Archiv der Kategorie: Marathon

Mit Vitargo beim Dresden Marathon 2014

Wie jedes Jahr waren wieder einige Vitargo Sportler beim Dresden Marathon 2014 am Start und ebenfalls sehr erfolgreich.

Toni Riediger gewann den 10 KM Lauf in 31:37 vor dem zweiten Marc Schulze, der in 31:52 nur unwesentlich langsamer war. Das beide auf Vitargo vertrauen, freut uns sehr.

Dresden Maraton 2014

Bildquelle: Facebook Seite Laufszene Sachsen
https://www.facebook.com/LaufszeneSachsen/photos/ms.c.eJw1x8kNADAMArCNqpQkIPZfrJfqnxVCdbaT7eLQfU1GgqH~;HRvCO4XzWbkAmsoM1g~-~-.bps.t.1492628867/707245416032607/?type=1&theater

toni-und-marc-in-dresden-2

Bildquelle: Ton Riediger (privat)
Wir wünschen beiden Läufern einen guten Saisonabschluss 2014!

Über die ganze Distanz war Paul Schmid am Start, der sich mit einem 10minütigen Aufenthalt im Rettungswagen trotzdem noch den 4. Platz sicherte.

Dresden Marathon 2014 Paul Schmidt

Bild: Paul Schmid Twitter

Hier noch seine eigene Bewertung des Dresden Marathon 2014:

„Kurzes Recap zum Dresden Marathon. Zeiten sagen mehr als Worte: 5km 16:32, 10km 32:55 20km 65:45 HM 69:30 25km 1:22:23 30km 1:39:13 dann 1 km 3:19, 2km 7:02 (wird hart) 2km 7:15, 35km 1:56:50 1km 3:43, 1km 3:56, 2km 8:49!!! Dann die Uhr weggeschmissen. KM 40-41 kaum Erinnerungen…KM 41 10min erweckbare Somnolenz…nicht schön. Dann gegen den Rat der meisten aus dem Rettungswagen wieder herausgesprungen und 1,2km Autopilot ins Ziel Am Ende 2:41:47 4.Platz und Bester Sachse und 1h im Sanizelt abliegen. Ich erhol mich jetzt auf der Hollywoodschaukel.Vielen lieben Dank an alle Anfeuerer und Helfer, insbesondere in den härtesten Minuten…ich hatte ziemlich oft Tränen in den Augen und ein Dauergrinsen.“

Quelle: https://www.facebook.com/PaulrunningpowerSchmidt?fref=ts

Wir sind froh, dass Paul das halbwegs gut überstanden hat und wünschen ihm erstmal gute Erholung.

Mehr Bilder zum Dresden Marathon gibt es auf der FB-Seite der Laufszene Sachsen unter:

https://www.facebook.com/LaufszeneSachsen?fref=ts

 

Mit VITARGO über die Höhenzüge des Rothaarsteigs

Wenn die Blätter der Bäume sich verfärben, dann neigt sich auch so langsam die Saison der Marathonläufer ihrem Ende zu. Dennoch hält gerade der Herbst neben dem deutschen Marktführer in Berlin einige kleine, dafür aber umso feinere Veranstaltungsperlen für die Genuss- und Landschaftsläufer parat. Zu diesen zählt unbestritten der Rothaarsteig Marathon, der in diesem Jahr bereits zum elften Mal im Schmallenberger Ortsteil Fleckenberg gestartet wurde. Der mit 838 Höhenmetern anspruchsvolle Kurs durch das reizvolle Schmallenberger Sauerland erfreut sich wachsender Beliebtheit, was nicht nur auf die perfekte Organisation der Veranstaltung zurückzuführen ist. Denn trotz seiner Schwierigkeiten bietet der fast komplett im Wald verlaufende Rundkurs den rund 300 Teilnehmern immer wieder eindrucksvolle Ausblicke in das Land der 1000 Hügel. Die zum Teil kniffeligen Passagen über wurzelige Waldpfade sowie die koordinativ und muskulär anspruchsvollen Gefällstrecken besonders im Schlussdrittel verleihen den 42,195 km, die zum Teil auf dem Rothaarsteig gelaufen werden, eindeutig Trailcharakter.

Mit Vitargo beim Rothaarsteig Marathon

Obwohl ich bei den letzten Wettkämpfen nur über topfebene Straßen und Wege in und rund um Berlin geschlurft bin, weiß ich, dass ich diese anspruchsvollen Trailstrecken mag und dass ich sie – trotz nicht vorhandener Trainingsmöglichkeiten – auch ganz passabel laufen kann. Obwohl seit dem Berlin-Marathon knapp drei Wochen vergangen sind, ist das Wetter fast noch genauso gut wie in der Hauptstadt, nur auf den Höhenzügen des Rothaarsteigs kann sich die Sonne lange nicht gegen den hartnäckigen Nebel durchsetzen. Und der durch die Regenfälle und Waldarbeiten der letzten Tage arg in Mitleidenschaft gezogene Untergrund unterstützt das Cross-Ambiente der Strecke. Mit den Bedingungen komme ich gut zurecht und kann so trotz der Anstrengung immer wieder mal die herrlichen Ausblicke genießen. Allerdings merke ich gerade im letzten Drittel des Rennens, dass diese Saison mit der Vorbereitung auf die 100 Meilen in Berlin und dem (trotz des Ausstiegs beim km 110) tollen Rennen dort doch einiges an Körnern gekostet hat. Und so werden gerade die letzten sechs Kilometer ganz schön lang, obwohl sie sich malerisch und fast eben an der Lenne entlang schlängeln. Das Ziel erreiche ich nach 3:43 Stunden und bin damit nur neun Minuten langsamer unterwegs als auf dem topfebenen Weltrekordkurs in Berlin (aber auch fast 16 Minuten langsamer als bei meinem ersten Start hier 2011!), was auch darauf zurückzuführen ist, dass ich keinen Einbruch habe. Wie bei den letzten langen Wettkämpfen bin ich mit einem Trinkrucksack unterwegs, in dem sich ein Liter VITARGO Elektrolyt befindet, was dafür sorgt, dass ich auf Gel oder ähnliches verzichten kann und trotzdem immer ausreichend mit den notwendigen Kohlehydraten und Mineralstoffen versorgt bin.

Das könnte doch jetzt ein schöner und motivierender Saisonabschluss zumindest auf der langen Strecke sein … on verra!

Bild- und Textquelle: Holger Deifuß

Deutsche Bestzeit beim Spartathlon

Nachdem ich im letzten Jahr schon Zweiter bei diesem Lauf wurde war klar – ich muss in diesem Jahr nochmal zum Spartathlon. Diesmal standen die Vorzeichen für mich vor dem Lauf nahezu optimal. Das Training verlief sehr gut, was sich auch in den regelmäßigen Leistungsdiagnostiken zeigte; in fast allen Unterdistanzen konnte ich mich verbessern und ich hatte noch keinen einzigen ganz langen Lauf in 2014 in den Beinen. Der letzte Punkt war zwar so nicht geplant, da sich das nur aus der Absage der 24-h-WM durch die IAU so ergab. Nach zwölf Monaten ohne einen ganz langen Wettkampf war ich in diesem Jahr dafür extrem heiß auf den Spartathlon, da ich in den Wochen vor dem Lauf eigentlich schon spürte, dass es nur gut laufen kann. Das persönliche Ziel war mit der Verbesserung der besten jemals von einem Deutschen gelaufenen Zeit von 24:20 h auch schnell definiert. Geträumt habe ich still und heimlich aber eher davon, die 24-h-Marke zu knacken. Auf solch einer abwechslungsreichen Strecke, was Profil, Untergrund und Temperaturen betrifft, ist es ziemlich schwer, die richtige Strategie festzulegen. Deshalb habe ich als Referenzwert meine Zwischenzeiten vom letzten Jahr bei den großen Checkpoints herausgeschrieben.
Nun war es also soweit und ich stand mit 370 anderen Läufern aus etwa 40 Nationen vor der Akropolis, wo um 7:00

Laufen auf der Standspur

Auf der Küstenstraße nach Korinth

Uhr der Startschuss erfolgte. Das Ungewöhnliche in diesem Jahr war die Tatsache, dass es tatsächlich regnete, allerdings hörte es schon kurz nach dem Startschuss wieder auf. Mein Plan für den ersten Abschnitt bis Korinth bei Kilometer 80 war es, kontrolliert zu laufen und vor allem auf eine ausreichende Ernährung zu achten. Konkret war es mein Plan, Kilometer 80 in einer Zeit zwischen 7:00 h und 7:10 h zu passieren. Diesmal habe ich auch ziemlich schnell die richtige Pace getroffen und habe die Vorgaben auf meinem Spickzettel teilweise auf die Sekunde genau erfüllt. Wie immer sind die ersten 20 Kilometer beim Spartathlon ziemlich unattraktiv, da man ständig auf/neben stark befahrenen Straßen läuft und der Lärm auf Dauer ganz schön nervt. Umso mehr freue ich mich jedes Jahr, wenn es dann endlich auf die herrliche Küstenstraße geht. Etwa ab Kilometer 50 wurde dann tatsächlich das war, was ich mir vor dem Lauf gewünscht hatte – es fing richtig an zu regnen. Im Vorfeld der Veranstaltung habe ich jeden Tag in den Wetterbericht geschaut, da ich im Verhältnis zu einigen anderen internationalen Läufern kein sonderlich guter Hitzeläufer bin. Etwas unglücklich nur, dass ich nur drei Kilometer vorher, statt eine Regenjacke bei den Betreuern mitzunehmen, mich im Schnelldurchlauf mit Sonnencreme eingeschmiert hatte. Durch den Wind war es im Regen doch etwas arg ungemütlich und der nächste Checkpoint an dem man wieder Support durch die eigene Crew entgegennehmen durfte ist erst wieder Korinth, bei Kilometer 80. Das Problem hat sich jedoch schneller als mir

Kanal von Korinth

lieb war gelöst, da die Sonne bald wieder ordentlich runterballerte. Letztendlich erreichte ich Korinth nach 7:02 h und somit neun Minuten schneller als im letzten Jahr. Allerdings geht das Rennen in Korinth erst richtig los, denn auf dem folgenden Abschnitt bis Alt-Nemea bei km 124, hatte ich letztes Jahr schon ein erstes großes Tief, was ich diesmal unbedingt vermeiden wollte. Auf diesem Abschnitt hatte ich es aber auch diesmal wieder als ziemlich warm empfunden, dennoch hatte ich das Gefühl gut voranzukommen. Die Landschaft finde ich hier zwischen Weinbergen, Obstplantagen und Olivenhainen besonders schön, allerdings hatte ich dafür während des Rennens nicht

 

Auch meine Mädels sind in Alt-Nemea noch gut drauf

wirklich viel übrig gehabt. In Alt-Nemea bei km 124 angekommen, verriet mein Spickzettel, dass ich schon 26 Minuten gegenüber dem letzten Jahr rausgeholt hatte und somit sehr gut im Plan lag. Allerdings war es jetzt höchste Zeit, dass die Sonne verschwindet. Nun folgte einer meiner Lieblingsstücke vom Spartathlon, denn in der Abenddämmerung läuft es in Richtung Sangaspass bei mir hier immer recht gut und flott. Jetzt kam auch endlich der Zeitpunkt, dass ich mich im Ranking nach vorne schob. Ich hatte mich schon ein wenig gewundert, dass ich kaum mehr andere Läufer überholt hatte, obwohl ich doch eigentlich selbst gut im Zeitplan lag. Dafür ging es jetzt Schlag auf Schlag und in Lyrkia bei km 148 erfuhr ich zu meiner eigenen Überraschung, dass ich schon auf dem 3. Platz lag. Nun stand der Sangaspass auf der Agenda. Die Passstraße bin ich komplett hochgelaufen, ohne den Puls völlig in die Höhe schießen zu lassen. Ein Blick auf halber Höhe hinunter in das Dörfchen verriet, dass der Vorsprung schnell angewachsen ist, denn ich sah nur einen Stirnlampen-Lichtkegel am Ortsausgang, aber nicht innerhalb der Serpentinen. War aber auch völlig egal, da ich mir ja vorgenommen hatte, mein eigenes Ding durchzuziehen. Das härteste Stück bis zum höchsten Punkt des Laufes befindet sich aber erst oberhalb des Checkpoints „Mountain Base“. Auf diesen gut zwei Kilometern geht es über geröllige und schmale Trails weiter hinauf. An wirkliches Laufen ist hier nicht mehr wirklich zu denken, so bin ich die steilen Stücke marschiert und nur wenn es kurzzeitig etwas flacher wurde locker gelaufen. Auf dem ebenfalls recht gerölligen Abstieg hatte ich es einfach locker laufen lassen ohne zu viel im Dunkeln zu riskieren. Nach dem Sangas geht es etwa 30 Kilometer fast ausschließlich über flaches Terrain in Richtung Alea Tegea (km 195). Dies stellte für mich eines der Hauptzwischenziele dar. Nach meinen Berechnungen im Vorfeld des Laufes war ich mir sicher, dass ich dort ungefähr zwischen 45 und 60 Minuten im Vergleich zum letzten Jahr herauslaufen müsste, um eine realistische Chance auf eine Zeit von unter 24 Stunden zu haben. Dementsprechend hatte ich jetzt im Flachen versucht, etwas Gas zu geben, was schnell dazu führte, dass ich den amtierenden 24-h-Weltmeister Jon Olsen (USA) überholte. Nun lag ich an der zweiten Position, so dass ich mich am nächsten Checkpoint dann doch mal nach dem Abstand zum Führenden erkundigt hatte – Ivan Cudin war hier schon vor fast einer Stunde vorbei gekommen. Dementsprechend war es für mich bereits 75 Kilometer vor dem Ziel klar, dass es ausschließlich um die Zeit geht. In Alea Tegea hatte ich es tatsächlich geschafft, insgesamt 55 Minuten im Vergleich zum letzten Jahr rauszulaufen. Das bedeutete, dass ich auf den letzten 50 Kilometern nach Sparta insgesamt 35 Minuten schneller als im letzten Jahr sein musste, um wirklich die 24 h zu knacken. 2013 hatte ich

Stärkung für die letzten 50 Kilometer

auf den letzten 50 Kilometern extrem viel Zeit liegen lassen, dementsprechend wusste ich, dass vor allem hier einiges rauszuholen ist. Dieser Abschnitt ist wirklich der unangenehmste vom ganzen Spartathlon, da man durchgehend an der Bundesstraße entlang läuft und es ständig bergauf und bergab geht. Außerdem wird es hier auch ganz schön einsam, da ich nun keinen anderen Läufer mehr zu Gesicht bekam und man im Gegensatz zur restlichen Laufroute hier auch keine Ortschaften mehr durchquert. Die kalten Temperaturen in der zweiten Nachthälfte tun ihr übriges, dass es hier definitiv keinen Spaß mehr macht, alleine mit Stirnlampe bewaffnet durch die Nacht zu rennen. Trotzdem kam ich viel besser als im letzten Jahr voran und eigentlich war ich mir auch total sicher, dass es für unter 24 h reichen muss. Ab dem letzten Checkpoint, bei dem man persönliche Betreuung entgegennehmen darf, hatte ich endgültig überhaupt gar keinen Bock mehr und wollte einfach nur endlich ankommen. Von da aus sind es nur noch neun Kilometer bis zum Ziel, aber in jedem Jahr zieht sich dieses Stück wie Kaugummi, obwohl es größtenteils bergab geht. Beim Blick auf die Uhr fünf Kilometer vor dem Ziel, wurde mir klar, dass das doch noch mal ganz schön eng werden könnte für unter 24 h. Eigentlich hatte ich jetzt echt überhaupt keine Lust mehr, nochmal das Tempo anzuziehen, doch so blieb mir nichts anderes übrig, wieder eine ordentliche Pace zu laufen. Die letzten drei Kilometer zogen sich und zogen sich und zogen sich und mit dem Blick auf die Uhr wurde ich langsam echt nervös. Umso größer war dann aber die Freude, als es endlich auf die Zielgerade ging und dementsprechend emotional war dann auch der Zieleinlauf in einer Zeit von 23:57:14 Stunden.
Damit hat es tatsächlich geklappt, als erster Deutscher in der 32-jährigen Geschichte des Spartathlons die 24-h-Marke zu durchbrechen. Einziger Wehmutstropfen ist die Tatsache, dass es mit dieser Zeit trotzdem wieder „nur“ für Platz zwei gelangt hat. Ivan ist einfach unglaublich stark gelaufen und ich gönne ihn den Sieg zu 100 Prozent.
Auch an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an meine Betreuercrew Nicole und Dany!

Endlich auf der Zielgerade!

Emotionen im Ziel...

Wieder gut erholt bei der Siegerehrung in Athen

Bild und Textquelle: Website Florian Reus – http://www.florian-reus.de/10/deutsche-bestzeit-beim-spartathlon/

Herzlichen Glückwunsch an Florian zu dieser beeindruckenden Leistung und dem neuen Rekord!

Florian schickte uns in einer E-Mail noch sein Feedback zu seiner Ernährung beim Sparthalon:

Vitargo Sportler Florian Reus mit Rekord beim Sparthalon 2014

Über die gesamte Renndauer habe ich 8 Portionspackungen Vitargo verbraucht, was schon seit Jahren meiner Standardmenge bei solchen Rennen entspricht. Beim Spartathlon ist es immer etwas schwieriger, als im 24h-Lauf was die Annahme von Privatverpflegung betrifft. Deshalb hab ich das Vitargo auch nicht so gleichmäßig zu mir nehmen können, sondern hab etwa jede Stunde eine Menge von etwas mehr als 20g Kohlenhydrate über das Vitargo zu mir genommen. Ich schätze, dass ich mit den sonstigen Getränken auf eine stündliche Kohlenhydratmenge von mehr als 50g gekommen bin. In der zweiten Hälfte war das wahrscheinlich deutlich mehr (Cola).

Im ersten Drittel hab ich auch etwas Grainers Gold verwendet, was ich ab der Mittagshitze aber nicht mehr genommen habe.

Auf das ganze Rennen verteilt, hab ich außerdem 10-12 Kapseln „salt&more“ verbraucht.

Ansonsten hab ich in den ersten 12 Stunden des Rennens vor allem Tee mit etwas Saft getrunken. In den Nachtstunden hab ich an den Checkpoints ohne Privatverpflegung, fast ausschließlich Cola getrunken. Das lag aber vor allem daran, dass ich einfach auf kaum ein anderes Getränk mehr Lust hatte.

Feste Nahrung hab ich außer ein paar Kekse zu Beginn des Rennens und später ein paar einzelne Sultaninen überhaupt nichts zu mir genommen.

Mit Vitargo beim Sparthalon 2014

Rückblickend denke ich, dass die gute Endzeit in Sparta, auf das umfangreiche Fettstoffwechseltraining mit einigen Nüchternläufen in der Vorbereitung zurückzuführen ist. Habe ja in der Vorbereitung teilweise Trainingsläufe bis zu 60 Kilometer ohne Kohlenhydratzufuhr gemacht.

Viele Grüße
Florian

Vitargo Sportlerin Silvia Rusche bei der Tour de Tirol

Silvia Rusche mit Vitargo bei der Tour de Tirol

Am vergangenen Wochenende (3.-5. Oktober) startet ich zusammen mit noch ca. 1700 Läufern bei der Tour de Tirol in Österreich. Dies ist ein Bergrennen über 3 Etappen am Wilden Kaiser.

Den Anfang machte am Freitagabend der Söller Zehner. Auf 3 Runden ging es um das Dorf Söll. 255 Höhenmeter waren dabei zu überwinden. Ich ließ es locker angehen und kam nach 54 Minuten ins Ziel.

Am Samstag stand die Königsetappe auf dem Programm, ein Marathon durch die Tiroler Bergwelt. Die ersten zwanzig Kilometer waren noch sehr moderat, aber nachdem wir Scheffau und Elmau durchquert hatten, ging es steil bergan.

Vitargo Sportler Tour de Tirol 2014

Auf Wanderwegen und Bergstraßen ging es auf den Hartkaiser hinauf. Hier war ich dann froh, dass ich Vitargo-Pro-Kick dabei hatte. Der Extra-Koffeinschub half mir, alles gut zu überstehen, vor allen Dingen beim letzten Anstieg, 3 km vor dem Ziel. Wer weiß, ob ich die 2165 Höhenmeter geschafft hätte. So erreicht ich erschöpft aber glücklich nach 5:08 als 2. In meiner AK das Ziel.

Silvia Rusche mit Vitargo Pro Kick

Die abschließende 3. Etappe war eine Premiere der Tour, der Pölven Trail. Gestartet wurde wieder in Söll. Von hier ging es 23 km durch unbefestigtes, bergiges Gelände. Selbst das Mindestprofil von 3 mm der Trailschuhe wurde bei jedem Starter kontrolliert. Auch diesen Lauf über 1200 Höhenmeter hab ich Dank der Produkte von Vitargo gut überstanden (Gels und Pro-Kick). Ich finishte nach 3:11 Stunden als 4. In meiner AK.

Bei der diesjährigen Tour de Tirol waren somit über 3500 Höhenmeter zu bezwingen. In der Gesamtwertung belegte ich mit 9:14 Stunden den 30. Platz, 4. In meiner AK.

Damit bin ich als Flachland-Tiroler sehr zufrieden.

Rückblickend betrachtet, machten die idealen sonnigen Wetterverhältnisse, die traumhaften Landschaften mit Bergpanorama und das hervorragend organisierte Event zu einem unvergesslichen Erlebnis und ließen schnell die Strapazen vergessen.

Vitargo Sportler bei der Tour de Tirol

Bild und Text: Silvia Rusche (privat)

Pressemitteilung – Vitargo Sportler Paul Schmidt am Start beim Dresden Marathon

Paul Schmid beim Dresden Marathon 2014

Paul Schmid – Fotos: C: André Pristaff Rostock

Ja, ich habe mich entschieden in 2014 nach der Rostocker Marathonnacht noch einen zweiten Marathon zu laufen, den Morgenpost-Dresden Marathon am 19.Oktober in meiner Heimatstadt. Aber dieser Entscheidung geht eine Entwicklung voraus. Ab August konnte ich meine Trainingsleistungen stetig steigern. Bei der Arbeitsbelastung von teilweise 70 Wochenarbeitsstunden als Klinikarzt (Innere Medizin Universitätsklinikum Rostock) und einigen 24 h-Diensten fasste ich Anfang September eigentlich den Entschluss keinen Herbstmarathon zu laufen. Die vielen Kilometer machen zu müde, um ordentlich in der Klinik funktionieren zu können. Also standen weniger Kilometer und dafür mehr Tempoläufe an. 400er (8-10x 64-66s), 1000er (6-8x 2:54-2:58 min) , einige Läufe im Wald  und alles in hohem Tempo (Dauerläufe um 3:45min/km).

Das machte eher Muskelkater als den puren Erschöpfungszustand des Umfangstrainings. Mit der Zeit hielt ich die Belastung doch etwas besser aus und kam in den letzten Wochen auf knapp 100 km.Hinzu kamen spezielle Kraft- und Dehnungsübungen für individuelle Defizite im Gesäß-und Rückenbereich sowie viel Selbsmassage mit der Triggerpunktrolle und dem Marathonstick. Diese Übungen baute ich eher als Minutensessions in den Alltag ein, als dafür Termine zu machen. Auch die Teilnahme am Deutschen Sportärztekongress gab Motivation um die gewonnenen Erkenntnisse im Training umzusetzen und auch an der Ernährung etwas zu schrauben.Eigene Recherchearbeiten schweiften  immer wieder zu vielen Themen der Leistungsoptimierung ab. Beim Alsterlauf in Hamburg standen dann 31:21 min über die 10 km zu Buche. Die Hamburg-Zeit möchte ich noch verbessern und plane die AsicsGrand10 am 12. Oktober als Jahreshöhepunkt über die „kurze“ Langstrecke. Wenn die 31 min fallen, würde ich mich sehr freuen. Das wäre im Bereich meiner Leistungen mit Umfangstraining,und der Beweis, dass manchmal weniger mehr ist. Und dann wäre die Saison eigentlich fast vorbei.

Paul Schmidt beim Dresden Marathon 2014

Paul Schmidt – Fotos: C: André Pristaff Rostock

Für den 19.Oktober war ein zweiter „10er“ geplant. Doch als Zuschauer beim Berlin-Marathon kribbelte es wieder. Es kam der Wunsch die wahre Langstrecke zu laufen auf. Aber bin ich für einen guten Marathon fit genug? Es wurmte mich so, dass ich nach meinem letzten Septembernachtdienst mit genügend Abstand zur Grand 10 einen 35 km Testlauf absolvierte. Der erste über-30er seit dem 24. August. Es lief überraschend gut. Die Entscheidung war gefallen. Nächste Woche ist eine marathonspezifische Leistungsdiagnostik geplant, bei dem die Zielzeit verfeinert wird. Nun heißt es gesund bleiben, nicht erkälten, nicht umknicken, nicht übertreiben,den Körper pflegen und ein paar Akzente im Training setzen. Wenn das alles funktioniert freue ich mich sehr auf ein Wiedersehen bei meinem 5. Marathon in meiner Heimatstadt auf neuer Streckenführung und viele bekannte Gesichter.

Viele Grüße aus Rostock

Paul

Fotos: C: André Pristaff Rostock

Berlin Marathon 2014

Wie auch in allen Jahren zuvor waren wir mit einem Vitargo Stand beim Berlin Marathon vor Ort.

Berlin Marathon 2014 - Vitargo

Neben unseren Stammkunden, den vielen internationalen Läufern und bekannten Gesichtern waren auch wieder einige Läufer (Chrsitine Jücker Deifuß, Rainer Lilischkes u.a) von uns am Start.  Bei einer einmaligen Stimmung wurde wieder einmal der Weltrekord im Marathon auf die magische Zeit von 2:02:57 gedrückt.

Rainer Lilischkes beim Berlin Marathon 2014 mit Vitargo Pro Kick

Rainer Lilischkis mit Vitargo Pro-Kick beim Berlin Marathon (Foto:privat)

Schade dass es bei Marc Schulze zu der geplanten Zeit von 2:16 nicht gerreicht hat. Nach einer so langen Vorbereitungszeit, hätten wir uns sehr für Ihn gefreut, wenn es geklappt hätte. Auf jeden Fall haben wir wie viele andere auch mehr als zwei Daumen gedrückt.

Wir hoffen, dass er mit seinem Trainer Jens Karraß in diesem Jahr nochmal angreift und wünschen ihm erstmal eine schnelle und gute Regeneration!

 

Paul Schmidt gewinnt Rostock Marathon 2014

Der Vitargo Sportler Paul Schmidt konnte in einer Zeit von 2:30:33 Stunden den 12. Nacht-Marathon in Rostock gewinnen. Circa 1.600 Sportler waren am 02. August auf unterschiedlchen Strecken in der Hansestadt unterwegs.

Paul Schmid gewinnt den 12. Rostock Marathon

Fotoquelle: © LaufeninRostock ? Fotograf: A. Pristaff – agentur//ap – Rostock — mit Paul Schmidt.

Diesmal im Einsatz Vitargo + Elektrolyte, was er durch die hohen Temperaturen als Crush Ice Variante genutzt hat.

Wir gratulieren Paul zu diesem tollen Ergebnis und danken für eine weitere Verzehr-Variante!

Mehr Infos zum Lauf und zu Paul unter:
https://www.facebook.com/PaulrunningpowerSchmidt?fref=ts

 

Niemand hat die Absicht, 100 Meilen zu laufen – Vorbereitung auf den Berliner Mauerweglauf – Teil 2

Hier nun der zweite Teil meines Berichts über die Vorbereitungen auf den Berliner Mauerweglauf über 100 Meilen am 16./17. August.

Sylt_Trainingslager_14.3 Mit Vitargo in Sylt

Am Ende des ersten Teils hatte ich ja auf den vor mir liegenden Trainingsaufenthalt auf der Insel Sylt hingewiesen, der mittlerweile auch schon wieder Vergangenheit ist. In aller Kürze: In den zwei Wochen ist das Training auf Deutschlands nördlichster Insel „gut gelaufen“, obwohl die für den Norden ungewöhnlich hohen Temperaturen während unseres Aufenthalts dort das Training nicht unbedingt erleichtert haben, es aber immerhin ermöglicht haben, fast jeden Tag in der Nordsee zu baden, was für die Regeneration auch nicht das Schlechteste war. In der ersten Woche habe ich mich – weil dies der Trainingsplan und auch die Gewöhnung an die Bedingungen nahe legte – lauftechnisch zurückgehalten, was auch notwendig war, da der erste Trainingsblock u.a. mit dem Biggesee-Marathon schon Körner gekostet hat. In der zweiten Woche bin ich dann u.a. zwei Mal über 30 km gelaufen (31 und 35 km mit einem Tag regenerativen Training dazwischen), was trotz der Hitze und des teilweise heftigen Gegenwindes gut hingehauen hat.

Zurück im Münsterland musste ich mich dann wieder erst einmal an die veränderten klimatischen Bedingungen gewöhnen, nach der Akklimatisierung standen dann aber erneut ein Dreißiger und als Höhepunkt direkt am Tag danach die Teilnahme am Marathon in Bad Pyrmont auf dem Programm. Einen Marathon mit 30 km als Vorprogramm habe ich in nunmehr 31 Laufjahren bislang auch noch nicht absolviert, es hat aber trotz des anspruchsvollen Streckenprofils und der Hitze beim Pyrmonter Marathon passabel funktioniert.
Im Detail heißt das: Auf den 42,195 km im Weserbergland rund um Pyrmont sind 690 Höhenmeter zurückzulegen.

Bad Pyrmont_Holger-vitargo

Das hört sich erst einmal gar nicht so schlimm an, aber es geht eben ständig rauf und runter, man hat kaum einmal ein Stück ebene Wegstrecke, so dass man nur ganz schwer seinen Laufrhythmus findet. Die bei der Startzeit von 13 Uhr hohen Temperaturen sowie der Dreißiger vom Vortag tragen auch nicht unbedingt zur Entspannung bei, der große Vorteil der Streckenführung liegt aber darin, dass bis auf die einführenden Kilometer sowie den Schlusskilometer nur im Wald gelaufen wird, so dass die hochsommerlichen Temperaturen gut zu ertragen sind.

Auch sonst ist der Marathon in Bad Pyrmont eine top Veranstaltung und als Vorbereitungslauf oder einfach nur so unbedingt zu empfehlen. Tadellose Organisation, familiäre Atmosphäre, sehr gut ausgestattete Verpflegungsstellen in ausreichender Anzahl sowie ein ansprechendes Rahmenprogramm zeichnen diese Veranstaltung aus. So trifft man gerade auf der Marathon-Strecke etliche Ultra-Läufer, die die klassische Distanz im Weserbergland zur Vorbereitung auf ein Ultra-Rennen nutzen. Ich komme sogar in den Genuss eine Zeit lang mit einem Läufer zusammenzulaufen, der sich ebenfalls für den Mauerweglauf in Berlin gemeldet hat (und der zur Vorbereitung mal eben einen Triple-Marathon in Groningen gemacht hat!).

Bad Pyrmont_Holger-vitargo2

Auf der Strecke habe ich trotz des Dreißigers vom Vortag keine Probleme, ich kann ohne Einbruch mein angestrebtes Tempo knapp unter dem 6 Minuten-Schnitt laufen und erreiche nach 4:09 Stunden wohlbehalten das Ziel auf der Kurpromenade ohne das Gefühl, mich verausgabt zu haben.

Bad Pyrmont_Holger-vitargo3
Alles gut, oder?

Auf der Rückfahrt beschleichen mich doch einige Zweifel … . Direkt nach dem Rennen, nachdem ich mich mal kurz hingesetzt hatte, war ich doch schon richtig kaputt, die Beine tun weh, und das nach gerade mal 42 Kilometern. Ja, die Höhenmeter, die Hitze, der Dreißiger vom Vortag …, aber ich habe natürlich auch mal wieder während des Rennens gehört, was andere Teilnehmer in Vorbereitung auf die 100 Meilen an Kilometern zurücklegen. Da kommen mir doch Zweifel an meiner eigenen Strategie mit einem auf Umfang angelegten Marathon-Trainingsprogramm 100 Meilen laufen zu wollen, vielleicht hätte ich doch mehr machen oder einfach eher anfangen müssen?

Das heißt für mich: Wenn ich die Strecke schaffen will, müssen die Bedingungen sehr gut sein (keine extreme Hitze oder Dauerregen mit kühlen Temperaturen) und ich muss einen sehr guten Tag haben, sonst könnte es eben nicht reichen – auch darauf muss ich mich jetzt mental einstimmen.

Jetzt sind es noch drei Wochen bis zum Rennen, das heißt noch eine Woche hartes Training und dann zwei Wochen zur aktiven Regeneration und zum Tapering, man wird sehen.
Ernährungstechnisch ist zumindest alles im Lot dank der rührigen VITARGOs (danke Susanne, Olli und Michael!), die echt Interesse an meinem Projekt haben und mich in Windeseile mit den gewünschten Produkten versorgen. Morgens bei VITARGO anrufen, abends liegen die Produkte abholbereit in Selm. Ich vertraue weiterhin auf meine „Klassiker“. Im Trinkrucksack habe ich bei einem Dreißiger im Training rund einen Liter VITARGO Elektrolyt dabei sowie drei Tabletten Salt&More.

Mit Vitargo Beim Marathon in Bad Pyrmont

Im Moment experimentiere ich noch mit Aminosäuren, dazu vielleicht im nächsten Eintrag mehr. Direkt im Anschluss an lange Einheiten trinke ich dann eine Portion Gainers Gold (500 ml). Wichtig ist, dass ihr den Eiweiß-Drink direkt nach dem Duschen zu euch nehmt, nicht zu lange wartet, das ist echt wichtig, dann bringt es am meisten für die Regeneration. Zur Vorsicht habe ich noch immer VITARGO Gel auf der Strecke dabei, das kommt aber fast nie zum Einsatz, da reichen die Kohlenhydrate im Elektrolyt.

Auf den Punkt gebracht stellt sich mein Zustand drei Wochen vor dem Rennen so dar: körperlich und ernährungstechnisch gut drauf, mental eher ein wenig zweifelnd (was wohl auch mit dem immer näher rückenden Wettkampftermin zu tun hat!).

Niemand hat die Absicht, 100 Meilen zu laufen – Vorbereitung auf den Berliner Mauerweglauf – Teil 1

„Niemand hat die Absicht, 100 Meilen zu laufen!“ – Marathon-Vorbereitung auf den Berliner Mauerweglauf
(Teil 1, Ende Juni 2014)

Vitargo Team Holger Deifuß

„Niemand hat die Absicht, 100 Meilen zu laufen!“ So lautet – in Abwandlung des berühmten Zitates des ehemaligen Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht – das Motto des Berliner Mauerweglaufs. Allerdings wollte Ulbricht nicht nicht 100 Meilen laufen, sondern, um die Weltöffentlichkeit zu täuschen, nicht eine Mauer quer durch Berlin und den Rest Deutschlands errichten lassen, aber wir wissen ja, was aus dieser Absichtserklärung letztlich geworden ist.
Im Gegensatz zu Ulbricht habe ich allerdings nie die Absicht bekundet, nicht 100 Meilen laufen zu wollen, sondern dieses Projekt hat mich von dem Zeitpunkt an, als ich die Finisher des ersten Mauerweglaufes bei Thüringen Ultra 2011 in ihren neongelben T-Shirts gesehen habe, nicht mehr richtig los gelassen. Pech für mich, dass im Jahr 2012 ein schwerer Fahrradunfall u.a. mit einer gebrochenen Kniescheibe dazwischen gekommen ist. Nachdem ich mich im letzten Jahr u.a. durch die Teilnahme am Rennsteiglauf langsam wieder an die Ultra-Szene herangepirscht hatte, verschwendete ich auch bei der Wettkampfplanung für dieses Jahr noch keinen Gedanken an die 100 Meilen in Berlin, ABER ich trug den Termin 16./17. August 2014 schon einmal vorsorglich in meinem Kalender ein, warum auch immer (jetzt weiß ich es).
Und dann spulen wir unser übliches Frühjahrsprogramm ab: im März den Syltlauf über 33,333 km, Ende April einen Marathon (diesmal bei scheußlichem Wetter in Enschede), den Rennsteig können wir in diesem Jahr wegen privater Verpflichtungen leider nicht laufen, stattdessen nehme ich alternativ Ende Mai am Westerwaldlauf über 50 km mit 1200 HM teil – ein sehr schöner Wettkampf in toller Natur mit familiärer Organisation – und das für 10 Euro Startgeld!
Und auf einmal spuken wieder die 100 Meilen im Kopf herum. Die Verletzungen vom Unfall sind ausgeheilt und auch die anderen diversen Zipperlein, die einem nach 31 Laufjahren zusetzen können, habe ich in dieser Saison bislang gut im Griff. Nicht zuletzt der Termin des 100 Meilers in Berlin ist in diesem Jahr äußerst günstig. Dadurch, dass der Wettkampf am letzten Ferien-Wochenende stattfindet, kann ich zumindest davon ausgehen, dass ich ausgeruht an den Start gehen kann. Also was noch außer: anmelden, Startgeld überweisen, vorbereiten, 100 Meilen laufen – und dann hoffentlich auf beiden Beinen laufend finishen. Das ist zumindest der Plan.
Als ich mir auf der Seite des Mauerweglaufs dann verschiedene Trainingspläne anschaue, überkommen mich doch leise Zweifel. Da ist von Wochenumfängen zwischen 150 und 200 Kilometern, 100 km-Wettkämpfen, 12 Stunden-Läufen etc.  … zur Vorbereitung die Rede. Habe ich alles bis jetzt nicht gemacht, werde ich aber auch nicht in der Vorbereitung machen. Habe ich vor Thüringen Ultra aber auch nicht gemacht. Trotzdem habe ich die 100 km mit 2200 HM mit einem wöchentlichen Trainingsumfang von rund 70 Kilometern (das ist nachprüfbar!) auch geschafft (sogar unter 10 Stunden).

Mir ist schon klar, dass es diesmal etwas mehr sein muss, aber sicherlich nicht über 100 Kilometer in der Woche, okay, alternativ und zum Ausgleich noch rund 150 km auf dem Rad, das muss aber auch reichen. Man wird sehen, ob das, was andere für einen Marathon trainieren, auch für 100 Meilen ausreichend sein kann.

Ende der letzten Woche dann der erste intensive Trainingsblock mit einem 25 km-Lauf am Donnerstag, danach am Freitag einem 15er und Samstag dann im Sauerland den Biggesee-Marathon mit rund 1000 HM. Auch wenn ihr nicht 100 Meilen laufen wollt – den Biggesee-Marathon in Attendorn kann ich nur empfehlen! Eine attraktive Streckenführung überwiegend durch den Wald, vereinzelt sogar mit Single-Trails in toller Landschaft, üppig ausgestattete Verpflegungsstellen und eine rundum freundliche Atmosphäre lassen diesen

Landschaftsmarathon zu einem echten Geheim-Tipp avancieren. So begegnet man auf der Strecke immer wieder Läufern, die sich auf Ultra-Rennen vorbereiten, etwa auf die K78 in Davos oder die 100 km in Winschoten, und mit denen man schnell ins Gespräch kommt.
Nach rund 4 Stunden bin ich einigermaßen entspannt im Ziel. Nachdem ich geduscht habe, trinke ich ein VITARGO Gainers Gold und – welch Wunder – muskuläre Probleme habe ich am nächsten Tag nicht, trotz der teilweise heftigen Gefällstrecken. Das stimmt mich doch recht zuversichtlich und ich kann in dieser Woche wie geplant mein Training fortsetzen. Anfang der Sommerferien geht es dann zum Training nach Sylt. Wenn Mocki dort regelmäßig trainiert, wird es mir wohl auch nicht schaden, aber das weiß ich ja schon von etlichen Aufenthalten dort in der Vergangenheit.

Bild und Textquelle: Holger Deifuß

Marc Schulze mit Vitargo beim 118. Boston Marathon

Mein erster Wettkampf im fernen Ausland und dann gleich der Boston Marathon. Das Training war gut, die Vorbereitung lief hervorragend und somit waren die Ziele entsprechend hoch.

Marc Schulze mit Vitargo beim Boston Marathon

Ich wollte eine neue Bestzeit, und nicht wie beim Berlin Marathon – sondern ohne Trainingslager und ohne Höhe. Das heißt Laufen am Limit. Das heißt etwas riskieren. Und wer etwas riskiert, der kann auch verlieren. Aber nun von Beginn.

Ich startete in Wave 1 Coral 1. Gleich in der ersten Reihe nach der Elite. Und es begann gut. Das habe ich erwartet, denn es geht auch tendenziell bergab. Hin und wieder ein kleiner Hügel bergauf, aber die Geschwindigkeit stimmt. Ein Gruppe finde ich nicht. Ab und zu findet sich ein Mitläufer, eine Gruppe bildet sich nicht. Es wird ein einsames Rennen. Die Hügel erlauben kein gleichmäßiges Tempo und dadurch lösen sich kleine Gruppen immer wieder auf.

Die ersten 5km in 16:03min. Zu schnell? Ich fühle mich nicht zu schnell. 10km in 32:25min. Es läuft sehr gut. Ich renne jeden Kilometer deutlich unter 3:20min. Es macht Spaß. Zum Halbmarathon hin werde ich schon etwas langsamer, passiere ihn aber in 69:39min. Die Beine sind ein bisschen schwer. Das ist zu früh im Rennen. Vielleicht sind es die Hügel. Der ständige Rhythmuswechsel. Ich verliere aber nur ein paar Sekunden. Bei Kilometer 25 wird das anders. Ein neuer Anstieg. Der ist langsam, aber ok, danach geht es wieder bergab und schneller. Allerdings bleibt das schneller jetzt aus. Die Beine wollen und können nicht mehr.

Marc Schulze Boston Marathon Vitargo

Im Gegenteil 3:30, 3:40, 3:50min/km tauchen auf der Uhr auf. Es tut verdammt weh, physisch und mental. Ich verliere Sekunden pro Kilometer und kann mich nicht wehren. Ich muss mich jeden Kilometer neu motivieren. Bei Kilometer 30 bin ich noch auf Kurs, aber ich weiß ich kann nichts mehr zulegen. Nach 10 schweren Kilometern, bin ich froh auf die Stoppuhr drücken zu können. Aber nicht am Straßenrand, sondern im Ziel. 2:29:41h. Es lief anders als geplant. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

War es ein Anfängerfehler? Eine Lektion die man lernen muss? Vielleicht. Dann sind aber auch die Profis Ryan Hall, Meb Keflezighi und Jason Hartmann ab und an noch Anfänger. Ryan und Jason erwischte es ähnlich wie mich. Meb hatte letztes Jahr in New York einen großen Einbruch.

Das ist keine Ausrede, keine Rechtfertigung, nur ein Verweis, dass es jedem und immer wieder passieren kann und wird, denn es ist ein Marathon. Es war mein zweiter. Und ich ein „Greenhorn“ – doch was ich noch mitnehme: Ich lief wegen des sehr großen Gefälles zu Beginn auf 2:17h los, war beim Halbmarathon auf Bestzeitkurs und auch bei Kilometer 30 noch bei der Bestätigung des perfekten Marathons von Berlin. Wichtig für mich wird es sein, dass ich in Zukunft mit der Geschwindigkeit aufpasse und den ersten Teil wirklich im Korridor des Trainierten bleibe. Bei mir reichen schon 8 Sekunden und ich bin in einem anderen energetischem Bereich.

Aber all diese Gedanken hatte ich bei den Kilometern 33, 34, 35 und so weiter nicht. Da war ich nur sauer, enttäuscht und Sinnlosigkeit machte sich breit. Denn wochenlanges Training verpufft einfach so. Heute – ein paar Tage später – sehe ich es schon anders: Es war eine tolle Reise, ein toller Marathon, es tat weh – und ich werde es beim dritten viel, viel besser machen!

Glückwunsch zu dieser sportlichen Leistung von Vitargo Deutschland!

Bild und Textquell: Marc Schulze (http://marc-schulze.com/sport.php?site=aktuell&p=922)

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