Archiv der Kategorie: TransAlpineRun

Mit Vitargo über die Alpen – 3. Etappe

Transalpine-Run: Unser Tagebuch -3.Etappe von St.Anton nach Galtür

GORE-TEX Transalpine-Run: Unser Tagebuch –3.Etappe von St.Anton nach Galtür
Täglich berichten unsere TV Starter Oliver Binz und Martin Zang hier bei TVonline von ihren Etappen beim GORE-TEX Transalpine-Run.


Montag, 3.Etappentag und das Motto ist Spüre deinen Körper
.
Muskulär fühlen wir uns ganz ok, jedoch schmerzt das Knie von Oliver immer noch. Das Wetter ist heute leicht bewölkt, ca.12 Grad warm.
Start ist heute bereits um 7:00 Uhr. Bereits nach wenigen 100 Höhenmetern wird es im Moostal recht kühl und zugig, das heißt zum ersten Mal Mütze und Handschuhe anziehen, aber die Sonne kommt raus und begleitete uns bis nach Galtür ( das herannahende Tiefdruckgebiet ließ sich noch ein wenig Zeit).

Transalpine-Run: Unser Tagebuch -3.Etappe von St.Anton nach GaltürTransalpine-Run: Unser Tagebuch -3.Etappe von St.Anton nach Galtür

Die heutige Tour wird für uns brutal anstrengend (da merkt man doch, dass wir aus dem Spessart kommen; max Anhöhe 500 mtr !) Es geht von St.Anton ( 1286 Hm ) über die Darmstädter Hütte ( 2384 Hm ) auf das Kuchenjoch ( 2730 Hm ), das sind 1512 Höhenmeter auf 13,3km. Unsere Aufstiegszeit beträgt 2:25 Std:min.

Gleich anschließend im rasenden Fall auf 4 km Länge 1000 Höhenmeter bergab, bevor es wieder bergauf auf das Schafbichljoch (2636Hm) geht. Nach den 1000 Höhenmeter wieder steil bergab, um nach ca. 1000 Höhenmeter in das Paznauntal nach Galtür (1568 Hm) zu kommen. Summa sumarum: 2437 Hm hoch und 2134 Hm runter auf 33km.

Transalpine-Run: Unser Tagebuch -3.Etappe von St.Anton nach GaltürTransalpine-Run: Unser Tagebuch -3.Etappe von St.Anton nach Galtür

Das schwierige heute war, dass für eine Stunde zwischen der Darmstädter Hütte und dem Kuchenjoch fast nur ein Tanz auf Geröllsteinen und Felsbrocken in der Höhe auf 2400-2700 im Galoppschritt stattfand.
Höchste Konzentration, die richtige Auswahl eines nicht wackelnden Geröllbrockens, und dann Hüpfen Springen Laufen Balancieren. Auch die Bergabpassagen waren nur mit höchster Konzentration zu bewältigen. An ein Laufen ohne Kopf war nicht zu denken. Mentale Schwerstarbeit bei jeden Schritt über 5 Stunden. Ein Fehltritt und ein Sturz wäre nicht vermeidbar, oder das Ende des Wettkampfes droht.

Wir haben uns auf diesen steilen Bergabeinheiten ein wenig mehr Zeit gelassen ( die Oberschenkel waren eh schon dick genug ) und kamen müde, durstig und erschöpft nach 5:58 Std ins Ziel nach Galtür.

Wie in den beiden vergangenen Tagen saßen Marco Schneider und Holger Finkelmann bereits im Ziel.

Transalpine-Run: Unser Tagebuch -3.Etappe von St.Anton nach Galtür

Sie fühlten sich heute pudelwohl auf der Strecke, hatten einen persönlich guten Tag und finishten in 4:41 ( Tagesplatzierung Nummer 5 ).
Sie werden sich dadurch wahrscheinlich in der Gesamtwertung auf Platz 7 vorschieben, zumal es bei den Spitzenteams bereits erste Ausfälle gibt.

Wir werden in der Gesamtwertung ebenfalls vorrutschen und aller Voraussicht nach morgen unter den besten 20 der Männer-Kategorie starten, was bedeutet dass wir aus dem Startblock A starten werden (Stolz!)

Aber für heute heißt es erst mal die müden Knochen und Muskeln wieder zu regenerieren, ins Bett legen, Füße hoch und nicht mehr an die Schmerzen denken. Eine Sache ist uns heute hier in diesen wundervollen Bergen richtig bewusst geworden: wenn man im Schweinsgalopp über die Alpen rennt und mentale Schwerstarbeit für die Schrittfolge leistet, physisch und psychisch an die Grenzen geht sieht man nicht so wirklich die Landschaft, aber man spürt sie !

Und wenn man nur kurz den Blick anhebt und die faszinierende Bergwelt sieht, nur für einen Bruchteil von einer Sekunde, dann fühlt man mehr als ein Außenstehender,der sie für eine halbe Stunde betrachtet.

Transalpine-Run: Unser Tagebuch -3.Etappe von St.Anton nach Galtür

Allein dieses Gefühl trägt uns auch morgen wieder weiter, denn unser Motto ist nicht bekannte Satz der Weg ist das Ziel sondern wir arbeiten uns vor mit das Ziel ist das Ziel.
So haben wir uns auch immer wieder die Zeit genommen, Fotos zu machen.

Morgen geht€™s auf die Königsetappe, eine volle Marathondistanz über 42,195km und 1844 ansteigenden Metern und 2239 absteigenden Metern (nur ausgeruht sind wir nicht mehr, wenn es zum Marathon geht).

Transalpine-Run: Unser Tagebuch -3.Etappe von St.Anton nach Galtür

Diese längste Etappe widmen wir unserem Ernährungs-Sponsor Vitargo und werden im nächsten Bericht einiges über die Ernährung aus unserer Sicht vor, während und nach dem Wettkampf berichten.

Transalpine-Run: Unser Tagebuch -3.Etappe von St.Anton nach Galtür

Trans Alpine Run

3.9.2007 3. Etappe St. Anton am Arlberg – Galtür: Offizielles Tagesergebnis
Auszug aus der Ergebnisliste

Oliver Binz / Martin Zang 19.Platz 5:58.34,4 Std. Top Teams

Offizielles Gesamtergebnis nach der 3. Etappe
Auszug aus der Ergebnisliste

Oliver Binz / Martin Zang 20.Platz 13:50.21,9 Std. Top Teams

Individualwertung: 3.Etappe
Auszug aus der Ergebnisliste

Binz, Oliver 104.Platz 5:58.34,4 Std.
Zang, Martin 105. Platz 5:58.34,6 Std.

Quelle des Artikels: TV Goldbach Website Abteilungen-Laufsport ( 03.09.2007)
Link: http://www.tv-goldbach.de/tvgoldbach/index.php?category=abteilungen&subcategory=laufsport&topic=7268

Mit Vitargo über die Alpen – 2. Etappe

Transalpine-Run: Unser Tagebuch -2.Etappe von Steeg nach St.Anton

GORE-TEX Transalpine-Run: Unser Tagebuch –2.Etappe von Steeg nach St.Anton

Täglich berichten unsere TV Starter Oliver Binz und Martin Zang hier bei TVonline von ihren Etappen beim GORE-TEX Transalpine-Run.

Transalpine-Run: Unser Tagebuch -2.Etappe von Steeg nach St.AntonTransalpine-Run: Unser Tagebuch -2.Etappe von Steeg nach St.Anton

Heute ist um 5:45 Uhr der Wecker angegangen, denn ab jetzt ist mit Ausnahme des Bergsprints immer um 8:00 Uhr Start. Um 6:00 Uhr nehmen wir unser Frühstück mit Weißbrot, Honig, einem frischgelegtem Ei sowie Kaffee und Tee zu uns; früh genug damit sich das Essen dementsprechend auch setzen kann. Auf dem Weg zum Start schieben wir noch einen kohlehydratreichen Vitargo-Energieriegel in die Backen.

Die starken Läufer stehen im Startblock A, ab Platz 21 stellen sich die Teilnehmer im Block B auf, wir also auch. Heute sehen viele Läufer schon anders aus. Auf die Frage wie es geht kam oft die Antwort ahhh, schwere Beine€¦.

Bei Oliver schmerzt das linke Knie durch den Sturz und die Bekanntschaft mit einem Felsen. Aber bergauf lässt der Schmerz schnell nach, dafür kommt er später wieder bei den steilen Bergab-Passagen.

Martin fühlt sich heute prima, sein Puls ist auch durchschnittlich niedriger als an der ersten Etappe. Das Wetter ist super, weißblauer Himmel, ca. 10 Grad, beste Bedingungen.

Um 8:oo Uhr fällt der Startschuß. Los geht€™s, auf zur 2.Etappe, 27,8 km mit ca 1900 Höhenmeter sind zu absolvieren. Aufgrund der vielen Regenfälle der letzten Tage werden wir eine Alternativeroute gehen müssen. Der Veranstalter legt fest, dass wir nicht über das Kaiserjochhaus ( 2310 Hm ) gehen, da die Wegverhältnisse zu schwierig sind. Also geht es über das Almarjurtal auf zur Leutkirchnerhütte ( 2261 Hm ).

Transalpine-Run: Unser Tagebuch -2.Etappe von Steeg nach St.Anton

Der Weg wird zur absoluten Schlammschlacht ( Grüße an den TV Goldbach und die Eselswegteilnehmer !). Matsch ohne Ende, glitschiger Boden, und ein Einsinken der Füße bis weit über dem Knöchel. Eine Schlammpackung als gratis Wellnessbehandlung haben wir auch abbekommen. Auf jeden Fall sind die Füße naß und der Dreck dringt bis tief in die Füße ein ( sehen wir später beim Duschen ). Das Wetter ist grandios, strahlend blauer Himmel, eine Fernsicht zum genießen, 7-9 Grad, ein absoluter Läufertraum. Auf den Wegen treffen wir heute sehr viele Wanderer, die sich oft die Frage stellen was treibt die Leute immer an, bei jeder noch so kurzen ebenen Passage ins Rennen zu verfallen ?.

Transalpine-Run: Unser Tagebuch -2.Etappe von Steeg nach St.AntonTransalpine-Run: Unser Tagebuch -2.Etappe von Steeg nach St.Anton

Das ehrlich fragen wir uns auch, aber heute läuft es wirklich super und wir haben Spaß, können auch hin und wieder mit anderen Teilnehmern – es sind ja schließlich 28 Nationen am Start – quatschen. Wir laufen heute ca 1,5 Std auf einer Höhe von 2100 bis 2500 Hm und merken, dass die Luft doch etwas dünner wird und die serpentinenartigen Aufstiege langsamer erklommen werden.

Hin und wieder sind sogar Passagen dabei, wo wir zum Bergklettern gezwungen werden und auf allen Vieren bergauf gehen. Aber dennoch genießen wir die perfekte Aussicht und verweilen zum Fotographieren.

Nach 3 Std Laufzeit, ca 1900 Höhenmetern und ca 20 Kilometer erreichen wir den höchsten Punkt des Tages, das Valfagehrjoch (2543Hm).

Nun geht es steil hinunter über Geröllfelder und wir lassen innnerhalb von 1,5 km 300 Hm hinter uns. Bei der heutigen Etappe vernichten wir ca 3800 kcal und trinken an die 3 Liter Flüssigkeit während dem Laufen. Die Bergabwege nach St.Anton (1286Hm) sind heute angenehmer als gestern und nach dem Überqueren der Kandarhar-Ski-Abfahrtspiste erreichen wir heute glücklich nach 4:03 Laufzeit als 20.Plazierter der Männerwertung das Ziel.

Transalpine-Run: Unser Tagebuch -2.Etappe von Steeg nach St.Anton

Transalpine-Run: Unser Tagebuch -2.Etappe von Steeg nach St.Anton

Traumhaftes Wetter, Sonnenschein und warme Luft lädt uns zum Verweilen im Zielbereich ein. Treffen der Teilnehmer, Reden, Erfahrungen austauschen, weitere 3-4 Liter Flüssigkeit aufnehmen; Nüsse, Müsliriegel, Bananen, Rosinen essen Mahlzeit, es ist schließlich 12:03 Uhr. Unsere Aschaffenburger-Laufkollegen Marco Schneider und Holger Finkelmann hatten wieder einen Traumtag und kamen nach 3:06 (7.Platz) ins Ziel. Es bestätigt sich doch, dass Ihre Ambitionen unter den ersten 10 Teams zu finishen wahr werden. Aber es sind noch lange 6 Tage.

Transalpine-Run: Unser Tagebuch -2.Etappe von Steeg nach St.Anton

Am Montag wird der Start schon auf 7:00 Uhr verlegt. Grund ist, dass eine Schlecht- und Kaltwetterfront uns erreichen wird. Die Schneefallgrenze soll dann um die 1400 Hm liegen; das wird lustig, denn Schneeschuhe haben wir nicht im Gepäck dabei. Was soll€™s, morgen geht€™s über 2700m hohe Berge nach Galtür (nähe Ischgl). 2437 Höhenmeter und eine Laufstrecke von 33km werden wieder die Oberschenkel glühen lassen.

Jetzt geht es zum Abendessen …
… 4000 – 5000 kcal nachladen.

Transalpine-Run: Unser Tagebuch -2.Etappe von Steeg nach St.Anton

Transalpine-Run: Unser Tagebuch -2.Etappe von Steeg nach St.Anton

2.9.2007 2. Etappe Steeg – St. Anton am Arlberg: Offizielles Tagesergebnis

Auszug aus der Ergebnisliste

Oliver Binz / Martin Zang 20.Platz 4:03.23,1 Std. Top Teams

Offizielles Gesamtergebnis nach der 2. Etappe
Auszug aus der Ergebnisliste

Oliver Binz / Martin Zang 21.Platz 7:51.47,3 Std. Top Teams

Individualwertung: 2.Etappe
Auszug aus der Ergebnisliste

Binz, Oliver 105.Platz 4:03.23,0 Std.
Zang, Martin 106. Platz 4:03.23,1 Std.

Quelle des Artikels: TV Goldbach Website Abteilungen-Laufsport ( 02.09.2007)

Link: http://www.tv-goldbach.de/tvgoldbach/index.php?category=abteilungen&subcategory=laufsport&topic=7268

Mit Vitargo über die Alpen – der Countdown

ransalpine Run 2007 - Viel Glück Oliver und Martin ! (Teil I)

Der GORE-TEX Transalpine-Run vom 01.-08.09.2007 ist wohl eine der größten läuferischen Herausforderungen der Jetztzeit und richtet sich vor allem an ambitionierte Marathon- und Bergläufer.

ransalpine Run 2007 - Viel Glück Oliver und Martin ! (Teil I)

Ein Team startet immer mit zwei Personen in einer der Kategorien Herren, Damen, Mixed (das Team besteht aus einer Frau und einem Mann) oder Masters ( das Alter beider Teilnehmer beträgt zusammen mindestens 80 Jahre).
Die Zahlen lassen die Anstrengung schon erahnen:

Ab dem kommenden Wochenende werden unsere beiden TV Starter Oliver Binz und Martin Zang beim diesjährigen Event insgesamt über 14.000 Höhenmeter und 230 Kilometer auf abwechslungsreichen Forststrassen, Wanderwegen und Steigen in sieben Tagen zu überwinden haben, bevor sie im sonnigen Vinschgau in Italien die Ziellinie hoffentlich gesund und ohne Blessuren erreichen werden.

ransalpine Run 2007 - Viel Glück Oliver und Martin ! (Teil I)ransalpine Run 2007 - Viel Glück Oliver und Martin ! (Teil I)

Tagesetappen von bis zu 2.437 Höhenmetern und bis zu 42,19 Kilometer Horizontaldistanz fordern den ganzen Einsatz der Teilnehmer. Die Strecke des Transalpine-Run führt auf einer der landschaftlich schönsten Routen mit spektakulärem Bergpanorama durch vier Länder über die Alpen. Vom Startort Oberstdorf geht es über Steeg im Lechtal, Sankt Anton am Arlberg, Ischgl im Paznauntal, Scuol im Unterengadin, Mals und Schlanders im Vinschgau bis nach Latsch vor den Toren Merans. In Scoul ist wieder ein kurzer und knackiger Bergsprint eingeplant und die Schlussetappe führt zum zweiten mal von Schlanders über den Marteller Höhenweg ins endgültige Ziel.Nicht der Sieg, sondern das Ankommen ist das Ziel geben sich unsere beiden Starter mit etwas Respekt vor der Strecke bescheiden.In der Tat, erfolgte der Start relativ kurzfristig und wurde durch ein Sponsoring der Zeitschrift Aktiv Laufen erst ermöglicht. Die Route

Etappe 1: OBERSTDORF (GER) – STEEG (Lechtal, AUT)
Vertikaldistanz: 1496 Höhenmeter im Aufstieg
Horizontaldistanz: 28,90 Kilometer
Ø Zeitbedarf: ca. 4,5 Stunden
Etappe 2: STEEG (Lechtal, AUT) – ST. ANTON (Arlberg, AUT)
Vertikaldistanz: 1947 Höhenmeter im Aufstieg
Horizontaldistanz: 29,73 Kilometer
Ø Zeitbedarf: ca. 5 Stunden
Etappe 3: ST. ANTON (Arlberg, AUT) – GALTÜR (Paznaun, AUT)
Vertikaldistanz: 2419 Höhenmeter im Aufstieg
Horizontaldistanz: 32,39 Kilometer
Ø Zeitbedarf: ca. 6 Stunden
Etappe 4: GALTÜR (Paznaun, AUT) – SCUOL (Unterengadin, SUI)
Vertikaldistanz: 1654 Höhenmeter im Aufstieg
Horizontaldistanz: 42,20 Kilometer
Ø Zeitbedarf: ca. 5,5 Stunden
SCUOL (Unterengadin, SUI) Bergsprint
Vertikaldistanz: 936 Höhenmeter im Aufstieg
Horizontaldistand: 6,19 Kilometer
Ø Zeitbedarf: 1,5 Stunden
Etappe 5: SCUOL (Unterengadin, SUI) – MALS (Vinschgau, ITA)
Vertikaldistanz: 1332 Höhenmeter im Aufstieg
Horizontaldistanz: 37,02 Kilometer
Ø Zeitbedarf: ca. 5,5 Stunden
Etappe 6: MALS (Vinschgau, ITA) – SCHLANDERS (Vinschgau, ITA)
Vertikaldistanz: 2004 Höhenmeter im Aufstieg
Horizontaldistanz: 34,51 Kilometer
Ø Zeitbedarf: ca. 5,5 Stunden
Etappe 7: SCHLANDERS (Vinschgau, ITA) – LATSCH (Vinschgau, ITA)
Vertikaldistanz: 1817 Höhenmeter im Aufstieg
Horizontaldistanz: 28,62 Kilometer
Ø Zeitbedarf: ca. 4,5 Stunden

Das Rennen

  • Gestartet wird in Zweierteams
  • 7 Etappen über die Alpen
  • 1 Bergsprint in Scuol
  • 8 Etappen-Orte
  • 4 Länder
  • ca. 240 KM Horizontaldistanz
  • ca. 13.800 Höhenmeter im Aufstieg
  • ca. 13.000 Höhenmeter im Abstieg

ransalpine Run 2007 - Viel Glück Oliver und Martin ! (Teil I)

Die TVonline Redaktion und das komplette Ausdauerteam drückt zu Hause im Spessart die Daumen und wünscht der beiden viel Erfolg ! Wir werden aktuelle von den Geschehnissen berichten ! Das MyVitargo-Team wünscht ebenfalls alles Gute für den Transalpine Run.

Quelle des Artikels: TV Goldbach Website Abteilungen-Laufsport ( 29.08.2007)

Link: http://www.tv-goldbach.de/tvgoldbach/index.php?category=abteilungen&subcategory=laufsport&topic=7242

Mit Vitargo über die Alpen – 1. Etappe

1. Etappe Trans Alpine Run

GORE-TEX Transalpine-Run: Unser Tagebuch –1.Etappe von Oberstdorf nach Steeg
Täglich berichten unsere TV Starter Oliver Binz und Martin Zang hier bei TVonline von ihren Etappen beim GORE-TEX Transalpine-Run.

Endlich ist der Tag nun gekommen, der Start zum 3. Transalpine Run 2007, der Lauf der das Läuferherz im wahrsten Sinne höher schlagen läßt. Auf der Alpenüberquerung warten 240km und über 13.813 Höhenmeter mit unzähligen Forstwegen, Serpentinen und Trails.

GORE-TEX Transalpine-Run: Unser Tagebuch -1.Etappe von Oberstdorf nach SteegGORE-TEX Transalpine-Run: Unser Tagebuch -1.Etappe von Oberstdorf nach Steeg

Insgesamt 328 Teilnehmer (164 Zweier-Teams) haben sich am südlichsten Ort Deutschlands Oberstdorf ( 813 Höhenmeter ) eingetroffen und warten nach langer Vorbereitung auf den Start.

Schnell noch Olivers Kinder und Partnerin Judith verabschieden und dann sind es noch wenige Minuten bis zur Startfreigabe. Die Musik heizt nochmals richtig an und die letzten 3 Minuten gehören traditionsgemäß AC/DC mit Highway to Hell, rhythmisches Klatschen aller Teilnehmer und der vielen Besucher aus Oberstdorf: 3,2,1 und los geht€™s. 11 Uhr Startzeit, es sind ca. 11 Grad und Nieselregen. Das Wetter war die letzten 3 Tage sehr schlecht, viel Regen ( die Auswirkungen bekommen wir noch zu spüren ), aber mit dem leichten Regen, passt es eigentlich. Die ersten 10 km verläuft die Strecke recht angenehm auf einer asphaltierten Strecke zur Spielmannsau ( 983 Hm ). Die erste Verpflegung ist nach 50 min erreicht und wir nehmen nur Wasser auf. Wasser ist das Stichwort, den nun regnet es richtig stark und wir ziehen unsere wasserdichten Gore-Jacken an.

Nun beginnt der Anstieg zur Kemptner Hütte, es wird ernst. Hatte der Organisator gestern nicht gesagt ..die Strecke ist gut zur Eingewöhung,€¦und man kann sie durchjoggen€¦. Das ging bei uns ab 1300 Höhenmeter schon gar nicht mehr und wir wollten ja auch ein gemäßigtes Tempo am ersten Tag haben.

GORE-TEX Transalpine-Run: Unser Tagebuch -1.Etappe von Oberstdorf nach SteegGORE-TEX Transalpine-Run: Unser Tagebuch -1.Etappe von Oberstdorf nach Steeg

Hoch geht€™s durch unzählige Wasserrinnsale oder Bäche. Der Dauerregen der letzten Tage lässt grüßen. Hatten wir nicht wasserabweisende Schuhe gekauft ??? Das Wasser dringt nun von allen Seiten rein, na Klasse. An der Kemptener Hütte ( Laufzeit 1:53 Std ) erwarteten uns schon einige glockenschwingende Kühe und einige Wanderfreunde von der Hütte.

Eigentlich würde die Kemptener Hütte mit Ihrer tollen Lage zum Verweilen einladen, aber der Regen und die dichten Wolken vermiesten den Ausblick, also, weiter geht€™s im Galopp zum Mädelejoch ( 1973 Hm, 7°Grad ) und bei 15,3 km erreichen wir die Deutsch-Österreichische Grenze in 2:03 Std. Jetzt geht€™s wieder ca 800 Meter bergab. Allerdings ist das Bergab mit der Dauer schwieriger als Bergauf. Die Oberschenkelmuskel sind nun permanent gefordert. Der Boden ist sehr tief und seifig. Ab ca 1600 Meter, wird das ganze wieder schlammig ist der Untergrund seifig.

Und dann passiert das, was man gar nicht braucht. Oliver rutscht auf einer nassen und glatten Wurzel aus, stolpert, will sich abfangen, verkrampft beim Aufsetzen der Füße und fällt aufs linke Knie Blut, Schmerz und Krampf in der rechten Wade Klasse Martin kommt wieder zurück und löst den Krampf. Danke, jetzt wissen wir auch auch warum das ein Paarlauf ist.

So, jetzt hat Oliver ab KM 18 ein aufgeschlagenes Knie, Schmerzen an der Kniescheibe und noch 11 Kilometer to go. Die zweite Verpflegungsstation erreichen wir bei Km 21,8 nach 2:51Std. Ab jetzt heißt es nochmals den Berg ca 300 mtr hoch, ehe es ab 25 km langsam und locker dem Ziel entgegen geht. 2 km vor dem Ziel sehen wir schon von oben die Ortschaft Steeg ( 1124mtr ) und hören vor allem schon die Partymusik. Die Sonne kommt raus und wir erreichen in 3:47 Std. min ( Platz 23 in der Gesamtwertung ) das Ziel und sind stolz auf unsere erste gefinishte Etappe.

Mit Bionade, Marmorkuchen, Kaiserschmarn werden erste verbrannte Kalorien wieder aufgefüllt.

Wir suchen die Ergebnistafel und finden Holger Finkelmann und Marco Schneider mit einer super tollen Zielzeit von 2:55 Std:min ( Platz 8 ! ). 20 min hinter der Siegerzeit der letztjähigen Sieger. Nun ab zum Hotel und zur warmen Dusche und Laufsachen trocken. Morgen geht€™s weiter von Steeg nach St.Anton ( 29,8 km Laufstrecke ) und die Luft wird oben weiter dünner, denn es geht über das Valfagenjoch ( 2543mtr ).

GORE-TEX Transalpine-Run: Unser Tagebuch -1.Etappe von Oberstdorf nach Steeg

GORE-TEX Transalpine-Run: Unser Tagebuch -1.Etappe von Oberstdorf nach Steeg

1.9.2007 1. Etappe Oberstdorf – Steeg: Offizielles Tagesergebnis
Auszug aus der Ergebnisliste

Oliver Binz / Martin Zang 23.Platz 3:48.24,2 Std. Top Teams

Individualwertung: 1.Etappe
Auszug aus der Ergebnisliste

Zang, Martin 105.Platz 3:48.24,0 Std.
Binz, Oliver 106.Platz 3:48.24,2 Std.

Quelle des Artikels: TV Goldbach Website Abteilungen-Laufsport ( 02.09.2007)

Link: http://www.tv-goldbach.de/tvgoldbach/index.php?category=abteilungen&subcategory=laufsport&topic=7268

Das schwierigste europäische Bergrennen der K78 in Davos

Oliver Binz & Martin Zang Laufbericht K78 Davos

Unsere Vorbereitungen haben wir nach 12 Wochen Trainingsplan abgeschlossen. Entgegen den Trainingseinheiten zum 100 km-Lauf im März, haben in der Zeit von Mai bis Juli die Crossläufe dominiert. 2/3 der Läufe konnten wir wieder dankenswerter Weise bei Helligkeit und im Wald absolvieren. Einige Landschaftsläufe führten uns wieder sehr viel näher an unsere Natur. Es gab viele schöne, lange Läufe. Willingen im Hochsauerland war für den sogenannten Bergmarathon (42 km, +/- 1.000 Höhenmeter) auf jeden Fall eine Reise wert. Läufe quer durch den Spessart, von 30 bis 40 km Länge, Einkehrziel das Wirtshaus „Kartause Grünau“, fast noch zu nächtlicher Zeit Läufe ab 04:30 – 05:00 durch das liebliche Heimbuchenthal; Dutzende Läufe von Mespelbrunn nach Eschau; oder die Aktion während eines Seminars in Augsburg: Dienstag Nachmittag 22 km bei 30° C, Mittwoch früh ab 04:00 Uhr 30 km an der schönen Lech entlang, um gegen 08:00 Uhr frisch in der Weiterbildung zu erscheinen. Hinter uns liegen nun bei Oliver 800 Kilometer, 15.000 Höhenmeter, 90.000 kcal und einige Bussard-Angriffe; bei Martin 950 Kilometer, 15.500 Höhenmeter, 105.000 kcal und dieses Mal keine Tierattacken.

Oliver Binz & Martin Zang Laufbericht K78 Davos

Und nun steht er kurz vor uns, der mittlerweile 22. Ultramarathon in den Schweizer Bergen. Ein Lauf der Gegensätze und ein Lauf der alles bietet: städtisches Flair, dörfliche Idylle, Alpwiesen, plätschernde Bäche, schattige Naturwege, Gletscher(reste), Felsgrate, Bergwege, Natur und Wildnis pur – das sind die ständigen Begleiter auf der großen Schleife durch die herrliche Landschaft, vereinzeltes Bimmeln der Kuhglocken. Der Swiss Alpine Marathon ist eine Herausforderung, die sich Jahr für Jahr einige tausend Läuferinnen und Läufer gönnen.

Oliver Binz & Martin Zang Laufbericht K78 Davos

Durch die Modifikationen der Jahre ist aus dem ursprünglich 67 Kilometer langen Ultralauf 1998 der K78 geworden, der größte Ultra-Berglauf weltweit.

Der Auftakt 1986 wurde zunächst als eine Spinnerei der Initianten um Andrea Tuffli, Beat Villiger und Co. abgetan. Es sollte sich aber schon in wenigen Jahren als ein Erfolgsmodell entwickeln.

Im Jahre 1994 wurde das Gastspiel von Cirildo, Benjamin und Victoriano wurde zum Medienspektakel. Die drei Indios vom Stamm der Tarahumara aus der Sierra Madre im Norden Mexikos traten in den farbenfrohen, landesüblichen Bekleidung an – und vor allem mit ihren selbst gefertigten Sandalen aus alten Autoreifen und Lederschnüren. Demonstrationen des uralten Laufspiels Carreras de Bola, die fremdländische Kultur samt der ungewohnten Schweizer Küche und die zermürbenden Übersetzungen vom Spanischem ins Englische oder Deutsche und wieder zurück waren letztlich zu viel für die drei Laufgesellen, die es gewohnt sind, bis zu 800 Wochenkilometer im Laufschritt zurückzulegen. Da mag der über 67 Kilometer führende Trail wie ein Sprint vorkommen. So endete der Auftritt von Cirildo, Benjamin und Victoriano unspektalulär im großen Feld der Freizeitläufer. Was jedoch blieb, ist die Demonstration der drei bettelarmen Indios für mehr Bescheidenheit und Dankbarkeit in unserer leistungsorientierten Gesellschaft.

1996 hat sich er Swiss Alpine Marathon dem Umwelt-Audit unterworfen und setzt damit ein Zeichen in unserer Wegwerfgesellschaft. Damit ist der Swiss Alpine Marathon eine der ersten Sportveranstaltungen, die diesen Schritt machen. Er ist aus bescheidenen Anfängen längst zum Massenspektakel geworden.

Oliver Binz und Martin Zang

Ab 1998 heißt der „K78“ die neue Herausforderung. Der Abstieg vom Sertigpass machte bislang nicht wenigen Läufern nach der Zweidritteldistanz arg zu schaffen. Deshalb entschieden sich die Alpine-Macher für eine Kurskorrektur. Die ganzjährig bewirtete Keschhütte soll künftig Dreh- und Angelpunkt des Hochgebirgsspektakles werden. Ein Panoramatrail führt über den Scalettapass hinab nach Dürrboden ins zauberhafte Davos.

Die Premiere auf der neuen Strecke wurde jedoch schlichtweg verhagelt. Während sich die Spitzenläufer in Davos schon auf die angenehme Dinge des Tages vorbereiteten, spielten sich auf der Keschhütte angesichts des Gewitterregens und der aufkommenden Kälte eher dramatische Szenen ab. Für die „Schlusslichter“ wurde das Rennen aus Sicherheitsgründen abgebrochen, und sie mussten umkehren.

Zieleinläufe stattfinden. Im Klartext heißt dies, dass die bisherigen Nebendistanzen umkehren und sich von Filisur

2001 beginnt der Höhenklinikchef Beat Villiger eine Sprechstunde am Scalettapaß, nachdem er jahrelang seine Praxis auf dem legendären Sertigpass am Renntag offen gehalten hatte. Villigers „Checkpoint“ ist schon für manchen Entrückten zur lebenserhaltenden Maßnahme geworden.

Oliver Binz und Zang

Eine weitere Änderung gab es 2005. Denn Davos wird zum absoluten Mekka, wo künftig alle beziehungsweise Bergün getreu dem Motto „Alle Wege führen nach Davos“ orientieren werden.

Oliver Binz und Martin Zang

Und nun 2007, kommen wir.

Oliver Binz und Zang

Es ist der 28.07.07, wir versammeln uns gegen 07:30 Uhr im Davoser Sportzentrum mit ca. 1200 weiteren K78-Teilnehmern. Traditionell wurden wir mit Henry Maske´s Lied „Conquest of Paradise“ um 08:00 Uhr ins Rennen geschickt. Der Stadionsprecher verabschiedete uns mit den Worten „…am Nachmittag erwarten wir unsere Helden der Helden“. Ein Wunsch, der leider nur für einen von uns beiden wahr wurde. Doch, die Erzählung der Reihe nach, denn am Anfang lief alles Bestens. Die Strecke verlief über Monstein (KM 17), Wiesen (KM 25) bis Filisur (KM 31) sehr profiliert und hügelig.

Oliver Binz und Zang

Landschaftlich sehr reizvoll, aber im ständigen Wechsel von bergauf und bergab. Ich würde sogar behaupten, anstrengender als das heimische Trainingsterrain im Spessart. Wir erreichten Filisur (KM 31) in 2:45 Std:Min, wo uns schon Judith zum Photoshooting erwartete. Kurze Absprache und Zeitencheck, denn wir sehen uns 8 km später wieder in Bergün. Laufstrecke und Zugverbindung passen überein.

Oliver Binz und Zang

Doch dann passiert bei KM 32 das Unfassbare. Mein Puls sprang von meinem bisherigen Durchschnittswert von 145 auf permanent 172. Die ersten Krämpfe in den Beinen deuteten sich an. Ich quälte mich fast schon die 7 km mit 500 Höhenmeter nach Bergün. Hier angekommen, in 3:50 Std. gönnen wir uns eine kurze Pause mit Judith. Wir nehmen unsere deponierten Sachen in Empfang. Obwohl es hier sehr warm ist nehmen wir die Jacke mit, denn sie wird später sehr von Nützen sein. Essenspause und Energieaufladen mit Vitargo und dem Energieriegel Energiekakan.

Wir verlassen Bergün und hier gesellen sich leider auch die K42-Teilnehmer auf unseren Weg und die Strecke wird sehr voll. Bei KM 40 geht bei mir gar nichts mehr, mein Körper ist total leer, hoher Puls trotz langsamen Gehschritt und ständig Krämpfe. Bei KM 41 trennen sich unsere Wege und Ziele. Ich schicke Martin schweren Herzen alleine weiter. Ich quäle mich nach Chants und den ersten richtigen Anstieg nach Valanza KM 48, 1800 Höhenmeter, hoch (Zeit 5:10). Krämpfe in beiden Beinen beim Laufen, Stehen und Sitzen zwingen mich an der Getränkestation zu einer längeren Pause. Vor mir steht das Schild noch 30 km, aber hier fängt auch erst das hochalpine Gelände an und jeder Schritt hoch oder runter schmerzt. Seit über 1 ½ Stunden beschäftigt sich mein Kopf mit dem Thema „Aufgabe“ und der ersten großen sportlichen Niederlage und Enttäuschung. Grausam dieses seelische Tief.

Oliver Binz und Zang

Aber nach 45 min Pause und keiner Besserung der Krämpfe stoppe ich schweren Herzen meine Uhr und ziehe meine Startnummer aus. Der Swissalpine ist für mich beendet. Es war nicht mein Tag, mein Körper wollte nicht mehr. Ich hatte noch 9 km Abstieg zurück nach Bergün (Anmerkung: beim Swissalpine gibt es außer bei medizinischen Notfällen, keinen Abtransport) vorbei an alle noch teilnehmenden, aufsteigenden K78-Läufern (das war richtig bitter), wo ich mit der Bahn nach Davos fuhr. Mein Wunsch war nur noch im Ziel zu sein, wenn Martin einläuft. Resümierend, vermute ich, dass folgende Faktoren im Zusammenspiel „Mein Körper – schwüle, warme Witterung in Davos“ mich zur Aufgabe zwangen. Magnesium- und Natriummangel (Schwindel und Müdigkeit ab KM 40) auf den ersten 30 Km nicht genügend und zuwenig Kohlenhydrate getrunken (hoher Puls und höhere Körpertemperatur). Insofern soll der Swissalpine für mich lehrreich gewesen sein um sich intensiver mit der Ernährung und Lauftempo zu beschäftigen. Zurück zum KM 41, an der Stelle wo Martin alleine sein Weg ging.

Schweren Herzens verabschiedete ich mich von Oliver in der Hoffnung, dass er sich schnell erholt und vielleicht wieder zu mir aufschließen kann. Nachdem ich die letzten Kilometer mit Oliver bergauf gegangen bin, verfiel ich für die nächsten Kilometer bis Chants wieder in den Laufschritt. Unmittelbar nach Chants bog die Strecke in den Wald, von wo es auch für mich zum Laufen zu steil wurde. Ich bedauerte meine Entscheidung, Oliver alleine gelassen zu haben, da nun auch für mich nach 48 km der Zeitpunkt gekommen war, wo es nur noch im Schritttempo weiterging. Selbst an flacheren Passagen, war momentan nicht ans laufen zu denken. Mir wurde bewusst, dass die nächsten 5 km bis zur Keschhütte wohl zur Qual werden würden. So war ich bemüht, meinen Puls nicht über 150 Schlägen/min ansteigen zu lassen. Zudem wurde es sehr windig und ich war froh, meine Laufjacke in Bergün mitgenommen zu haben. Einen Motivationsschub erhielt ich an der letzten Verpflegungsstelle vor der Keschhütte, von wo aus man den höchsten Punkt der Strecke sehen konnte. Für die letzten 1,8 km bis zur Keschhütte benötigte ich nochmals 20 Minuten.

Oliver Binz und Zang

Nach einer kurzen Verpflegungseinnahme ging es dann zunächst auf steinigem Weg bergab auf der 8 km langen Panoramatrail Richtung Scalettapaß. Auf halber Strecke musste ich jedoch eine 5-minütige Ruhepause einlegen, da meine Beine weich wurden und ein leichtes Schwindelgefühl eintrat. Die kurze Pause und eine weitere Verpflegungsstelle 3 km vor dem Scalettapaß bewirkten jedoch ein Wunder.

Vielleicht war es aber auch die Gewissheit, dass es bald fast nur noch bergab geht. Jedenfalls gelang es mir, die letzten 20 km durchzulaufen (Ausnahmen: Verpflegungsstellen und letzter Anstieg in Davos). Der 4 km lange steile Abstieg vom Scalettapaß nach Dürrboden verlangte noch mal volle Konzentration, zumal es leicht zu regnen anfing. Ab Dürrboden konnte ich den Lauf nun in vollen Zügen genießen und mich sogar mit anderen Teilnehmern unterhalten. Die vereinzelt am Wegrand gruppierten Zuschauer gaben den letzten Schub. Im Zentrum von Davos angekommen war die Straße vor dem Sportzentrum mit anfeuernden Zuschauern gesäumt. Als ich ins Stadion einlief war ich mehr als überrascht, dass mich Oliver vor der Zielkurve empfing und ein Zielphoto schoss. Erschöpft aber überglücklich kam ich nach 08 h 44 min im Ziel an und konnte mein Finnisher-Shirt in Empfang nehmen.

Oliver Binz und ZangOliver Binz und Zang

Bei einem Erdinger Alkoholfrei erzählte mir dann Oliver von seinem Rennverlauf ab KM 41. Entscheidend war wohl sein Durchschnittspuls von 172 Schläge/min gegenüber meinem 145 Schläge/min (max. 166 Schläge/min). Leider haben wir es diesmal nicht geschafft, gemeinsam im Ziel anzukommen. Allerdings werden wir mit Sicherheit das Abenteuer K78 nochmals in Angriff nehmen. Und eines ist noch gewiss: Bei unserem nächsten Lauf müssen wir gemeinsam ins Ziel kommen: Der Trans-Alpin-Run vom 01.-08.09.2007 ist ein Lauf für 2er Teams, wo man mit Ausnahme eines Bergsprints innerhalb von 2 min gemeinsam ins Ziel kommen muss.

Oliver Binz und Zang

Ein großes Dankeschön gilt auch unseren anderen Sponsoren:

Oliver Binz und ZangOliver Binz und ZangOliver Binz und Zang

Keep on running

Oliver + Martin

P.S: Vielleicht klappt es nächstes Mal€¦

Oliver Binz und Zang

Redaktion: Oliver Binz

Zum Artikel des TV-Goldbach mit weiteren Fotos klicken Sie bitte hier….
Mehr Infos zum SWISS-Alpine Marathon finden Sie unter
http://www.alpine-davos.ch/

Oliver Binz und Martin Zang auf dem Weg nach Davos zum K78

Zwischenbericht unseres Oliver Binz:“ Unsere Vorbereitungen haben nun nach 9 Trainingswochen ihren Höhepunkt erreicht und das Ziel K78 mit einem Restprogramm von 3 Wochen bis zum 28.07.07 ist überschaubar. “

Swiss Alpine MarathonUnser Trainingsplan war entgegen der 100 km-Vorbereitung, gespickt mit Bergeinheiten, Landschaftsläufen und schnellen flachen Strecken.
Die Bergläufen fanden an den steilsten Anstiegen im Waldaschaffer- und Mespelbrunner- Wald 1 x pro Woche statt. Wir variierten bei den Läufen mit Einheiten von 2 bis 4 mal Bergauf / Bergab mit je 200 Höhenmeter Differenz. Um Familie und Beruf mit den Sport in Einklang zu bringen, fand die Hälfte des wöchentlichen Trainings gegen 04:30 und 05:00 Uhr morgens statt.
Unsere Zeugen: Fuchs, Reh, Hase, Bussarde, Förster und die Zeitungsfrau.
Die längeren Laufeinheiten haben wir mit Panoramaläufen verbunden. Wie schon berichtet war ein Panoramalauf der Willinger Bergmarathon und zweimal war das Wirtshaus Kartause Grünau bei Schollbrunn im tiefen Spessart das Ziel ( mit dem Endziel vor Augen: Weizenbier und gutes Essen!). So geschehen auch am letzten Samstag um 14:00 Uhr.
Es ging los in Waldaschaff dem Wanderweg 53 folgend nach Weibersbrunn zum Eingang der Hafenlohrtales. Wanderweg 20 + 25 führten uns am Gasthaus Hoher Knuck vorbei, ehe wir nach ca. 6 km Anstieg den Hohen Knuck selber erreichten. Belohnung war der tolle Ausblick auf unendliche Spessartbäume. Da wird einem erst richtig bewusst, wie schön wir es doch vor der eigenen Haustüre haben.

Oliver Binz und Martin Zang bei der wohlverdienten PauseNach einer kurzen Carboloading – Pause mit Vitargo führte der Wanderweg 51 in das Naturreservoir Rohrberg zur Hasseltal-Autobahnbrücke. Von unten betrachtet hat diese Brücke viel gigantischere Ausmaße, als wenn man sie schnell mit dem Auto passiert. Hinein in das liebliche Haslochgrundtal. Idyllisch, ruhig und entspannend. Eine fast nicht endend wollende Gerade führt uns zur Zwieselmühle. Nochmals Trinkpause, ehe es auf der anderen Bachseite zur Davos-Generalprobe geht. Auf ca. 1,5 km geht es ca. 200 m bergauf, bevor man in das Neubaugebiet von Schollbrunn kommt. Nebenbei: nette Hütten stehen hier — Ausflug + Betrachten lohnt –. Aber wir haben keine Zeit für Sightseeing, nicht nach dem Aufstieg von gerade eben.
35 km sind hinter uns, noch 3 km bis zum kühlen Blonden. Schnell zuhause anrufen, damit die Partnerinnen mit dem Auto losfahren können, zwecks gemeinsamem Essen und Heimbring-Taxi, und weiter geht´s bergab zur Kartause Grünau.

FinishKnapp 4 Stunden für 38 Kilometer, 800 Höhenmetern, ca. 3.000 verbrannte Kilokalorien wurden um 18:00 Uhr belohnt mit Erdinger Alkoholfreies Weizenbier und Wildschweinbraten mit Knödel bzw. leckerer Forelle mit gebratenen Mandeln.
Wie Anfangs berichtet brechen nun die letzten 3 Trainingswochen an.
Hinter uns liegen seit dem 14. Mai 2007 nun ca. 650 Kilometer, 11.000 erklommene Höhenmeter, 48.000 kcal und viel Regen (anders als von Januar bis März). Wenn nichts mehr dazwischen kommt, gehen wir in voller Erwartung nach Davos um den K 78 gesund und munter zu absolvieren.
In 4 Wochen werden wir darüber berichten.

Redaktion: Oliver Binz
Quelle: Pressemitteilung des TV-Goldbach
http://www.tv-goldbach.de/tvgoldbach/index.php?category=abteilungen&subcategory=laufsport&topic=7096
Mehr Infos zum SWISS-Alpine Marathon finden Sie unter http://www.alpine-davos.ch/

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