Archiv des Autors: Toni Riediger

Zum ersten Mal unter 15 min

Detlef Knall ist ein ambitionierter Nachwuchsläufer. In den letzten Wochen hat er auf die Empfehlung eines Laufkollegen zum ersten Mal MyVitargo getestet und ist im Anschluss direkt eine neue Bestleistung über 5000m gelaufen. 

Da ich letztes Jahr leider so knapp an der 15 min Schwelle mit 15:03 vorbeigeschrammt bin, wollte ich es dieses Jahr besser machen. Mit dem festen Ziel vor Augen endlich die magische 15 min Schallmauer zu durchbrechen, reiste ich also nach Karlsruhe. Nach dem Einlaufen wusste ich, dass einiges möglich ist und lief nach Plan den 1. Km in 2:57 an. Das Tempo war eigentlich während des gesamten Rennens konstant und ich spulte auch die nächsten Kilometer ähnlich schnell ab. Die letzten 600m waren dann nochmal hart. Am Ende stand dann eine 14:53 auf der Anzeigetafel und ich war heilfroh und zufrieden.

Vor dem Rennen habe ich Vitargo Pro Kick genommen. Dies liefert mir die nötigen Kohlenhydrate und Mineralien und macht mich dank des Koffeinkicks richtig wach für das Rennen. Bei einem späten Start (22 Uhr) an warmen Tagen ist das für mich die optimale Mischung, die sich auch im Training schon mehrfach bewehrt hat. 

TTDR – 230km entlang der Ruhr

Markus, du hast Mitte Mai an der TorTour de Ruhr (TTDR) teilgenommen und bist 230km von der Ruhrquelle bis zur Mündung in unter 29h gelaufen. Wie kommt man auf so eine Idee?

Mein längster Lauf waren bis dato 160km, also 100 Meilen à einer meiner Lifetime Goals ist es den Spartathlon in Griechenland zu laufen.

Der Spartathlon ist ein Ultramarathon über eine Strecke von 246 km, der in Griechenland seit 1983 veranstaltet wird.

Die historische Strecke von Athen nach Sparta muss dabei in einem Zeitlimit von 36 Stunden zurückgelegt werden.

Da dachte ich mir da wäre der TTDR mit seinen 230km mal eine gute Möglichkeit meinen Körper und Geist zu prüfen, das Problem ist nur man kann sich für solchen Rennen nicht anmelden à man muss vom Veranstalter eingeladen werden.

Zum Glück kam letztes Jahr vom Jens Vieler (Autor von: Der Wüstenläufer) die Einladung zu seinem Rennen und so war ich im Mai am Ursprung der Ruhr an der Startlinie gestanden.

Woher kommt die Faszination Ultramarathon?

Recht einfach à ich liebe es an der Luft zu sein, meine Umgebung zu entdecken, brauche ich kein Equipment, kann überall starten und das geht das ganze Jahr.

Diese Komponenten haben mich zum Laufen gebracht und irgendwann bin ich dann mal einen Marathon gelaufen. Vor zwei Jahren habe ich dann mit Dominik (mein imaginärer Bruder in unserer Lauf-Combo „SonsofRunning“) versucht von der Bavaria in München (dort wo das Oktoberfest stattfindet) bis auf die Zugspitze zu laufen à das sind 125km und über 2800hm. Leider sind wir im ersten Jahr gescheitert, aber seitdem ist das Feuer für die langen Strecken entfacht und wir haben den neben dem Taubertal100, Karwendelmarsch,… auch unseren Zugspitzlauf letztes Jahr erfolgreich gefinshed à https://blog.sportscheck.com/mission-from-the-middle-of-bavaria-to-the-top-of-bavaria/

Wie hast du dich auf die TTDR vorbereitet?

Ich bin großer Fan von Trainingsplänen, ich laufe wann ich Lust habe und wie es einfach bei mir in den Tag passt.

Hatte dieses Jahr knapp 1500km in den Beinen und war 14 Tage zum Skitouren gehen in Island.

Ich war mir sicher, das ich vom Körper die Distanz packe – wo ich mir unsicher war, war ob mein Kopf mitspielt. Deswegen habe ich mich im Vorfeld mehr mit meiner Rennstrategie befasst.

Wie sicherst du deine Energiebereitstellung während des Rennens?

Wie gerade schon erwähnt war das für mich ein wichtiger Punkt.

Das wichtigste für mich war das mein Körper immer genug Energie und Flüssigkeit hat.

Ich kann Dir relativ genau sagen was ich zu mir genommen habe:

Gegessen habe ich 7kg Wassermelone und eine halbe Tafel Schokolade, 8 My Vitargo Gels ohne Koffein, 8 My Vitargo Gels mit Koffein und um Mitternacht hat ich einmal etwas Warmes: Kartoffelbrei mit Meersalz.

Getrunken habe ich 8Liter Red Bull Schorle, 6Liter My Vitargo +Elektrolyte, 2Liter My Vitargo Pro-Kick und 4Liter alkoholfreies Weißbier.

Außerdem habe ich 8 My Vitargo Salt & More Kapseln und ein paar Traubenzucker zu mir genommen.

Welche Tipps hast du für (Ultra-)Läufer, die einen Marathon oder länger angehen wollen?

Ich muss ja ehrlich sagen, das ich einer der jüngsten in den Starterfeld von Ultras immer bin. Das wichtigste ist, das man sich zu allererst den Druck rausnimmt. Gute Ultraläufer haben Erfahrung und diese kommt NUR durch viele KM in den Beinen. Das kann ich zwanzig Jähriger gar nicht haben. Dann ist es wichtig, das ein Läufer nicht nur seine Beine trainieren muss à der ganze Körper ist sehr wichtig bei solchen langen Belastungen. Ich bin selbst kein gutes Beispiel wenn es um dehnen und Core-Muskulatur geht, aber zumindest weiß ich das ich dort noch Potential habe.

Zu guter Letzt braucht man beim Ultralaufen folgende Eigenschaften: Professionalität, Fokus, Verantwortungsbewusstsein sich und seinen Liebsten gegenüber, die Leidenschaft zu Leiden und vielleicht das wichtigste SPASS à am Ende läuft man nicht mehr mit den Beinen, sondern nur noch mit dem Kopf!

Was steht als nächstes an?

 Domi und ich machen ja die meisten Abenteuer zusammen à dieses Halbjahr haben wir uns getrennt: Domi wird am 01.07.2018 die Challenge Roth absolvieren und ich hatte den TTDR jetzt im Mai.

Zusammen werden wir im September gemeinsam am Gore Tex Trans Alpin teilnehmen und ich werde

Ob ich mich 2019 schon an den Spartathlon wage, weiß ich noch nicht. Vielleicht laufe ich auch einfach mal von Sylt auf die Zugspitze à einmal quer durch Deutschland 😉