Archiv der Kategorie: Multisport Adventure Racing

Erfahrungsbericht Salt- and more, Sommer 2012 von Paul Schmidt

Erfahrungsbericht Salt- and more, Sommer 2012 von Paul Schmidt

Salt and More

Im Sommer 2012 waren viele meiner Tage als berufstätiger Leistungssportler sehr eng geplant. Ein typischer Donnerstag im Juli, welcher jeweils der härteste Trainingstag der Woche war, sah in der Marathonvorbereitung für das Ziel sub 2:20h wie folgt aus:

Morgeneinheit zur Arbeit 6:00 Uhr  10 km 3:45-3:30min/km
7:00-16:30 Uhr Dienst in der Klinik
17:00 -19:00  25-30km Tempodauerlauf sub 3:30min/km

Die Logistik und Durchführung dieser Einheiten, insbesondere der Getränke- und Nahrungsversorgung bei Temperaturen von 25-30°C war neben der allgemeinen Belastung durch das hohe Tempo (trotzdem angepasst an die Marathonzielzeit und meine Vorleistungen) am schwierigsten.

Aus meiner Erfahrung sowie meinen eigenen Recherchen (Maughan et al., 2004; Maughan, 2010; Jeukendrup, 2011; Lott and Galloway, 2011; Shirreffs and Sawka, 2011; Armstrong et al., 2012) war mir bewusst, dass der Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt der entscheidende Faktor bei solchen Hitzeeinheiten sein würde. Die persönlichen Schweißverlustraten von Wasser und Salzen variieren individuell je sehr stark und sind insbesondere wetterabhängig (Maughan, 2010). Ob eine Elektrolytzufuhr definitiv zu einer Leistungssteigerung führt, ist in der Wissenschaft umstritten und wahrscheinlich von vielen weiteren Faktoren abhängig. Negative Effekte des Elektrolytausgleiches bzw. der Zufuhr von bis zu 1-2g Natriumchlorid während oder vor sportlicher Belastung waren mir nicht bekannt, bzw. konnte ich bei einer Suche der einschlägigen (sport-) medizinschen Datenbanken (Pubmed, Sponet, Web of Science, Google Scholar) nicht finden.

Eher fanden sich einige Artikel mit der Gefahr der Flüssigkeits- und Salz- bzw. Natriumverarmung im Blut und deren Folgen bzw. gleichzeitig auftretenden Gefahren, wie Kollaps und Leistungsminderung und Krampfanfall (Noakes, 2002; Asplund et al., 2011; Reynolds et al., 2012). Bis zum Niveau dieser Risikosituation, welche Fälle von Ultramarathons beschreiben, wollte ich mich nicht treiben. Mein Ziel bestand in der Leistungssteigerung und Befindlichkeitsverbesserung bei langen Trainingseinheiten in der Hitze durch eine logistisch einfache Versorgung mit Flüssigkeit, Elektrolyten und Kohlehydraten.

Für Wochenendeinheiten stellte ich mir meistens meine  Kohlehydrat-Elektrolyte-Wasser-Mischung mit Vitargo-Elektrolyte zusammen, welche ich während der Einheit an der Strecke platzieren konnte. (Da mich Vitargo seit über 4 Jahren unterstützt, bzw. ich mir damals nach ähnlicher Suche über die wissenschafliche Empfehlung von Energiezufuhr beim Sport,  Vitargo speziell als Produktsponsor ausgewählte, habe ich mich an dieses Produkt auch aufgrund der positiven Wettkampferfahrungen damit (Triathlon Bundesliga 2008, 1. und 2. Platz Dresden Marathon 2009 und 2011) extrem gewöhnt und für die wichtigen Einheiten fast in ausschließlicher Nutzung).

Bei den Donnerstags- oder jeglichen anderen Einheiten, wo keine Getränkemitnahme oder –Platzierung möglich war, musste ich mir etwas anderes einfallen lassen. Da ich aus geschmacklichen und logistischen Gründen vor dem Laufen am liebsten Leitungswasser trinke und die Kohlenhydrate in fester Form zuführe, war Salt and more für mich eine gute Möglichkeit, die bevorstehenden Elektrolytverluste auszugleichen ohne großartig Messerspitzen Kochsalz zu wiegen oder Salzhaltiges in der Klinik vor dem Training zu suchen. Die definierte Menge in den Kapseln gab mir die Sicherheit, keine Überdosierung einzugehen. Von der Verträglichkeit war es für mich deutlich angenehmer als eine Tasse salzhaltigen Wassers zu trinken. Ich kam mit den Kapseln sehr gut zurecht und nutzte sie folgend oft als Ersatz salzhaltiger Lösungen und Mischungen. Zu den anderen Inhaltsstoffen in Salt and more konnte ich aus ärztlicher Sicht keine negativen oder Überdosierungsinformationen finden, wenn die Einnahme von max 2-4 Kapseln am Tag in Kombination mit 2-3h schweißtreibenden Sport stattfindet.

Das beste Ergebnis dieser 30km nach Arbeit mit Salt and more im Juli 2012 war 1:40:32h bei 27°C, Sonnenschein und Windstille , was einem Schnitt von 3:21/km entsprach. Dabei gab es Getränke während des Laufes erst ab km 23 von einem entgegenkommenden Trainingskollegen. Dabei hatte ich keinerlei Magenproblem oder Krämpfe sondern nur die gleichmäßige zufriedenstellende Erschöpfung nach dem Trainingslauf. Seitdem nutzte ich Salt and more in Sommer bei allen längeren Rad- oder Laufeinheiten, wo ich sonst nur Leitungswasser und kein Vitargo Elektrolyte trank. Damit war ein direkter Vergleich von Puls- und Leistungswerten sowie Erholungseffekten nicht möglich, da man für sich selbst als Leistungssportler ja intuitiv die optimale Variante nutzen möchte.

Es handelt sich dabei hier nicht um eine wissenschaftlich validierte Untersuchung mit kontrollierten Vergleichen, sondern um die einfache Darstellung eines positiven Erfahrungsberichtes über dieses Produkt in Kombination mit einer neutralen privaten Literaturrecherche über die Einnahmeempfehlungen und Risiken der Inhaltsstoffe, insbesondere bei Sport in der Hitze.  Da die Elektrolytverluste und Leistungsminderungen, wie oben genannt sehr stark variieren, sollte man in Vorbereitung auf ein Ausdauerevent mit großen Schweißverlusten, diese Art der einfachen und mengendefinierten Salzsubstitution im Training auf Verträglichkeit und Nutzen testen und definitiv bei dem Ziel einer eventuellen Leistungssteigerung in Betracht ziehen. Im nächsten Sommer (oder Trainingslager bzw. „Urlaub“ in den (Sub-)Tropen) stehen die Kapseln (auch bei Durchfallbehandlung) jedenfalls bereit.

Viele Grüße aus Dresden
Paul Schmidt

Vitargo Sportler Paul Schmidt 2. Platz beim Dresden Marathon

Literatur:
Armstrong, L.E., Casa, D.J., Emmanuel, H., Ganio, M.S., Klau, J.F., Lee, E.C., Maresh, C.M., McDermott, B.P., Stearns, R.L., Vingren, J.L., Wingo, J.E., Williamson, K.H., Yamamoto, L.M., 2012. Nutritional, physiological, and perceptual responses during a summer ultraendurance cycling event. J Strength Cond Res 26, 307–318.
Asplund, C.A., O’Connor, F.G., Noakes, T.D., 2011. Exercise-associated collapse: an evidence-based review and primer for clinicians. Br J Sports Med 45, 1157–1162.
Jeukendrup, A.E., 2011. Nutrition for endurance sports: marathon, triathlon, and road cycling. J Sports Sci 29 Suppl 1, S91–99.
Lott, M.J.E., Galloway, S.D.R., 2011. Fluid balance and sodium losses during indoor tennis match play. Int J Sport Nutr Exerc Metab 21, 492–500.
Maughan, R.J., 2010. Distance running in hot environments: a thermal challenge to the elite runner. Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports 20, 95–102.
Maughan, R.J., Merson, S.J., Broad, N.P., Shirreffs, S.M., 2004. Fluid and electrolyte intake and loss in elite soccer players during training. Int J Sport Nutr Exerc Metab 14, 333–346.
Noakes, T., 2002. Hyponatremia in distance runners: fluid and sodium balance during exercise. Curr Sports Med Rep 1, 197–207.
Reynolds, C.J., Cleaver, B.J., Finlay, S.E., 2012. Exercise associated hyponatraemia leading to tonic-clonic seizure. BMJ Case Rep 2012.
Shirreffs, S.M., Sawka, M.N., 2011. Fluid and electrolyte needs for training, competition, and recovery. J Sports Sci 29 Suppl 1, S39–46.

Adventure Racing Team gewinnt die German Series

Das Multisport Adventure Team gewinnt mit Vitargo die German Series

Zum letzten Rennen der Saison in Jena stand am 25. September das von der Teilnehmeranzahl größte deutsche Adventure Race des Jahres auf dem Programm. Das Multisport-Adventure-Team (MAT) ging zu diesem Höhepunkt in kompletter Besetzung, in der Herrenkonkurrenz mit Tobias/Robert und Nils/Hannes (beide Challenger Klasse) und bei den Damen mit Annette/Kristina (Einsteiger Klasse) an den Start. Insgesamt nahmen 140 Teilnehmer an der Herausforderung teil.

Für 9:00 Uhr war der Start geplant. In den verschiedensten Disziplinen standen dem Team 8-12 Stunden pures Adventure Racing bevor. Die Strecke sollte es in sich haben: Aufgeteilt in neun Etappen mussten etwa 90 km und etwa 1800 Höhenmeter zurückgelegt werden, davon etwas mehr als 30 km zu Fuß und 6 km per Kanu. Bei schönstem Wetter wurden die Teilnehmer auf den erklommenen Bergen dafür mit herrlichen Aussichten über das Jenatal und den Landschaften im Thüringer Wald belohnt.

Am Ende konnte sich das Herrenteam, als auch das Damenteam mit einer starken Leistung durchsetzen und sich so nicht nur den Einzelsieg, sondern auch den Gesamtsieg über die German Series 2011 in Ihrer Kategorie sichern.

Bericht unseres Herren-Challenger-Sieger-Teams:

Die Teams gingen in Abständen von 90 Sekunden auf die Strecke und um 9:27 h hieß es für uns (Tobias & Robert) noch einmal Gas geben im letzten Rennen der Saison. Schon auf der ersten kleinen Laufetappe (3 km) und der anschließenden MTB-Überführung (5 km) zeichnete sich ein Zweikampf mit dem hinter uns gestarteten Team (220) ab, die sich einfach nicht abschütteln ließen. Auf dem folgenden Orientierungslauf (8 km) fanden wir die Checkpoints (CPs) sehr zügig, wählten aber eine andere Route, die sich als länger herausstellte, sodass wir die 220 zunächst ziehen lassen mussten. Nach nun mehr als 2,5 Rennstunden ging es auf die erste große MTB-Etappe (30 km). Wichtig war nun: grobe Navigationsfehler vermeiden und auf den Strecken das Tempo hochhalten. Das erste gelang gewohnt sicher, beim Tempo musste Robert jedoch der harten Saison etwas Tribut zollen, sodass wir weitere Minuten auf die Spitze verloren. Auf der nächsten Laufstrecke (7 km) hatten wir unsere erste und einzige Schwierigkeit mit dem Finden eines CPs, die uns weitere 15 Minuten hinter die Spitze warf.
Auf der nun folgenden Kanustrecke holten wir durch geübte Technik und geschicktes Steuern in strömungsfreien Stellen (flussaufwärts) viel von unserem Rückstand auf und lagen wieder auf Schlagdistanz zum Sieg. Euphorisiert machten wir auf der nächsten MTB-Etappe (15 km) viel Tempo und kamen tatsächlich gemeinsam mit Team 220 zum Laserschießen. Nach insgesamt sieben Treffern hieß die Aufgabe im Anschluss: 11 km Berglauf zur Kletterstation. Auf dieser Strecke war es nun Tobias, der dem Tempo von Team 220 nicht folgen konnte und so mussten wir sie erneut ziehen lassen. Beim Klettern jedoch versagte unsere Konkurrenz und stürzte ab, während wir uns insgesamt 28 Bonusminuten sicherten. Dieses Polster ließen wir uns auf der abschließenden Laufetappe (4 km) nicht nehmen und kamen erschöpft, aber glücklich als Sieger auf der Wilhemshöhe über Jena ins Ziel.

Grüße Tobias

Bericht unseres Damen-Einsteiger-Sieger-Teams:

Bevor für uns (Kristina & Annette, unser Damenteam) Einsteiger der Startschuss fiel, hieß es erst einmal knapp 10 km locker mit dem Rad zum Start zu radeln, Aufwärmung sozusagen. Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann zu Fuß los und wir machten uns über mehrere Checkpoints und einige Höhenmeter auf den Weg zur Kanu- Station. Als wir dort schon fast angekommen waren, kamen uns mehrere Polizisten entgegen, auch ein Rettungshubschrauber war zu sehen und wir hatten Angst, dass einem der Teilnehmer etwas zugestoßen war. An der Station angekommen erfuhren wir dann, dass eines der Teams eine Leiche im Wald entdeckt hatte, nicht unweit von der Strecke, die wir gelaufen waren. Etwas schockiert und gleichzeitig froh, dass uns dieser Anblick erspart geblieben war, schnappten wir uns unser Kanu und paddelten zu den beiden Checkpoints, was uns bei teils stärkerem Strom einige Kraft in den Armen und Schultern kostete. Wieder an Land ging es dann weiter auf die knapp 20 km lange Mountainbike-Strecke, die uns über teils starke Anstiege führte und uns definitiv unsere Trainingsdefizite aufzeigte. Leider leisteten wir uns auch einen Orientierungsfehler, der uns zwar in Sichtweite des Checkpoints ankommen ließ, jedoch ein Fluss bzw. Bach mit zwei steilen und stark bewachsenen Böschungen zwischen uns und dem Checkpoint lag. Adventure wäre nun wohl gewesen wenn wir uns, wie auch einige andere Teams, auf dem direkten Weg durch den Fluss zum Checkpoint gekämpft hätten. Wir entschieden uns jedoch gegen die nassen Füße und die Kratzer und für den trockenen Umweg, der uns wahrscheinlich im Endeffekt mit knapp 10 min auch nicht viel mehr Zeit und weniger Kraft kostete. Der anschließende Orientierungslauf lief für uns wieder sehr gut und auch an der Schießstation konnten wir uns mit immerhin 4 Treffern einige Minuten Zeitgutschrift sichern. Weiter ging es dann mit dem Rad in Richtung Kletterstation, wo wir uns beide für die einfachste Kletterroute entschieden, diese jedoch schnell und souverän meisterten und somit erneut ein paar Minuten Zeitgutschrift sicherten. Von der Kletterstation aus ging es dann über einen weiteren Checkpoint mit unseren Rädern in Richtung Ziel, vor welchem der letzte starke Anstieg auf uns wartete. Erschöpft und glücklich kamen wir nach einer Rennzeit von 6:43 h endlich im Ziel an, haben uns so den Sieg erkämpft, und konnten in der Abendsonne auf unsere Männer warten.

Grüße Kristina

Bericht unseres zweiten Herren-Challenger-Teams:

Als Segler freuten wir uns besonders auf die Kanustrecke, denn schnelle Bootfahrten, da waren wir uns sicher, das konnten wir. Als erste Sektion stand ein kurzer Orientierungslauf (OL) auf dem Programm. Nach 20 Minuten ging es dann auf unsere Bergamont Räder. Die nächsten CPs mussten mit dem Rad gefunden werden. Nils als unser Navigator gab die Richtung vor, ich war für das Renntempo und die Verpflegung zuständig.
So arbeiteten wir Punkt für Punkt auf der Karte ab, wobei immer wieder zwischen Radfahren und Laufen gewechselt wurde. Bei jedem Wechsel mussten wir überlegen wieviel Verpflegung und Equipment wir für die nächste Sektion brauchen würden. Aus den vergangenen Rennen hatten wir gelernt wie wichtig es ist das Gewicht unserer Ausrüstung auf ein Minimum zu reduzieren, dabei aber nicht das Wichtigste zu vergessen.
Nach zwei Dritteln des Rennens erreichten wir die Kanusektion. Das Boot wurde gewassert und los ging es. Mit vollem Einsatz fuhren wir stromaufwärts zu den Checkpoints. Immer möglichst nah an Land, da dort die Strömungsgeschwindigkeit geringer ist. Wenigstens etwas im Studium gelernt. Es ging gut voran. An manchen Stellen mussten wir dann aber doch aussteigen und das Boot durchs Wasser ziehen. Bei dem eiskalten Wasser kein Spaß. Nach gut einer Stunde hatten wir alle Punkte abgearbeitet und kehrten in die Wechselzone zurück.
Auf dem Rad ging es weiter. Der nächste Checkpoint lag an einem Fluss. Anders als erwartet stellte sich bei der Ankunft heraus, dass der Checkpoint auf der anderen Flussseite lag. Die Räder geschultert ging es durch den Fluss auf die andere Seite. Toll, Schuhe und Socken waren gerade getrocknet…
Zügig erreichten wir dann die nächste Wechselzone. Als nächstes Stand ein 11 Kilometer langer OL auf dem Programm. Anders als bei früheren Rennen konnten wir etwa 80 Prozent der Strecke laufen. Lediglich Bergauf-Passagen und mein schmerzendes Knie zwangen uns gelegentlich zum Gehen.
Kleinere Orientierungsfehler kosteten uns aber immer wieder kostbare Minuten.
Wie weit ist der nächste Checkpoint entfernt? Wie lange brauche ich bis zur nächsten Gabelung? Nehme ich den direkten Weg durch den Wald oder lieber den etwas längeren aber vielleicht schnelleren Weg? Komme ich durch den Fluss oder nehme ich die Brücke? All das sind Fragen die wir während des Rennens immer wieder durchgehen und auf die schnelle Antworten gefordert sind.

Nach 10 Rennstunden erreichten wir die letzte Sonderaufgabe. In einer Kletterhalle gab es verschiedene Kletterrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Je nach Schwierigkeitsgrad gab es eine Zeitgutschrift.

Wir entschieden uns beide für eine 4er Route. Mit Nils, der mich von unten leitete, absolvierte ich die etwa 15 Meter hohe Wand ohne Absturz.
Anders als ich, mit meinen langen Armen und somit großen Reichweite, konnte Nils nicht sofort jeden Griff erreichen. Mit guter Technik und viel Kraft in den Fingern meisterte aber auch er die Strecke ohne Abgang. Somit hatten wir 32 Bonusminuten gewonnen.
Abschließend hatten wir noch 4 Kilometer bis ins Ziel zu absolvieren. Nach gut 11 Stunden erreichten wir als 6. von 32 Teams das Ziel.
Auch wenn nur halb so lang wie das Rennen im Harz, so war es körperlich und mental wieder eine Grenzerfahrung. Eine Erfahrung nach der ich jedes Mal sage, nie wieder.
Aber das habe ich wie gesagt bisher jedes Mal gesagt…

Grüße Hannes

Dies war für die Saison 2011 leider unser letztes Adventure Race. Wir hoffen allen mit diesem letzten Bericht, aus drei verschiedenen Blickwinkeln, euch zum Abschluss noch einmal einen tollen Einblick ins Adventure Racing zu vermitteln und vielleicht möchte sich der ein oder andere im nächsten Jahr auch mal versuchen.

Viele Grüße
Euer MAT

Bilder

Bild und Textquelle: Nils Naudorf – http://www.multisport-adventure-team.de/Site/Home_/Entries/2011/10/4_ARGS_Jena_2011.html

Multisport Adventure Team erfolgreich beim „The Harz 2011“

„The Harz“ war mit Abstand das härteste Rennen unserer Saison: In 20 Rennstunden hieß es, möglichst viele Checkpoints (CP) auf den verschiedenen Disziplinen zu sammeln und dabei Kälte, Wind, Dunkelheit, Erschöpfung, Hunger und Regen zu trotzen. In einem international gut besetzten Feld gingen insgesamt 33 Teams aus 6 Nationen an den Start. Die Zielsetzung von Robert und Tobias war ein einstelliges Ergebnis.

Schon die Vorbereitungen auf diese Extrembelastung waren anders. Der Rucksack war durch zusätzliche Lampen, Essen, Ersatzbatterien, Akkus und Getränke mindestens doppelt so schwer wie bei den anderen Rennen. So gingen wir mit jeweils 3l Getränken, unzähligen Riegeln, Keksen, Bananen und Butterbroten bewaffnet am Samstagabend um 18 Uhr auf die Strecke. Schon dort war klar, dass die 20 Stunden nicht ausreichen würden, um alle vom Veranstalter gesetzten CP`s einzusammeln. So mussten die Teams während des Rennens taktische Entscheidungen treffen.

Das Rennen begann mit einem Mini-Adventure-Race über 6 km: zwei CP`s zu Fuß, auf das MTB wechseln und erneut einen CP einsammeln. Zurück am Start war das Feld bereits auseinandergezogen und es ging auf die erste MTB-Etappe. Zu diesem Zeitpunkt lagen wir ungefähr im Mittelfeld und erreichten auf diesem Platz auch die erste Wechselzone an der Wendefurth-Talsperre. Es war gegen 21:30 Uhr und die Dunkelheit war mittlerweile im Harz eingebrochen. Die nächste Disziplin hieß „Swim&Run“, also rein in die Neoprenanzüge und ab in die kalten Fluten. Laufschuhe, Karte und Lampen waren im wasserdichten Sack verpackt und wurden hinter uns hergezogen. Nach 400m Schwimmen der erste Schock des Rennens: Tobias hatte den Kompass in der Wechselzone gelassen und so mussten wir die Navigation in der Dunkelheit quer durch den Wald ohne Kompass vornehmen. Doch es gelang uns erstaunlich gut die CP`s zu finden und zurück zur Wechselzone zu schwimmen.

Und nun hieß es:

Schnell aus den nassen Sachen raus, vom Organisationsteam noch einen Hot Dog essen, trinken, warme Sachen an und los auf die Räder. Schnell waren die nächsten 10 km geschafft und es hieß auf Seilen einen Fluss zu überqueren. Auf der anderen Seite wurden unsere Pedale mit Kabelbindern blockiert, so dass wir die nächsten 10 km schieben mussten. Beim Wechsel der Schuhe, der nächste Schock: Tobias hatte seine Laufschuhe in der Dunkelheit in der letzten Wechselzone vergessen. Also ging es für ihn mit Radschuhen weiter. Am Ende der Schiebestrecke ging es noch mal über mehr als 20 Kehren auf einem schmalen Bergpfad 300 Meter in die Höhe, ehe wir die nächste Wechselzone erreichten. Das Abseilen dort fiel auf Grund des starken Windes leider aus. Also weiter: Wasser auffüllen, trinken, noch mal in Ruhe auf die Karte schauen, dabei essen, durchgeschwitzte Shirts gegen trockene tauschen und wieder auf die Räder, den Berg hinunter. Da wir in der Dunkelheit nicht in den Wald wollten, ließen wir ein paar CP`s auf der Strecke aus und erreichten mit dem Sonnenaufgang die nächste Wechselzone. Hier mussten wir zunächst einen Abhang hinunterrutschen und dort Bogenschießen. Dies wiederholte sich, wenn man nicht traf. In der ersten Runde traf Tobias nicht. Das hieß: Berg wieder hinauf, runterrutschen und Robert durfte schießen. Er traf zum Glück: also weiter auf die „Run&Bike“-Strecke. Tobias, immer noch ohne seine Laufschuhe, zog Roberts Laufschuhe an, dieser nahm Tobias’ Fahrrad und beide Rucksäcke… und weiter. Schnell klapperten wir einen CP nach dem anderen ab. Nach einem Anstieg, Wechsel: Tobias auf`s Rad, Robert Laufschuhe an, dann der erste große Navigationsfehler, falsch abgebogen, zurück, durch den Wald, aber wenigstens den CP gefunden!

Wieder in der Wechselzone trafen wir das andere MAT-Team. Nach kurzer Bestandsaufnahme trennten die Teams sich wieder und wir fuhren über einen weiteren CP in die letzte Wechselzone. Wir stellten die Fahrräder ab und los ging es auf die 33km Laufstrecke, Tobias immer noch mit Radschuhen. Hier hieß es, taktisch vorzugehen. In knapp 4 Stunden war es nicht mehr möglich, alle CP`s zu holen, also versuchten wir, die mit der höchsten Wertigkeit zu finden. Halb laufend und halb gehend kamen wir gut voran und konnten schnell einige CP`s holen, doch dann ging es zurück. Die Zeit drängte und wir hatten nicht gemerkt, dass wir etwa 400 Höhenmeter bergab gelaufen waren. In 2 Stunden gefühltem Gewaltmarsch mit den letzten Kräften kämpften wir uns zurück in die Wechselzone und fuhren die letzten 7km MTB und erreichten knapp vor dem Zeitlimit überglücklich, müde und total ausgelaugt das Ziel.

Am Ende sollte sich unsere Taktik auszahlen und wir erreichten völlig unerwartet den 3. Platz. Aber wohl verdient und hart erkämpft!!!

Tobias und Robert
vom Multisport Adventure Team

Ergebnisse unter: http://www.theharz.com/

Adventure Racing Team bei der German Series erfolgreich

Am letzten Samstag sind wir in München beim vierten Rennen der German Series gestartet. Als erstes stand ein 8 km Orientierungslauf durch den Olympiapark an. Zurück im Stadion konnte man sich beim Lasergewehrschießen wertvolle Zeitgutschriften sichern, es folgten 40 km MTB, eine 3 km Kajakstrecke, 4 km auf Inlineskates und zum Abschluss ein weiterer 8 km Orientierungslauf. Am Ende mussten wir uns leider mit wenigen Minuten geschlagen geben und belegten Platz 2. Nach vier Rennen und ausschließlich Podiumsplätzen (1,1,2,3) liegen wir um den Titel der German Series weiter sehr gut im Rennen.

Hier mal ein paar Bilder vom Rennen

Und hier der Rennbericht:
Mit nur wenigen Minuten Rückstand auf die Sieger erreichte das Multisport-Adventure-Team das Ziel im Olympiastadion und belegte den 2. Platz.

Das Rennen in München hatte einen ganz besonderen Flair. Um 9:00 Uhr fiel der Startschuss im Münchner Olympiastadion. Zunächst ging es auf einen etwa 8 km langen Orientierungslauf durch den Olympiapark. In Führung liegend erreichten wir wieder das Stadion. Doch leider mussten wir beim anschließenden Schießen Tribut für unser hohes Tempo beim Lauf zollen und trafen nur wenig Scheiben. Dann ging es auf die MTBs über eine stillgelegte Eisenbahnbrücke aus der Stadt. Auf der flachen Strecke, die uns auch durch zwei Flüsse führte, sahen wir immer wieder unsere Verfolger. Wir konnten unseren Vorsprung halten und wechselten als erstes Team auf die 1-er Kajaks. Trotz der wenigen Erfahrung in diesen Booten verloren wir nur wenige Meter und gingen zeitgleich mit dem zweiten Team auf die 4 km lange Inlineskate-Strecke. Mit geliehenen Skates und so gut wie keinem Training in dieser Disziplin verloren wir wertvolle Minuten. So gingen wir als 2tes Team wieder auf die MTBs. Nachdem wir versehentlich auf einen Bauernhof gefahren waren und von den Eigentümern unter bösen Worten vom Grundstück gejagt wurden, erreichten wir den Wechsel zum 2. OL. Erneut zeigte sich die Stärke des Teams in dieser Disziplin. Mit nur noch 1 Minute Rückstand ging es auf die letzten Kilometer zurück zum Olympiastadion. Jedoch reichte es nicht mehr das andere Team noch einzuholen. Als 2tes Team fuhren wir durchs große Marathon- Tor ins Stadion und überquerten nach nicht ganz 5 Stunden die Ziellinie.

Nils und Tobias vom Multisport-Adventure-Team

Text und Bildquelle: Nils Naudorf per E-Mail

Adventure Racing Team erfolgreich bem Adventure Race German Series

ARGS Bayerwald

Erneuter Sieg des Multisport-Adventure-Teams beim Adventure-Rennen der German-Series im Bayerischen Wald. Zum Glockenschlag der Kirche von Roding ging es um 9.00 Uhr im Massenstart auf die ersten 4 km des Orientierungslaufes durch die Innenstadt. Durch gute Navigation und ein sehr schnelles Tempo wechselten wir nach nicht einmal 17 Minuten auf die MTB-Strecke in Führung liegend. Diese vergaben wir aber schnell wieder, da eine Straße, die auf der veralteten Karte eingezeichnet war, versperrt war.

Dort steht nun ein Continental-Werk. Der Abstecher durch den angrenzenden Wald kostete uns wertvolle Zeit. Auch nach dem ersten CP kamen wir nicht so richtig rein. Ein kleiner Weg durch den Wald, der eine Abkürzung sein sollte, stellte sich als unpassierbar heraus, worauf wir uns erneut quer durch den Wald kämpften. Mittlerweile im Mittelfeld angekommen beschlossen wir den Wald, so gut es ging, zu meiden. Dafür nahmen wir teilweise große Umwege in Kauf. Doch es sollte sich auszahlen. An CP 3 waren wir schon wieder in den Top 3 und am nächsten CP auf dem Gipfel des Fundberges kamen wir als erstes Team an. Jedoch wurde leider der vorletzte CP der MTB Strecke entfernt. Nach 10 Minuten Suche und einem Anruf bei der Rennleitung ging es weiter. In dieser Zeit erreichten noch 2 weitere Teams den CP, so dass es dann im Trio weiterging. Bis zur Wechselzone konnten wir uns wieder leicht absetzen, so dass wir uns mit etwa 5 Minuten Vorsprung auf die circa 8 Kilometer lange Laufstrecke begaben.

Die CPs waren hier gut versteckt in Flussröhren, kleinen Tälern oder im Dickicht. Mit erneut knappem Vorsprung gingen wir auf die abschließende 8 km lange Paddelstrecke. Zunächst ging es 4 km flussabwärts, um dann alles wieder hoch zu paddeln. Nach anfänglichen Steuerproblemen kamen wir in einen immer besseren Rhythmus und konnten unsere Verfolger immer mehr abhängen. Nach knapp 2 Stunden hatten wir wieder festen Boden unter den Füssen und rannten die letzten Meter ins Ziel. Nach 6:18 Minuten erreichten wir dieses mit knapp 30 Minuten Vorsprung und gewannen damit das mit 23 Teams bisher am besten besuchte Rennen der German-Serie.

Mulitisport Adventure Team mit Vitargo erfolgrecih

Euer Multisport-Adventure-Team (Robert & Tobias)

Bild- und Textquelle: Nils Naudorf per E-Mail

Multisport Adventure Racing Team mit Vitargo auf Platz 3 beim German Adventure Race Series

Hallo Susanne,

am vergangenen Wochenende sind wir beim Saisonauftakt der German Adventure Race Series in Landshut an den Start gegangen. Nach einem 10 km Nachtorientierungslauf, ca. 75 km auf dem MTB, einem weiteren 10km Orientierungslauf, 6 km Laufen, 3 km mit einem selbst gebauten Floß auf dem Fluss paddeln und einer Kletterstrecke kamen wir nach insgesamt 9:39 h ins Ziel. Damit konnten wir uns den dritten Platz, und damit einen Platz auf dem Treppchen sichern. Leider haben wir uns den ein oder anderen Orientierungsfehler geleistet, wodurch wir etwas Zeit verloren haben. Nichts desto trotz konnten wir uns dadurch wichtige Punkte für die Gesamtwertung sichern.

Unser nächstes Rennen findet am 17.07. im Schwarzwald statt. Die Vitargo Produkte helfen uns sehr gut bei der Ernährung – mehr Feedback gibt es in den kommenden Wochen

Hier jetzt der Rennbericht:

Nach einem anstrengenden und abwechslungsreichen Rennen erreichte wir, das MAT, nach über 100 Kilometern und insgesamt 9:39 Stunden das Ziel.  Damit erreichten wir zeitgleich mit dem Einhorn Adventure Team den 3. Platz in der Herrenkonkurrenz.

Donnerstag Morgen machten wir uns auf den Weg nach Landshut, um uns dort am Abend im Startfeld zum Nacht-OL in der Innenstadt wiederzufinden. Dort ging es zunächst durch die engen Gassen der Innenstadt, ehe wir hinaus in den Wald geschickt wurden. In der Nacht artete die CP –Suche dort teilweise aus, da die CPs schwer zu finden waren. Durch eine starke Laufleistung konnte sich das MAT einen Startplatz im vorderen Feld für das Rennen sichern.

Dies begann nach einer kurzen Nacht in der Eishalle am nächsten Morgen um 8:45 Uhr. Als erstes ging es auf eine lange MTB-Etappe. Da einige CPs sehr schwer zu finden waren und dort teilweise bis zu 7 Teams suchten, wurden weite Strecken dieser Etappe zu einer regelrechten Hetzjagd, in der sich das MAT immer weiter nach vorne schob. Leider verloren wir unsere gute Position am CP 12, wo wir nach einer guten Stunde als letztes Team der vorderen Gruppe die Suche aufgaben. Durch gute Navigation und ein starkes Tempo holte das MAT wieder Stück für Stück auf und erreichte das Bogenschießen schon als 5. Team. Ohne jegliche Erfahrung in dieser Disziplin schossen wir 22 Ringe. Nach dem Wechsel des Schuhwerks ging es in den Wald auf den OL. Nach 111 Minuten, 6 Zeckenbissen, völlig brennenden und aufgerissen Beinen wechselte das MAT wieder auf`s MTB, nun auf Position 4. Die letzten 2 CPs waren schnell gefunden und nach einer kurzen Laufstrecke kamen wir zur Floßbaustation. Das vor uns liegende Team in Sichtweite pumpte das MAT die zur Verfügung stehenden Reifen auf und verknotete diese mit den Holzlatten, um sofort damit in die Isar zu springen. Dort stellten wird dann fest, dass unser Untersatz kaum richtig schwimmfähig war und beinahe auseinander brach. Doch er sollte halten und uns dank der starken Strömung schnell zum Ausstieg 3 km stromabwärts bringen. Dort ging es direkt hinter dem anderen Team auf die letzte Laufetappe zum Klettern. Mit nassen und dreckigen Laufschuhen, völlig erschöpft nach 9 Stunden Rennen kämpften wir uns die  Kletterwand hoch, dann ging es unter Einsatz der letzten Kräfte ins Ziel. Dies erreichten wir um genau 18.00 Uhr.

Nach gespanntem Warten und Zittern waren wir am Ende des Tages zeitgleich mit dem Einhorn Adventure Team auf dem 3. Platz. Damit konnten wir erfolgreich in die Saison und die Rennserie starten und freuen uns schon auf die kommenden Rennen.

Euer Multisport-Adventure-Team

Quelle: http://www.multisport-adventure-team.de/Site/Home_/Entries/2011/6/28_ARGS_Landshut.html

Textquelle: Nils Naudorf vom  per E-Mail, Website