Archiv der Kategorie: Marathon

Jens Ziganke läuft Bestzeit beim Kasumigaura Marathon

Jens Ziganke läuft Bestzeit beim Kasumigaura Marathon in Tsuchiura (Japan)

Am Ostersonntag ging ich beim 24. Kasumigaura Marathon, einer der größten  Marathons in Japan an den Start. Nachdem ich 2012 aus gesundheitlichen Problemen auf den Start verzichten musste, lief es diesmal umso besser. Als um 10 Uhr Ortszeit (3 Uhr deutscher Zeit) am Ostersonntag der Startschuss fiel, lief ich gleich zu Beginn in der zweiten Gruppe um Platz 3-20 ein hohes Tempo mit. Diese große Gruppe hatte den Vorteil, dass man sich bei dem doch nicht zu unterschätzenden Gegenwind und den kleinen Anstiegen gut im Feld verstecken konnte.

Die erste Hälfte legte ich dabei in 1:13:26std. zurück. Bis Kilometer 30 löste sich die Gruppe dann zunehmend auf und ich lief ab diesem Zeitpunkt dann alleine. Bis auf den letzten 5km Split konnte ich aber mein angepeiltes Tempo beibehalten, sodass ich nach gut 42km überglücklich in das örtliche Stadion einlief.

Jens Ziganke mit Vitargo beim Kasumigaura Marathon

Dabei konnte ich meine Bestzeit aus dem Vorjahr um 2min verbessern und als 8. des über 16000 Läufer starken Gesamtfeldes mit 2:28,47std. auch noch in die Medaillenränge (Top 10) laufen. Da ich vor dem Marathon das Glück hatte, meine eigenen Getränke an den Verpflegungsstellen deponieren zu dürfen, vertraute ich dabei auf die Produkte von Vitargo.

Bis Kilometer 15 trank ich dabei ausschließlich Wasser, bis ich dann danach alle 5km Vitargo Carboloader trank. Außerdem nahm ich nach Kilometer 25 und 35 ein Gel zu mir. An dieser Stelle ein Dankeschön für die tolle Unterstützung bei diesem Event.

Jens Ziganke beim Kasumigaura Marathon mit Vitargo erfolgreich

Vielen Dank für den tollen Bericht und Glückwunsch zur tollen sportlichen Leistung!

Bild und Text: Jens Ziganke

Vitargo Sportler erfolgreich beim Halbmarathon Berlin 2014

Am 30. März erlebten einige Vitargo Sportler wieder einmal eine tolle Atmosphäre beim  Halbmarathon in Berlin. Der Berlin Halbmarathon ist mit seinen mittlerweile über 30.000 Läufern und Läuferinnen der größte Halbmarathon in Deutschland.

Bei den Männern gewann Leonard Komon mit einer Zeit von 59:12, bei den Frauen Tadelech Bekele mit 1:10:05. Als bester deutscher Läufer kam Andre Pollmächer auf Platz 13 ins Ziel (Platz 1-12 gingen übrigens komplett an Kenianer). Der von Vitargo unterstütze Sportler verbesserte mit 1:02:17 seine Bestzeit um 1 Minute und 29 Sekunden.

Andre Pollmächer mit Vitargo beim HM in Berlin

Bildquelle: https://www.facebook.com/AndrePollmaecher?fref=ts

Das große Saisonziel von Andre ist der Marathon in Düsseldorf, bei dem er für seinen Heimatverein und Hauptsponsor noch einmal alles geben möchte.

Bildquelle: https://fbcdn-sphotos-d-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash3/t1.0-9/10155664_10152043282937963_786252005_n.jpg

Ebenfalls sehr bemerkenswert war auch die Leistung von Marc Schulze, der mit einer Zeit von 67:04  zweitbester deutscher Läufer in Berlin geworden ist. Der von Jens Karaß (jK running) trainierte Marc  (Team Running Power) vertraut schon seit langem auf Vitargo Produkte und wird auch beim Boston Marathon 2014 an den Start gehen.

Holger Deifuß

Mit dabei war wieder einmal auch Vitargo Sportler Holger Deifuß. Als Mitglied des Jubilee Clubs ist er sozusagen ein Berlin Experte und genoß wie immer die einmalige Atmosphäre in Berlin.

An dieser Stelle nochmal Glückwunsch zu den persönlichen Bestleistungen!

Andre Pollmächer vertraut auf Vitargo

Wir freuen uns im Laufjahr 2014 den derzeit besten deutschen Marathonläufer Andre Pollmächer mit Vitargo Pordukten zu unterstützen.

Andre Pollmächer vertraut auf Vitargo

Auf seiner Facebookseite gibt es aktuelle Berichte aus dem Trainingslager, von Rennen und natürlich auch zum Einsatz von Vitargo.

https://www.facebook.com/AndrePollmaecher

Hier noch ein aktuelles Video vom Training


Quelle:http://www.youtube.com/watch?v=p_8no7vwMfw&list=UU0lJIVfFxFtI_wcNWP8iIJA

Zum YouTube Chanel von Andre geht es hier lang:
http://www.youtube.com/user/comeback2011?feature=watch

Team Vitargo erfolgreich bei der Marathonstaffel 2013 in Berlin

Team Vitargo

Liebe Sportlerinnen und Sportler,

mein Name ist Sandra Müller und ich bin seit Mitte November Personal Trainerin bei Fitness First im Kantcenter in der Wilmersdorferstraße Berlin! Heute möchte ich euch von der Marathonstaffel 2013 berichten, die  gestern auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof stattfand.

6 motivierte Läuferinnen- ein gemeinsames Ziel und auf geht`s!

Für unser Team ist der gestrige Erfolg wie ein kleines Wunder. Am Ende heißt es Position 22 und Platz 17 von 154 Frauen Teams!  Insgesamt waren 1496 Staffeln angemeldet und ca. 7500 Läufer vor Ort. Neben den Frauenteams starteten auch Männer- und Mixedteams!

Berlin Marathon Staffel 2013

Es ist Sonntagmorgen um 10.30 Uhr, der Startschuss fällt und die erste Läuferin, Ariane, startet für unser Team „Vitargo“. Es ist ganz schön frisch und die anderen Läuferinnen halten sich noch warm, bevor es an den Start geht. Ariane wird die ersten 6.1 km für uns laufen. Im Vorfeld haben wir  besprochen, dass wir uns in der Wechselzone auf der in Laufrichtung rechten Seite platzieren, um einen reibungslosen Wechsel ohne Zeitverlust hinzubekommen.  Nach 15 Minuten macht sich Eva startklar und begibt sich in die Wechselzone, um Ariane nicht zu verfehlen. Nach ca. 30 Minuten findet der „Abklatsch“ statt und Eva startet die ersten  5 km. Durch laute Zurufe schicken wir sie auf die Strecke!

Nun stehen die ersten 10 km auf dem Plan, dies ist meine Distanz. Ich  platziere mich gegen 11.15 Uhr in der Wechselzone. Nach weiteren 30 Minuten läuft Eva ein, wir schlagen uns kurz ab und mein Lauf kann beginnen. Die ersten 5 km sind super, ich laufe wieder durch den Flughafen und fühle eine schwere in meinen Beinen. Dennoch bleib ich dran und denke, ich laufe für mich und mein Team, gib nicht auf!

Nach 45 Minuten ist es geschafft, Anne steht auf der rechten Seite und wir schlagen uns ab! Sie läuft los und hat 5 km vor sich. Go Anne, das Team feuert ordentlich an!
Nun startet Gina an 5.ter Position die zweite 10 km Distanz. Anne läuft nach 25 Minuten in die Wechselzone ein und der Übergang verläuft auch hier reibungslos! Top! Kein Zeitverlust. Gina ist so schnell über die Startbahn gelaufen, dass wir sie übersehen haben. Erst in der zweiten Runde feuern wir sie an.

Nun  schauen wir das erste Mal auf die Zeit mit Hinblick auf unsere Endergebnis. Es sind bislang fast  3 Stunden vergangen. Unsere letzte Läuferin Ute macht sich bereit. Gina ist 47 Minuten unterwegs, klatscht ab und Ute startet nach 3 Stunden 3 Minuten auf die Bahn. Es gibt erste Hochrechnungen, „wenn sie es in 35 Minuten schafft, dann haben wir eine Zeit von 3 Stunden 38“, das wäre super!!!  Und was passiert, Ute, schafft die 6 km sogar in 31 Minuten und wir erreichen die Endzeit von 3:34:06!!!

Die Freude im Team ist groß und alle sind stolz auf die persönliche Leistung, sowie die Leistung des Teams!

Besonders  erwähnenswert ist, dass das Team in dieser Formation noch nie gelaufen ist. Wir haben uns sonntagfrüh getroffen und haben durch unser gemeinsames Ziel etwas Großartiges geschafft. Innerhalb weniger Minuten entstand der Teamgeist und wir wussten, wir werden die 42,195 km zusammen schaffen!

Danke an unsere Coaches Michaela und Markus und an das gesamte Team!
Wir waren spitze!!!

Berlin Marathonstaffel Team Vitargo 2013

An alle Läuferinnen und Läufer, vielleicht sehen wir uns im nächsten Jahr bei weiteren Läufen oder bei der Marathonstaffel!

Ich freu mich drauf,
eure Sandra

Bild und Textquelle: Sandra Müller per E-Mail

 

Berlin Marathon 2013 – mit Vitargo vor Ort

Berlin Marathon 2013

Wie in den letzten sechs Jahren waren wir mit einem Vitargo-Stand beim Berlin Marathon vor Ort. Die Marathon-Messe „Berlin Vital“ bietet mit dem ehemaligen Flughafen Tempelhof eine beeindruckende Kulisse.

Vitargo Stand Berlin Marathon Messe 2013

In Berlin treffen wir jedes Jahr viele Vitargo-Stammkunden, die direkt gelbe Carboloader-, grüne Elektrolyte- und braune Gainers Gold-Tüten zielgerichtet in ihrem Starterbeutel verstauen. Einige Athleten sieht man auch bereits mit einer Vitargo-Trinkflasche. Schließlich sollte man mit dem Carboloading rechtzeitig vor dem Wettkampf beginnen.

Premiere hatten in Berlin die drei neuen Geschmacksrichtungen des Vitargo-Carboloaders: Tropical, Blutorange und Erdbeere. Das Feedback zu den neuen Geschmacksrichtungen war durchweg positiv.

Erstaunt waren wir, wie viele internationale Sportler das Kohlenhydrat Vitargo bereits kennen und einsetzen. Neben den Schweden, Finnen und Dänen vertrauen vor allem polnische, russische und spanische Läufer auf Vitargo. Dass auf der Berlin Marathon-Messe mittlerweile überwiegend Englisch gesprochen wird, ist normal. Gerade viele internationale Läufer verbinden den Marathon-Lauf mit einem verlängerten Besuch in der Hauptstadt. Wer in Berlin schon mal selbst gelaufen ist, weiß auch ganz genau, warum dieser zur Majors-Serie zählende Marathon jedes Jahr innerhalb kürzester Zeit ausverkauft ist.

Uns ging es leider am Samstag ab 13 Uhr ähnlich – Vitargo-Gel ausverkauft, Vitargo + Elektrolyte ausverkauft und so gut wie kein Gainers Gold mehr!  Dabei hatten wir die erwartbare Nachfrage unserer Meinung nach ausreichend und angemessen kalkuliert. Nächstes Jahr werden wir vor allem mehr Vitargo-Gel einplanen. Ebenfalls sehr stark nachgefragt wurde das Mineralstoff-Produkt Salt&More, was sicherlich den ein oder anderen Läufer vor Krämpfen bewahrt haben dürfte.

Christine Jücker-Deifuß mit Vitargo in Berlin 2013

Jetzt aber zum sportlichen Teil, der ebenfalls sehr beeindruckend war. Unsere Vitargo-Sportler der ersten Stunde Christine und Holger finishten in Berlin ihren 100 Marathon. Dabei gehen 60 Marathons auf Holgers und 40 Marathons auf Christines „Deckel“. Dass sie uns am Samstag noch am Stand unterstützt haben, war wirklich super. Wer unseren Vitargo-Blog verfolgt, weiß, dass sich das Läuferpaar mittlerweile eher auf die noch längeren Distanzen spezialisiert hat.

Holger Deifuß

Ebenfalls aus Dortmund am Start waren Familie Krause und Mattes Fitz, Läufer der Laufgruppe Dresden, die wir gleich mit einigen Endurance Riegeln, Salt&More, Gels und mit den neuen Geschmacksrichtungen des Vitargo-Carboloaders versorgt haben. Danke an dieser Stelle auch noch mal an Alex und Stefan für das Feedback zum neuen Carboloader.

Marc Schulze vom Team Running-Power lief beim 40. Berlin Marathon ein sehr gutes Marathon-Debüt mit einer Zeit von 2:21. Ab dem  Halbmarathon nutze er alle 5 KM ein Vitargo-Gel, um die entsprechende Energie nachzufüllen.

Marc Schulze beim Berlin Marathon 2013 mit Vitargo Gel unterwegs

Bildquelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151703575492861&set=a.10151623794212861.1073741827.234620607860&type=1&theater
(FB-Seite Berlin Marathon, SSC Berlin)

Sein Laufbericht findet ihr hier:
http://www.runningpower.de/new/?p=864

Dass an diesem Tag der Weltrekord von Wilson Kipsang auf 2:03:23 verbessert wurde, die beste Marathonzeit eines deutschen Läufers seit 14 Jahren mit Andre Pollmächers 2:13:05 (EM-Norm geschafft) erzielt wurde und Irina Mikitenko einen neuen Weltrekord für die AK W40 aufgestellte, waren weitere Highlights des 40. Berlin-Marathons.

Unser Fazit: Wir kommen wieder und freuen uns schon auf die 41. Auflage des Berlin Marathons 2014!

Bildquelle: Holger Deifuß (privat), Marc Schulze (Website)

Paul Schmid erfolgreich beim Rostock Marathon

Siegerehrung ohne Sieger

Gegen halb zwölf war er dann doch da. Neu-Rostocker Paul Schmidt war knapp 90 Minuten zuvor bei der eigentlichen Siegerehrung auf dem Neuen Markt vergeblich gesucht worden. Sowohl die besten Damen als auch die Herren des Marathons wurden entsprechend geehrt, doch Paul Schmidt fehlte. „Ich war durchnässt und hatte keine Wechselsachen dabei“, sagte der Sieger des Marathonlaufs. Und weil so ein Lauf über 42,195 Kilometer recht lange dauert und das Wohlbefinden danach von verschiedenen Faktoren abhängig ist, ließ sich Paul Schmidt entsprechend pflegen.

Angetreten mit dem Ziel, trotz stark beruflicher Eingebundenheit eine akzeptable Zeit zu erreichen, absolvierte der angehende Arzt den Marathon in 2:32:27 Stunden. „Mit dieser Zeit bin ich zufrieden. Ich hatte im vergangenen Monat eine Operation und konnte dadurch zwei Wochen nicht trainieren“, erzählte Schmidt. 90 Minuten lief es für ihn ganz gut, „dann ging der Marathon für mich richtig los“, sagte Schmidt und fügte hinzu: „So ein Marathon ist eine ehrliche Sportart, aber das ist der Reiz an der Quälerei“.

Schmidt war nicht der Erste im Ziel der 11. hella marathon nacht rostock, was aber daran lag, dass die Staffeln natürlich acht Mal ihre Topleute auf die Strecke bringen und bei jedem Teilabschnitt schneller sind, als der schnellste Einzelläufer. Und so erzielte die Mannschaft der SG Fiko Rostock, Rostocks beste Triathleten, mit 2:19:12 Stunden eine neue Rekordzeit. „Wir sind mit dem Ziel angetreten, Erster zu werden und wollten unter 2:20 Stunden bleiben. Das hat geklappt und wir sind zufrieden“, sagte Matthias Weippert, einer der schnellen Jungs. Nach der Fiko.Truppe kam eine zeitlang nichts und erst mehr als 13 Minuten kam das Fiko-Warnowtunnelteam als Zweites ins Ziel. (…)

Textequelle und ganzer Bericht: http://rostocker-marathon-nacht.com/

Pauls Ernährungstipp für den Marathon bei Facebook.

Vitargo Elektrolyte eisgekuehlt hat es gebracht…und Gel mit Colageschmack natuerlich

Paul Schmid Rostock Marathon

Bildquelle: https://fbcdn-sphotos-b-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash3/p480x480/64706_627672323924050_426433785_n.jpg

Laufnews vom Vitargo Sportler Paul Schmidt

Hier wieder mal ein Lauf-Ausblick und Update von Paul Schmidt, der mittlerweile seit über 5 Jahren erfolgreich auf Vitargo setzt.

Paul Schmidt Vitargo Sportler

Die Lauferrei im Juni: Einblick, Bestzeit, Streckenrekord, Ausblick!

In der bisher heißesten Woche des Jahres vor dem Hamburg Halbmarathon bestand die Vorbereitung dann nur noch aus dem Arbeitsweg und einer „Taperingeinheit“ sowie etwas Krafttraining. Mehr war aufgrund der vielen Arbeitsstunden in der Klinik auch nicht möglich bzw. von mir gewollt, da seit 2013 die ärztliche Tätigkeit eindeutig Vorrang hat. So war ich auch am Vortag zum Halbmarathon 12h zum Samstags-Notaufnahmedienst in der Klinik und habe diesen Dienst aus Prinzip mit der Idee der Halbmarathonteilnahme nicht verschoben.

Gegen Ende der Woche entspannten sich die Temperaturen und ich blickte mittlerweile etwas aufgeregt dem Halbmarathon entgegen. Seit langem ging es nicht mehr nur um Sieg oder Platz, wo die äußeren Bedingungen für alle gleich sind. Diesmal sollte eine persönliche Bestleistung möglichst weit unterboten werden. Die unmittelbare Vorbereitung bezüglich Ernährung und Belastung in den Stunden vor dem Rennen wurde von mir deshalb relativ genau geplant. Für eine Belastung von knapp 70 min ging ich in meinem Fall davon aus, dass diese mit gut gefüllten Kohlehydratspeichern, voll hydriert und nur wenig Zuckeraufnahme während des Rennes optimal zu laufen seien.

Paul schmidt erfolgreich mit Vitargo beim Halbmarathon

Bei der Erwärmung halte ich mich mit langem Einlaufen sehr zurück, damit vom Energietank vor dem Rennen möglichst wenig verbraucht wird. Solange sich die Muskeln warm anfühlen und für den langen Schritt gut gedehnt sind, ist das ausreichend. Auch die Erfahrung des Muskelrisses im letzten Jahr ändert nichts an dieser Taktik. Damals hatte ich mich fast 45 min für die 10km beim Paderborner Osterlauf erwärmt. Am 23.06. 9:00 war es dann soweit. Mit dem Shuttlebus wurde ich vom Zielbereich an den Start auf der Reeperbahn gefahren. Dort traf ich einige bekannte Gesichter. Neben Lisabeth Wagner aus Dresden, deren letzten Tempodauerlauf vor dem HM ich am Samstag zuvor im Dresdner Großen Garten begleitete ( Platz 8, beste Deutsche in 79:29 min) auch Volker Goineau ( 68:18min , 10.) und Markus-Weiß-Latzko (DNF). Zur Einstimmung auf eventuelle gegenseitige Tempoarbeit fragte ich nach den Zielzeiten. Ich selbst hatte mir 66:50 min als bestmögliche Zeit und entsprechendes Tempo von 3:10 min/km vorgenommen. Peter wollte, ebenso wie Markus, eine tiefe 66 laufen. Volker peilte 67-67:30 an. In diesem Bereich kann ein Unterschied von 30 oder 60 s schon Welten ausmachen, oder einfach nur wenig oder viel Laktat !!!! Ein direkter Laufpartner war also noch nicht auszumachen. Mit dem Startschuss kam erstmal eine andere bewährte Taktik zum tragen. Kurzer Sprint über 30 m, um aus dem Gröbsten Geränge herauszukommen und dann locker ins Tempo finden. Gemeinsam mit Markus tat ich das auch. Nach ein paar hundert Metern holten uns dann immer mehr Afrikaner ein, welche wir jedoch ziehen ließen (um hinten raus möglichst viele „einzusammeln“). Trotz des nun relativ hohen Tempo von 3:05-3:06 min/km fühlte ich mich wohl und wollte es probieren, mit Markus mitzulaufen. Angetrieben von den vielen Zuschaueren an den Landungsbrücken konnten wir das Tempo halten.

Aber irgendwie bemerkte ich, dass es nicht wirklich Markus Tag war. Bei der Tempoarbeit wurden meine Anteile immer größer, bis er das Tempo nicht mehr halten konnte. So orientierte ich mich nach vorn, mit dem Ziel das Tempo möglichst lange zu halten. 31:23 min über 10km bedeuteten Saisonbestleistung. Die Beine fühlten sich gut, aber nicht mehr total frisch an. Auf der 2. Hälfte wurden die Straßen deutlich leerer. Der Kurs blieb durch Tunnel und Brücken weiter wellig und windig. Die Motivation war hoch, ich konnte Peter etwas mehr als 100 m vor mir sehen. Der Abstand blieb konstant, und konstant konnten ließen wir andere afrikanische Profiläufer hinter uns. An einer Wendemarke zwischen Binnen-und Außenalster liefen aneinander vorbei und klatschten die Hände ab. Eine sehr motivierende Geste unter Trainingskameraden. Das war ca. bei Kilometer 14 und die letzten 4 km waren im Bereich von 3:10-3:12 min/km. Langsam begannen die Beine schwer zu werden. Entgegen meiner Vermutungen gab es auf der Strecke nur Wasser und keine isotonischen Getränke. Wo mein Körper sonst langsam nach C6H12O6 in variabler Form bittet, gab es nur H2O. Leider wurde Stefan durch die spontane Anmeldung die Möglichkeit der Radbegleitung zum Filmen, bzw. zum Reichen von eigenen Getränken im Verpflegungsbereich verwährt. In diesem Momenten wünschte ich mir mein Energiegel für den Kick, der mich bei den langen Dauerläufen die letzten 5km gern mal unter 16 min laufen lässt. Aber aus diesem Fehler werde ich lernen. Bis ins Ziel war der Zeitverlust zwar nicht extrem, aber eine schöne Wannenform der Laufgeschwindigkeit konnte nicht mehr erzeugt werden. Die Oberschenkel fühlten sich leer, nicht mal voller Laktat, geschweige denn anderer schnell wirksamer Energiespender. Also blieb mir nur übrig gefühlt „auf dem Zahnfleich zu kriechen“ und durchzukommen. Diese Empfindungen entstanden alle bei Tempounterschieden zwischen 3:12 und 3: 18 min/km machen aber, wie oben schon beschrieben, Welten aus ( am Ende fast 10 Plätze in der Deutschen Bestenliste). Getrieben von der Motivation bester Europäer zu werden und meine Bestzeit zu knacken, war der Tempoabfall am Ende zum Glück nicht so extrem und mit 67:14 min konnte ich glücklich als 7. ins Ziel laufen.

Halbmarathon Hamburg - Paul Schmidt Ehrung

Quelle und ganzer Artikel:https://www.facebook.com/notes/paul-schmidt/die-lauferrei-im-juni-einblick-bestzeit-streckenrekord-ausblick/619420814749918
Bilder Paul Schmidt per E-Mail

Irgendwann muss jeder mal nach Biel

Mit Vitargo beim 100 Km von Biel!

„Irgendwann muss jeder mal nach Biel„

Was der New York- Marathon für die Marathonläufer, ist Biel für die Ultraläufer. Der 100 km Lauf von Biel zählt  zu den ältesten und größten Ultraläufen der Welt. Zu dem 55. Start des Schweizer Laufevents waren wir mit 4 Läufers des SuS Olfen angereist. Gestartet wurde der Lauf um 22:00 Uhr . Die Wetterbedingungen waren ideal. Tagsüber herrschten Temperaturen bis 27 Grad. In der Nacht waren es dann angenehme 18 Grad. Sicher gibt es schönere und sinnvollere Beschäftigungen für eine solch schöne Sommernacht als 100 km zu laufen. Das bewiesen die zahlreichen Partys und Grillfeste entlang der Strecke.

Nach einer Runde durch Biel ging es dann raus auf die Strecke. Auf der gesamten Strecke  mussten 3 „ Berge „  mit ca. 500 Hm überwunden werden. Eine echte Herausforderung war dann aber bei km 56-67 der Emmendamm.  Unter den Läufern als der gefürchtete Hoh-Chi-Minh-Pfad bekannt. Ein schmaler Trampelpfad gespickt mit Steinen und Wurzeln. Und das bei totaler Dunkelheit und müden Beinen. – ohne Stirn- bzw. Taschenlampe ging da gar nichts –

Endlos waren dann die letzten 15 km entlang des Flusses  Are. Doch zum Ende hatten sich die intensiven Vorbereitungen ausgezahlt. Als Trainingsläufe absolvierten wir in der ersten Jahreshälfte, zwei Marathonläufe, einen 100km Lauf in  Berlin, einen 6 Stundenlauf und den Hermannslauf.  Mit den erreichten Zeiten lagen alle 4 SuS ler im ersten Viertel des Gesamteinlaufes. Und alle vier waren mit den Ergebnissen zufrieden und  begeistert
von der Orga und der tollen Stimmung die ganze Nacht hindurch.

Ergebnisse:
Karl 9. M 55 in 9:44:01 Stunden, dabei die ersten 20 km in 1:21 Std. angegangen !!!, die letzten 40 km waren aber wohl sehr hart
Wigbert    14. M 55 in 10:24:05 Std., bei seinem ersten 100er überhaupt !!
Hubertus   57. M 45 in 10:44:40 Std.
Silvia         5. W 50 in 11:11:40 Stunden

Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!

Bild- und Textquelle: Karl Berndstrotmann

Auf dem beschwerlichen Weg zum Rennsteig, Teil 3 – Weiltalweg-Marathon

Mit Vitargo zum Rennsteig-Marathon

Nach dem Syltlauf über 33,333 km Mitte März und einem anschließenden Trainingslager auf Deutschlands nördlichster und für uns sicherlich auch schönsten Insel steht nun der zweite vorbereitende Wettkampf auf den Rennsteiglauf Ende Mai an. Ausgesucht haben wir uns den Weiltalweg-Marathon im Taunus. Bei diesem Lauf über die klassische Distanz von 42,195 km handelt es sich um einen Landschaftslauf, bei dem einige Höhenmeter zu bewältigen sind, also ein guter Test im Hinblick auf das Streckenprofil, das uns in Thüringen auf dem Rennsteig erwartet.
Gestartet wird der Marathon unweit des hessischen Feldberggipfels in der beschaulichen Feldberggemeinde Schmit-ten, einem anerkannten Luftkurort. Von dort geht es dann auf dem Weiltalweg, der ein beliebter Rad- und Wanderweg ist, in Richtung Weilburg. In der kleinen, an der Lahn gelegenen Stadt befindet sich das Ziel. Auf dem Weg dorthin wird immer wieder der gut asphaltierte Weiltalweg verlassen, um auf Waldwander-wegen in der beschaulichen Mittelgebirgslandschaft des Taunus Höhenmeter zu sammeln.

Wie schon beim Syltlauf hat auch an diesem Wochenende der Wettergott wieder einmal ein Einsehen mit den Läufern. Angesichts lauffreundlicher Temperaturen und Sonnenschein kann man von optimalen äußeren Bedingungen sprechen, so dass es sich tatsächlich – wie der Veranstalter den Läufern beim Start mit auf den Weg gibt – um einen „Lauf in den Frühling“ handelt.  Der rührige Veranstalter leistet ebenfalls seinen Beitrag, um den knapp 500 Einzelläufern (daneben gibt es auch einen Staffelwettbewerb)den langen Weg bis Weilburg so ange-nehm wie nur möglich zu machen. Neben der bestens ausgezeichneten und gesicherten Strecke sorgen in klugen Abständen platzierte Versorgungspunkte dafür, dass die Sportler das Gefühl haben, dass es sich hier um einen „Lauf von Läufern für Läufer“ handelt. Die Verpflegung ist nicht üppig oder aufwändig, aber eben läufergerecht; so werden z.B. salzige Tuc-Kekse gereicht.

Vitargo - Weg zum rennsteig

Christine und ich haben uns jeder für sich auf den Weg gemacht, obwohl uns bewusst ist, dass wir zeitmäßig nicht allzu weit auseinander liegen werden, aber auch den Ultra wollen wir ja nicht gemeinsam laufen. Schnell merken wir, dass sich die zahlreichen Kilometer auf Sylt bei Kälte und gegen den unangenehmen Ostwind bezahlt gemacht haben, so dass wir auf der ersten Streckenhälfte vor allem damit beschäftigt sind zu bremsen. Und als dann bei Kilometerpunkt 29 alle wesentlichen Steigungen abgearbeitet sind, startet Christine auf den letzten 13 Kilometern ihre große „Sammelaktion“, bei der sie noch etliche Mitläuferinnen, die das Rennen zu schnell angegangen sind, „einsammelt“. So kann sie sich noch bis auf den achten Platz bei den Frauen vorarbeiten und freut sich zudem über den Gewinn der Altersklasse W45. Auch mit ihrer Zeit von 3:47 Stunden ist sie mehr als zufrieden, immerhin ist sie rund drei Minuten schneller unterwegs als in Frankfurt beim City-Marathon vor einem halben Jahr.

Für mich ist es ebenfalls ein gelungener Test. Ich merke, dass ich mit meinem nach dem Unfall mittlerweile wieder gut hergestellten Knie Steigungen schon wieder ordentlich bewältigen kann. Nur auf steilen Abstiegen läuft es noch nicht ganz rund. Auch ich habe rund um den Kilometerpunkt 30 das Gefühl, nun im „Ultra-Modus“ zu sein und dieses Tempo noch einige Kilometer weiterlaufen zu können. Die Stoppuhr im Ziel zeigt, als ich die Ziellinie überquere, genau 3:40 Stunden an.
Wir gehen mit dem guten Gefühl aus dem Rennen, einen anspruchsvollen Testlauf problemlos bewältigt zu haben. Im Großen und Ganzen stimmt die Form bereits, nun müssen wir in den verbleibenden fünf Wochen noch den Feinschliff vornehmen, so etwa am 11. Mai, wenn wir im Sauerland beim Hollenlauf noch einmal die Marathondistanz und sicherlich auch etliche Höhenmeter unter unsere Füße nehmen.

Bild und Textquelle: Holger Deifuß

Auf dem beschwerlichen Weg zum Rennsteig, Teil 2 – der Syltlauf

Wie bereits im ersten Teil angekündigt, ist der Syltlauf über 33,333 km nach dem Halbmarathon in Vreden, zu dem wir wegen der winterlichen Witterungsbedingungen nicht angetreten sind, nicht nur der erste Wettkampf in dieser Saison, sondern auch sofort ein echtes Highlight. Denn der Syltlauf sorgt seit mittlerweile 30 Jahren dafür, dass Deutschlands nördlichste Insel nicht nur bei Urlaubern beliebt ist, sondern sich auch unter Ausdauersportlern wachsender Beliebtheit erfreut. Schon wenige Wochen nach Öffnung der Anmeldelisten sind die rund 1500 Startplätze vergeben, wofür unter anderem auch ein hoher Anteil an “Wiederholungstätern” verantwortlich ist, die es Jahr für Jahr Mitte März zu Deutschlands nördlichstem Lauf-Event zieht.

So stehe ich in diesem Jahr bereits zum 17. Mal an der Startlinie, Christine reiht sich bereits zum elften Mal in die in diesem Jahr winterlich vermummte Läuferschar. Viele Läufer sehen aus, als wollten sie an einem arktischen Marathon teilnehmen, dabei hat an diesem Sonntag der Wettergott wieder einmal ein Einsehen mit uns Läufern, was auch daran liegen mag, dass in diesem Jahr die Sylter Sagengestalt Ekke Nekkepenn die Läufer auf ihre Reise über die Insel schickt und so vielleicht den Kollegen vom Wetter ein wenig gnädig stimmt.

Christine und Holger mit Vitargo beim Syltlauf
Noch einen Tag zuvor sieht es allerdings so aus, als ob der Lauf gar nicht oder nur verkürzt stattfinden könnte (wie bereits zwei Mal in der 32 jährigen Geschichte des Syltlaufs geschehen). Bei unserem traditionellen Auslaufen am Samstagmorgen trauen wir unseren Augen nicht: Die Insel ist verschneit und ein orkanartiger Ostwind lässt einem selbst als erfahrenem Syltläufer mit Blick auf den Wettkampf am Sonntag mehr als mulmig zumute werden. Dabei ist  die 33,333 km lange Strecke von Hörnum im Süden nach List im Norden der Insel auch ohne diese extremen Witterungsbedingungen eine echte Heraus-forderung. Die für viele ungewohnten klimatischen Bedingungen mit Reizklima und zum Teil heftigen Gegenwind sowie die durch die Dünen im letzten Streckendrittel bedingten Höhenmeter machen aus dem Syltlauf für viele Teilnehmer trotz der fehlenden neun Kilometer zumindest einen “gefühlten” Marathon.

Bei der nunmehr 32. Auflage des Klassikers im hohen Norden, der zu den beliebtesten Landschaftsläufen in Deutschland zählt, bekommen wir gemeinsam mit den rund 1500 Teilnehmer im Vergleich zum Samstag eine „Light-Version“ geboten. Seitlicher Schiebewind und Sonnenstrahlen zumindest auf der ersten Streckenhälfte lassen den rund 960 gemeldeten Einzelstartern den Zieleinlauf an der Grundschule in List als machbar erscheinen. (Allerdings erreichen nur gut 600 Läufer das Ziel, ob das fehlende Drittel aufgegeben hat oder erst gar nicht angetreten ist, lässt sich nicht verlässlich sagen.) Erst auf den letzten vier Kilometern gibt es dann für alle das echte Syltlauf-Feeling: „Wind von vorn“ – und das nicht zu knapp. Da sind aber die meisten durch die empfindliche Kälte und die zurücklegten knapp 30 Kilometer schon so ausgezehrt, dass sie den stürmischen Böen nicht mehr viel entgegen zu setzen haben.

Angesichts dieser Bedingungen ergeht es uns nicht anders als den beiden Seriensiegern bei den Herren und Damen, denn beide verlieren gegenüber dem Vorjahr rund drei Minuten. Bei uns beiden sind es vier Minuten gegenüber unserem letzten gemeinsamen Syltlauf 2011. Im letzten Jahr musste Christine wegen eines Infekts passen, da war ich eine Woche vor meinem folgenschweren Unfall alleine und mit 2:41 Stunden bei allerdings traumhaften Bedingungen deutlich schneller unterwegs. Apropos Unfall: Der liegt nun fast genau ein Jahr zurück und nach dem ersten Schock hatte ich mir damals im Krankenhausbett vorgenommen, alles dafür zu geben, um 2013 am Syltlauf teilnehmen und meine Serie fortsetzen zu können.

Mit Vitargo beim Syltlauf

Nachdem Christine, die mit bereits 10 Starts auf der Insel auch eine erfahrene Syltläuferin ist, in den letzten Jahren immer wieder knapp an einem Podestplatz in der Altersklasse W40 vorbeigeschrammt ist, macht sie sich in diesem Jahr berechtigte Hoffnungen auf einen Platz unter den ersten drei Damen in der W45, zumal ich ihr, so weit dies bei meiner eingeschränkten Leibesfülle möglich ist, Windschatten bieten will. Trotz guter Teamwork auf den letzten vier Kilometern wird es auch beim 11. Start nichts mit einem Platz auf dem Siegerpodest. Woran es genau liegt, weiß die im Ziel an der Lister Grundschule erschöpfte und ein klein wenig enttäuschte  angehende Ultraläuferin auch nicht.  Genau 2:54,11 Stunden brauchen wir für den Lauf über die Insel im Dress des Sylter Vereins Tinnum 66, in dem wir aus Verbundenheit zur Insel und natürlich zum Syltlauf seit geraumer Zeit Mitglied sind. Für Christine reicht es immer noch zu einem starken, allerdings undankbaren vierten Platz in der W45. Ich schaffe es zum 17. Mal auf Sylt zu finishen und tatsächlich ein wenig Windschatten zu bieten. Einfach glücklich bin ich darüber, dass ich bei meinem Lieblingslauf überhaupt laufen kann – und das ohne Schmerzen. Was für eine Bedeutung hat da die Zeit?

Wir bleiben nun noch knapp zwei Wochen auf Sylt und werden versuchen zumindest noch zwei längere Läufe in Vorbereitung auf den Rennsteig hinzubekommen. Das nächste Etappenziel auf dem Weg zum Rennsteig heißt dann „Weiltalweg-Marathon“ am 21. April.

Bild und Textquelle: Holger Deifuß

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