anschliessend haben wir noch den Siegern beglückwunscht und sind dann jeweils nach Hause oder ins Hotel. Die Feier nach dem Rennen habe ich wohl nur geträumt, auf jeden Fall habe ich gut geschlafen, um zeitig ab 7 Uhr das Frühstücksbuffet zu testen und um 10 Uhr nochmal 🙂 Alles gut!

Fakten:
542km, 14h06m33s Durchschnitt 38,4km/h; Verbrauch ca 10680kcal,

SRM Datei:
http://www.styrkeproven.net/index.php?option=com_docman&task=cat_view&gid=40&Itemid=191
und sonstigen Trainingsdaten sind hier zu finden:
http://trainingstagebuch.org/user/show/axel

In diesem Sinne lasse ich jetzt mal locker die Saison ausklingen ….und bereite mich bald wieder intensiv auf nächstes Jahr mit RAAM im Zweier Team vor.

www.raam2014.de werden wir dann auch pflegen und berichten.

Alles Gute ohne Beinbruch und viel Sonne
Axel

Bild und Textquelle: Axel Fehlau per E-Mail!

Münsterländer erfolgreich in der grünen Hölle – Rose Team Münsterland erfolgreich auf dem Nürburgring

Das längste und sicherlich auch schwerste Rennen der Saison stand am vergangenen Wochenende für die Fahrerinnen und Fahrer des ROSE Team Münsterlandes auf dem Programm. Und gerade die weiblichen Teammitglieder zeigten sich hier besonders erfolgreich.

Das Rennen im Rahmen des German Cycling Cups wurde auf der traditionellen Radweltmeisterschaftsstrecke von 1966 ausgetragen. Nach dem Start auf der Grand Prix Strecke wurde der Kurs über die 25 km lange Nordschleife durch die Hocheifel geführt. Felix Weiß, Matthias Schöpfer-Droop, Wolfgang Rumpf, Jan Ciupa sowie Yannick Winkelmann, gingen auf der über 6 Runden geführten, 150 km langen Strecke an den Start.

Rose Team Münsterland erfolgreich mit Vitargo

Die faszinierende Rennstrecke mit den berüchtigten Streckenabschnitten wie der Fuchsröhre, in der die Fahrer bis zu 100 Stundenkilometer erreichen oder der hohen Acht, bei dem eine Steigung von bis zu 18 % zu bewältigen ist, forderten den Fahrern einiges an Konzentration, Radbeherrschung und Ausdauer ab. Von Beginn an wurde das Tempo hochgehalten, so dass sich bereits in der ersten Runde eine ca. 30 Fahrer starke Gruppe absetzten konnte. Dahinter zerfiel das gesamte Fahrerfeld in immer kleiner werdende Gruppen. Bestes Tagesergebnis des Münsterländer Teams erreichte Felix Weiß, der nach 4 Std. 20 min auf dem 42. Platz das Rennen beendete. Schöpfer-Droop liegt in der Gesamtwertung des German Cycling Cups nun auf Platz 25. (Altersklasse Platz 6) und Wolfgang Rumpf auf Platz 31 (AK Platz 8.)

Im Rennen über 75 km zeigten Malte Kleine Borgmann, Andreas Jung, Christiane Brökelschen, Marina Dertenkötter, Jürgen Fuchs, Norbert Rottmann und Beate Scholz Durchhaltevermögen. Brökelschen beendete das Rennen auf dem 6. Rang (AK Platz 3), Marina Dertenkötter wurde 17. (AK Platz 1). Ebenfalls zufrieden mit seinem Ergebnis war Andreas Jung der als 12. über die Ziellinie fuhr.

„Das Rennen auf dem Nürburgring hat seinen ganz eigenen Charakter und ist mit anderen Veranstaltungen des German Cycling Cups nicht zu vergleichen. Gerade das Rennen über 150 km hat mit den über 3000 zu bewältigenden Höhenmetern das Niveau einer schweren Alpenetappe bei den großen Rundfahrten im Straßenradsport“, so die Teamleitung der Münsterländer.

Bild und Textquelle: http://www.team-münsterland.de/wp/?p=806

Charity Tour 2012 erfolgreich beendet

Es ist vollbracht… Wir haben es Geschafft!!!

Mit Viatrgo bei der Charity Tour 2012 - Wünsch dir Was!

4Tage im Sattel gehen zu Ende. Wenn man dabei täglich 12 Stunden im Sattel sitzt, passieren viele lustige, harte, schöne, brenzlige, aufregende, quälende Dinge. Gerne möchten wir Euch an so vielen davon wie irgend möglich teilhaben lassen. Zahlreiche Zeitungsartikel sind unter der Rubrik „Presse und Berichte“ bereits online. Es folgen in den nächsten Tagen gigantische Mengen an Bildern in unsere Bildergalerie

Glückwunsch zu dieser tollen Aktion!

Bild- und Textquelle: http://www.charity-tour.de/

Tino Kässner – Rennbericht zur Schwalbe TOUR TRANSALP 2012

Rennbericht zur Schwalbe TOUR TRANSALP powered by Sigma vom 24.06. bis 30.06.2012
7 Tage, 808 Kilometer, 18885 Höhenmeter, 17 Pässe von Mittenwald nach Arco

Vitargo Sportler Tino Kässner bei dr Trans Alp 2012

Am Morgen des 24.06. habe ich mich mit meinem Teampartner Walter und seiner Frau Conny als Begleitung im Startbereich in Mittenwald getroffen. Wir sind als Team für P.Jentschura an den Start gegangen, nach dem Motto „Basisch über die Alpen“. Bei strahlendem Sonnenschein und 17 Grad haben wir uns gegen 08:00 Uhr in die Startaufstellung begeben und dabei habe ich auch einige bekannte Gesichter getroffen. Insgesamt waren 650 Teams am Start, wir wurden in der Masters klasse gewertet, da waren 230 Teams in der Wertung. Pünktlich um 08:30 Uhr fiel der Startschuss zur ersten Etappe und zu einer unvergesslichen Woche. Von Mittenwald ging es nach Sölden, über 115 km und 2475 Hhm. Nach einer Strecke von 40 km begann der lange mit steilen Rampen gespickten Anstieg zur Kühtai. Insgesamt waren hier 1400 Hhm auf 24 km zu bewältigen. Nach einer rasanten Abfahrt ins Ötztal waren die letzten 40 km flach bis leicht ansteigend. Da mußte ich nochmal meine letzten Kräfte mobilisieren. Nach einer Fahrzeit von 4:04.51h und Platz 41 erreichten wir das Ziel in Sölden. Gleich nach dem Zieleinlauf, sind wir an den Teamstand von Jentschura, um uns zu stärken und gleich ein Basisches Fußbad zu nehmen, das ist für die Woche zum festen Ritual geworden und hat und uns geholfen, jeden Tag mit frischen Beinen und wieder fit an den Start zu gehen.
Der Morgen des zweiten Tages empfing uns mit Kälte und Regen und heute ging es über das Dach der Tour, dem auf 2509 hoch gelegenem Timmelsjoch. Aber was solls, da müssen alle durch. Um 09:00 Uhr begann die Etappe, 124 km, 2998 Hhm waren heute auf dem Weg nach Brixen zu bewältigen. Bei der langen Abfahrt vom Timmelsjoch, habe ich einiges an Zeit liegen gelassen, die Fahrbahn war noch stellenweise nass und ich wollte keinen Sturz riskieren. Auch auf der Abfahrt vom Jaufenpass bin ich sehr vorsichtig gefahren, es hat nochmal richtig stark mit regnen angefangen. Die letzten Kilometer ging es ziemlich schnell, immer leicht bergab Richtung Ziel nach Brixen. Heut war ich schon ziemlich kaputt, auch durch das kalte Wetter mit. Platz 76 und eine Fahrzeit von 5:07.14h stand im Ziel zu buche.

Trans Alp Tour 2012

Tag drei, Start in Brixen bei Sonnenschein. Der Start erfolgte wie immer um 09:00 Uhr. Die Streckendaten versprachen, das wird schwer heut! Die Etappe ist zwar nur 85 km lang aber mit 2939 Hhm und zwei steilen Pässen schon heftig. Direkt nach dem Start ging es über schmale Straßen auf das knapp 2000m hohe Würzjoch. Nach einer langen Abfahrt ins Tal waren wir eigentlich schon fast in Ziel nähe, aber! Auf Wegen wo ich mir eher ein Mountainbike gewünscht hätte wartete noch der Furkelpass mit fast 1000Hhm am Stück und sehr steilen Rampen kurz vorm Ziel auf uns. Die Abfahrt hinunter nach St. Vigil ins Herz der Dolomiten war nicht lang, die Zeitnahme erfolgte am Ende der Abfahrt, so dass wir nach einer Fahrzeit von 03:56.06 h und Platz 45 ganz entspannt ins Ziel rollen konnten.

Die vierte Etappe versprach Panorama-Genuss pur, durch die schönsten Dolomiten nach Falcade, über das Grödnerjoch, Sellajoch und Passo Fedaia, Streckenlänge 107 km und 2561 Hhm. Nach einem neutralisierten Start begann auch der erste lange Anstieg zum Grödnerjoch, aber das Wetter und die Aussicht, ließ die Anstrengung etwas vergessen. Die Abfahrt vom Sellajoch war ziemlich gefährlich, die Straße war nicht mehr gesperrt und dadurch gab es ein sehr hohes Verkehrsaufkommen. Man musste in den Kurven höllisch aufpassen. Nach einer sehr langen und schnellen Abfahrt, begann der Schlussanstieg über 400 Hhm ins Ziel nach Falcade.

Trans Alp Tour 2012

Bei diesem Anstieg, in der prallen Sonne, dachte ich, ich sehe das Ziel nicht mehr. Mit Hilfe meines Teampartners habe ich mich noch nach oben gekämpft. Völlig fertig haben wir das Ziel nach 4:08.38 h und auf Platz 54 erreicht. Heute sind wir direkt nach der Zielankunft ins Hotel gefahren, wo unser Teamchef Roland Jentschura auf uns gewartet hat. Nach einem Fußbad, einer Massage und einer Stunde Schlaf, ging es mir schon wieder viel besser. Natürlich auch mit dem Wissen, das ich die Hälfte der Tour geschafft habe!
Die Königsetappe mit mehr als 3000 Hhm erwartete uns an Tag fünf. Die genauen Daten, 129 km, 3047 Hhm und drei Pässe. Nach der Startlinie ging es gleich 800 Hhm bergauf auf den Passo Valles.  Das hieß gleich Vollgas, da habe ich wahrscheinlich überpact, mir ist etwas schwindlig geworden. Ab der zweiten Hälfte des Anstieges habe ich mich wieder gefangen und es lief ganz gut. Der Anstieg zum Passo Rollo hat mir dann richtig Spaß gemacht. Ich habe mich so richtig gut gefühlt, die Beine waren gut und ich hatte das Gefühl, ich fliege den Berg hoch. Vom Passo Rollo bis zum Fuße des Monte Grappa ging es ca. 50 km bergab. Was dann folgte war nochmal richtig fies. Von 300 m Höhe auf 1650 m Höhe, das war kein schön zu fahrender Berg, mal etwas flacher, mal sehr steil und dann dachte man, man ist oben und es ging immer noch höher. Aber einmal oben begann eine fantastische Abfahrt, mit einem Blick bis Venedig. Der Schlußsprint über sechs Kilometer, ging leicht bergauf. Für diese Etappe haben wir ein Fahrzeit von 4:58.05 h gebraucht und haben einige Plätze gut gemacht, in der Tageswertung Platz 34.
Wie immer mit  guter Laune, nahmen wir die vorletzte Etappe in Angriff. Die Tagesdaten 146 km und 2740 Hhm und es sollte sehr heiß werden. Nach ca. 25 km kam der wohl skurillste Anstieg der Tour, eine in den Fels gehauene Auffahrt schlängelte sich in unzähligen Kehren nach oben. Es folgte ein 30 km lange Berg und Talfahrt auf einer Hochebene. Die anschließende Abfahrt war ein Traum, eine Kurve nach der anderen, sehr schön zu fahren. Die 1200 Hhm am Stück, teils in der prallen Sonne, kosteten richtig Körner. Auf der 45 km langen Abfahrt, mit kurzen Gegenanstiegen und Flachstücken ging es in einer Gruppe schnell voran. Die Zieleinfahrt auf den historischen Domplatz von Trento, konnten wir so richtig genießen, da die Zeitnahme vor Trento stattfand.  Am Brunnen auf dem Domplatz ließ sich richtig gut nach der sehr heißen Etappe entspannen. Heut sind wir auch unser bestes Ergebnis eingefahren, Platz 30 in einer Fahrzeit von 5:09.18 h. Noch ein Tag!

Vitargo Sportler Tino Kässner bei dr Trans Alp 2012
Auf zum Finale nach Arco, auf dem Weg dahin stellt sich uns noch der knapp 1600 hoch gelegene Voite dazwischen. Auf der letzten Etappe  waren nochmal 102 km und 2125 Hhm zu bewältigen. Der Anstieg zum letzten Berg war nochmal richtig hart, 10 km nach dem Start ging es in der prallen Sonne bei 30 Grad steil bergauf. Nach der Abfahrt ging es mehr oder weniger wellig noch auf den Passo del Ballino.  Auf den letzten Steigungen habe ich dann richtig gelitten, ich war einfach nur noch müde. Die Abfahrt über Tenno Richtung Arco war nochmal ein Genuss und als ich dann vor mir den Gardasee in der Sonne blitzen sah, war ich überglücklich. Jetzt nur noch auf passen bei den letzten Kurven und kam die Zeitnahme. Zusammen mit meinem Teamkollegen Walter habe ich eines der härtesten Etappenrennen gefinisht. Stolz und überglücklich haben wir dann die Ziellinie in Arco überquert, nach einer Fahrzeit von 3:36.06 h und auf Platz 41. Das wichtigste, gesund, Sturz und defektfrei durchgekommen.

Vitargo Sportler Tino Kässner bei dr Trans Alp 2012
Ich möchte mich nochmal bei allen bedanken, die mir ermöglicht haben diese  Tour Transalp zu fahren und natürlich zu finishen. Ein großer Dank auch an meinen Teamkollegen Walter, es waren unvergessliche 7 Tage Spaß!

Bild- und Textquelle: Tino Kässner per E-Mail

Muskelaufbau mit Vitargo von Jörg Dieckmann

Muskelaufbau mit Vitargo

Anfang August 2011 erkrankte ich am Guillan-Barré-Syndrom, einer sehr seltenen Erkrankung, bei der durch einen Immundefekt nach einer überstandenen Infektion die Nervenbahnen blockiert werden. Vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Lähmung meines ganzen Körpers vergingen nur 48 Stunden.

Jörg Dieckmann - Muskelaufbau mit Vitargo

Der Zustand der vollständigen Lähmung hielt ca. 4 Wochen an, davon eine Woche auf der Intensivstation. Danach hatte mein Körper 10 Kilogramm an Muskelmasse verloren und noch zu Beginn der Reha konnte ich nichts selbständig. Ich war komplett unfähig mich zu bewegen. Es war mir nicht möglich eine leere Plastikflasche auch nur einen Millimeter anzuheben. Aufstehen, Gehen, Essen – alles unmöglich ohne fremde Hilfe. In der Rehaklinik sollte ich mir das alles wieder hart erarbeiten. Nach ca. 2 Monaten Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, Rollstuhl und gefüttert werden war ich soweit hergestellt und selbständig, dass ich mit gezieltem Muskelaufbautraining beginnen konnte.

Jörg Dieckmann - Muskelaufbau mit Vitargo

Denn obwohl ich kurze Wege wieder gehen konnte und auch selbständig essen konnte, war meine Muskulatur so gut wie gar nicht mehr vorhanden. Vor meiner Erkrankung war ich aktiver Radsportler. Ich hatte mehrfach am Dolomitenmarathon, am Dreiländergiro, den Vattenvall-Cyclassics und am Münsterlandgiro teilgenommen und fuhr im Jahr ca. 8000 – 9000 KM auf dem Rad. Ein Freund empfahl mir zum gezielten Muskelaufbau die Proteinprodukte von Vitargo. Nach Rücksprache mit Ärzten und Therapeuten setzte ich vor allem die Proteinriegel gezielt zur Sporttherapie ein. Die Ärzte konnten mir auf meine Frage wann ich wieder Sport treiben könne keinen genauen Zeitraum prognostizieren gingen aber von einem Zeitraum von bis zu einem Jahr aus.

Jörg Dieckmann - Muskelaufbau mit Vitargo

Mein persönliches Ziel war immer, zu Beginn der Radsportsaison 2012, also 6 Monate nach Ausbruch der Krankheit wieder auf dem Rad zu sitzen. Das habe ich geschafft. Am 24.03.2012 habe ich wieder mit der Gruppe trainiert. Meine Ärzte und Therapeuten waren immer ganz begeistert von den Fortschritten dich ich machte. Meine Form ist noch nicht wie vor der Erkrankung.

Jörg Dieckmann - Muskelaufbau mit Vitargo

Aber ich werde weiter daran arbeiten und hoffe im nächsten Jahr einen Startplatz beim Transalp zu ergattern. Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei der Firma Vitargo für die Unterstützung bedanken und werde die Vitargo-Produkte auch weiterhin in Training, Wettkampf und Regeneration einsetzen.

Jörg Dieckmann - Muskelaufbau mit Vitargo

Jörg Dieckmann

Bild und Textquelle: Jörg Dieckmann (per E-Mail)

An dieser Stelle lieben Dank für deinen Bericht, alles Gute für Dich und deine Familie und eine gute Vorbereitung für Trans-Alp!

Aktuelle Reportage Paris-Brest-Paris in der Tour 10/2011

In der aktuellen Ausgabe der Tour gibt es einen schönen Bericht zu Paris-Brest-Paris und dem PBP-Heinmann Team, welches wir mit Vitargo unterstützt haben. Die Reportage Paris-Brest-Paris geht über sechs Seiten, hat tolle Bilder und beschreibt das Gefühl des 1.200-Kilometer Radmarathon Paris-Brest-Paris aus der Perspektive des TOUR-Redakteur Manuel Jekel. Absolut lesenswert!

Mehr Informationen gibt es hier: http://www.tour-magazin.de/service/heft_info/tour-102011/a14319/fotostrecke/629211/629109.html

Radmarathon Paris – Brest – Paris

Radmarathon Paris – Brest – Paris

Radmarathon Paris – Brest – Paris

Paris – Brest – Paris: 1230 Kilometer, 11.550 Höhenmeter. So lauten die nackten Zahlen hinter einer der faszinierendsten Radsportveranstaltungen überhaupt. Bei der diesjährigen Austragung des Ultramarathons auf zwei Rädern waren auch zwei Sportler vom FC Nordkirchen dabei: Ferdi Weiß und Thomas Zauner legten die Mammut-Distanz, deren Bewältigung selbst mit dem Auto schon Ausdauer und Sitzfleisch erfordert, souverän innerhalb des Zeitlimits von 90 Stunden zurück.

Paris–Brest–Paris (kurz PBP) ist ein rund 1200 km langer Fahrradmarathon, auch „Brevet“ genannt. Start und Ziel befinden sich im Pariser Vorort Guyancourt. Der Wendepunkt ist in der am Atlantik gelegenen, nordwestfranzösischen Stadt Brest in der Bretagne. Entstanden ist PBP aus dem gleichnamigen Radrennen für Profis und Amateure, das erstmals 1891 und zuletzt 1956 stattfand. Der Brevet findet nur alle vier Jahre statt. Eine Besonderheit der Strecke ist, dass sie sehr hügelig ist. Es sind mehr als  11.000 Höhenmeter zu bewältigen. Da es zwischen Paris und Brest keine Berge gibt, verteilen sich die Höhenmeter auf mehr als 360 meist kurze und nicht sehr steile Anstiege. Der Brevet Paris–Brest–Paris ist ausdrücklich kein Rennen. Das Ziel der meisten Teilnehmer ist es daher, die Strecke innerhalb der vorgegebenen Zeit (wahlweise 90, 84 oder 80 Stunden) zu schaffen. Der Kampf gegen die Müdigkeit und die mit dem langen Sitzen auf einem schmalen, harten und unbequemen Fahrradsattel verbundenen Beschwerden sind dabei oft schwieriger als das Radfahren selbst.

Erleichtert wird der Brevet nur dadurch, dass die Strecke komplett ausgeschildert ist, was bei Brevets sonst unüblich ist. Erlaubt sind im Gegensatz zu Radrennen nicht nur Rennräder, sondern alles, was zwei oder drei Räder hat und ausschließlich mit Muskelkraft bewegt wird. Triathlon-Lenkeraufsätze sind verboten, während eine Beleuchtung und eine reflektierende Weste vorgeschrieben sind. Zur Qualifikation für PBP müssen Fahrer seit 1979 im selben Jahr Brevets von 200, 300, 400 und 600 km absolvieren, und zwar in dieser Reihenfolge. Es ist allerdings möglich, jeden Brevet dieser Reihe durch einen längeren zu ersetzen. Ab 2011 gibt es eine Begrenzung der Anzahl der Teilnehmer pro Land. In diesem Jahr gingen rund 400 Deutsche an den Start.

Wie alle anderen rund 5000 qualifizierten Teilnehmer warteten auch Ferdi Weiß aus Nordkirchen und Thomas Zauner aus Selm zuversichtlich, aber auch ein wenig skeptisch auf den erlösenden Startschuss. In Blöcken von 500 Fahrern wurden die Randoneure (was so viel wie „Radwanderer“ heißt, aber eine irreführende Verharmlosung ist) auf die Strecke gelassen. Am späten Sonntagnachmittag war es dann nach zwei Stunden quälenden Wartens in sengender Hitze endlich soweit: Ferdi Weiß und Thomas Zauner waren „on the road“ und mussten nun unter Beweis stellen, dass die mit den alleine in dieser Saison abgespulten rund 10.000 Trainingskilometern bei jedem Wind und Wetter verbundenen Strapazen nicht umsonst gewesen sind.

Erleichtert waren die beiden heimischer Sportler darüber, dass das Wetter mitspielte. Insgesamt nur 70 km mussten die beiden FCN-Pedaleure mit Wasser von oben und unten zurücklegen. Auch vom gefürchteten Pannenteufel blieben die beiden Sportler verschont. Von kleineren Unterbrechungen abgesehen legten sie die ersten 1.000 km gemeinsam zurück. Dann packte Ferdi Weiß noch einmal der Ehrgeiz und in einer international besetzten, gut harmonierenden Gruppe bretterte der Nordkirchener dem Ziel in Paris entgegen, während Teamkollege Thomas Zauner es etwas ruhiger angehen ließ. Nach genau 72 Stunden und 25 Minuten erreichte Weiß das lang herbeigesehnte Ziel in der französischen Hauptstadt, rund zwei Stunden später, nach genau 74 Stunden und 59 Minuten, hatte es auch sein Freund Thomas Zauner geschafft. Die reine Fahrzeit ist allerdings wesentlich kürzer: Weiß benötigte nur 50 Stunden und 48 Minuten (was einem Stundenmittel von genau 25 Kilometern entspricht; wer schon einmal sportlich Rad gefahren ist, weiß, dass man für diesen Schnitt ordentlich in die Pedale treten muss), Zauner ist unwesentlich langsamer.

Den Rest der Zeit benötigten die Extremsportler, um an den insgesamt 19 Verpflegungsstationen zumindest einen Bruchteil der Kalorien wieder einzufahren, die im Laufe solch einer dreitägigen Extrembelastung „über die Theke gehen“. Hinzu kommen die zeitaufwändigen Kontrollen, die vom Rennkomitee penibel gehandhabt werden und deren Stempel unabdingbare Voraussetzung dafür sind, in den erlauchten Kreis der autorisierten Finisher aufgenommen zu werden. Das Schlafkonto während der dreitägigen Belastung wuchs nur auf bescheidene sechs Stunden an – das absolute Minimum, um nicht vor Müdigkeit vom Rad zu fallen.

Der Normalsterbliche, der gerne auf zwei Rädern bei schönem Wetter eine beschauliche Pättkestour durch das Münsterland unternimmt, wird sich nun fragen, warum man sich so etwas überhaupt antut. Eine genaue Antwort können die beiden Ausdauerfreaks auch nicht liefern, aber ihren Erzählungen merkt man sofort die Begeisterung für dieses außer-gewöhnliche Radsport-Event an – und sie sind ja nun wahrlich nicht die Einzigen, die von PBP in dessen Bann gezogen werden. Vielleicht illustriert am einfachsten eine kleine Episode am Rande den besonderen Mythos dieses Radmarathons. In der Nacht vor dem Start wussten die beiden heimischen Sportler noch nicht, wo sie übernachten können, alle Unterkünfte in der Nähe des Start-Ziel-Bereichs waren hoffnungslos überfüllt.

Da erhielten sie von der Organisation die Adresse einer Familie, dort sollten sie hinfahren. Dort angekommen erfuhren Weiß und Zauner, dass es sich um PBP-Fans handelte, die endlich auch einmal die Helden der Landstraße in ihren eigenen vier Wänden beherbergen wollten. Von selbst versteht sich, dass Weiß und Zauner bestens verköstigt und natürlich im Ziel von ihrer französischen Gastfamilie begeistert in Empfang genommen wurden – und das alles ohne auch nur einen Euro bezahlen zu dürfen! Von diesen Geschichten lebt der Mythos PBP und so sind Weiß und Zauner sich ziemlich sicher, dass sie auch 2015 bei der nächsten Austragung von PBP an der Startlinie stehen werden, wenn es wieder heißt: „Bonne chance, randoneurs!“.

Bild und Textquelle: Holger Deifuß

PBP – Heinneman Team – Rennbericht

Paris-Brest-Paris Radmarathon mit Vitargo

Diary Teil 1: Start – Mortagne (km140)

Der Start hielt für uns erstmal das Parat, was wir gefürchtet haben: pralle Sonne im Startblock, auch wenn es nur 90min und nicht wie befürchtet 4h waren. notdürftig versuchten einige von uns, sich mit einer rettungsdecke vor der Sonne zu schützen, trinken, trinken und nochmal trinken war in jedem Fall geboten – wir sehr sollte sich erst wenig später herausstellen.

Direkt nach dem Start gings zügig los, der Schnitt war schnell auf 36. Da sehr ungleichmässig gefahren wurde, entschlossen wir uns dazu, eine eigene Gruppe aufzumachen und unser durch wattmessung kontrolliertes Tempo bereits jetzt konsequent durchzuziehen. Fast alle klagten trotz mäßigem Tempo über extrem hohen Puls, wahrscheinlich bedingt durch eine anfängliche dehydrierung durch das Warten in der Hitze. Ein früher Platten bei Markus sorgte für eine kurze Pause und auch für eine freie Strecke – die Spitze war erst einmal weg. leider zeigte es sich, dass meno bereits unter einer fortgeschrittenen Dehydrierung wenn nicht gar unter einem Sonnenstich litt, selbst 130w im Windschatten waren mühsam, so dass er nach medizinischer Beratung unseres Mannschaftsarztes an der ersten Verpflegung die segel streichen mußte. So mußten die Crew 1, Rolf und Wally nur noch 17 Mann in Mortagne verpflegen, schweren Herzens gings weiter auf die nächste Etappe…

Quelle: http://www.facebook.com/notes/heinemann-pbp-team/diary-teil-1-start-mortagne-km140/239882049381856

Diary Teil 2: Mortagne – Villaines la juhel (km 220)

Die zweite Etappe stand ganz im Zeichen der Vorbereitung für die 1. Nachtfahrt von PBP. Normalerweise hat man als Langstreckler immer etwas Schiss vor der Dunkelheit, da sie Müdigkeit mit damit verbundenen Konzentrationsschwächen und nicht zuletzt ein Sturzrisiko bedeutet. Nach der glühenden Hitze des Starts schauten wir dennoch optimistisch der Nacht entgegen, versprach sie doch endlich kühlere Temperaturen. Schnell zeigte sich, dass die Beleuchtung mit 17 Lupinelampen die Geister der Nacht schnell verscheuchen mag, so zogen wir zügig der nächsten Kontrolle entegen, auch wenn viele nach wie vor unter hohem hitzebedingten Puls litten. An der letzten Steigung vor der Kontrolle fehlten auf einmal gut die Hälfte der Fahrer – einige Schwächen als Nachwehen der Hitze. Wieder versammelt offenbarte Olaf, dass sein Schaltungsbouwdenzug gerissen war, Holger der zu beginn der Steigung seinen Mageninhalt der Natur widmete wurde von heftigen Krämpfen geschüttelt, viel zu tun für Crew und Fahrer an der kontrolle in Villaines la juhel…

Quelle: http://www.facebook.com/notes/heinemann-pbp-team/diary-teil-2-mortagne-villaines-la-juhel-km-220/240227416013986

Diary Teil 3: Villaines-Fougeres (km 300)

die Strecke nach Fougeres war eine der dunkelsten der ganzen Fahrt – zum einen, weil wir sie wirklich mitten in der Nacht absolvierten, zum anderen, weil es in der dünn besiedelten Region kaum ein Licht zu sehen gab. Da wir mit 17 Mann Zweierreihe fuhren, bestand der Ausblick aus einer Zahl angeleuchteter Warnwesten vor einem – kam man in den Genuss der Führung ermöglichte die Lupine-Beleuchtung endlich mal eine weitere Aussicht. Die wenigen Ortschaften flackerten als kurze illuminierte Streifen vorbei und schon ging es wieder in die Nacht. Der für uns schnellste Abschnitt der Nacht endete für uns mit einem für Profis fast alltäglichen Ritual: wir mussten pinkeln. In Fougeres warteten die Jungs von STAPS schon auf uns, um Urin, Blut sowie einen kurzen Fragebogen zum befinden von jedem Fahrer einzutreiben. Eine Studie soll hier Aufschlüsse über die besonderen Belastungen solch überlanger Ausdauerfahrten liefern, für die meisten eine gern gesehene Abwechslung, bedeutet dies doch eine verlängerte Pause, die uns nun alle 300km erwartete.

Quelle: http://www.facebook.com/notes/heinemann-pbp-team/diary-teil-3-villaines-fougeres-km-300/241368085899919

Diary Teil 4: Fougeres-Tinteniac (km 360)

Die Strecke von Fougeres nach Tinteniac ist die kürzeste und auch höhenmeterärmste der ganzen Strecke. Erfreulicherweise erwiesen sich die horrorfilmähnlichen Schilderungen der Steigungen und Straßenbeschaffenheit generell als etwas übertrieben, so dass man sich auf diesem Abschnitt in der gut funktionierenden Gruppe erholen konnte. Die wenigen Hügel boten die Möglichkeit, sich zum Austreten mit einem kurzen Zwischenspurt aus der Gruppe zu lösen – wie sich zeigte auch eine gute Möglichkeit, die Müdigkeit aus dem Kopf zu bekommen, denn ein übersäuerter Körper schläft nicht ein! Ohne besondere Zwischenfälle erreichten wir Tinteniac, wo uns unsere zweimaligen Race across america – Veteranen Rolf und Wally erwarteten. Beim Stempeln zeigte sich erneut, dass Menos Insistieren auf einer frühen Startzeit von großem Wert war, da wir erneut ohne jede Schlange innerhalb von einer Minute durch die Kontrolle konnten und nicht wie einige Fahrer 2007 fast eine Stunde in der Schlange standen…

http://www.facebook.com/notes/heinemann-pbp-team/diary-teil-4-fougeres-tinteniac-km-360/241794515857276

Diary Teil 5: Tinteniac – Loudeac (km 440)

Auf dem Weg nach Loudeac ging zum ersten Mal auf unserer Tour die Sonne auf! Die Nacht war mit ca. 9h Dunkelheit wirklich lang, so dass wir dem ersten Licht entgegenfieberten. Was wir als erstes zu sehen bekamen kann man nicht wirklich als echtes Highlight bezeichnen. Der geneigte Geograph unterscheidet ja gerne zwischen Naturlandschaften und Kulturlandschaften, hier fand sich eher zweiteres, scheinbar wird in dieser Region die Nahrung für alle französischen Nichtvegetarier produziert, so kamen wir häufig in den Genuss, den kurzen Windschatten von überholenden Lebendtiertransportern zu geniessen… Der Verdruss hielt jedoch nur kurz an, so war doch die von Roberts Frau in Loudeac an die Strecke gebrachte Suppe reich an den „Früchten“ der Region, was dem gemeinen Randonneursmagen, der sich weniger sportlertypisch ernährt eine echte Freude bereitete!

Quelle:  http://www.facebook.com/notes/heinemann-pbp-team/diary-teil-5-tinteniac-loudeac-km-440/242260285810699

Diary Teil 6: Carhaix-Brest (km615)

Bis auf das frühe Ausscheiden von Meno war bis kurz vor Carhaix eigentlich alles in Butter, wir kamen locker und zügig mit Ausnahme weniger Defekte voran. Kurz vor Carhaix öffnete jedoch erstmal der Himmel beherzt seine Pforten, kurz darauf kam von Guido, dass seine Knieverletzung, die ihn schon seit Monaten plagte, es ihm nicht mehr möglich macht weiterzufahren – shit. Kurz nach der Kontrolle in Carhaix schon wieder ein Platten und kurz darauf war irgendwie alles anders. Die zuvor ausgeruhte und gutgelaunte Truppe, wurde langsam müder, genervter und irgendwie merkte jeder, dass sich das ganze wohl doch nicht auf eine nette Ausfahrt unter Freunden reduzieren ließ… Die Anzahl der „Gernevornefahrer“ schmolz binnen kürzester Zeit auf eine Handvoll zusammen und irgendwie war allen klar, dass jetzt der Spaß erst richtig losgeht… Der höchste Punkt der Strecke der Roc d´Trevezel bot glücklicherweise einige touristische Abwechslung, so dass wir Brest noch deutlich in Tagesfrist erreichen konnten…

Quelle: http://www.facebook.com/notes/heinemann-pbp-team/diary-teil-6-carhaix-brest-km615/242720902431304

Diary Teil 7: Brest – Carhaix (km695)

Spaß, Kommunikation und Disziplin waren die drei groß geschriebenen Punkte auf unserer to do – Liste für PBP. Auf den letzten Kilometern war so einigen der Spaß vergangen, was sich zunächst in einer etwas eingeschränkten Kommunikationstätigkeit ausdrückte – Zeit, nun auch den letzten guten Vorsatz zu opfern! Anstatt einer effektiven Sportlertruppe, zeigte sich das Heinemann PBP Team in der Kontrolle in Brest als Lotterhaufen. Irgendwo liegen Fahrer rum, andere sind auf dem WC verschollen, nix mehr mit großen sportlichen Zielen – so schnell kann das gehen, 600km auf dem Rad, ein paar Regenschauer, da wird Mann zu Mäuschen! Anschiss, Versuch von Motivation, bisschen Gemecker zurück, weiter gehts. Tempo wird abgehakt, erstmal in Bewegung kommen und vor allem bleiben. Es geht wieder den Heidehügel hoch, es wird wieder wärmer und es kommen uns langsam die ersten Motivatoren, Fahrer die auf der selben Strecke noch in Richtung Brest unterwegs sind, entgegen. Oben angekommen, kann man sich sagen: Von hier gehts mehr bergab als bergauf bis Paris ist ja schließlich der höchste Punkt, leider reicht diese Motivation nicht für alle, Robert und Frank müssen sich wegen Entkräftung bzw. Knieschmerzen zurückfallen lassen und sich mit dem Gedanken einer Alleinfahrt nach Paris auseinandersetzen. Alle anderen streben etwas geknickt durch den weiteren Schwund, wir sind jetzt nur noch 14, Carhaix entgegen, wo wir nach Plan etwas 20Minuten schlafen wollen…

Quelle: http://www.facebook.com/notes/heinemann-pbp-team/diary-teil-7-brest-carhaix-km695/243633225673405

Und hier gibt es noch einen Link zum Vitargo Flaschentausch

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=atNYDzDhO5s

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